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Thema: antifouling alt= Kupfer und neu?? für den chiemsee??

  1. #1
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    Frage antifouling alt= Kupfer und neu?? für den chiemsee??

    hallo all ihr segelfreunde und experten da draußen.

    ich habe da mal eine ganz einfache frage.

    seit 2 jahren bin ich in der glücklichen lage eine segelbeteiligung am chiemsse zu haben und nun steht wie jedes jahr das thema "antifouling an.

    mein alter käpt´n bekommt sein kupfer nicht mehr und nun soll das VC 17 einfach drüber gestrichen werden.

    ich möchte aber, dass wir es richtig, denn ansonsten sind wir ja auch sehr umweltbewußt, sonst würden wir nicht segeln, oder ;-))) - aber wie?

    ich habe mir nun schon tagelang videos angesehen und beiträge gelesen, aber bei all diesem wahnsinnig faszinierenden beiträgen ist mir immer noch nicht klar geworden, was ich nehme und wie wir richtig von einem zum anderen wechseln.

    also, das VC 17 kein antifouling für den chiemsee ist, habe ich schon kapiert.

    kann mir bitte jemand sagen, was man nehmen kann, wie man den wechsel richtig macht (aufwand, untergrund, haftvermittler, häufigkeit)

    vielleicht könnt ihr ja auch noch mal eins der tollen viedeos empfehlen, wo man auch sehen kann, wie man brüchige und blasige untergründe bearbeitet und vorbereitet, also dieser epoxi-spass und so (anbei ein bild von -gottseidank- nur 1 stelle am ruder)

    danke im voraus für ein paar tipps für einen frischgebackenen leichtmatrosen!

    liebe grüße in die runde!

    neusegler
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  2. #2
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    Standard AW: antifouling alt= Kupfer und neu?? für den chiemsee??

    Hallo,
    VC17m ist ein Dünnchicht-Hartantifouling mit PTFE (Teflon) und Kupfer. Auf Grund seiner Anihaftbeschichtung erfordert VC17m eine höhere Aktivität- Geschwindigkeit zur Selbstreinigung. Da Kupfer und PTFE nur einen geringen Bewuchsschutz ermöglicht, ist es für Trailerboote, höhere Geschwindigkeiten, kurzen Wasserliegezeiten bestimmt. Was also je nach Anwendungsfall bei einen Gleiter Sinn macht, ist bei einen Segelboot weniger sinnvoll. VC17m erfordert auch einen besonderen Haftgrund VCTar2, ein 2 K. Epoxid das mit Quarz angereichert ist. Einfach auf ein anderes Antifouling streichen, funktioniert nicht.
    Ansonsten haben wir inzwischen an die 400 Antifoulings, unterschiedliche Trägerkomponenten, unterschiedliche Lösungsmittel, so dass ein Antifouling auch mit einer Grundierung kompatibel sein muss. Das Ruder hat bereits erhebliche osmotische Schäden, es ist auch eine Blasenpest zu erkennen.
    Um also genaueres zu sagen, muss ich wissen was wurde auf dem Boot alles gestrichen. So wie das Ruder aussieht, ist das Boot bereits ein wenig in die Jahre gekommen und hat Feuchte aufgenommen und die gleiche Blasenbildung ist auch am Unterwasserschiff zu vermuten. Ansonsten , wenn der jetzige Antifoulinganstrich seine Anforderungen erfüllt hat, dann sollte ein Produktwechsel nicht erfolgen.
    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: antifouling alt= Kupfer und neu?? für den chiemsee??

    halllo Friedrich, danke für die schnelle antwort.

    absatz 1 habe ich in eigenrecherche schon erkannt.
    du hast dafür richtig erkannt, das es sich um ein bedeutend älteres baujahr handelt und ich bin ja wie gesagt nur der "leichtmatrose".

    ich weiss nur, dass ein kupferanstrich alle jahre draufgekommen ist. eine genauere bearbeitung ist dan wohl eher für den herbst möglich.

    was mache ich mid den ruder jetzt? spachteln (was), schleifen, grundieren und antifouling?, was?

    danke im voraus!
    neusegler

  4. #4
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    Standard AW: antifouling alt= Kupfer und neu?? für den chiemsee??

    Beim Ruder ist zuerst einmal gründliches schleifen angesagt, so dass der Gelcoat weitgehend beseitigt ist. Dann muss es trocknen, wir haben im Ruder einen Holz- oder Schaumkern, so dass es lange dauert bis es trocken ist. Hilfreich wäre da eine Autolackierer-Werkstatt die eine Trockenkammer hat. Wenn das Ruder trocken ist, dann wir mit 2 Lagen 0,2 mm Laminat laminiert, dann Feinspachtel, 3-4 Lagen Marine 346 Multicoat, 1 x Marine 70 Vinyl, dann Antifouling. Ohne Trocknung schließen wir die Feuchte ein, dabei beschleunigen wir dann die Delaminierung so dass sich das Laminat vom Harz trennt. Wie auch immer, bei dem Ruder ist der Prozess bereits sehr weit fortgeschritten, da ist es mit ein wenig darüber streichen nicht getan.
    Grüße Friedrich

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