Was sind Nanoteilchen?

Nanopartikel (Nanoteilchen) ist ein Verbund von wenigen bis hunderten Atomen oder Molekülen, dessen Größe typischerweise zwischen 1 Nanometer und 100 Nanometern liegt. Ein Atom bzw. Molekül enthalten noch keine physikalische Eigenschaften wie Härte, Farbe, Magnetismus, Leitfähigkeit, … dagegen ein Stoff (Material) in Nanogröße besitzt mehrere physikalische Eigenschaften, wie z.B. bei den Farbpigmenten die Nanogrößen haben.

Die Untersuchung, Anwendung und Herstellung von Strukturen, Materialien und Systemen in dieser Dimension und die integrierte Nutzung von mehreren Fachgebieten wie Physik (physikalischen Eigenschaften), Biologie (biologischen Prinzipien) und Chemie (chemischen Gesetzen) ermöglichen den Forschern Erzeugung neuer Stoffen, Materialien und Elementen mit anderen, neuen Effekten und Funktionalitäten. So was nennt man Nanotechnologie, sie etabliert sich als Schlüssel- und Querschnittstechnologie des 21. Jahrhunderts.

Das ermöglicht zurzeit die vorhandene Industrieartikeln mit neuen Effekten und Eigenschaften zu verbessern,

zum Beispiel:
- Transparente und funktionale Beschichtungen (Schutzschicht gegen Schmutz, Verkratzen, Anlaufen und/oder UV Schutz),
- Beimischung von wenigen Nanopartikeln ändert die Eigenschaften eines Festkörpers, so dass z.B. Keramiken kaum noch zerbrechen und die Folien reißfester werden,
und in Zukunft sogar neue Industrieartikeln zu entwickeln.

Produkte, deren Eigenschaften mit Hilfe von Nanotechnologie verbessert wurden, oder die dadurch entstanden sind, bezeichnet man heute als Nanoartikeln bzw. Nanoprodukte.
Nanopartikeln lassen in sich nicht nur verschiedene Eigenschaften vereinen, sondern auch in zahllosen Variationen herstellen.
Nanopartikeln sind keine Erfindung des Menschen, sie kommen sehr zahlreich in der Natur vor, der nanoskalige Anteil ist aber unsichtbar.

Nanotechnologie gilt als die chancenreichste Zukunftstechnologie der Welt, wo Deutschland jetzt schon eine Spitzenstellung einnimmt.
Weitere Nano- Forschung und Entwicklungen sorgen unter anderem auch dafür, dass Arbeitsplätze nicht nur erhalten bleiben, sondern auch gesichert und ausgebaut werden.

Die Nanotechnologie eröffnet vollkommen neue Perspektiven in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft. Besonders in folgenden Branchen setzt sich die Nanotechnologie verstärkt durch:

- Chemie, Materialien
- Feinmechanik, Optik, Analytik
- Energie- und Umwelttechnik
- Medizin
- Automobilbau
- Elektronik und Informationstechnik
- Luft- und Raumfahrt

Nach einigen Wissenschaftlern, die Einführung der Errungenschaften der Nanotechnologie ins Leben, wird die Welt nicht weniger verändern, als die Nutzung von Elektrizität, oder zu gegebener Zeit auch der Beginn der menschlichen Metalle Verarbeitung. Stoffe, die durch Nano-Forschung entstehen, können ungewöhnliche Leistung, Eigenschaften und Funktionen haben. Die Nanotechnologie ist heute noch in den frühen Phasen ihrer Entwicklung. Da die großen Entdeckungen, die in diesem Bereich vorausgesagt werden, immer noch nicht gemacht sind, zeigen aber schon heutige Nanoprodukte beeindruckende Ergebnisse.

Leider ist nicht jedes Produkt auf dem Markt wo „Nano“ drauf steht auch mit Hilfe der Nanotechnologie hergestellt worden. Viele so genannte Nano-Beschichtungen sind Wachssysteme die lediglich auf Silikon, Acryl, oder Teflon basieren. Sie haben außer dem Namen "NANO" nichts mit Nanotechnologie zu tun. Die Abriebfestigkeit und vor allem die Dauerhaftigkeit des gewünschten Effektes sind bei diesen Beschichtungen eher kurzlebig. Die Bezeichnung "Nano" ist nicht geschützt. Wenn sich auch nur 1 Nanoteilchen im Produkt "verirrt" darf der Hersteller die Bezeichnung Nano verwenden, obwohl das Produkt mit "echter Nanotechnologie" nichts zu tun hat. Erschwerend ist dabei noch, dass die Werbung Eigenschaften vermittelt die in das Reich der Phantasie gehören und mit der Realität nichts gemeinsam haben.


Entwicklungen wie Nano-Osmoseschutz, oder Nano-Antifouling sind zur Zeit noch unrealistisch und da handelt es sich in der Praxis um Produkte der Werbedesigner. Ein Osmoseschutz vor Feuchte ist auf Grund der Molekülgröße von H2O unrealistisch, während Beschichtungen, bei Entstehung von osmotischen Schäden natürlich durch Nanopigmenten verbessert werden können. Auch der Bewuchsschutz wird in der Regel falsch verstanden. Mit Nano lässt sich kein dauerhafter Bewuchsschutz erzeugen, aber es läßt sich für einige Zeit eine Verfestigung des Bewuchses reduzieren, was eine Reinigung beim Unterwasserschiff erheblich erleichtert und auch besonders bei den Gleitern - Trailerbooten auch Sinn macht. Um so wichtiger ist es bei den Nano-Oberflächenschutzsystemen, dass der Anwendungsfall genau geprüft wird und da sollte sich einer der Beratung von Fachleuten anvertrauen. Nanopartikel verhalten sich wie Flüssigkeiten und damit lassen sich Oberflächen härten oder auch versiegeln. Aber Vorsicht, diese Nanopartikel dringen in die Strukturen ein, können kaum noch beseitigt werden. Diese Systeme haben alle hohe Antihafteigenschaften, was eine Reparatur entsprechend erschweren kann. Es funktionieren auch keine Nano-Bewuchsschutzsysteme bei Microorganismen wie Seepocken - Rakenfußkrebse - Miesmuscheln, die verfestigen darauf genauso wie auf den Teflon,- Silikon,- Silizium,- Fluorbeschichtungen, aber es dauert ein wenig länger was eine Reinigung bei den Gleitern und Trailerboote erleichtert.

Im Yachtbereich sollten daher solche Produkte im Augenblick ohne vorheriger Rücksprache mit dem Fachverkäufer oder entsprechender Information mit größter Vorsicht angewendet werden, da wir zunehmend mit schon einer bedenklichen Werbung überschüttet werden, die in vielen Fällen bei nicht fachgerechter Anwendung mehr schadet als nützt und hochwertige Nano-Produkte entwertet. Um so mehr ist es zwingend erforderlich, über solche Produkte aufzuklären, im Grunde wie eine Aufklärung beim angeblichen Osmoseschutz oder auch bei den Antifoulings zwingend erforderlich war und noch lange erforderlich sein wird.
Admin