Werden Scheiben aus Plexiglas - Polymethylmethacrylat erneuert, dann ist darauf zu achten dass nur ein gegossenes Acryl verwendet wird und nicht ein gewalztes Acryl. Das gewalzte Acryl hat eine sehr harte verdichtete Oberfläche, die nach einiger Zeit besonders in warmen Gebieten feine Haarrisse auf der Oberfläche bildet, die je nach Lichteinfall sichtbar werden. Gewalztes Acryl neigt auch zum reissen aufgrund der Eigenspannungen im Acryl, daher wird es auch z.B. von den Modellbauern nicht verwendet. Da jeder beim Kauf im guten glauben das preiswertere Acryl kauft, weil jeder meint Acryl ist gleich Acryl kommt es natürlich zu solchen Problemen. Der Preisunterschied zwischen gewalzt und gegossen beträgt ca. 1:3 was nicht unerheblich ist. Die gegossene Acrylscheiben werden auch für Deckslucken verwendet, sind trittfest und vertragen auch, mal eine Rohrzange oder ein Hammer aus ein paar Meter Fallhöhe ohne zu splittern oder zu reisen.

Mit Ausnahme von Acrylklebern die vernetztes (Acryl anlösen) ist eine dauerhafte elastische Verklebung bei gewalzten Acryl kaum möglich, bzw. nicht Dauerhaft. Mit Dauerhaft meinen wir eine Standzeit von 15 Jahren.

Gegossenes Acryl lässt sich ohne Probleme Bohren, sägen schleifen auch aufrauhen. Danach erfolgt eine Reinigung der Klebefläche mit Aceton. Darauf haftet dann jede UV-beständige PU-Dichtmasse von Sikka oder Pantera

Kleben wir auf einen Gelcoat, dann haben wir in der obersten Gelcoatschicht Paraffine eingebettet. Die meisten schleifen den Gelcoat im Klebebereich an, verteilen dabei das Paraffin und dann hält auch da keine PU-verklebung auf Dauer. Beim Gelcoat wird der Klebebereich zuerst mit Aceton oder Trychloräthlen gründlich gereinigt. Dann Klebebereich anschleifen und nochmals mit Aceton gründlich reinigen.

Bei den Stahl-Yachten wenn wir eine 2 K.PU - PUR - PU Acryl Beschichtung haben, oder eine EP-Lackierung, Grundierung, dann wird wie bei einem Gelcoat verfahren.

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