Ein Beitrag von International den wir den Skippern empfehlen, wo auch Produkte von International verwendet werden. Die Richtige Auswahl welcher Abbeize z.B. oder welcher Grundierung und Antifoulons richtet sich dann nach dem Anforderungen und dem Anwendungsfall. Wer jedes Jahr neu streichen möchte, da genügt auch ein Antifouling für eine Saison. Für einen mehrjährigen Bewuchsschutz bedarf es dann entsprechen anderer Antifoulings mit passender Grundierung.









Bei solchen Anwendungen haben wir es immer wieder mit Problemen zu tun, da die Skipper nicht bereit sind auf dem Taupunkt zu achten. Wenn ein Boot z.B. in den Nachtstunden abkühlt und das Boot wird dann bei erwärmter Umgebungstemperatur z.B. in den Vormittagsstunden gestrichen, dann bildet sich ohne Ausnahme Kondensfeuchte auf dem Boot und es streicht einer ein nasses Schiff. Auch wenn die Beschichtungen sehr tolerant sind, kommt es dann zu Abplatzungen, Blasenbildung oder Schälvorgängen was dann die Skipper meist nicht wahrhaben wollen und immer den Schuldigen beim Produkthersteller suchen. Grundsätzlich geht es bei solchen Beschichtungen auch immer um die Werterhaltung eines Bootes, oder einer Yacht und da hat sich Nachlässigkeit oder möglichst billig noch nie ausbezahlt. Ein Antifouling das jedes Jahr neu gestrichen werden muss, das nach einigen Jahren wegen der Schichtstärkenanreicherung mit Abzuplatzungen beginnt und einen erheblichen Sanierungsaufwand erfordert, kann noch so preiswert sein, nur Solche Rechnungen gehen nicht auf.

Besonders die Beiträge - Empfehlungen vom Nachbarn, aus den verschiedenen Foren, oder von Verkäufern aus dem Bootszubehör, sollte einer immer hinterfragen. Die meisten Antworten nach der Frage "WARUM" können nicht begründet werden. Das gilt auch für zahlreiche Anstreicherfirmen die sich Werft nennen, die jedem neuen Schiff oder Skipper sofort einen Osmoseschutz empfehlen, obwohl der noch nicht erfunden wurde. Es gibt keine Wunder, wir können Osmose bei Polyester nicht verhindern, wir können osmotische Schäden nur reparieren.

Ein Bewuchsschutz (Antifouling) wird bestimmt durch die Auslastung wie Wassertemperaturen, Gewässerarten, Geschwindigkeit, Trockenliegezeiten, mechanische Belastbarkeit bei Trailerbooten und nicht weil der Bootsnachbar meint dass er keine Probleme hat. Wir haben auch noch keinen Skipper erlebt, der sich einen nicht passenden - nicht funktionierenden Bewuchsschutz eingestehen würde.

Vorsicht ist geboten, wenn wir es beim Bewuchsschutz mit Silikon oder PTFE (Teflon) zu tun haben. Antihaftbeschichtungen funktionieren bei geringen Bewuchsdrücken, Trailerbooten mit kurzen Wasserliegezeiten, hohen Geschwindigkeiten und geringer Auslastung. Bei tierischen Bewuchs wie Seepocken, Muschel Röhrenwürmern usw. funktionieren solche Beschichtungen nicht. Wenn dann auf Grund der Anforderungen ein anderer Bewuchsschutz erforderlich wird, dann müssen solche Teflon-Silikon-Beschichtungen vollständig entfernt werden, was ohne größere Beschädigungen des Gelcoat nicht möglich ist.

Auch bei manchen wundersamen Kupferbeschichtungen, die angeblich einen mehr als 10 jährigen Bewuchsschutz ermöglichen, sollte einer vorher abklären, denn Kupfer hat nur eine antibakterielle Wirkung, was bei Microorganismen wie Seepocken, Muscheln nicht ausreicht. Versprechungen von zig-tausenden Referenzen, vom Tidenkraftwerk bis zum Braukessel in Verbindung noch mit einen Osmoseschutz der noch nicht erfunden wurde sollte einer hinterfragen. Wir haben inzwischen mehr als 20 solcher wundersamen Antifoulings die auch oft auf Messen angeboten werden, die sich im Grunde jeder für 3-5 Euro den Liter selbst anmischen kann. Solche Kupfer EP-Beschichtungen gibt es seit den siebziger Jahren und damit wird weder ein Braukessel noch ein Tidenkraftwerk gestrichen und die Berufsschifffahrt hat das Wunder auch noch nicht erkannt, denn die geben lieber viel Geld aus und gehen alle 2-3 Jahre in den Trockendock. Was die Werbung möglich macht, ist noch lange nicht in der Praxis anwendbar.

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