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Thema: Neubeschichtung nach Osmosebehandlung auf nacktem GFK

  1. #1
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    Standard Neubeschichtung nach Osmosebehandlung auf nacktem GFK

    Hallo,
    an unserer 15m GFK Yacht BJ 1984 haben wir zur Trocknung des GFks und Reparatur der Osmoseschäden die Beschichtungen bis zum GFK im Winter 2017/18 abgefräst.
    Im nächsten Frühjahr (19) wollen wir neu beschichten, mit einer möglichst wirksamen Feuchtigkeitsbarriere.
    Welche Beschichtungsreihenfolge ist empfehlenswert? Wir haben als Barriere RELEST Marine 340 EP- Guard im Auge... Sinnvoll?
    Was käme darunter, was drauf als Primer fürs Antifouling?
    Dank + Gruß, Merten

  2. #2
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    Standard AW: Neubeschichtung nach Osmosebehandlung auf nacktem GFK

    Hallo Merten,
    das Marine 340 EP-Guard ist ein schlagfeste - zähe 2 K. EP-Reinepoxid - Beschichtung. Da es ein Dichschichtbeschichtung ist, werden 2 - max. 3 Anstriche gemacht. Die optimalen Verarbeitungs-Temperaturen sind um die 20°C, denn die Beschichtung ist sehr Viskos und wenn es zu kühl ist verstärkt sich der Orangenhauteffekt. Wenn mit ein wenig EP-Verdünner verdünnt wird, lässt sich die Beschichtung leichter verarbeiten, dann sollten 3 Lagen für einen Gelcoatersatz gestrichen werden.

    Wenn abgefräst wurde, dann wird in der Regel mit 1 - 2 Lagen laminiert, mit 2 K. EP-Feinspachtel gespachtelt und darauf verwenden wir dann keinen 340 EP-Guard, sondern 3 Lagen Marine M46/47 Multicoat.

    Das 340 oder 346 wird mit Marine 470 Vinyl 1 x versiegelt, darauf dann für Dauerwasserlieger 2 Lagen, Wasserpass 3 Lagen Marine 522 Ecoship, das im Mittelmeer dann für 3-4 Jahre je nach Auslastung reicht.

    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Neubeschichtung nach Osmosebehandlung auf nacktem GFK

    Hallo Friedrich danke für die schnelle Antwort, das 346 passt ja gut, ich dachte dieses auch als Decksversiegelung auf dem Gelcoat zu verwenden. Spricht da etwas dagegen?
    Der UW-Rumpf hat eine recht starke (2-4mm) "Feinschicht" aus offenbar Spritzlaminat die wir nur leicht angefräst haben, nur an einigen Stellen rund um den Kiel habe ich sie aber entfernt und muss dort auf jeden Fall nachlaminieren.
    Auf dem Rest der Fläche habe ich durch das Fräsen keine Struktur angegriffen und hatte in Rücksprache auch mit einem Schiffbauer nicht vor dort zu laminieren, da die neuen Lagen sowieso nur auf das recht weiche Spritzlaminat greifen würden. Wie siehst Du das? Sicher ist es nie verkehrt im Schiffsbodenbereich flächendeckend anzulaminieren, um zu verstärken und auch mehr Wasserdichtigkeit des Laminates zu erreichen?

    Grüße, Merten

  4. #4
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    Standard AW: Neubeschichtung nach Osmosebehandlung auf nacktem GFK

    Hallo Merten,
    auch wenn wir laminieren - egal mit was - können wir die Feuchtedichte nicht erhöhen. Alle Polymere sind im Grunde Riesenkettenmoleküle, wo dazwischen die kleinen H2O Moleküle durchwandern können. Auch die Schichtstärke hat da keinen Einfluss, denn die Feuchtedichte wird durch die Materialdichte bestimmt. Brauchen wir größere Schichtstärken, dann rate ich zu dem Marine 470 EP-Guard Stetecol trotz dem Nachteil der Orangenhautoberflächenbildung. Der Grund ist, jede zusätzliche Schicht vergrößert uns die Oberflächenspannung und wenn nicht wärmebehandelt wird, besteht die Gefahr - bei allen Epoxiden - dass die reißen können. Das Stetecol ist sehr schlagzäh und haben wir da höhere Schichtstärken, dann kann das nicht reißen. Eine Wärmebehandlung ist nicht erforderlich. Da kann in den meisten Fällen auf ein Laminat verzichtet werden. Auch bei einen weichen Spritzlaminat ist das Marine 340 besser geeignet, wobei jedes EP zu reißen beginnt wenn der Untergrund nachgibt.

    Für die Decksversiegelung ist der 346 optimal, da der direkt mit dem 2 K. 311, 312, 316 PU-Acryl überschichtet werden darf. Das 346 lässt sich auch mit einer EP- Feinspachtel nachbearbeiten. Im Decksbereich aber nicht zu große Schichtstärken, da sollte versucht werden mit mit einen Anstrich 346 auszukommen. Bei der Spritzlackierungen sind in der Regel 2 -3 Lagen erforderlich. Wird mit der Rolle gearbeitet und wir haben eine Deckung, dann genügt 1 Anstrich. Grundsatz, hohe Schichtstärken wenn nicht erforderlich sind, sind zu vermeiden.

    Grüße Friedrich

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