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Thema: Wasserpass

  1. #1
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    Standard Wasserpass

    Hallo,
    mein Segelboot wurde vor 2 Jahren mit 2K Autolack lackiert (nur ÜW). AF VC17m wurde im Bereich des Wasserpasses überlappend drübergestrichen. Jetzt kommt es in einigen Bereichen zu Blasen, als wenn das AF den Lack anlöst (nur ein Bereich auf der Stb Seite und merkwürdigerweise das Ruder komplett). In den Blasen war Wasser, darunter sah man die Grundierung, die vor dem Lackieren aufgetragen wurde (weiß). Löst VC17m den Lack an oder war das nur teils beim Lackieren schlecht vorbehandelt/fettig? Was kann ich tun, um das AF vom Lack runterzubekommen ohne diesen zu beschädigen. Beizen geht ja wohl nicht? Ich wollte den Bereich später mit einem Wasserpass aus Folie versehen. Ich muß also eigentlich nur die Blasen glatt bekommen bzw. die Bereiche AF und Lack sauber trennen. Und zu guter letzt: Welches AF biozidfrei (habt Ihr eins?) kann ich auf VC17m auftragen?
    Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe
    Hotzenplotz

  2. #2
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    L?cheln AW: Wasserpass

    Hallo Hotzenplotz,
    alle 2 K. PU - PUR - DT - Lacke haben nach dem aushärten Antihafteigenschaften. Darauf haftet auch kein VC17m dauerhaft. VC17m erfordert eine Grundierung mit VCTar2.

    Wenn auf der Steuerbordseite es zu Blasen kommt, besonders wenn wir da die Sonnenbelastete Seite haben, also Blasen nicht vom VC17m sondern beim Lack, dann haben wir immer Feuchte im Laminat. Das tritt wegen der Temperatur in der Regel auf der Sonnenseite verstärkt auf. Ist natürlich zuerst einmal eine Vermutung da ich die Sonnenseite nicht kenne. Erschwerend ist natürlich auch eine Beurteilung, da wir einen Autolack haben, der nicht für den maritimen Bereich geeignet ist. Wir haben z.B. im Programm mehr als 170 verschiedene Autolacke, von denen kein einziger geeignet wäre.

    Damit können wir vorerst nur spekulieren

    - Autolack nicht geeignet,
    - Taupunkt nicht beachtet,
    - fehlende Grundierung beim PU-Lack,
    - hohe Restfeuchte im Laminat,
    - VC17m hat den Lack angelöst,
    - osmotischer Prozess auf der Steuerbordseite, wenn der Bereich durch die Sonneneinstrahlung stärker belastet wird,
    - beim Ruder Feuchte im Schaum - oder Holzkern
    - usw.

    Einen optimalen Vorschlag zu machen ist schwierig, da auch die Verhältnismäßigkeit gesehen werden muss. Bekommt der Lack im Unterwasserbereich Blasen, dann wird es weiter gehen. Wenn es aber nur die kleinen Bläschen sind, dann wäre ein Notbehelf den Bereich anschleifen, Blasen öffnen und einen Vinylprimer darüber streichen und die Sache weiter zu beobachten. Das wäre alles kein Problem wenn wir nicht das VC17m hätten, das nun mal nicht auf ein Segelboot gehört.

    Es müsste auch die Feuchte gemessen werden, denn haben wir da zu hohe Werte, macht alles weitere keinen Sinn da immer die Feuchte von innen nach Aussen durchbrechen würde, was auch zu Blasen führen kann. Wir müssen also für eine weitere Vorgehensweise die Feuchte ausschliessen können.

    Erst dann macht es Sinn den VC17m Anstrich mit TOP150 zu beseitigen, den Wasserpass um 2 cm höher zu setzen, Vinyl und dann ein SPC-Antifouling anzuwenden. Aber auch da kann der Autolack zum Problem werden, da wir zur Haftung eine Vernetzung brauchen und wenn der Autolack auf dem Untergrund nicht haftet dann kommt uns alles runter. Der Autolack aber wird immer zum Problem werden.
    Grüße Friedrich

  3. #3
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    Standard AW: Wasserpass

    Hallo Friedrich,
    danke für deine Einschätzung. Der Bereich an dem die Blasen entstehen war immer in Richtugn NO gelegen, außerdem direkt dran ein Nachbarboot. Da kam also nie ein Sonnenstrahl ran...beim Ruder könnte das so sein, vielleicht war es mal nass. Ich habe das Boot im Herbst gekauft, da war das Ruder erstaunlich trocken. Aber warum sind die Blasen zwischen der Grundierung und dem Lack und nicht unter der Grundierung?
    Ich könnte mich mit der Variante anfreunden, den WP höher zu legen und den Bereich partiell "aufzuarbeiten". Und dann einfach einen Klebestreifen als Wasserpass drauf. Muß der Vinylprimer auf das alte Gelcoat, d.h. der Lack und die Grundierung komplett ab?

  4. #4
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    L?cheln AW: Wasserpass

    Bei Nordost wird die Vermutung mit der Sonnenseite die auf Grund der Erwärmung den osmotischen Prozess verstärkt nicht bestätigt. Damit wäre zuerst einmal die Feuchte mit Ausnahme vom Ruder nicht der wesentliche Grund. Wir haben also noch eine Grundierung unter dem Lack. Ich habe im Augenblick einen ähnlichen Fall aus dem Booteforum, wo einer mit riesigen Aufwand ein Boot komplett neu restauriert hat und auch da haben wir Blasen zwischen der Grundierung und dem Lack und keine vernünftige Antwort. Ein Problem ist immer wieder, dass Produkte nicht aufeinander abgestimmt sind. Daher raten wir auch immer zu Produkten von einen Hersteller, die zueinander passen. Bei den Grundierungen verwenden manche auch einen Füller wie bei den Autolackierern, dann ist das System für den maritimen Bereich nicht geeignet. Wir, bzw. BASF raten z.B. unseren Kunden zu 2 Komp. Reinepoxid-Grundierungen die dann mit 2 K. PU-Acryl überschichtet werden. Da ist aber das EP auf den Lack abgestimmt.

    Eine Überlegung wäre, erst einmal zu warten wie sich die Sache weiter entwickelt. Bleibt es auf den Bereich beschränkt, dann wäre es ein Anwendungsfehler. Was dagegen spricht ist aber das Ruder. Die Ruder sind meist mit einen Holzkern oder einen PU ausgeschäumt und haben oft sehr hohe Feuchtewerte. Da die Blasen verstärkt dort auftreten und das Ruder genauso behandelt wurde sind wir wieder bei der Feuchte. Wie auch immer, es passt nicht, sonst hätten wir keine Blasen.

    Das Problem sehe ich, wie bekommen wir im Unterwasserbereich einen sauberen Übergang zu der Lackierung am Wasserpass. Mit EP auf den Lack wird nicht funktionieren. Mit Vinyl könnten wir versiegeln, aber nicht bei VC17m. Ein Versuch wäre z.B., den kleinen Bereich wo die blasen sind oder das Ruder einfach anschleifen und glätten. Darauf eine Lage PVC-Vinyl streichen und die Sache beobachten ob die Blasen wieder kommen. Beim Unterwasserschiff könnte das Funktionieren, beim Ruder habe ich bedenken.
    Grüße Friedrich

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