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Thema: Antifouling „fliegt“ davon nach 3 Wochen im Wasser

  1. #1
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    Standard Antifouling „fliegt“ davon nach 3 Wochen im Wasser

    Hallo,
    ich habe speziell dazu nur gefunden, dass Weichantifouling es nicht mag, wenn es nach kurzer Zeit wieder aus dem Wasser kommt.
    Hier mein spezieller Fall:
    Mein Stahlboot kam nach 3 Jahren wieder aus dem Wasser, UW gekärchert und mit spezial Mittel intensiv gereinigt - nicht angeschliffen!
    Dann 3 Schichten vom Veniziani Eurosprint Next aufgetragen (das alte war auch dieses). Meiner Beobachtung nach wurde die 2. und 3. Schicht an einem Tag (Lufttemperatur 27 grad C) aufgetragen.
    Das Schiff kam 48 std später ins Wasser und nach 3 Wochen wegen einer Reparatur wieder raus. Nach Abtrocknen löste sich eine dünne Schicht (so wie Haut nach Sonnenbrand) ab.
    Ist das bei Weichantifouling so oder stimmt hier etwas andrs nicht?
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  2. #2
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    Standard AW: Antifouling „fliegt“ davon nach 3 Wochen im Wasser

    Hallo,
    Veniziani Eurosprint Next ist ein Hartantifouling mit Kupfer, ähnlich wie VC17m. Ein solches Antifouling gehört nicht auf eine Stahl-Yacht. Um mehr zu sagen, wären die Sicherheitsdaten erforderlich. Was eigenartig ist, der darunter liegende Anstrich ist glänzend, dar darüber liegende Anstrich ist matt. Das sind meiner Meinung 2 verschiedene Antifoulings die nicht zusammen gehören.

    Grüße Friedrich

    Nachtrag:
    Zum Vermeiden einer Kondensbildung muss der Untergrund eine Temperatur von mindestens 3° C über dem Taupunkt aufweisen. Wird der Taupunkt nicht beachtet, weil das Boot in den Nachtstunden abkühlt und in den Vormittagsstunden die Objekttemperatur niedriger ist als die Umgebungstemperatur, dann nimmt das Antifouling das microporös ist die Kondensfeuchte auf und es streicht einer besonders bei Stahl-Yachten ein nasses Unterwasserschiff. Das führt zu solchen Ablösungen.


  3. #3
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    Standard AW: Antifouling „fliegt“ davon nach 3 Wochen im Wasser

    Vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Das Unterwasserschiff ist vor 3 Jahren nach dem Sandstrahlen mit 7 Schichten Epoxi (Anlage) und dann mit dem dem Veniziani Raffaello versehen worden. In dem zugehörigen Datenblatt steht leider nicht, ob das ein weich-Antifouling ist.
    In dem Produktdatenblatt von dem neuen Veniziani eurosprint 4EEF4D25-D932-43D8-AA6A-DD78391FFE7D.jpgEE4AA1CB-76FA-4D44-9F5F-13BA10C6FD8A.jpgnext steht als erster Satz, dass das ein hart-Antifouling ist. Ich hatte dem ausführenden Bootsbauer jedenfalls gezeigt, was ursprünglich drauf ist und er hat wohl das falsche besorgt?
    Der Taupunkt kann eher weniger das Problem sein, da die Arbeiten vor 3 Wochen in Potsdam ausgeführt wurden und da war es Nachts 23 und Tags 27 grad.

  4. #4
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    Standard AW: Antifouling „fliegt“ davon nach 3 Wochen im Wasser

    Hallo,
    das Interprotect ist kein Korrosionsschutz. Damit wird im Grunde der Stahl nur abgedeckt und die Korrosion - Muldenkorrosion geht darunter weiter. Interprotect ist wie die meisten Epoxide auch nicht feuchtedicht, egal wie viele Lagen gestrichen werden. Die Feuchtedichte wird mit dem Durchdringunswert bestimmt und kann daher mit noch so vielen Anstrichen nicht erhöht werden. Die erste Beschichtung bei Stahl ist immer eine Zinkbeschichtung (1 Anstrich). Die zweite Beschichtung ist eine Schuppenpanzerbeschichtung (1 Anstrich), da Eisenglimmer weitgehend zu 100% feuchtedicht ist. die dritte Beschichtung ist eine EP mit Aluminiumoxid pigmentierte Bechichtung (3 Anstriche). Darauf wird mit 1 x mit PVC-Vinyl - versiegelt da alle Epoxide kreiden. Zuletzt wird ein SPC-Antifouling selbstabschleifend 2aufgetragen. Das Antifouling enthält hohe Anteile an Zinkoxiden und Kupfer(I)oxiden und Trycresilphosphate. Anoden sind nicht mehr erforderlich. Der Systemaufbau entspricht der Industrienorm, hat eine Standzeit von 15 Jahren, der Bewuchsschutz ist bei 2 Anstrichen in der Adria Dauerwasserlieger mehr als 3 Jahre. Das ist z.B. der gleiche Beschichtungsaufbau, wie den die Gorch Fock das Segelschulschiff erhält. Auf eine Stahl-Yacht gehört kein Antifouling, das Silikone, Silane, PTFE oder Teflon enthält. Der Beschichtungsaufbau bei Stahl-Yachten muss vom Zink bis Antifouling kompatibel sein, daher ein Systen von einen Hersteller, sonst wird das nichts.

    Die Bootsbauer sind nun mal Bootsbauer und wissen in der Regel nicht, wie ein Beschichtungsaufbau einer Stahl-Yacht aufgebaut wird. Die orientieren sich, was die Werbung im Bootszubehör anbietet.

    Grüße Friedrich

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