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Thema: Feltz Scorpion, Abplatzung ECOShip, Basis ZN95, Blackbase

  1. #1
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    Standard Feltz Scorpion, Abplatzung ECOShip, Basis ZN95, Blackbase

    Hallo Herr Gutmann,
    nach 2 Saisons im Wasser sind - siehe Anhang - ist das aufgebrachte Ecoship in teilen abgeplatzt. Aufgebracht war es auf das Blackbase das von ZN95 vertieben wurde, -> siehe hier Bild Anschliff am Bug. Die graue Schicht ist der ebenfalls von ZN 95 vertriebene Silvertone-Primer. Hier hat es ggf mit dem ´durchbluten´ nicht funktioniert.
    Da kein Rost festzustellen ist - welchen Grund kann ich hier verwenden ( ggf. RM 470 Vinly) ?

    DSC_0370.jpgDSC_0372.jpgDSC_0369.jpgDSC_0370.jpgDSC_0372.jpg

  2. #2
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    Standard AW: Feltz Scorpion, Abplatzung ECOShip, Basis ZN95, Blackbase

    Hallo,
    wir bekommen immer wieder solche Bilder geschickt wenn auf Stahlyachten ZN 95 verwendet wurde. Das ZN 95 ist eine Kaltverzinkung mit Zink und damit kommt es nach unseren Erfahrungen immer zu Haftproblemen. Als ich darauf aufmerksam machte, dass solche Kaltverzingungen für den maritimen Bereich nicht geeignet sind, wurden mir sofort Abmahnungen angedroht wegen geschäftsschädigenden Verhalten. Grundsätzlich hat jede Zinkbeschichtung Antihafteigenschaften, da sich bei Feuchte Weißrost bildet und jede Beschichtung sich dann vom Untergrund löst. Was also bei einen Gartentor funktioniert, funktioniert nicht im maritimen Bereich da wir es immer mit Feuchte, auch meist Seewasser zu tun haben. Bei Stahl muss also der ges. Beschichtungsaufbau der aufeinander abgestimmt ist genau verwendet werden, denn z.B. ZN 95, darauf eine Blackbase Grundierung die nicht zugeordnet werden kann und darauf Antifouling, da habe ich mein Problem. Anstelle von Kaltverzinkungen wird im maritimen Bereich Zinkstaub mit Zinkoxiden verwendet. Diese Beschichtung wird mit einer Schuppenpanzerbeschichtung Eisenglimmer versiegelt damit keine Feuchte eindringen kann. Darauf dann 2-3 Lagen Multicoat, 1 x Vinyl und dann das Ecoship. So erreichen wir Standzeiten im Stahlbereich von mehr als 15 Jahre und ist Standard in der Industrie. Ich kenne keine Werft der Schifffahrt, die eine solche Kaltverzinkung mit ZN anwenden würde.

    Was tun, wobei ich mir da nicht so sicher bin. Frage, die graue Farbe auf den Bildern müsste die Oberfläche von dem ZN 95 sein. Wenn das zutrifft haben wir eine Zinkspaltung, daher diese Farbe grau denn ZN 95 ist glänzend. Darauf nachträglich eine Haftung zu erzielen ist ein Problem. Es wäre also einfacher, wenn die graue Beschichtung die Blackbase Grundierung wäre. Wir können die Bereiche auch nicht mit 2 K. Beschichtungen wie z.B. Eisenglimmer auf Zink verschließen, da wir es mit 1 K. Beschichtungen zu tun haben. Auch schleifen sollte vermieden werden, damit die noch bestehende Zinkschicht nicht noch weiter beschädigt wird. Im Grunde sind die möglichkeiten einer Nachbesserung sehr gering.

    Vorgehensweise, - ist etwas mühsam:
    Untergrund bei den Abplatzungen mit Stahlwolle gründlich reinigen, haben wir es mit Weißrost zu tun dann muss der weg, denn darauf haftet keine Beschichtung. Reste vom ZN95 so wenig wie möglich beschädigen. Wird das ZN beschädigt dann die kleinen Bereiche mit ZN nachbessern. Dann mit dem Pinsel die Bereiche an den Abplatzungen mit Marine 251 siehe Datenblatt http://shop-af.de/contents/de/p518.html mehrmals streichen. Damit können wir die Übergänge bei den Abplatzungen weitgehend ausgleichen. Nach der Trocknung ein wenig anschleifen und die Übergänge begradigen und darüber einmal mit dem Marine 470 den bereich überlappend zum Antifouling streichen, dann das Marine 522 Ecoship. Der Chlorkautschuk müsste auf dem Blackbase oder auf dem ZN haften. Wobei, ob das funktioniert sehen wir erst in 2-3 Jahren. Ich vermute aber, es werden weitere Abplatzunge erfolgen, da sich die Bildung von Weißrost unter dem Antifouling nicht aufhalten lässt.

    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Feltz Scorpion, Abplatzung ECOShip, Basis ZN95, Blackbase

    Hallo Friedrich,
    danke für die promte Antwort.
    Das graue ist nicht der Zink, sonder der ebenfalls von ZN95 gelieferte Silvertone Prmer, der auf dem Blackbase (ZN95 Markenname) noch im trocknen von Blachbase aufgebracht werden soll und dem dem selben durchblutet werden soll. Das Bild 3 mit dem Anschliff zeigt nicht den Stahl sonden das Blackbase. Zink und Blackbase scheinen noch im guten Zustand zu sein. Habe ich richtig verstanden:
    1.Anschliff, dann 251 Clorkautschuk auf auf das Blackbase
    2. 470 Vinyl Prmer
    3. 522 Ecoship
    Gruß Jürgen

  4. #4
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    Standard AW: Feltz Scorpion, Abplatzung ECOShip, Basis ZN95, Blackbase

    Hallo Jürgen,
    alles klar, dann genügt es die Bereiche an den Abplatzungen mit dem Marine 470 Vinyl zu streichen, die Übergänge dann ein wenig zu verschleifen und dann wieder mit 522 Ecoship zu überschichten.
    Grüße Friedrich

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