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Thema: Aufbau auf Teerepoxydharz einer Stahlyacht

  1. #1

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    Standard Aufbau auf Teerepoxydharz einer Stahlyacht

    Hallo,
    ich habe die Foren bereits durchforscht. Leider aber für meinen speziellen Fall keine Antworten gefunden.
    Ich habe einen Stahl-Jollenkreuzer, Rumpf DDR-Werft Bj. 1985, sandgestrahlt und anschließend mit etwa 7 Lagen 2K-Teerepoxydharz gestrichen. Und das komplett im Unter- und Überwasserbereich. Im Überwasserbereich keine Roststellen, Unterwasserbereich an einzelnen Nähten, nur kleine Stellen.
    Bisher diese kleinen Stellen entrostet, mit Zinkspray behandelt und Epoxy(Restbestand) überstrichen.
    Ich habe jetzt kein Epoxydharz mehr und das letzte Antifouling war ein erodirender Anstrich von International.
    Nun möchte ich das intakte Teerepoxyd(wohl noch mit echtem Teeranteil) gerne erhalten und den weiteren Anstrich komplett neu aufbauen. Als Antifouling, wie ich nun gelesen habe, kommt nur etwas mit Kupfer-Zink-Anteil in Betracht. Aber wie bessere ich die Epoxydharzschicht aus und was muß eventuell noch als Primer verwendet werden? Und gibt es noch einen Tipp, mit welchem System ich im Überwasserbereich auf das Teerepoxyd aufbauen kann? Die erste Lackierung hielt übrigens 10Jahre ohne Risse oder Blasen. Aber seitdem bekomme ich keine Ruhe mehr in den Endanstrich.
    Vielen Dank schon im Voraus für eine Antwort!

  2. #2
    ADMIN Avatar von ADMIN
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    Standard AW: Aufbau auf Teerepoxydharz einer Stahlyacht

    Hallo,
    7 Lagen Teerepoxid?. Die Frage ist welches, ist es ein benzo(a)pyrenfreies TE hergestellt aus Teerölen, dann genügen 2-3 Anstriche und ist auch ein Epoxid. Ist es ein TE von Sigma aus Holland, auch bei Toplicht erhältlich, dann ist es ein TE hergestellt aus Steinkohleteer, das mehr Teer als Epoxid ist, wird für Bojen, Dalben, Spundwände, Kellerfundamente verwendet, gehört zu Bauchemie und gehört nicht auf eine Stahl-Yacht.

    Grundsätzlich muss eine Stahl-Yacht vorher mit einen Shop-Primer oder einer Zink ZN Beschichtung gestrichen werden, darauf kommt dann als Haftvermittler eine Eisenglimmerbeschichtung die auch als Schuppenpanzerbeschichtung bezeichnet wird, dann erst eine TE-Beschichtung die aus Teerölen hergestellt wurde. Inzwischen werden diese TE-Beschichtungen nicht mehr hergestellt und wurden durch Marine 340 EP-Guard - ein 2 K. Reaktionskunststoff ersetzt der auch bessere Eigenschaften hat. Wie auch immer, der Beschichtungsaufbau entsprich noch der Zeit in der ehemaligen DDR, wo es die technischen Möglichkeiten auch Produkte nicht gegeben hat.

    Im Grunde sind solche TE-Anstriche in der Adria nach unseren Erfahrungen nach 3-5 Jahren im Norden nach 8-10 Jahren am Ende und werden zur Dauerbaustelle. Der Grund ist auch das diese TE-Beschichtungen nicht versiegelt wurden mit Vinyl-Teer, was unweigerlich zur Versprödung der Beschichtung führt. Im Grunde wurde bei dem Boot alles falsch gemacht was einer falsch machen kann. Der Jollenkreuzer ist keine Boje die so behandelt wird.

    Was bleibt ist flicken, was zur Dasuerbaustelle wird. Da 7 Lagen TE gestrichen wurde, ist an den meisten Stellen die Korrosion nicht sichtbar und bricht wegen der Schichtstärke nicht durch, geht aber darunter weiter. Die TE-Beschichtung könnte mit einer PVC-Vinyl Beschichtung versiegelt und haltbarer gemacht werden. Nur da haben wir ein erodierendes Antifouling. Streichen wir nach dem anschleifen den Primer Marine 470 darüber, dann ein Marine 522 Ecoship, dann wird sich der Bewuchsschutz erheblich verbessern, aber die Ursache lässt sich nicht mehr beseitigen.
    Grüße Friedrich

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