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Thema: Zinkphosphatgrundierung am Boot benutzen

  1. #1
    Benutzer
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    Standard Zinkphosphatgrundierung am Boot benutzen

    Hallo,
    Ich habe an meinem Stahlboot (Bj. Anfang 80erJahre) ein paar Ausbesserungsarbeiten im Über und Unterwasserbereich zu machen.
    Da ich hier im Antifoulingshop nicht die kleine Gebindegröße bekomme die ich bräuchte hab ich mich mal nach Alternativen umgesehen.
    In meiner Nähe ist eine Firma die Farben herstellt und auch Korrosionssysteme für den Offshorebereich.
    Da ich von einer 1 K Komponente nicht viel halte(allaCip und co) vor allem im Unterwasserbereich habe ich mal bei dieser Firma angefragt.
    Hier könnet ich kleine Gebinde bekommen und zwar als Erstschicht 2K EP Zinkphoshatgrundierung , darauf 2K EP Eisenglimmer und für den Uberwasserbereich ein 2K PUR-Lack.
    Möglicherweise ist das auch nicht das gelbe vom Ei, aber evtl besser wie eine 1k Variante die sich irgendwann unter Wasser auflöst.
    Einziges Problem ist halt der angrenzende Bereich an das alte Antifouling da ich ja die Stellen irgendwie Überlappen muß.
    Antifouling müsste normales Hartantifouling sein. Weiterhin würde ich dann das ganze Unterwasserschiff mit Vinylprimer und mit Antifouling aus ihrem Shop lackieren.
    Boot ist 9,5mx 2,85 Verdränger mit Wellenantrieb.
    Wieviel Liter Primer und Antifouling brauche ich?
    Kann ich den Systemaufbau so machen ?
    Mit welchen Mitteln kann ich die Stellen im Rumpf restlos von alter Farbe und Rostanatz am besten befreien?

  2. #2
    ADMIN Avatar von ADMIN
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    Standard AW: Zinkphosphatgrundierung am Boot benutzen

    Am besten geht die Beseitigung der Altschichten mit entrosten mit einem Tercoo Rotating Blaster, oft auch als Peragoscheiben beschrieben. Gibt es im Sportbootzubehör oder auch z.B. bei Toplicht in Hamburg siehe http://www.toplicht.de/de/shop/werkz...strahlscheiben

    Die beschriebene Beschichtung ist schon das gelbe vom Ei. Wir machen nur noch auf die Eisenglimmer - Beschichtung anstelle den 2 K PUR-Lack eine EP-Beschichtung die nochmals einen zusätlichen Korrosionsschutz hat. Darauf gehen wir dann mit dem Vinyl-Primer. Die PUR-Beschichtung hat eine hohe Feuchtedichte, besser als die EP-Beschichtungen.

    Der angrenzende Bereich lässt sich mit einen technischen Industrie-Entfetter beseitigen, da der alles was 1 K. ist anlöst. Besser wäre da eine Beize wie das Top 155, denn das ist ein Geel und läuft nicht runter. Muss aber vor dem Beschichten gründlich abgewaschen werden. Wen sich ein wenig Flugrost bilden sollte, nochmals mit dem Entfetter nachreinigen, der Rest kann dann vernachlässigt werden. Der Eisenglimmer und der PUR dürfen bei 2 K. überlappen. Im Grunde darf auch die Zinkphosphatgrundierung geringfügig überlappen, aber das sollte vorher ausprobiert werden.

    Ansonsten das Hartanifouling anschleifen, den Marine 470 Sealer dünn streichen, Ergiebigkeit ist 6-7 qm/Ltr. Das Boot dürfte nach der Berechnung eines Verdrängers ca. 36 qm haben, das wären ca. 6 Liter Marine 470 Sealer. Beim ANtifouling haben wir eine Ergiebigkeit von ca. 8 qm/Ltr., da wir 2 Anstriche - Wasserpass 3 Anstriche brauchen, wären das ca. 10 Liter Marine 522 Ecoship.

    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Zinkphosphatgrundierung am Boot benutzen

    Danke für die ausführliche Beschreibung.
    Dann werde ich das so machen wie oben geschrieben und mir die Lacke besorgen.
    Der PUR Lack kommt ja nur über Wasser drauf und unten herum kommt auf den Eisenglimmer direkt Vinylprimer.
    Mit der 2 K Lackgeschicht kann ich wenigstens im Überwasserbereich spachteln um wieder auf gleiche Höhe wie die umliegende Lackierung zu kommen.
    Was ich nur nicht ganz verstehe ist worin liegt jetzt eigentlich der Unterschied zu einer Zinkstaubgrundierung und einer Zinkphosphatgrundierung so wie ich sie nehmen werde?
    Hat das Zinkphosphat keinen kathotischen Schutz ???
    Zum Entfetten und reinigen kann ich auch Entfetter auf Acetonbasis nehmen?

  4. #4
    ADMIN Avatar von ADMIN
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    Standard AW: Zinkphosphatgrundierung am Boot benutzen

    Es gibt Entfetter auf Tensid - und Acetonbasis.
    Dabei ist es wichtig dass es sich um Techisches Aceton für Industrieanwendungen handelt mit 99,5%, um eine Rückfettung zu vermeiden.

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