Ein Gelcoat besteht aus einem 2 Komp. Polymer Vinylesterharz mit Neopentylglykol das die höchste Feuchtedichte hat, bei einer Elastizität von >4%, der den Epoxydharzen zuzuordnen ist. Die Eigenschaften in Bezug der Feuchtesperre werden noch erheblich verbessert, wenn der Gelcoat nicht pigmentiert wird. Dieses Polymer bildet ein Monomer mit einer sehr engen Netzstruktur, dass den osmotische Diffusionsprozess verringert oder reduziert. Daher sollte die Polymere und Monomere Struktur nicht beschädigt werden. Vinylesther neigt zum Verspröden, ist auf Dauer nicht UV-beständig, neigt zum kreiden - ionisieren - erodieren und muss daher besonders unter Wasser mit PVC-Vinyl oder mit einem PU-Acryl versiegelt werden. Über Wasser ist ein Schutz vor der UV-Strahlung kaum möglich, mit Ausnahme einer Überschichtung mit einen Polyurethan-Acryl das eine erheblich höhere UV-Stabilität hat. Es werden aber zusätzliche Aditive den Vinylesther zum UV-Schutz beigefügt, die das ionisieren für einihe Jahre reduzieren können.

Ein Topcoat ist ein Decklack der den Vorgaben entsprechend hergestellt wird. Im GFK-Yachtbau wird ein seewasserfestes 2 Komp. Polyurethan-Acrylharz verwendet, im KFZ-Bereich ein 1 Komp. Polyurethan-Acryl, als Korrosionsschutz ein 1 Komp. Alcydharz, usw. Wenn also einer darauf hinweist wie oft im Yachtforum einen Topcoat zu streichen, ohne zu sagen welchen Topcoat mit welchen Eigenschaften, dann ist das ein Unsinn. Je nach Anwendung ist jede Farbe die als Deckanstrich verwendet wird ein Topcoat, ob Lösungsmittel- oder Wasserverdünnbar.

Ein Gelshield ist ein Polymerpoxy, das mit Kalk pigmentiert wird. Das Gelshield bildet eine schlagfeste Beschichtung mit einer Elastizität von mehr als 4%. Auf Grund der Dreiringstrukturbildung des Moleküls ist das Gelshield erheblich instabiler als ein Polyurethan oder Polyvinylchlorid und bildet beim Zerfall mit einen H2O-Molekül (Wasser) ein Diol. Damit ist ein Gelshield ein zusätzliches Schutzsystem zur Bewahrung mechanischer Schäden aber nur eine geringe Feuchtebarriere. Polymerpoxyde haben die Eigenschaft zu Kreiden - ionisieren oder zu erodieren und müssen daher immer versiegelt werden. Um die Eigenschaften zu verbessern, sollte das Gelshield bei 40°C für 15 Stunden getempert werden, wenn nicht dann sieht er nach einigen Jahren wie ein schweizer Käse aus. Siehe Osmoseprophylaxe ein Witz

Eine Osmoseprophylaxe für einen Gelcoat ist immer:

- eine zusätzliche schlagfeste Beschichtung um den Gelcoat vor mechanischen Schäden zu schützen und eine zusätzliche Feuchtesperre,
- bei einen neuen Boot nur eine Versiegelung des Gelcoat mit einer Feuchtesperre, damit die Eigenschaften des Gelcoat erhalten bleiben,
- bei einen alten Boot zusätzlich eine Verstärkung des Gelcoats mit einem Epoxyd und einer zusätzlichen Feuchtesperre.

Bei Booten die getempert werden können (Trockenkammer einer Lackiererei) genügt ein Epoxyd (Gelshield) mit Kalkpigmenten, ist erheblich preiswerter,
wenn nicht getempert werden kann, dann unter Wasser ein 2 Komp. Teerepoxyd, über Wasser ein 2 Komp. Reinepoxyd ohne Kohlenwasserstoffverbindung,
in beiden Fällen müssen die Epoxyde immer versiegelt werden.

Ansonsten ist Osmoseprophylaxe nichts anderes wie den unvermeidbaren osmotischen Diffusionsprozess zu verlangsamen, denn verhindert kann er nicht werden, eher beschleunigt durch die Schwächung und das Anschleifen des Gelcoats und nicht dem Verwendungszweck entsprechender Epoxyde. Eine Osmoseprophylaxe ist auch ein mechanischer Schutz des Gelcoats, um diesen vor Schäden zu bewahren.

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