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Thema: Unterwasserschiff welcher Aufbau für Farbe und Antifouling

  1. #1
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    Standard Unterwasserschiff welcher Aufbau für Farbe und Antifouling

    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum und besitze eine Schlessjacht (Stahl) Bj. 1969 und muss u.a. das Unterwasserteil neu beschichten ( u.a. wegen einiger Schweissarbeiten) Ich weiss allerdings auch nicht, was dort vorher verwendet wurde. Scheint Teerähnlich zu sein. Wer weiss, was damals verwendet wurde bzw. was man sinnvollerweise machen sollte.

    Danke schon mal

    Klaus

  2. #2
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    Standard AW: Unterwasserschiff welcher Aufbau für Farbe und Antifouling

    Hallo Klaus,
    ältere Stahl-Yachten wurden meist mit 1 oder 2 K. Teerepoxiden beschichtet. Vorsicht beim schleifen, die älteren Teerepoxide enthalten Benzo(a)pyrene siehe http://www.gifte.de/Chemikalien/benzo(a)pyren.htm und erfordern einen Körperschutz und Atemschutz beim schleifen. Da wir auf den Stahl-Yachten mit Grundierungen, Antifoulings usw. 1 K. Systeme haben, können die nicht mit 2 K. Systemen überschichtet werden. Wir können also nur mit 1 K. Systemen flicken, alles andere wäre eine vollständige Sanierung.
    Zum ausbessern bei Teerepoxiden im Unterwasserbereich ist der mit Zink angereicherte Chlokautschukprimer siehe http://techinfo.relest.basf-coatings...e=I251-Farbton
    bestens geeignet. Wir müssen aber uns da ehrlich machen, das ist nur eine Notlösung und keine Dauerlösung. Im Überwasserbereich können wir 1 K. Beschichtungen wenn die nicht Vinyle enthalten mit 2 K. 346 EP Multicoat siehe http://techinfo.relest.basf-coatings...e=I346-Farbton überschichten. Darauf dann 1 K. Alcydharzlack in der gewünschen Farbe.

    Um aber genaueres zu sagen brauche ich Bilder die Du hier im Forum veröffentlichen kannst, oder über Mail mir zuschickst.
    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Unterwasserschiff welcher Aufbau für Farbe und Antifouling

    Hallo und danke für die Antwort.
    Komme leider erst jetztwieder dazu, weiter zu machen.
    Zum Problem: Der Rumpf ist wie schon geschrieben, aus Stahl, allerdings sehr aufwendig gespachtelt. Habe jetzt die neu eingeschweisten Bereiche gestrahlt und gespachtelt (Watertite) und habe die Möglichkeit, sowohl Antifouling wie auch diese Teerschicht, zumindest riechts nach Bitumen, bis auf den Spachtel abzustrahlen. Als Beschichtun habe ich auf deinen Rat hin, Relest Marine 251 1k oder International Primocon als Möglichkeit erwogen. Die Bilder zeigen die ausgebesserten Stellen. Das eine Bild die rausgestrennten Bleche der Bilge/Kiel. Die große Fläche oberhalb war eine Grundberührung ohne Schaden (nur eine Delle)

    Gruß
    Klaus
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  4. #4
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    Standard AW: Unterwasserschiff welcher Aufbau für Farbe und Antifouling

    Halo Klaus,
    Primokon ist Naphta, eingedicktes Erdöl und hat keinerlei Korrosionsschutz. Was Stahlspachtelungen betrifft, die funktionieren im Maritimenbereich nur: - es muss die Spachtel einen Korrosionsschutz wie Zink-oder Aluminiumoxide enthalten, vor dem Spachteln muss mit einer 800-1000°C heißen Gasflamme die Oberfläche ausgeschwitzt werden ohne den Stahl durchgehend zu erhitzen, dann erfolgt eine mehrmalige Reinigung mit Trychloräthylen. Die Grundierungen auf dem Boot riechen nach Bitumen und enthalten Teeröle die die entweder aus der Steinkohle - sehr giftig - oder aus Ölteer - sehr teuer - gewonnen werden.
    Wenn das Boot nicht gestrahlt wird und ein Korrosionsschutz vollständig neu aufgebaut wird, bleibt nur eine Notlösung mit Chlorkautschuk das Zinkoxide enthält, Intertuf Farbe grau das Aluminiumoxide enthält, darauf ein Antifouling das auch hohe Anteile an Zinkoxide enthält. Wie lange das funktioniert weiß keiner, denn das ist im Grunde nichts anderes wie wenn wir einen alten Autoreifen flicken.
    Gefühlsmäßig auch auf Grund der Erfahrungen bei den Kielsanierungen von GFK-Yachten, tendiere ich zu Chlorkautschuk 2 Lagen und bei Saisonwasserlieger 1 x - bei Dauerwasserlieger 2 x Marine 522 Ecoship. Kommt es dann zu Abplatzungen, weil immer irgend wo die Korrosion durchbricht, dann lässt sich das einfach nachbessern. Da wird der Bereich sauber gemacht, Chlorkautschuk und dann wieder Ecoship, das geht einfach und schnell. Was mir doch ein wenig Sorgen macht in diesen Fall, haben wir es mit einen Teerepoxid aus Steinkohleteer zu tun, was meist aus Kostengründen gestrichen wurde, dann wird sich eine vollständige Sanierung auf Dauer nicht vermeiden lassen.

    Eine optimale Lösung bleibt aber nur, strahlen, Zink, Eisenglimmer, Multicoat, Vinyl, Ecoship. - das wäre der Industriestandard.
    Grüße Friedrich

  5. #5
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    Standard AW: Unterwasserschiff welcher Aufbau für Farbe und Antifouling

    Hallo Friedrich,

    danke für die schnelle Antwort. Ich wollte das Strahlen vom gesammten Rumpf eigentlich vermeiden, weil, wie ich gesehen habe, unter dem alten Spachtel das Eisen noch blank ist. Auch die Ausbesserung am Bug, die ich vor einigen Jahren gemacht habe,Bleche eingeschweisst, gestahlt und mit Watertite gespachtelt, ist bis heute ( nach gut 10 J. ) noch einwandfrei und ohne Risse.
    Welcher Teeranstrich verwendet wurde ist unbekannt. Da Schless aber vorwiegend Berufschiffe wie Polizei und Behördenboote gebaut hatte (meins ist eine von 3 Jachten, die dort gebaut wurden), gehe ich davon aus, dass Material für Berufsschiffahrt verwendet wurde. Letzlich ist die Frage, was sinvollerweise auf der Spachtelung verarbeitet werdn sollte. Wie oben schon geschrieben, hat die Rep. ( s. Bilder) gehalten.

    Gruß
    Klaus
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  6. #6
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    Standard AW: Unterwasserschiff welcher Aufbau für Farbe und Antifouling

    Hallo Klaus,
    was auf den TE-Epoxidbeschichtungen haftet ist der Marine 470 Vinyl, Intertuf 203, Marine 251 CR-Primer. Intertuf Farbe grau verwendet Aluminiumoxid, Marine251 CR Zinkoxide für den Korrosionsschutz. Beim Antifouling sollte Ecoship verwendet werden, das enthält zusätzlich Zinkoxide und passt zum CR-Primer. Im Grunde kann aber auch das Intertuf verwendet werden. Mir ging es um die einfachere Nachbesserung, daher habe ich wegen den Zink den CR-Primer empfohlen. Das Problem ist daher immer die TE-Beschichtung die überschichtet wird. Bei blanken Stellen könnten wir Zink-Multicoat dann Intertuf anwenden, aber da sollte gestrahlt werden.
    Grüße Friedrich

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