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Thema: TESTVERSUCH / TEAKSCHUTZ-FREILAND

  1. #1
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    Ausrufezeichen TESTVERSUCH / TEAKSCHUTZ-FREILAND

    Wir haben 15 mm Fichten- Balkonblenden verwendet, wie die in Oberbayern für Holzzäunde oder Balkone verwendet werden, um den Versuch zu beschleunigen. Die Platten sind im Freien aufgehängt, so dass die dem Wind - Regen - Schnee - Frost ausgesetzt sind. Alle Platten wurden mehrmals eingestrichen bis zur Sättigung und dann getrocknet.

    Zusätzlich haben wir auch schichtenverleimtes Sperrholz gestestet. Um den Versuch zu beschleunigen nahmen wir dafür ein Aibachi Weichholz.

    Produktauswahl:

    • Epifanes - UV Filter Rapidclear
    • Textrol Owatrol
    • Owatrol D1 und D2
    • Le -Tonkinois
    • Sika Teak-Oil
    • Epifanes - Teak - O - Bello
    • Star-Brite
    • Yachtiicon - Teak Öl Klar
    • Olassy UV-Nanoversiegelung
    • Boracol 20




    Wir wollen feststellen, wie verhalten sich die Klebeverbindungen bei schichtverleimten Sperrholz, Veränderung der Farbe, Feuchte- Nässeaufnahme in % und Verrottung.

    Testbeginn ist 15.01. 2011, wir hatten in der Zeit über mehrere Tage Minustemperaturen von mehr als 20°C. Dabei immer wieder eine mehrere Stunden starke Sonneneinstrahlung so dass die gefrorenen Testplatten aufgetaut sind und in den Nachtstunden wieder gefroren sind.

    Bereits überraschenderweise ausgeschieden nach 14 Tagen ist die Beschichtung mit dem D1-D2 Öl von Owatrol. Das Sperrholz nahm sehr schnell Nässe auf, so dass bei Frosttemperaturen sich die Klebeverbindungen lösen. Auch die Oberfläche ist gerissen, so dass die Nässe in das Holz eindringt mit der Folge z.B. bei einer Yacht, dass sich in kurzer Zeit Pilze oder Microorganismen im Teaklholz bilden würden. Bei Minustemperaturen von mehr als 10° C ist das System D1-D2 unserer Meinung nicht geeignet. Wir werden aber den Versuch mit dem D1-D2 im Frühjahr wiederholen, um festzustellen wie es auf Regen - Sonne - UV-Strahlung ohne Frosteinwirkung reagiert. Im Gegensatzt zu Le-Tonkinois als Lackversiegelung das keine Reaktion zeigte.

    Bericht wird fortgesetzt.

  2. #2
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    Standard AW: TESTVERSUCH / TEAKSCHUTZ-FREILAND

    Nach 3 Jahren Sommer - Herbst - Winter und Frühjahr im Dauerversuch.

    Wir haben den weiteren Testversuch im Sommer 2012 mit Owatrol D1 und D2 durchgeführt. Dabei haben wir einen einfachen Holzschutzlack aus dem Baumarkt als Vergleich hinzugezogen. Den ersten Anstrich mit einer Kunstharzverdünnung verdünnt und dann unverdünnt gestrichen. Trotz einen Preisunterschied von mehreren 100% war das Ergebnis im Vergleich mit D1/D2 Owatrol ernüchternd und lies kein besseres Ergebnis zu den Baumarktprodukt erkennen. Wir haben auch noch das CIP Rostschutz, Net-Trol, Dilunett, Polytrol, Inoperl getestet und darauf sofort alle Produkte aus unseren Verkaufsprogramm entfernt da wir das gegenüber unseren Kunden nicht vertreten können.

    Das Ergebnis beim Boracol war wie zu erwarten. Ein Holzschutzmitel mit Borsalz das nach ein paar mal Regen augewaschen wird kann nicht funktionieren. Borsalz bildet eine unangenehme Eigenschaft die von Microorgnismen gemieden wird. Da wir es aber immer bei bewitterten Holz mit Microorganismen zu tun haben, ist eine Borsalzbehandlung nach meiner Feststellung bei einen Teakdeck einer Yacht eher eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme als ein Holzschutz. Was sicherlich für ein Holzlager oder altes Kirchengebälk Sinn macht um eine Ansteckung - Übertragung zu vermeiden, ist im maritimen Bereich kaum übertragbar. Da macht die Werbung bei Boracol etwas möglich, was physikalisch nicht möglich ist, da müssten die Hersteller von Boracol die Physik neu erfinden. Dafür dann für einen Liter 30 - 35,-€ für eine Borsalzlösung noch zu bezahlen, das für ein paar Cent jeder in seiner Küche anmischen kann ist schon ein Schnäppchen der besonderen Art.

    Bild 1 wurde mit Owatrol - Textrol behandelt. jedes jahr einmal eingelassen. Das Ergebnis ist identisch mit Sikka, Star Brite, Yachticon Epifanes und lässt erkennen dass der versprochene UV-Schutz nicht funktioniert. Trozt ständigen Ölen ist ein vergrauen nicht zu verhindern. Die Rissbildung erfolgt auf Grund einer Schrumpfung trotz ölen.

    Bild 2 wurde nur mit Olassy UV-Schutz behandelt. Nach 2 Jahren einmal nachgestrichen. Wie zu erkennen ist, das Fichtenholz hat immer noch seine Originalfarbe, kein vergrauen, keine Schrumpfung und keine Rissbildung.

    Bild 3 ist der natürliche Verschleiß wenn das Holz nicht vor der UV-Strahlung geschützt wird und nicht konserviert wird.

    Da das Textrol von Owatrol im Vergleich zu den Produkten aus dem Bootszubehör immer noch das beste Ergebnis erzielt hat, haben wir die weiteren Ergebnisse nicht mehr veröffentlich. Wir haben noch weitere Versuche mit Weichhölzern wie z.B. Abachi oder Birke gemacht. Auch das Ergebnis mit Robini war vergleichbar und auch Teak wurde grau bzw. auch durch das Ölen sehr unansehnlich.

    Ein einfacher UV-Schutz mit einer Alcydharzemulsion aus der Bauchemie genügt um ein Teakdeck einer Yacht für Jahre zu erhalten. Da das Teak hydrophob wird, wasserabeisend, haben wir keine Quellung, keine Schrumpfung und somit kaum eine Rissbildung. Damit bleiben auch die Klebeverbindungen der Fugen erhalten. Das Ergebnis wird inzwischen von zahlreichen Yachten im Mittelmeer bestätigt.

    Admin
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