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Thema: Bitte um Anweisung, wie bei einem neuen GFK-Schiff vorzugehen ist.

  1. #1

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    Standard Bitte um Anweisung, wie bei einem neuen GFK-Schiff vorzugehen ist.

    Viele Grüße aus Wien von
    Manfred

  2. #2
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    Standard AW: Bitte um Anweisung, wie bei einem neuen GFK-Schiff vorzugehen ist.

    Hallo Manfred,
    keine Osmosepropylaxe, denn die wurde noch nicht erfunden. Der beste osmotische Schutz ist nun mal der Gelcoat und Du kannst sicher sein, würden die unsinnigen Osmoseschutzsysteme erforderlich sein, dann würde der Hersteller diese Systeme auch anwenden. Haben wir kurze Wasserliegezeiten, Trailerboot, geringe Bewuchsdrücke, dann genügt meist einfetten mit einen z.B. Sailfett das zuerst flüssig ist und dann leicht fest wird. Haben wir Bewuchs, dann muss ich wissen welche Gewässer, denn bei Wassertemperaturen bis zu 27 °C wie z.B. in der Adria, oder Überlingen am Bodensee, da brauche ich ein tropentaugliches Antifouling. Haben wir eine Motoryacht, dann brauche ich einen höhere Abriebkomponente, ist das Boot ein Segler in der Ostsee, dann genügt meist LF, aber da haben wir Bereiche wo wir das 522 Ecoship empfehlen. In der Adria nur tropentauglich, also Ecoship. Saisonwasserlieger nur ein Antifoulinganstrich, mehrjährige Wasserlieger 2 Anstriche, Wasserpass wegen der Verschmutzung - Reinigung immer einen zusätzlichen Anstrich.

    Bei neuen Booten muss gründlich entfettet werden wegen den Paraffinen im Gelcoat. Da macht es Sinn zuerst mit einen Schleiffließ oder einer Stahlwolle das Boot gründlich abzureiben, so dass es matt wird. Kein Schleifpapier verwenden. dann erfolgt die mehrmalige Reinigung mit technischen 99,5% Aceton, das ist der Entfetter bei uns. Darauf nur einen Anstrich von dem Marine 470 Vinyl, nicht mehr, Ergiebigkeit ca. 7 m²/ltr. Dann je nach Anwendung 1 - 2 Anstriche LF oder Marine 522 Ecoship.
    Wichtig ist, wenn der Taupunkt nicht beachtet wird, dann haben wir immer ein feuchtes Unterwasserschiff, da in den Nachtstunden die Boote abkühlen. Wenn gestrichen wird, dann nochmals vorher mit Aceton abreiben, denn durch die schnelle Verdunstung bekommen wir eine zusätzliche Entfeuchtung der Oberfläche. Werden Fehler gemacht, dann kommt es zu Problemen, daher wirklich alles gut vorbereiten. Beim Primer und Antifouling Farbwechsel also rotbraun - schwarz oder umgekehrt.

    Grüße Friedrich

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