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Thema: Planänderung Wirbelstrahlverfahren statt Tercoo

  1. #1
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    Standard Planänderung Wirbelstrahlverfahren statt Tercoo

    Moin, moin,

    momentan saniere ich das Unterwasserschiff meines Stahlverdrängers. Geplant war eigentlich die alte Beschichtung mit den Rotationsstrahler von Tercoo zu entfernen. Leider kommt man mit der Technik an Grenzen, sobald die zu bearbeitende Fläche viele verschachtelte Ecken und Kanten hat, wie zum Beispiel die Kühlrohre um den Kiel und die Stabibleche an meinem alten Holländer. Leider war mir das vorher nicht bewusst.

    Nun haben wir uns entschieden, wo wir schon 2/3 fertig sind, den Rest und das gesamte Unterwasserschiff von der Firma Re-move mit der Wirbelstrahltechnik zu entlacken und entrosten. Weil dabei Wasser im Spiel ist, setzt die Oberfläche wohl zügig Flugrost an. Nun hatte ich vor das ganze mit Antorit-Zinkgrund D50 von Höveling zu grundieren und dann mit dem Epoxyprimer D53 von Höveling weiter zu beschichten. Leider habe ich sämtliche Farben vorab gekauft, weil ich wieder zügig ins Wasser wollte und Angst vor Lieferengpässen hatte. Nun meine Frage, haben Sie einen Zinkgrund im Angebot, den ich nach Auftrag mit dem Epoxiprimer D53 von Höveling weiter bearbeiten kann und direkt auf die sehr wahrscheinlich mit Flugrost benetzte Oberfläche direkt auftragen kann.
    Sie wurden mir von Bootsbaumeister Klier aus Hamburg empfohlen und der meinte, dass Sie mir weiterhelfen können.

    Für ihre Antwort herzlichen Dank im Voraus

    Gruß aus dem Norden

    Martin Oetjens

  2. #2
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    Standard AW: Planänderung Wirbelstrahlverfahren statt Tercoo

    Hallo,
    ein fachgerechter Beschichtungsaufbau Standzeit 15 -20 Jahre geforderter Industriestandart bei einer Stahl-Yacht ist 1 x Zinkstaubgrundierung, 1 x Eisenglimmer (Hämatit) Schuppenpanzerbeschichtung - 3 mal Multicoat ein EP mit SiO2 - 1 mal PVC-Viniyl,- 1 - 2 mal ein selbst abschleifendes SPC-Antifouling mit hohen Anteilen Zinkoxiden und Kupfer(I)oxiden für einen 3-4 jährigen Bewuchsschutz.

    Wir haben eine 2 Komp. Zinkstaubgrundierung siehe http://shop-af.de/contents/de/p13.html 8,1 Liter/22 Kg oder 1,2 Liter/3,3 kg die mit Epoxidprimer D53 überschichtet werden darf. Flugrost kann vernachlässigt werden.
    Da alle Zinkbeschichtungen Antihafteigenschaften haben, was zu Abplatzungen bei EP führen kann, empfehlen wir als Versiegelung von Zink - einen Haftgrund / Eisenglimmerbeschichtung siehe http://shop-af.de/contents/de/p12.html, was den Korrosionsschutz erheblich verbessert.

    Unsere Lieferzeiten betragen zur Zeit wegen Corona 8-10 Tage. Da die Beschichtung sehr schwer ist, können Gebinde mit 8,1 Liter/22 Kg nur mit Spedition geschickt werden. Kleingebinde verschicken wir mit UPS oder DHL, das geht dann schneller.

    Wichtig ist, wenn ein Antifouling aufgetragen wird, einen Haftgrund PVC-Vinyl zu verwenden., Ansonsten gehört auf eine Stahl-Yacht nur ein selbstabschleifendes SPC-Antifouling. Die oft empfohlenen Primokon-Beschichtungen Naphta /
    eingedicktes Erdöl sollten nicht verwendet werden. Grundsätzlich wenn Stahl-Yachten beschichtet werden, ist zuvor mit technischen Aceton abzureiben. Damit erzielen wir durch die schnelle Verdunstung von Aceton eine Entfeuchtung, da bei Stahl besonders wenn im Freien gearbeitet wird, ein Taupunktproblem entstehen kann, was dann Aplikationsprobleme verursachen kann.

    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Planänderung Wirbelstrahlverfahren statt Tercoo

    Zitat Zitat von ADMIN Beitrag anzeigen
    Wir haben eine 2 Komp. Zinkstaubgrundierung siehe http://shop-af.de/contents/de/p13.html 8,1 Liter/22 Kg oder 1,2 Liter/3,3 kg die mit [COLOR=#333333] Epoxidprimer D53 überschichtet werden darf. Flugrost kann vernachlässigt werden.
    Grüße Friedrich
    Moin, moin, das Boot wurde jetzt im Wirbelstrahlverfahren mit Wasser/Sandgemisch gestrahlt. Ich habe es danach noch einmal mit Frischwasser abgewaschen. Es hat natürlich sofort Flächendeckend Flugrost angesetzt. Die zu behandelnde Fläche brauche ich jetzt nur noch mit Aceton abwaschen und den RELEST® Marine 377 2K-EP-Primer ZM auftragen, habe ich das richtig verstanden? Lieben Gruß aus dem Norden Martin Oetjens

  4. #4
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    Richtig, Reste vom Flugrost können vernachlässigt werden, denn die verbinden sich mit der Zinkstaubgrundierung und werden neutralisiert. Der Flugrost ist Eisenoxid, der richtet keinen Schaden an.

    Grüße Friedrich

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