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Thema: Neubeschichtung Antifouling mit Rostschutz

  1. #1
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    Standard Neubeschichtung Antifouling mit Rostschutz

    Momentan habe ich meine Gruno 35 mit Wohlert LB25 Antifouling beschichtet.
    Nach 2 Saisons im Wasser werde ich eine Neubeschichtung durchführen.
    Hierbei werde ich das Unterwasserschiff intensiv kärchern und danach Roststellen mit OWATROL Marine behandeln.
    Die behandelten stellen werde ich mit Marine-Silberprimer als Untergrund überstreichen bevor ich wieder mit Wohlert LB25 Antifouling beschichte.
    Ist diese Vorgehenswese zu empfehlen, oder gibt es eine andere Empfehlung?
    Das Boot wird danach wieder 2 bis 3 Jahre im Süßwasser liegen.

    Danke für Empfehlungen im Voraus
    HJH470

  2. #2
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    Standard AW: Neubeschichtung Antifouling mit Rostschutz

    • LB 25 Antifouling Wohlert Lackfabrik

      Produktbeschreibung

      Produktkategorie : Biozidhaltige Beschichtungen mit Kupferverbindungen Kurzbeschreibung : selbstpolierende Antifouling auf Copolymerisatharz-Basis
      Beschichtungstyp : erodierend
      Standzeit : 12 Monate
      Lösungsmittel : organisch
      Antifouling-Wirkstoff/ Biozid Chem. Bezeichnung: Dikupferoxid

      Anwendungsbereich/ Hinweise
      Gewässertyp : alle Gewässer
      Untergrund : GFK, Holz, Stahl, Beton
      Operationsprofil : unter 10 kn/ über 10 kn (niedriger Aktivitätsgrad)
      Installation : `do-it-yourself`-Applikation möglich
      Bemerkungen : für mittleren Bewuchsdruck geeignet; geeignet für Schiffe bis 16 kn

      Hersteller und Vertrieb

      Hersteller : Wohlert Lackfabrik Max-Planck-Str.17 27721 Ritterhude/ Ihlpohl www.wohlert-lackfabrik.de
      Vertrieb : Das Produkt ist über den Fachhandel und den Hersteller erhältlich


    Das ist ein Saison-Antifouling mit einer Bewuchsschutzdauer von 3-4 Monate. Wenn also einer jedes Jahr seine Stahlyacht streichen möchte, dann reichen auch 3-4 Monate Bewuchsschutz da im Herbst das Boot abgekärchert wird. Wir haben aber im Norden zahlreiche Gewässerbereiche, da funktioniert ein solcher Anstrich für ein paar Jahre, wobei da ist es egal was einer streicht. Ansonsten sollte auf eine Stahlyacht nur ein selbst abschleifendes Kupfer(I)oxid- Zinkoxidantifouling gestrichen werden, im Grunde so wie es bei der Marine Standard ist.
    Wir hatten einmal auf Grund von Empfehlungen Owatrol-Produkte in unser Programm aufgenommen und sehr schnell uns von Owatrol verabschiedet, denn wir können solche Produkte, die weit - weit überteuert sind, auch nicht die beschriebenen Anforderungen nur annähernd erfüllen, unseren Kunden beim besten Willen (ich muss sagen meiner Meinung) anbieten. Das Owatrol C.I.P ist Hydrocarbons C10, übersetzt meines Wissen ein Leinölfirnis, der nun mal nicht wasserbeständig ist und da sollte sich doch einer besser im Baumarkt umsehen. Der Marine Silberprimer von Wohlert ist ein Vinylprimer mit Aluminiumoxid pigmentiert. Als Rostschutz für ein Gartentor, verzinkten Wasserleitungen oder als Notlösung bei Stahlyachten zum flicken kleiner Schadstellen im Überwasserbereich oder Unterwasserbereich geeignet. Vorteil solcher Vinylbeschichtungen ist, wenn die Korrosion wieder durchbricht, dass einfach und schnell nachgebessert werden kann.

    Nur bei einer Stahlyacht haben wir es mit Korrosion zu tun. Da reagiert der Schwefel und Phosphor im Stahl mit Feuchte, da genügt wirklich kein C.I.P. oder Aluminiumprimer. Wenn wir es mit Ausbesserungsarbeiten bei Stahl zu tun haben, da sind die Möglichkeiten doch sehr eingeschränkt und werden zur Dauerbaustelle.

    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Neubeschichtung Antifouling mit Rostschutz

    Danke Friedrich für die schnelle und informelle Antwort.
    Zur Info: Das OWATROL MARINE CIP – Spezialprimer für rostige und nicht rostige Metall-Untergründe
    habe ich von einem Bootsbauer empfohlen bekommen.
    Da die Schweißnähte und die Stellen der Fassstützen nachrosten habe ich bisher die Roststellen abgeflext und mit Marine Silberprimer von Wohlert überstrichen, bevor ich wie jedes Jahr danach mit LB 25 Antifouling die entsprechenden Stellen nach dem Kärchern überarbeitete.
    Vor 2 Jahren habe ich beschlossen meine Gruno im Winter in einem eisfreien Hafen im Glindowsee zu legen. Im Herbst ist es soweit, dass ich das Unterwasserschiff für die nächsten 3 Jahre renovieren muss. Was ist nun die beste Lösung. Mein Revier ist die Havel, Elbe und Oder.
    Weichantifouling (z.B. von Wohlert wie bisher) oder ein Hartantifouling für 5 Jahre?

  4. #4
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    Standard AW: Neubeschichtung Antifouling mit Rostschutz

    Auf eine Stahl-Yacht gehört ein selbst abschleifendes mehrjähriges Antifouling. Der Grund ist, durch das abschleifen wird die Beschichtung abgetragen und eine unnütze Schichtstärkenanreicherung die zu Abplatzungen führt vermieden. Weichantifoulings haben max. Standzeiten von 12 Monaten was eine Bewuchsschutzdauer bei den Standardantifoulings von 3-4 Monate ergibt. Die Wasserliegedauer darf dabei nicht unterbrochen werden. Hartantifoulings siind für Trailerboote, hohe Geschwindigkeiten, kurzen Wasserliegezeiten bestimmt. Werden die für Wasserlieger, geringe Auslastung verwendet, dann wirkt kein Bewuchschutz da kaum Biozide frei gesetzt werden können. Beide Antifoulings sind für einen Dauerwasserlieger - Stahlyacht nicht geeignet.
    Die Antifoulings der Berufsschifffahrt wie z.B. Intermooth von International, Oceanic von Hempel, Takatta Classic, Seaquantum Ultra von Jotun, oder das Marine 522 Ecoship von BASF haben alle Standzeiten von 60 Monaten, aber auch da ist je nach Auslastung die Bewuchsschutzdauer bei 2 - 3 Anstrichen nach 2-4 Jahren beendet.

    Das Owatrol ist ein Produkt aus Frankreich, Hersteller ist Durieu S.A. und da sollte ein Bootsbauer bei Empfehlungen zuerst einmal die Sicherheitsdaten mit den Inhaltsstoffen durchlesen und dann auch sagen "Warum" er ein solches Produkt empfiehlt. Was den Siber-Primer von Wohlert betrifft, der ist i.O. Im Grunde ist bei dem Primer das Owatrol nicht erforderlich.

    Ansonsten wenn es für 3 Jahre ausreichen sollte und einer gute Erfahrungen gemacht hat, dann spricht nichts dagegen, da jeder Einzelfall unterschiedlich beurteilt werden muss.
    Grüße Friedrich

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