Aktivitäten

Aktivitäten filtern
Sortieren nach Zeit Anzeigen
Aktualität Aktualität Beliebtheit Beliebtheit Alle Alle Letzte Woche Letzte Woche Letzter Monat Letzter Monat Alle Alle Bilder Bilder Forum Foren
  • Avatar von ADMIN
    22.07.2020, 09:42
    Hallo, in wie weit sich die Grundierung von Wohlert auf den Protect 316 auswirkt, kann ich nicht beurteilen. Was aber grundsätzlich gilt, die 2 Komp. PU-Acryl-Lacke sollen nicht verdünnt werden. Die werden bereits werkseitig auf die erforderliche Konsistenz eingestellt. Der Grund ist, PU-Acryl härtet durch eine chemische Reaktion. Wird jetzt den Lacken zusätzlich ein Verdünner beigemischt, dann haben wir zusätzlich eine Lösungsmittelhärtung. Wenn also die Topfzeiten durch die chemische Reaktion erfolgen und noch Lösungsmittel in der Beschichtung enthalten sind, dann gibt es Bläschen. Die von uns angebotenen Verdünner für 2 Komp. werden im Grunde nur für die Reinigung von Werkzeugen verwendet, da Kunstharzverdünner nicht funktionieren. Grundsatz: 2 Komp. Systeme ob PU oder EP werden nicht verdünnt. Sollte wirklich mal eine Verdünnung erforderlich sein, wenn bei sehr niedrigen Temperaturen gearbeitet wird, dann ist die Menge bei einen 6 kg Gebinde unter 1%, es reicht also die Menge ca. ein Esslöffel aus, mehr sollte es nicht sein. Damit können wir nur hoffen, dass keine Lösungsmittel mehr in der Beschichtung eingeschlossen sind, wenn der letzte Auftrag - ohne Verdünnung erfolgt. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 111 mal aufgerufen
  • Avatar von anoriatsea
    21.07.2020, 22:19
    Hallo, ich habe folgendes heute festgestellt nachdem wir unser 50" Schiff am Donnerstag mit Relest Protect 316 spritzlackiert hatten; an sehr vielen Stellen befinden sich bläschenartige Stellen in der Lackoberfläche, meist an Stellen an denen der Auftrag etwas satter war, extrem zB in Läufern oder Tränensäcken. Lackiert hatten wir bei ca. 20 Grad plus und recht trockenem Wetter, Luftfeuchtigkeit lag um die 60%, der Wasserabscheider an der Pistole hat zuverlässig Wasser gesammelt, ich möchte daher annehmen dass Feuchtigkeit keine Rolle bei den Lackfehlern spielt. Untergrund ist Gfk/Gelcoat, 120er Schliff, darauf 1 Schicht Wohlert 2K EP ZNP Primer und danach 1 Schicht Wohlert 2K PUR Filler, danach mit 320er glattgeschliffen. Wir hatten den Lack mit ca. 10% Relest 312 Verdünnung verdünnt. Dann eine erste dünne Schicht durchgehend pro Rumpfseite aufgetragen, danach eine weitere möglichst satte Schicht um Deckung zu erzielen. Sollte es sich bei den Bläschen um Kocher handeln? zu viel / zu wenig Verdünnung? Wir hatten im 1kg angemischt und das dann immer über ca. 45 min - 1h (gefühlt) verbraucht, kann hier ein Fehler liegen? Ein Lackierer der Werft meinte es handele sich um Spritznebel, allerdings befinden sich die Fehler auch an steilen Überhängen wie am Bug, und eben immer dort verstärkt wo der Lack satter aufgetragen wurde. So richtig mag ich die Nebelthese nicht glauben dafür sehen die Dinger zu sehr wie Bläschen aus wenn man genau hinschaut. Interessant find ich noch dass nach Abschluss der Lackierarbeiten keine Bläschen/Rauheiten im frischen Lack zu sehen waren. Es würde mir sehr helfen zu diesem Problem eine Einschätzung zu erhalten, wahrscheinlich hat der Relest 316 auch so seine Eigenheiten, die jemanden hier bekannt sind. Wichtig wäre vor allem eine Lackierstrategie zu entwickeln um denselben Fehler bei der nächsten und hoffentlich letzten Lage zu vermeiden... Vorgeschlagen wurde statt eine Rumpfseite ganz durchzulacken immer Abschnitte von 2-3m dünn zu bearbeiten, dann nur kurz ablüften zu lassen und dann wiederzukommen für die nächste dünne Schicht bis zum gewünschten Grad aufzutragen. Danke für Antworten und Hilfestellung! Beste Grüße, Merten
    1 Antwort(en) | 111 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    15.07.2020, 21:49
    Vielen Dank! Michael
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    15.07.2020, 10:22
    In der Regel werden solche Boote weit - weit überteuert angeboten. Wenn Dein Kumpel handwerkliches Geschick hat, dann hat er sicherlich noch einige Jahre seinen Spass und bei 1000,-€ hat er nicht viel verloren. Natürlich wird er einiges an Arbeit investieren müssen, das ist bei jeden älteren Boot die Normalität. Bereits ein neues Segel mit Genua kostet mehr als das Boot und Segel sind nun mal ein Verschleißprodukt. Ich warne aber immer vor hilfreichen Ratschlägen, Bootsnachbarn und besonders der Foren, die nun mal nicht die Carritas sind. Der Freund wird da einiges an Arbeit und Zeit investieren, macht er es richtig dann hat er einige Jahre seinen Spass und wenn das Boot nicht unter geht bekommt er wieder die 1000,-€ von einen, der auch handwerkliches Geschick hat und sich das Boot herrichtet. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    14.07.2020, 15:27
    Das mit den Krangurten habe ich verstanden und so durchgegeben es geht mir um die schwarzen Flecken vor den Kranguten. Das Boot wird mit dem Trailer, Aussenboarder fuer umgerchnet 1000 Euro angeboten das ist auch der Grund wieso ich meinen Kumpel schwer davon abbringen kann.... VG Michael
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    14.07.2020, 08:38
    Was das Unterwasserschiff betrifft und wie auf den Bildern zu sehen ist, ist das mit den Krangurten eine Kleinigkeit, die sich einfach instandsetzen läßt. Bei einen besonders älteren Segelboot muss natürlich auch die Verhältnismäßigkeit gesehen werden. In der Regel werden aber solche Boote viel zu teuer angeboten so dass das Preis-Leistungsverhältnis nicht passt. Bei Gebrauchtboote-Kauf sollte einer mal den Beitrag unter http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?1793-GEBRAUCHTBOOTEKAUF-TIPP-S lesen. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    13.07.2020, 15:55
    Dann werde ich es meinem Kumpel wie folgt sagen. Er soll man die Huelle auf grossflaechige Abplatzungen untersuchen. Wenn keine groesseren zu finden sind dann soll er mit einer 80 Koernung schleifen und dann duenn mit Intertuf 203 und 1 mal mit Marine 522 LF arbeiten. Wenn aber grossflaechige Abplatzungen vorliegen dann Schleifen mit Abbeizen, Oxalsaeure, technisches Aceton dann Intertuf und Marine 522. Dabei muss er hoffe, dass das Gelcoat durch das Schleifen ned zu stark zerstoert wird. Meinst du damit etweige Loecher oder wie erkennt man ein zerstoertes Gelcoat? Sind die schwarzen Flecken vor dem Krangutabschuerfungen ein Hinweis auf einen moeglichen Gelcoat-Schaden? Ich habe gehofft, dass du mir schreibst, dass man von so einem Boot die Finger lassen soll… stattdessen muss ich meinem Kumpel recht geben, da er meinte da ist nocht nicht alles verloren ;) Michael P.S: Wenn ich in der Naehe von Ingolstadt bin gebe ich dir sehr gerne ein Bier aus!
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    13.07.2020, 15:03
    Wenn wir also einen unbekannten Beschichtungsaufbau haben, muss entweder alles runter, oder wir verschleifen sauber mit 80-ziger Körnung, streichen einmal dünn mit Intertuf 203 und darauf 1 mal mir Marine 522 LF. Haben wir großflächige Abplatzungen dann muss alles runter, am besten mit abbeizen, damit wir den Gelcoat so weit wie möglich erhalten. Das Abbeizen erfolgt mit TOP 155 oder Gel 170 siehe Produktdaten im Onlineshop. Dann gründlich mit verdünnter Oxalsäure reinigen, trocknen und vor dem Beschichten wird nochmals mit technischen Aceton gründlich gereinigt. Erst dann beschichtren wir einmal das Intertuf, darauf dann das Antifouling. Das ist natürlich ein erheblicher Arbeitsaufwand, nur wenn wir schleifen, dann wird der Gelcoat in der Regel stark beschädigt, dann wird es richtig arbeitsaufwendig und teuer. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    13.07.2020, 14:03
    Hallo Friedrich, Vielen Dank fuer deine Mail mit den Hinweisen. Wie waere aber das Vorgehen, wenn der Vorbesitzer nicht mit Marine 470 grundiert haette. So wie ich die Bilder sehe muesste das Unterschiff komplett runter und neu aufgebaut warden da uns die Informationen fehlern was der Vorbesitzer gemacht hatte. Viele Gruesse Michael
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    13.07.2020, 09:33
    Hallo Michael, wenn der Vorbesitzer bereits mit dem Marine 470 grundiert hat, dann das Unterwasserschiff sauber verschleifen. Da wo die Krangurtabdrücke sind Übergänge verschleifen und nur den Bereich mit dem Marine 470 Vinyl ausbessern. Wenn wir dabei ein wenig zum Antifouliong überlappen ist das kein Problem. Dann eine Lage Marine 522 - Wasserpass 2 Lagen Marine 522 auftragen. Das trifft aber nur zu, wenn der Vorbesitzer bereits das 522 LF gestrichen hat. Das Kuchenbackpapier wird nur zwischen den Krangurt und dem Unterwasserschiff gelegt. Wenn das Boot einige Tage Zeit hat nach dem Anstrich zu trocknen, dann ist die Vorgehensweise mit dem Backpapier nicht erforderlich. Bedarf wäre dann: 1 x 0,75 Liter Marine 470 Vinyl, 1 x 2 Liter Marine 522 Ecoship. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    12.07.2020, 17:31
    Hallo Friedrich, Ich bin baff, dass du auch am Sonntag zu erreichen bist! Top Kundenservice! So wie ich dich verstanden habe siehst du auf den Bilderen kein groesseres Problem weder an Steuerboard noch an Backboard. Ich weiss, dass es von den Fotos schwer zu sagen ist aber worum koennte es sich um die schwarzen punktfoermigen Flecke handeln, die vor dem Gurtstreifen zu sehen sind? Was du vorschlaegst ist letztendlich was der Vorbesitzer wohl getan hat das Unterschiff mit 80 Schleifpapier abzuschleifen und zunaechst 1 Schicht Marine 522 LF und im Anschluss Vinyl-PvC Intertuf drauf? Das mit dem Kuchenbackpapier verstehen ich so, wenn dass Boot auf dem Trockenem ist bevor es ins Wasser gelassen wird wickelst du Kuchenbackpapier um den Gurt und waesserst das Boot damit? Wuerdest du das Backpapier antackern oder wie dafuer Sorge tragen, dass es ned davon schwimmt wenn das Boot vom Gurt aufschwimmt? Besten Dank Michael
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    12.07.2020, 09:03
    Hallo Michael, der Farbverlust durch die Krankurte wird verursacht, wenn die Beschichtung noch nicht ausgehärtet ist. Dabei kommt es zu einer Abscherung durch die Krangurte. Um das zu vermeiden, macht es Sinn, zwischen den Krangurten und dem Unterwasserschiff ein Kuchenbackpapier aus dem Haushalt dazwischen zu legen. Das Papier hat Antihafteigenschaften, damit kan der Gurt gleiten bei der Dehnung und es kommt nicht zu der Abscherung. Das ist also ein Anwendungsfehler der selbst verursacht wird. Ein Problem ist aber, wir wissen nicht was der Vorgänger gestrichen hat. Wir haben es mit unterschiedlichen Lösungsmitteln und Trägerkomponenten zu tun. Probleme kann es geben, wenn wir im Antifouling Silane, oder PTFE haben das Antihafteigenschaften hat. Überstreichen wir nicht mit dem gleichen Produkt, dann kommt es zu Abplatzungen. Wir können also nur spekulieren. Auf Grund der Beschreibung, Bootstyp, Bootsfarbe könnte es sich um ein VC-Offshore handeln das PTFE enthält.Darauf würde ein Versiegelungsgrund mit Vinyl-PVC Intertuf 203 haften. Da muss aber vorher sauber mit 80-ziger Körnung geschliffen werden. Darauf dann 1 ANstrich mit Marine 522 LF. Diese Anwendung hat im Bodensee bei TFE-Antifoulings bereits einige Jahre funktioniert. Was aber in 5-10 Jahren ist wissen wir noich nicht. Es ist aber zu beachten, dass solche Überschichtungen mechanisch geringer belastbar sind. Also beim kranen unbedingt ein Kuchenbackpapier dazwischen legen um die Beschädigung durch den Gurt zu vermeiden. Auch ein Trailern sollte so weit wie möglich verhindert werden. Wenn es nicht funktioniert, dann muss alles runter. Auf Grund des Alters hat der Vorgänger sehr wahrscheinlich bereits einige Lagen Epoxid aufgetragen, so dass ein neuer Beschichtungsaufbau dann kein Problem ist. Im Augenblick sehe ich im jetzigen Zustand die einfachste lösung, wenn es nicht fun ktioniert dann wissen wir das in 1-3 Jahren. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    12.07.2020, 08:21
    Hallo Friedrich, Vielen Dank fuer deine prompte Antwort. Bei dem Boot handelt es sich um eine Hinterhoeller 25 Baujahr 1971. Das Boot wurde nur im Suesswasser ( Great Lakes) verwendet. War die Saison ueber im Wasser im Winter auf dem Trailer. Es ist regelmaessig gesegelt worden Das Boot steht seit 2 Jahren auf dem Trockenen. Welches Antifouling verwendet wurde konnte ich nicht in Erfahrung bringen, da das Boot laut meinem Kumpel einem aelteren Herren gehoert habe ( Das Boot gehoert etz der Marina und steht auf dem trockenen) und der aeltere Herr ist nicht mehr auffindbar *huest. Laut der Marina habe sich der Vorbesitzer sehr gut um das Boot gekuemmert und die Farbe regelmaessig abgeschliffen. Wenn er alles so gut gemacht hat dann frage ich mich wie es zu dem Farbverlust ( dicker Streifen wohl vom Hebekrangurt) kam. Bilder habe ich angefuegt. Besten Dank Michael
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    10.07.2020, 06:32
    Hallo Bodo, wenn wir zu hohe Verarbeitungstemperaturen haben, erhöht sich der Verbrauch. Die Hersteller weisen darauf hin, optimal 16 bis max. 23°C. Ist es zu warm, dann wird die Topfzeit verkürzt und die Farbe trochnet sehr schnell an, so dass es oft nicht vermeidbar ist beim rollen, dass die bereits angetrocknete Farbe nochmals überrollt wird. Dadurch erhöht sich natürlich der Verbrauch. Normalerweise werden in südlichen Gewässern, bei Dauerwasserlieger 2 Lagen Antifouling gestrichen, um die Bewuchsschutzdauer zu erhöhen. Der Dockintervall beträgt ca. 18 Monate bei einen Anstrich. Bei Saison-Wasserlieger reicht das für ca. 2 Jahre, meist aber länger. So weit hat alles gepasst, Mast und Schotbruch, Grüße aus Ingolstadt und Bad-Tölz.
    4 Antwort(en) | 2135 mal aufgerufen
  • Avatar von Mystic
    10.07.2020, 05:48
    Hallo Friedrich, die Farbe ist nun in Griechenland verarbeitet worden. Menge Vinylprimer hat genau gepasst, von den 5ltr war am Ende ca einer übrig. Beim AF war ich froh, dass ich für jede Schicht 6ltr statt nur 4 bestellt habe ( manchmal bekomme ich das "viel hilft viel" nicht ganz aus dem Kopf :-) Es mag an den Temperaturen von knapp über 30° gelegen haben, aber ich bin mit 6 Ltr für eine Schicht gerade so hingekommen. Das nur als Hinweis für andere, man bekommt vor Ort ja nicht mal schnell eine Dose nachgekauft... vielen Dank für die sehr schnelle Lieferung nach Griechenland, alles war perfekt verpackt, sowas habe ich schon anders erlebt.. Viele Grüße Bodo
    4 Antwort(en) | 2135 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    09.07.2020, 19:08
    Natürlich, Bilder, Nahaufnahmen, was für ein Antifouling, welche Grundierung, Bootstyp, Geschwindigkei, Auslastung, welche Gewässer usw. Ich versuche immer den Einzelfall zu beurteilen, je mehr ich vorher weiß uim so mehr kann ich dazu sagen. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    09.07.2020, 19:01
    Hallo, ich wollte fragen, ob ich eine gezielte Frage zum Antifouling stellen koennte da das a bissl zum Unmut mit meinem Kumpel kam. Dazu muesste ich ein Foto posten. Ist das okay?
    12 Antwort(en) | 439 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    09.07.2020, 14:11
    ADMIN hat auf das Thema Seajet 033 im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Bei mir funktioniert der Liong, unter Antifouling - Antifoulingarten Eigenschaften habe ich um die 300 Antifoulings beschrieben. Grüße Friedrichj
    3 Antwort(en) | 194 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    09.07.2020, 13:55
    Hallo Klaus, beim Olassy-UV-Schutz hat sich n ur der Name bei Relius geändert. Jetzt ist der Name Hydro UV-Primer. Siehe http://shop-af.de/contents/de/d79.html Wenn das Teak richtig durchgetrocknet ist, dann die UV-Schutz bis zur Sättigung auftragen, das geht am einfachsten mit eioner kleinen Fellrolle. Wenn zuletzt nasse Stellen bleiben, die dann einfach mit einen Lappen aufnehmen damit keine Glanzstellen entstehen. Nächstes Jahr Vorgang wiederholen, dann gebnügt alle 2-3 Jahre. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 153 mal aufgerufen
  • Avatar von Musikanto
    09.07.2020, 09:31
    Moin Friedrich ich habe mein 100% Plastikboot gegen ein schwedisches Boot getauscht, mit diversen "Teakapplikationen". Habe nun bei dir viel gelesen und weiß nun, dass du Olassy UV-Schutz empfhielst. Finde ich aber nicht mehr bei dir im Shop. Statt dessen RELIUS HYDRO UV. Was ist der Unterschied. Warum vertreibst du Olassy nicht mehr? Im Bild habe ich bei den markierten Bereichen "grüne Ablagerungen" . Vorbehandeln und dann eines der oben genannten Mittel drauf? Liebe Grüße Klaus
    1 Antwort(en) | 153 mal aufgerufen
  • Avatar von anyway
    09.07.2020, 07:18
    anyway hat auf das Thema Seajet 033 im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Guten Morgen Friedrich, danke für präzise Antwort! Ich werde es so machen. Der Link zum Coppercoat-Thread funktioniert leider nicht... Viele Grüße Berthold
    3 Antwort(en) | 194 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    08.07.2020, 20:07
    ADMIN hat auf das Thema Seajet 033 im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Bertholt, Seajet 033 Shogun hat einen sehr guten Bewuchschutz, nur die Standzeit beträgt 12 Monate, erfordert 3 Lagen was dann in wärmeren Gewässern 12-16 Monate reicht. Der Nachteil ist die Trägerkomponente ist Bisphenol-A-Epichlorhedrin. Damit ist das AF preiwert, aber es kommt zu unnützen Schichtstärken-Anreicherungen, was dann zu Abplatzungen führt. Wenn wir mit 522 Ecoship daruf aufbauen, dann müssten wir die Altschichten versiegeln was dann zu einer weiteren Schichtstärkenanreicherung führt.In diesen Fall rate ich so lange wir keine Applatzungen oder nur geringe Abplatzungen haben, zu keine Experimente. Wir habe da bereits zu hohe Schichtstärken aufgebaut, daher mit dem gleichen Antifouling 033 weiter machen, bis es zu größeren Abplkatzungen kommt. Sicherlich wäre das 522 SPC-AF eine bessere Lösung, denn wir haben eine Standzeit von 60 Monaten, was bei 2 Anstriche eine Bewuchsschutzdauer von 3-4 Jahren ergibt. Ertst wenn wir neu aufbauen müssen, dann macht es Sinn das wir umstellen. Was das Coppercoat, Copppershild, Mifulan, Broncbotom usw. betrifft, git es inzwischen noch unter weiteren 20 Namen, da rate ich zuerst den Beitrag unter http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?1878-COPPERSHIELD-WATERPROTECT-AQUAMARINE-WATERPROOF-CUPROTECT-AQUAPROTECT-VEROMETAL-COPPER-CRUISE Also weiter so wie zuvor, wenn es nicht mehr geht, dann besprechen wir die weitere Vorgehensweise. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 194 mal aufgerufen
  • Avatar von anyway
    08.07.2020, 11:31
    anyway hat das Thema Seajet 033 im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN erstellt.
    Hallo Friedrich, ich habe eine gezielte Frage zum Unterwasseranstrich an an meiner Hanse 400: 2016 wurde der Rumpf kpl. abgeschliffen und der Anstrich neu aufgebaut mit Seajet 033 hellgrau. Diese Farbe wurde mir vor Ort im Ionischen Meer vom Verkäufer empfohlen. In der Zwischenzeit war das Boot auch im Atlantik und der Anstrich wurde zweimal wiederholt (drüber gerollt), letztmalig im Frühjahr 2019 auf den Kanaren, jedes Mal wieder Seajet 033 Jetzt wieder im MM liegt das Boot seit 9 Monaten still im Wasser. Ich gehe davon aus, das mein Boot im nächsten Winter an Land steht. Grundsätzlich würde ich gerne auf 522 AF Ecoship in rot/braun wechseln, weil es wohl weniger Arbeit macht... Nun die Frage: Die letzte Beschichtung war 3 lagig, also recht dick, zzgl Voranstriche - Ist die Beschichtung in jedem Fall erneuerungswürdig im nächsten Winter? Soll ich dann den alten Belag ganz runterschleifen/-beizen? Oder kann ich Ecoship einfach nach Anschliff drüber malen? Ist 522 AF Ecoship das richtige AF um weniger Arbeit bei besserem Ergebnis zu erzielen? Was sagst du zu CopperCoat, das mir immer wieder sehr ans Herz gelegt wurde? Vielen Dank für deine Mühe Berthold
    3 Antwort(en) | 194 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    03.07.2020, 09:44
    Hall Marc, Das ist richtig, nur wenn die bei der Anwendung der Härter verwechselt wurden dann wird das PU-Acryl nicht hart. Wenn die PU-Lacke hart werden, dann splittern die wie ein Gelcoat. Am Mischungsverhältnis kann es nicht liegen, denn das ist sehr tolerant und verzeit auch Fehler. Die Härtung dauert dann nur etwas kürzer oder länger. Ansonsten habe ich keine Erklärung, denn diese PU-Lacke werden sogar für die Windkraftanlagen verwendet und sin entsprechend mechanisch belastbar. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1948 mal aufgerufen
  • Avatar von push357
    02.07.2020, 22:20
    Hallo Friedrich Ich habe jetzt nochmal geschaut. Zu dem Protect 316 habe ich den Härter PUR 150 (R-I385-0150-2010). Ist das der richtige? Der Härter vom 346 ist der EP613. Gruß Marc
    12 Antwort(en) | 1948 mal aufgerufen
  • Avatar von push357
    01.07.2020, 23:10
    Hallo Friedrich Ok, das kann ich erstmal nicht ausschließen. Ich werde morgen mal schauen welchen Härter ich habe, bzw. welcher offen ist. Vielleicht habe ich ja "Glück" und ich kriege den Lack mit dem Kärcher runter um ihn nochmal neu aufzutragen. Gruß Marc
    12 Antwort(en) | 1948 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.07.2020, 17:50
    Hallo Mark, am Lack kann es nicht liegen, denn die ges. Bundesmarine nimmt diesen Lack. Auch eine Überalterung kann nicht sein, da die Lacke nicht auf Vorrat gelagert werden. Auch Fehler mit der Kompatibilität können ausgeschlossen werden. Der Lack hat auch keine Härte wie auf dem Bild zu sehen ist, er würde nach der Härtung sich nicht abschälen, sondern er würde absplittern. Wird z.B. der Härter vom 346 mit dem PU-Härter verwechselt, dann wird PU-Acryl nicht fest. Im Gegensatz zur Grundierung 346, die würde sogar ohne Härter fest, dauert nur länger. Einen anderen Fehler kann ich mir nicht vorstellen. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1948 mal aufgerufen
  • Avatar von push357
    01.07.2020, 11:17
    Hallo Friedrich, danke für deine schnelle Antwort. Anbei zwei Bilder, leider nur aus einiger Entfernung. Der Decklack schält sich richtig ab und hängt in Fetzen runter. Zwischenschliff und reinigen mit Aceton habe ich gemacht. Gruß Marc
    12 Antwort(en) | 1948 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.07.2020, 08:19
    Hallo Marc, haben wir es mit Abplatzungen zu tun, dann wurden Anwendungsfehler gemacht. Wie beschrieben, haftet die graue Grundierung Protect 346. Nach dem aushärten der Grundierung muss diese sauber angeschliffen werden und nach Möglichkeit mit technischen Aceton nachgereinigt werden. Diese Kombination 346 und den Decklack 311 oder 316 wird sogar bei den Autofähren als befahrbare Beschichtung angewendet. Ich würde gerne mal ein paar Bilder sehen. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1948 mal aufgerufen
  • Avatar von push357
    01.07.2020, 06:37
    Hallo Friedrich, ich muss das Thema leider nochmal hochholen. Mein Boot war jetzt längere Zeit wg. Motorschaden nicht einsatzbereit und erst seit 3 Wochen wieder im Wasser aktuell. Leider waren auch jetzt erst Fahrten mit höheren Geschwindigkeiten (40-50km/h) möglich. Jetzt lößt sich der weiße Protect Decklack ab! Es hängen richtige Fetzen vom Rumpf und die darunter liegende graue Grundierung hält bombenfest. Was ist denn da los? Als ich die Beschichtung 2019 aufgebracht habe war es warm und ich habe sie auch lange genug austrocknen lassen. :-( Das ist jetzt sehr sehr unschön, das Boot schaut aus als ob es Sonnenbrand am Rumpf hat Gruß Marc
    12 Antwort(en) | 1948 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    29.06.2020, 19:52
    Die Überschichtungsintervalle ohne anschleifen betragen um die 4-5 Tage. Wenn die Stützen dann versetzt werden, ein Kuchenbackpapier aus dem Haushalt dazwischen legen, verhindert ein ankleben. Grüße Friedrich
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von wesselch
    29.06.2020, 19:33
    Moin Friedrich, der Rumpf ist jetzt weitestgehend vorbereitet. Die große Reparaturstelle ist noch zu erkennen, der Rumpf ist mit Epoxy abgespachtelt. Am Samstag wird der Rumpf mit 80er Körnung geschliffen. Dann kommt die erste Lage Stetecol drauf. Nach vier Stunden wollen wir dann umpallen und diese Flecken auch streichen. Das Wetter bzw. die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit sollten es zulassen, daß wir am Sonntag die zweite Lage auftragen. Dazu eine Frage: Muß vor dem zweiten Anstrich angeschliffen werden? Wir freuen uns schon auf die Fertigstellung. Viele Grüße von der Elbe, christian
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    29.06.2020, 14:35
    Da passt wirklich nichts. Eine Bronze 1 K. Bitumen Farbe mit silikonisierten Alkydharz gehört auf keinen Fall auf ein Aluminiumboot. Darauf dann Naphta im Primokon als Lösungsmittel und ein Hartantifouling mit Einer EP-Trägerkomponente. Da muss alles runter, es dürfen keine Reste von Silanen oder silikonisierten Alkyden vorhanden sein. Vor der Neubeschichtung muss dann nochmals mit Trychloräthylen oder 99% technischen Aceton gründlich gereinigt werden. Darauf wird grundiert 1 x mit siehe http://shop-af.de/contents/de/p433.html, 1 x Marine 470 Vinyl, bei Saisonwasserlieger 1 x Marine 522 Ecoship, Jahreswasserlieger 2 x 522 Ecoship. Das reicht dann ca. 3 Jahre. Auf Aluminium düren auch keine Kupferhaltigen Antifoulings verwendet werden. Da werden Antifoulings mit Kupfer(I)oxiden (Halbleiter) verwendet. Ansonsten gibt es in Holland für Aluminium-Yachten kaum Produkte die geeignet sind. Denn auch die Hempel-Produkte, - nicht zu verwechseln mit Produkten von der Voss-Chemie, oder Jotun die für Aluminium geeignet wären, haben für Holland keine Zulassung. Grüße Friedrich
    4 Antwort(en) | 254 mal aufgerufen
  • Avatar von classicsail
    29.06.2020, 14:02
    hier ein Auszug aus dem Datenblatt:
    4 Antwort(en) | 254 mal aufgerufen
  • Avatar von classicsail
    29.06.2020, 13:52
    Hallo Friedrich, Danke für die schnelle Antwort. Ich schicke mal ein Datenblatt von der TENCO BOTTOM COAT BRONS, hoffentlich findet sich darin ein Hinweis, wie diese Farbe mit Primocon reagiert hat. Wie kann ich jetzt weiter verfahren? Muss das alles runter? Oder hilft ein nochmaliges Überstreichen mit einem anderen Produkt als Grundlage für ein anderes Antifoulding?
    4 Antwort(en) | 254 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    29.06.2020, 13:22
    Hallo Michael, unter Tenco gibt es zahlreiche Farben, da muss ich mehr wissen um welche Faebe es sich handelt. Primocon ist Naphta, eingediktes Erdöl. Interspeed Extra ein hartes Antifouling, speziell entwickelt für Boote über 25 Knoten und Trailerboote. Wenn die Farbe von Tenko durch Primokon angelöst wird, dann haben wir vermutlich eine 1 Komp. Farbe, wie auch immer ich muss wissen welche Farbe das ist. Ansonsten gehört weder Primokon nocht Interspeed auf ein Aluminiumboot. Für die Versiegelung von Aluminium-Yachten gibt es extra EP-Primer die nur einmal anzuwenden sind. Darauf erfolgt dann ein Vinyl-Primer als Haftgrund und zuletzt ein mehrjähriges Antifouling. Wir liefern an Privat auch an Werften nach Holland. Auch der grenzüberschreitende Verkehr ist nicht geregelt noch beeinträchtigt. Nur in den Marinas müssen extra für Holland zugelassene Produkte verwendet werden. Wenn Du das Boot ensprechend schützen möchtest, bleibt Dir nur dsie Möglichkeit im privaten Bereichen, wo keine Marineros die Hand aufhalten, in Werften oder ausserhalb Holland. Grüße Friederich
    4 Antwort(en) | 254 mal aufgerufen
  • Avatar von classicsail
    29.06.2020, 11:55
    Ahoi, ich habe ein 29 er Segelboot, Aluminiumrumpf und Holfzaufbau von 1976. Als ich es letztes Jahr in Holland kaufte war es unter Wasser mit Tenco Farben gestrichen. Tenco Bottom zwart als Untergrund und Tenco Bottom Brons als letzter Anstrich. Als ich das Boot im Herbst aus dem Salzwasser, in dem ich im Sommer war, gezogen habe, gab es eine dicke Schicht Ablagerungen. Der Rumpf wurde mit dem Sandstrahler gesäubert. Dieses Jahr wollte ich für Salzwasser geeignetes Antifoulding streichen, in Holland ist die Auswahl aber sehr beschränkt. Für Aluminiumrümpfe geeignet schien mir "Interspeed extra". Nach Rücksprache mit der Firma Tenco habe ich als Grundierung für das "Interspeed extra" Antifoulding, Primocon verwenden wollen. Das schien geeignet, reagiert jetzt aber mit den Tenco Farben, so dass es als Grundierung nicht geeignet erscheint. Hat einer von Euch Ideen, wie ich weiter vorgehen kann? Wie bekomme ich das in Holland zugelassene Antifoulding auf die Tenco Farben und den Alurupf? Bin dankbar für jeden Hinweis, Michael
    4 Antwort(en) | 254 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    26.06.2020, 19:55
    Acetycholin9 hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    Wow Vielen Vielen Dank fuer die Zeit die du dir genommen hast um meine Fragen zu beantworten! Sowas nenne ich Kompetenz und kundenorientierte Hilfe! Ich wage es kaum zu sagen, dass ich euer Forum per Zufall gwfundwm habe ;) VG Michael
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    26.06.2020, 19:12
    ADMIN hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    Salzwasser schützt kein Teak. Zu 90% wird ein Teakdeck durch die UV-Strahlung zerstört. Das Teak versilbert, die natürlichen Schutzstoffe werden ausgewaschen, das Teak verliert seine wasserabweisende Schutzschicht und nimmt wie ein Schwamm Wasser auf. Natürliches Teak hat eine warme hellbraune Farbe. Durch die Sonne vergraut das Teak und wenn es regnet schaut es schmutzig graubraun aus. Dabei wird die Vergrauung ständig abgewaschen, das Teak bleibt meist durchfeuchtet, es bilden sich Pilze und Microorganismen und un es verrottet von innenheraus. Im Grunde genügt ein UV-Schutz mit Zinkoxiden, gelöst in einer Alcydharzemulsion. Das Teak wird damit bis zur Sättigung eingelassen und alle 2 Jahre wiederholt. Dabei behält das Teak seine warme hellbraune natürliche Farbe über Jahrzehnte und der Regen perlt ab. Das ist Industriestandard und kostet nicht viel, da die Produkte der Bauchemie zugeordnmet werden. Der größte Schädling für ein Teak sind viele Skipper, die zum Sachverständigen mutieren, dazu viele viele Verkäufer die eine Werbebeschreibung vermitteln, die Sie selbst nicht verstehen. Grüße Friedrich
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    26.06.2020, 13:24
    Acetycholin9 hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, Vielen Dank, dass du mich an deinem Wissenachatz teilhaben laesst! Hut ab von deiner Kompetenz. Ich fasse kurz zusammen: Die Sache mit Salzwasser und Diesel bzw Mineraloel als Konservierungsschutz ist Humbug und nicht haltbar und auch frueher ned gemacht. Stattdessen Lindan oder Diuron verwendet. Moderner Schutz wird mit Acrylat bzw mit Zineb oder Trylesylphpsphat gewaehrleistet. Zu guter letzt wollte ich Sie fragen, ob tatsaechlich Salzwasser Teak-Decks schuetzt. Ich halte es wieder fuer Humbug aber vllt irre ich mich ja da. Das wuerde bedeuten, dass man einfach nur Salzwasser auf sein Teakdeck aufbringt und sich dann keine Sorgen machen muss. Vielen Dank Michael
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    26.06.2020, 09:50
    ADMIN hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Michael, in der Bilge haben wir es auch immer mit Kondenswasser zu tun, das erheblich aggressiver ist als Seewasser. Zugleich haben wir es mit einen ständigen Durchfeuchtung- Entfeuchtungsprozess zu tun. Holz passt sich immer der Umgebungsfeuchte an. Es ist also ein natürlicher Vorgang dass die natürlichen Holzschutzstüffe wie das Lignin auf Dauer ausgewaschen wird. Das lässt sich mit Holzölen, Firnis usw verhindern, nur das Holz kann dann nicht mehr atmen. Da es aber trotzdem die Feuchte aufnimmt beginnt es von innen heraus zu verrotten da die Entfeuchtung erheblich reduziert wird. Wir haben es also immer mit einen Verrottungsprozess zu tun, da Holz ein natürlicher - biolgisch abbaubedingter Stoff ist. Früher wurden Diuron, Lindan verwendet, um diesen Prozess zu unterbinden. Das größte Übel sind alte Eisenbahnschwellen und alte Telefonmasten die mit Lindan (Seweso-Gift) Druckimpregniert wurden, was zum Glück inzwischen verboten ist. Wir haben aber noch viele Holzkonstruktionen besonders im Baugewerbe, die mit Lindan nicht verroten. Siehe Lindan unter http://www.gifte.de/Chemikalien/lindan.htm. Eine ähnliche Situation haben wir noch mit den alten Stahl-Yachten, die mit TBT oder mit Benzo(a)pyrenhaltigen Teerepxiden beschichtet wurden. Da ist also manches noch gewaltig im Argen und gerade im privaten Bereich kaum vermittelbar. Ansonsten lässt sich Holz auch mit Acrylaten dauerhaft konservieren. Es bleibt dabei Atmungsaktiv, kann also entfeuchten. Bei Nässe z.B. in der Bilge bleibt das Holz hydrophop - wasserabweisend, mit Zusätzen wie Zineb oder Trykesylphosphat wird jede Pilz-Fäulnisbildung unterbunden. Es lässt sich also Holz im Grunde sehr preiswert dauerhaft schützen, nur es muss alle 1-2 Jahre konserviert werden. Vorsicht ist geboten mit Borax- Borsalzlösungen wie Boracol, die sicherlich für einen alten Dachstuhl bestens geeignet sind, aber nicht bei Bewitterung wenn wir es ständig mit Trocknung und Nässe zu tun haben. Solche Borsalzlösungen würden z.B. in einen Boot ob Bilge oder auch der Decksbereich, den Verrottungsprozess beschleunigen. Da vermittelt die Werbung eine Eigenschaft, die mehr schadet als nützt. Grundsätzlich muss beim Holzschutz immer der Einzelfall und die Verhältnismäßigkeit beurteilt werden. Grüße Friedrich
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    25.06.2020, 20:56
    Acetycholin9 hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    Vielen Dank! Wie wuerdest du das Holz in der Bilge schuetzen. Soweit ich weiss sind Farben oder Oele nicht zu empfehlen weil dadurch das Holz nicht mehr atmen kann da von Innen und Aussen verschlossen ist. VG Michael
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    25.06.2020, 18:50
    ADMIN hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    In der Motorbilge haben wir natürlich keine UV-Licht. In der Praxis-eigene Erfahrung wird es zwischendurch einfach über die Bilgernpumpe abgepumt und landet dann im Meer - bzw. in Seegewässer. Ist ein Übel, im Grunde wie die Dieseltankerei mit Kanister. Es läuft immer was daneben und wenn der Tank voll ist, dann läuft es aus dem Überlaufstutzen. Was die Fäulnisbakterien betrifft, das wollen die meisten Skipper nicht wahrhaben. Wir haben es im Schiff immer mit Kondensfeuchte zu tun und wenn nicht ausreichend gelüftet wird, dann ist das zu riechen. Besonders wenn die Boote in die Jahre kommen, dann hat das Laminat Feuchte aufgenommen die dann über den Innenraum entfeuchtet. Da die Boote meist ab Oktober im freien stehen, haben wir noch das Taupunkt-Problem, wodurch dann osmotische Prozesse beschleunigt werden. Was das unbehandelte Holz betrifft, da haben wir immer eine Feuchtediffusion. Ist es trocken wie z.B. Kaminholz, dann haben wir immer noch Feuchtewerte bis 16%. Ein Problem bei Teakholz im Yachtbereich im Decksbereich ist, die UV-Strahlung die die natürlichen Holzschutzstoffe zerstört und dann durch Nässe ausgewaschen werden. Das Holz verrottet daher von innen heraus. Da sich die natürlichen Holschutrzstoffe mit Nässe verbinden, entsteht im Grunde ein osmotischer Vorgang. Um das zu unterbinden, wird die Oberfläche mit einen UV-Schutz (Zinkoxide) versehen und mit einer Alcydharzemulsion konserviert. Damit behält das Holz seine natürliche Farbe, wird hydrophop und verrottet nicht mehr. Besonders was den Holzschutz betrifft, da wird in den Foren ein gewaltiger Unsinn vermittelt. Grüße Friedrich
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    25.06.2020, 16:45
    Acetycholin9 hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, Vielen Dank für deine ausfuehrliche Antwort! Was die Osmose angeht so hast du letztendlich das bestaetigt was ich versucht habe in dem Forum zu vermitteln. Das unbehandeltes Holz keine Osmose machen wird. Das daueberhinaus Osmose Temperatur unabhaengig ist schien es dem Experten ned einzuleuchten. Da ist es doch besser einfach den Experten Raum zu lassen und sich seinen Teil zu denken. Die Sache mit dem Salzwasser und Motoroel als Schutz des Bilgenholzes leuchtet mir ned ein da UV Licht dort ned hinkommt. Die einzige Erklaerung die ich mir vorstellen kann ist die Tatsache dass dadurch Faeulnisbakterien abgetoetet werden. Nochmals vielen vielen Dank fuer deine Hilfe!
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    25.06.2020, 10:29
    ADMIN hat auf das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN geantwortet.
    Osmose ist der gerichtete Flussvon Teilchen durch eine selektiv- oder semipermable Trennschicht. Wir haben es also bei Polymeren oder Beschichtungen immer mit Osmose - einer Feuchtediffusion zu tun. Häufig wird Osmose als die spontane Passage von Wasser oder eines anderen Lösungsmittels durch eine semipermeable Membran beschrieben, die für das Lösungsmittel, jedoch nicht die darin gelösten Stoffe durchlässig ist. Auch bei Holz haben wir es mit einer Feuchtediffusion zu tun. Unter http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?1514-1-BLASENENTSTEHUNG-ERLÄRUNG-OSMOTISCHER-PROZESSE habe ich das bücherfüllende Them in einfacher Form erklärt. Wasser und Diesel bildet keine Emulsion, das ist auch kein Korrosionsschutz. Es ist aber Standard bei den meisten Yachtem, dass wir es in der Motorraumbilge immer mit Resten von Öl-Diesel und Wasser zu tun haben. Wenn diese Reste im Freien ausgesetzt werden, dann schwimmt der Diesel auf der Wasseroberfläche und wird durch die UV-Strahlung sehr schnell abgebaut. Das beste Beispiel sind die auslaufenden Öltanks bei Überschwemmungen. Das Heizöl schwimmt auf der Obefläche im Wasser, das Wasser versickert im Boden, das Heizöl bleibt auf der Oberfläche und und wird in 6-8 Wochen vollständig abgebaut,. Zuerst haben wir z.B. bei den Grasflächen braune vom Heizöl getränkte Wiesen, nach 6-8 Wochen wächst dann wieder das Gras wie wenn nichts gewesen wäre, es darf nur nicht ins Erdreich versickern. Natürlich haben wir es auch mit Kohlenwasserstoffverbindungen im Öl zu tun, die auch im Erdreich versickern können. In der Praxis wird das Problem besonders bei Überschwemmung von Laien weit überbewertet, wobei es muss natürlich der Einzelfall bewertet werden. Wir haben es da mit Leichtkraftstoffen zu tun. Wir haben viele selbsternannte Umweltschützer, die nun mal zwischen Theorie und Praxis nicht unterscheiden können, keinen Bezug zur Realität haben und im Grunde dem Land mehr schaden als nützen. Die meinen immer, wenn wir etwas verbessern und es ist nur ein weniger schlechter, dass wir dann eine Verbesserung haben. Grüße Friedrich
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    25.06.2020, 09:18
    Hallo Christian, zu 1, entweder muss versetzt werden, oder aber mit 4 Gurten abspannen. Es kann auch auf der einen Seite gesichert werden und die Stützen werden dann um 3-4 cm runter gedreht so dass wir mit einer kleinen Fellrolle dazwischen kommen, dann wird es gegenüber gemacht. Das Boot steht auf dem Kiel, weitgehend im Gleichgewicht, siehe http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?359-STREICHEN-OHNE-ABZUSTÜTZEN. Das geht ohne Probleme auf einen Lagerbock in der marina, oder auf dem Trailer. zu 2, Überschichtungsintervalle richten sich nach Temperatur, stehen im Datenblatt. Wir streichen nicht nass in nass. zu 3, Bei kleineren Booten ist ein Farbwechsel nicht erforderlich. Werden die Stützen wieder hochgefahren, dann zwischen den Auflagen ein Kuchenbackpapier aus dem Haushalt dazwischen legen. Das Papier hat Antihafteigenschaften, so dass nichts verkleben kann. Grüße Friedrich
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von Acetycholin9
    24.06.2020, 19:08
    Acetycholin9 hat das Thema Osmose Holz im Forum FRAGE & ANTWORT - HOLZ-YACHTEN erstellt.
    Hallo ans Forum, Ich hab eine folgende Frage ( leider bin ich mir ned aicher, ob meine erste Frage angekommen ist deswegen stelle ich die Frage nochmals) Ea geht im die Frage, ob bei Holzbooten Osmose auftritt. Wir sprechen nicht vom laminierten Holz. Die 2 Frage hat etwas mit dem Rottschutz der Bilge zu tun. Und zwar wird in einem Unterforim einer grossen Socialmedia Seite empholen Salzwasser mit Diesel oder Oel zu verwenden.... nun ja erstmals wohne ich bissl weiter weg vom Meer und so gesundheitsfoerderlich sind die Dieseldapfe auch ned. Ich bin mor da ned so sicher ob man so was auch frueher gemacht hat. Besten Dank Michael
    8 Antwort(en) | 514 mal aufgerufen
  • Avatar von wesselch
    24.06.2020, 17:12
    Hallo Friedrich, ich kann Dir immer wieder für Deine offenen Antworten danken. Bei uns ist ein entscheidender Schritt geschafft, der alte Gelcoat ist runter, die ersten Stellen sind repariert, am kommenden WE werden die Reparaturen abgeschlossen. Und damit muß das Stetecol her. Klar, bestellen kann ich über die Shopseite. Ich möchte vorher nochmal handwerkliche Fragen klären. Das Schiff steht z.Zt. auf vier Pallen, die Pratzen stützen den Rumpf im Bereich des UW-Schiffs. 1. Wie mach ich das dann mit der Fläche unter den Pratzen? 2. Und wie trage ich zwei Schichten Stetecol auf? Naß-in-naß? Oder zwischendurch trocknen lassen? 3. Kann ich die zwei Lagen in unterschiedlichen Farben auftragen? Hab gerade kein Foto griffbereit, wird am WE nachgereicht. Versprochen. Viele Grüße von der Elbe, christian
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    04.06.2020, 23:00
    Ein Uhrmachermeister der besonderen Art. Am 03.02.2020 brachte ich Ihm eine Sattler-Uhr zur Wartung, Neupreis 9200,-€. Die Uhr musste gereinigt werden, Arbeitsaufwand mit Reinigungsspray 1 Minute und es muss der Grahamanker wegen einen Transport nachjustiert werden, da die alle 30-60 Minuten stehen bleibt. Arbeitsaufwand in einen Video von der Firma Sattler in You Tube 3 Minuten. Der Preis für die Aufwendungen 350-€ zzgl. Mwst.19%. Esw urde mir ein Rückgabetermin in 6 Wochen gesagt. Nach 6 Wohen war die Uhr in EInzelteile zerlegt, erzählte mir, er muss die Uhr neu lagern und die Zahnräder polieren und ich soll mich in 14 Tagen wieder melden. Nach 14 Tagen das gleiche Ergebnis, weitere 14 Tage das Gleiche Ergebnis, inzwischen haben wir Juli 5 Monate Wartezeit und die Uhr ist immer noch zerlegt. Nach einer etwas heftigeren Reklamation wurde er Aggresiv und verweigerte die Herausgabe der Uhr. Es meldete sich dann ein unbekannte Person am Telefon die mir verkündigte, ich kann die Uhr abholen, aber im zusammengebauten Zustand so wie er die Uhr erhalten hat, irgend wann in 3 Monaten. Herr Werner ist über das Geschäftstelefon nicht erreichbar und bei mehr als 12 Ladenbesuchen in der Zwischenzeit war der Laden-Werkstatt ohne Ausnahme während den Geschäftszeiten geschlossen. Wie auch immer, das ist kein amerikanischer Uhrmachermeister, den ein Lehrling weiß im 1 Lehrjahr, wie eine Uhr gereinigt und geölt wird, dass dazu eine Demontage nicht erforderlich ist und dass bei einen Regulator der Anker justiert werden muss. Wer also seine Uhr entsorgen möchte, ist bei Hernn Mario Werner besten beraten. ,
    0 Antwort(en) | 252 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    03.06.2020, 08:51
    ADMIN hat auf das Thema Bavaria Vision 46 NEU im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Tommy, ich versuche jegliches anschleifen des Gelcoat so weit wie möglich zu vermeiden. Der Grund ist, bei solchen Schleifarbeiten vergrößern wir die Oberfläche um ca. den Faktor 3, das bedeutet, wir erhöhen auch die Feuchteaufnahme um den Factor 3. Wir haben inzwischen sehr gute Erfahrungen, dass das Unterwasserschiff nur mit einer Stahlwolle kräftig abgerieben wird, bis der Gelcoat matt erscheint. Danach wird mehrmals das Unterwasserschiff mit technischen Aceton gründlich gereinigt um die Parafine in der Decksbeschichtung zu beseitigen. Muss mehrals ausgeführt werden. Ist eine Drecksarbeit, aber damit bleibt uns der Gelcoat erhalten und es ist auch kein Osmoseschutz erforderlich (Verkäufererfindung) der noch nicht erfunden wurde. Unser Ziel ist, die Eigenschaften des Gelcoat zu erhalten. Daher versiegeln wir den Gelcoat mit nur einen Anstrich mit Marine 470 Vinyl. Ist nur einmal erforderlich. Darauf erfolgen 2 Anstriche - Wasserpass und Ruder 3 Anstriche mit Marine 522 Ecoship. Das reicht dann je nach Auslastung 3-4 Jahre. Da das AF selbstabschleifend ist, bekommen wir auch nicht die unsinnigen Schichtstärkenanreicherungen die zu Abplatzungen führen. Was die Farbe betrifft bei einer Bavaria, da wünschen sich die Skipper meist signalblau, so wie das Unterwasserschiff der Gorch Fock. In Deinem Fall rate ich zu rotbraun, das auf Grund der Farbgebung einen besseren Bewuchsschutz ermöglicht und in der Farbe weltweit auch bei anderen Antifoulings erhältlich ist. Lasse Dir nicht einen Osmoseschutz aufschwätzen, denn ein solcher Schutz ist bei Polymeren physikalisch nicht möglich, da nun mal die winzigen H2O -Moleküle durch die großen Kettenmoleküle von Polymeren einfach durchwandern. Der beste Schutz ist nun mal ein unbeschädigter Gelcoat und würde das nicht ausreichen, dann würde der Hersteller eine zusätzliche Lage in die Form spritzen. Ich habe mich mal mirt Bavaria in Nähe Rosenheim angelegt, die einen solchen Schutz empfehlen. Ich habe denen damals gesagt, dass das kein Osmoseschutz ist, sondern ein Transportschutz für die Überführung, da sich dann Beschädigungen beim Transport leichter vertuschen lassen. Meines Wissen, wird seit dem ein solcher Schutz nicht mehr von Bavaria angeboten. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 389 mal aufgerufen
  • Avatar von cruiser
    02.06.2020, 21:53
    cruiser hat auf das Thema Bavaria Vision 46 NEU im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Moin Friedrich, könntest Du mir dann bitte mal aufschreiben, wie der Aufbau bzw. die Reihenfolge für das neue Schiff mit Deinen Produkten aussehen würde. Muss das Gelcoat angeschliffen oder muss es nur entfettet werden. Womit beginne ich und welches Antifouling und wieviel Anstriche sollte ich nehmen. Bevor wir in die Karibik aufbrechen, liegt das Schiff noch ein Jahr in der Ostsee. Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Gruß Tommy
    3 Antwort(en) | 389 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    02.06.2020, 19:09
    ADMIN hat auf das Thema Bavaria Vision 46 NEU im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Tommy, Coppercoat ist eine inaktive Kupferfarbe mit geringen Bewuchsschutz. Das kannst Du Dir ohne Probleme für ca. 6,-€ den Luiter selbst anmischen. Meine Meinung zu Coppercoat ist ja nicht gerade freundlich, da wir immer wieder mit der Beseitigung des Anstrich zu tun haben. Kein Skipper der eine neue Yacht bekommt, schleift den Gelcoat der nur 0,6-0,8 mm dick ist mit 100-120 Körnung, streicht darauf eine EP-Grundierung die als Osmoseschutz vermittelt wird, nur noch nicht erfunden wurde, um darauf dann eine Epoxidkupferfarbe zustreichen. Die meisten Hersteller verweigern bei solchen Beschichtungen sogar die Gewährleistung wenn eine Blasenpest entsteht. Werden solche Boote mit Coppercoat verkauft, dann beträgt die Wertminderung in der Regel um die 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. 19% Mwst. Siehe Beitrag zu Coppercoat http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?1878-COPPERSHIELD-WATERPROTECT-AQUAMARINE-WATERPROOF-CUPROTECT-AQUAPROTECT-VEROMETAL-COPPER-CRUISE Ansonsten haben unsere Antifoulings einen Bewuchsschutz 3-4 Jahre, sind Tropentauglich und können auch in der Backskiste für ein paar Jahre gelagert werden. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 389 mal aufgerufen
  • Avatar von cruiser
    02.06.2020, 17:57
    Moin Friedrich, wir möchte gerne unsere neue Bavaria Vision 46 (Liefertermin Anfang 2021) mit der wir 2022 auf Weltreise gehen wollen, einen guten Schutz gegen Bewuchs aufbringen. Verschiedene Segelfreunde raten mir zu Coppercoat, bin hier aber eigentlich sehr skeptisch. Was meinst Du dazu, wie soll ich die neue Yacht aufbauen, um ein paar Jahre Ruhe zu haben? Gruß Tommy
    3 Antwort(en) | 389 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    30.05.2020, 12:51
    Stahl-Yachten zum Sonderpreis Jedes Jahr haben wir mehrere Anfragen zu Sanierungen von Stahl-Yachten im Bereich von 15-16 m, die ein Käufer der sich einen Jugendtraum erfüllen möchte, zum „Schnäppchenpreis“ erworben hat. Die Boote werden dann meist mit ein bisschen Farbe, möglichst preiswert ein wenig optisch aufgepäppelt und viele Käufer sind dann beeindruckt von der Bootsgröße und der Ausstattung. Da werden dann Phantasie-preise präsentiert, auf dem Neupreis vor 40-50 Jahren von 200-300 Mille hingewiesen, darauf gibt es dann einen Nachlass bis zu 50% und der Kunde ist dann euphorisch wegen dem „Schnäppchen“ das er dann so eine Stahlyacht für 20-40 Mille bekommt. Der Kunde sieht nicht, dass er für diesen Preis weitgehend Schrott eingekauft hat, denn auch der Wert von zahlreichen überalterten Sonderzubehör ist gleich Null. Sollte dann mal ein Kunde etwas beanstanden, dann sind das immer Kleinigkeiten die sich einfach und schnell erledigen lassen. Glaubt den Unsinn nicht, denn wäre das einfach und schnell möglich, dann hätte der Verkäufer oder der Skipper das auch schnell erledigt. Glaubt auch nicht die Sonderangeboote, es ist nicht ungewöhnlich dass Yachten besonders im GFK-Bereich nach 25 Jahren zu Preisen angeboten werden, die höher sind als der Messeneupreis. Auch bei den 40-50 Jahre alten Stahl-Yachten gibt es meist keine so genannten "Schnäppchen", denn die Lebensdauer von Stahl-Yachten ist mit Sanierung um die 35-40 Jahre, sogar die Berufsschifffahrt entsorgt nach dieser Dauer Ihre Schiffe. Ich weiß, wenn ich so etwas sage, dann kommt sofort einer der dann erzählt, seine Stahl-Yacht ist 50 Jahre alt und ist besser wie neu. Das ist dann vergleichbar, da hat einer einen 50 Jahre alten Golf und der ist besser wie neu. Es gibt auch für den Yachtbereich so genannte Schwackeliste die Euch keiner zeigt. Auch eine Yacht ist nach 3 Jahren wie im Grunde auch ein Auto höchstens noch die Hälfte wert. Wenn sich dann solche Kunden hilfesuchend an uns wenden und wir den Kunden die Wahrheit sagen, dann ist der Kontakt in der Regel sehr oft beendet und er wendet sich dann vertrauensvoll an Skippern zahlreicher Foren, dass die Ihm dann bei seiner Sanierung beraten. Nur die Foren sind nun mal nicht die Caritas, ob Yacht – eine Werbezeitschrift oder das Boote-Forum einer Münchner Werbeagentur, wo dann hilfreiche Skipper – meist Händler, Verkäufer, angebliche Werften wo der Chef noch selbst arbeitet (aber nur wegen der EV), bis zum Bootsbaumeister und noch mancher Konditor der zum Bootssachverständigen mutiert, Unterstützung anbieten. Natürlich lässt sich auch eine solche Yacht wieder vollständig sanieren. Auch ein 40-50 Jahre alter Daimler, mit 500- tausend km der weitgehend durchgerostet ist, lässt sich wieder sanieren, nur was die Kosten bei einer fachgerechten Sanierung betrifft, da bekommt einer dann locker 2-3 Neufahrzeuge. Wenn es sich also bei solchen Booten (wie bei den Autos) um besondere „Klassiker“ handelt, die der Nachwelt erhalten werden sollen mit entsprechenden Wert, dann macht es Sinn, nur in der Regel handelt es sich um Schrott, denn eine solche 15-16 m Yacht lässt sich nicht einfach preiswert verschrotten. Da ist es einfacher, sich einen zu suchen, der dann meint er könnte das mit ein bisschen Farbe dann selbst veredeln. Bei solchen Yachten haben wir oft noch Bleche mit minderwertiger Güte und Korrosionsverhalten aufgrund hoher Schwefel- und Phosphoranteile. Solche Bleche neigen zum natürlichen Altern und wenn die entsprechend in die Jahre kommen, dann neigen die zu brechen. Wenn das passiert, dann hat kaum einer der sich im Innenraum befindet die Chance, aus dem Boot heraus zu kommen. Ohne entsprechender Beschallung und gutachterlicher Prüfung sollte ein solches Boot nicht restauriert werden. Mit ein bisschen Schweißarbeiten wo einer Durchrostungen meint zu flicken ist es dabei noch lange nicht getan. Bei solchen Yachten haben die Motoren oft mehr als 5000 Betriebsstunden und müssen vollständig überholt werden. Da kann Einer mit Ein- und Ausbau, Sanierung, neues Kühlsystem usw. schnell mal 20-30 Mille und mehr anlegen. Was das Rigg betrifft, da sind ein paar Tausender eine Kleinigkeit. Für neue Segel bei der Bootsgröße, da bekommt einer dann runde Augen wenn´er dann z.B. ein Angebot für eine neue Genua bekommt. Was die Elektrik solcher Boote betrifft, die muss in der Regel nach 40-50 Jahren vollständig erneuert werden und die 40-50 Jahre alte Elektronik wird sicherlich keiner mehr verwenden, auch wenn die noch ein wenig funktionieren sollte. Versucht doch nur einmal z.B. das Toplicht und die Beleuchtung bei einen 15-20 m langen Mast auszutauschen, da erlebt dann mancher ein Wunder, was solche einfache Sanierungen für einen Aufwand erfordern. Da nun mal solche Yachten auch im Innenraum sich in laufe der Jahre vergoldet haben, muss vollständig ausgebaint werden um den Korrosionsschutz zu erneuern. Bereits was das strahlen betrifft, - setzt voraus dass die Bleche noch keine Muldenkorrosion haben und nicht zum brechen neigen, da kann einer an die 20 Mille und mehr kalkulieren. Was die Beschichtungen für den Korrosionsschutz betrifft, die sind im Vergleich mehr als bescheiden und kosten im Vergleich zu den ges. Sanierungskosten max. 2,5 – 3,0%. Unsere Erfahrungen haben ergeben, dass in solche Boote locker an die 150-200 Mille investiert werden, dazu 2-3 Jahre Arbeit, ein paar tausend Arbeitsstunden, mit Dauerbaustelle. Wenn dann ein solches Boot verkauft wird, dann lassen sich nicht einmal die Hälfte der Sanierungskosten erzielen und die Arbeitsleistung ist natürlich umsonst, weil das nur als ein „Vergnügen - Hobby“ bewertet wird. Seit nicht so „blauäugig“, lasst Euch nicht von der Größe blenden, denn eine solche Kiste wiegt auch oft mehr als 20 000 kg, muss gekrant werden und die meisten Liegeplätze sind für eine solche Größe nicht ausgelegt oder kosten jedes Jahr ein kleines Vermögen. In der Adria bezahlt da einer nur für das kranen um den Bewuchsschutz zu erneuern und Lagerbock, meist mehr als 2000,-€, wobei das noch billig ist zum Vergleich was die Liegeplatzgebühren betrifft. Nur der Unterhalt, Wartung, von einen solchen Booten kostet im Monat meist mehr, als was ein normaler Angestellter im gehobenen Dienst monatlich verdient. Da wir offen über solche Baustellen reden, wird uns das meist sehr verübelt obwohl wir daran wirklich nichts verdienen und nur Zeit investieren um manchen Käufer aufzuklären, was er sich da anschafft. Jedes Jahr verschwinden lt.Versicherungsberichte solche Yachten – weil einer solch ein Boot nicht mehr los wird. Besonders schlimm ist es., wenn bei solchen Booten die Bleche brechen wegen der Muldenkorrosion, wo dann der Skipper sich gleich mit entsorgt, denn ein beschallen wegen der Sicherheit ist ja nicht besonders preisgünstig. Zum Glück passiert das meist am Liegeplatz, wenn das Boot dann zu tauchen beginnt. Wie auch immer, wer also meint er möchte eine solche Yacht zu sanieren, den helfen wir natürlich dabei für einen Korrosionsschutz der wieder eine Standzeit von 15 Jahren hat, nur mit ein bisschen entrosten und ein wenig Farbe wird das nicht funktionieren. Ich werdet sicherlich zahlreiche Angebote von Firmen erhalten die dann eine solche Yacht optisch vergolden und die meisten bieten dann ein solches Dauerbaustellen-Schmuckstück wieder zu einen so genannten „Schnäppchenpreis“ an, denn jeden Tag fallen ein paar unbedarfte vom Himmel die sich einen Kindheitstraum erfüllen möchten. Die Foren die alle nicht die Caritas sind, sind voll mit gut gemeinten Ratschlägen, meist von Gewerbetreibenden die manchmal noch einen Sonderpreis auch noch ohne Mwst. anbieten. Auch eine Yacht-Zeitschrift lebt nun mal von der Werbung, wo unter anderem solche Yachten zum Verkauf angeboten werden und nicht von der Aufklärung, damit eine solche Yacht nicht gekauft wird. Admin
    0 Antwort(en) | 554 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    29.05.2020, 09:31
    Ja, das ist ein SPC-Antifouling mit einer Standzeit von 60 Monaten, was einen Dockintervall bei 2 Anstrichen - "Ruder und Wasserpass 3 Anstriche" - von 3-4 Jahre ermöglicht. Das Antifouling aus Japan ist sogar weitgehend identisch mit unseren Antifouling. Der Hersteller empfiehlt aber wenn ein anderes Antifouling Überschichtet wird, einen Haftvermittler - müsst der 011 Sperrgrund sein - zu streichen, steht im Datenblatt. Als Blauwasersegler empfiehlt es sich, eine Reserve vom Antifouling mitzuführen. Es ist nichts enthalten was schlecht werden kann. Wenn ein wenig Lösungsmittel verdunsten, dann kann das mit Xylol oder einen Kunstharzverdünner ausgeglichen werden. , Grüße Friedrich
    5 Antwort(en) | 1662 mal aufgerufen
  • Avatar von VauVau
    29.05.2020, 09:00
    Hallo Friedrich, vielen Dank! Diese unklaren Bezeichnungen sind wirklich ärgerlich irreführend! Dann überlege ich stattdessen das Seajet 039 Platimum Mono Compount zu nehmen, welches es hier in dem Shop zu kaufen gibt, und vorher eine Lage Seajet Primer. Das scheint nun hoffentlich wirklich ein SPC AF zu sein, zumindest steht dort explizit 'SPC' auf dem Typenschild. Laut Verträglichkeitsliste scheint das dann auf das alte Hempel Mille NCT auftragbar zu sein (nach dem Beizen alter Trägerschichten), ist das wohl richtig? Grüße VauVau
    5 Antwort(en) | 1662 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    27.05.2020, 14:03
    Hallo VauVau, das Problem von International-Produkten sind unterschgiedliche Produktnamen für das gleiche Produkt. Das Micron 350 ist ein einfaches selbspolierendes Antifouling mit Dikupfer, Zinkoxid und Zineb. Standzeit 12 Monate, also normales Standardantifouling. Der Hinweis auf selbstpolierend ist ein wenig irreführend, denn ein SPC-Antifouling ist es nicht, sonst würde es so beschrieben und selbstpolieren kann ein erodierendes oder auch ein Weichantifouling sein. Wird aber damit ein Micron überschichtet, dann ist der Primer Primokon nicht erforderlich. Der Primer Primokon sollte nach möglichkeit nicht verwebndet werden, denn das ist nichts anderes als Naphta- eingediktes Erdöl, neigt im Wasser zu verspröden unmd es kommt dann zu den Abplatzungen. Besser der Primer Intertuf 203 von International, das ist ein Vinylprimer als Haft- und Versiegelungsgrund, dünnstreichen wenn erforderlich. Grüße Friedrich
    5 Antwort(en) | 1662 mal aufgerufen
  • Avatar von VauVau
    27.05.2020, 11:01
    Hallo Friedrich, ich habe versucht hier in der Türkei das Micron 350 zu kaufen und mit Primocon zu grundieren. Der Händler im Farbshop in meinem Hafen hat aber nur International Interspeed 6400. Ich finde dazu im Netz nichts was mir hilft. Meinen Sie, dieses AF ist für die Anwendung hier in der Türkei geeignet? Ist das auch ein hochwertiges SPC AF? Ähnlich das Micron 350? (Auf den Preis kommt es mir nicht an, nur die Haltarkeit zählt). Kann ich das auch mit Primocon Grundierung sinnvoll verwenden? Vielen Dank und beste Gruesse VauVau
    5 Antwort(en) | 1662 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    24.05.2020, 09:07
    Hallo Stefan, das SeaHawk Island 77 Plus oder das Biocop TF sind selbstabschleifende Antifoulings, müssten auf einen erodierenden Antifouling ohne Haftgrund haften, (vorher sauber mit 120 Körnung schleifen) und es kammt dann nicht mehr zu den Schichtstärkenanreicherungen. Mit Sicherheit die bessere Lösung als das Platinium 039. Meines Wissen mischt da Hempel ein wenig mit. Wenn es funktioniert und es ist einer noch länger unterwegs, sollte sich da einer einen Vorrat mitnehmen. Es ist in dem Produkt nichts enthalten was schlecht werden kann und kann einige Jahre gelagert werden. Sollte etwas Lösungsmittel Xylol ausdiffundieren, dann lässt sich das mit ein wenig Kunstharzverdünner ausgleichen. Grüße Friedrich
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    23.05.2020, 14:18
    Fetisch!! Ich bin ganz zufrieden und die Familie stolz auf mich. Danke für Deine Beratung, Friedrich. Gespannt bin ich, wie es in diesem und den folgenden Herbsten aussehen wird. (Wäre schön, wenn man jetzt partiell in die Zukunft schauen könnte.) Auf eine schöne Saison und dass wir nicht zu viele Einschränkungen erdulden müssen. LG Herman
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von captain
    23.05.2020, 13:32
    Danke sehr für diese ausgiebige Info! Ich werde dann mal fleissig mein Unterwasserschiff polieren bevor ich das Boot raushole, so baue ich noch etwas Schichtdicke ab. Trinidad war ich letztes Jahr. Dieses Jahr wird es wegen Covid-19 Einreisesperren wohl nicht gehen, Trinidad hat alle Grenzen noch zu. Zur Wahl stehen momentan Grenada und Aruba. Die Produkte von SeaHawk gäbe es überall in der Karibik, die haben wirklich überall ihre Verkäufer. Hast Du dazu eine Meinung? Nach Aruba könnte ich vermutlich sogar liefern lassen, da gibt’s keinen Zoll. Bei Grenada brächte ich wohl einen Zoll-Agenten. Liefern ist im Grund nicht so wild, hab schon mehrmals Teile per Luftfracht aus DE kommen lassen. Die eingesparte deutsche MwSt war oft höher als die Fracht. Beim Gewicht von Antifouling siehts natürlich ganz anders aus. Mal sehen wie hoch die Lieferkosten & Lieferzeit per Seefracht wären. Ein paar Monate Zeit habe ich ja. Stefan SY INVIA
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    23.05.2020, 11:11
    Hallo Captain, ich habe das Passwort geändert siehe Mail. Es wird immer wieder versucht unser Forum zu beschädigen oder dass uns Kinderpornos eingetragen werden. Das Seajet 039 Platinium wurde vor 4 Jahren modifiziert, da es ist kein SPC-Antifouling mehr sondern ein erodierendes Antifouling. Der Grund war, die Zulassungsbestimmungen für nordische Gewässer wegen der Fischzucht. Vor Jahren war das Seajet 039 identisch mit dem Ecoship von BASF, nur BASF beliefert vermutlich nicht mehr Jotun. Seajet enthält auch kein Dikupfer mehr, die Standzeit hat sich von 60 auf 24 Monate verändert und es sind für einen Bewuchsschutz bei halber Bewuchsschutzdauer erheblich höhere Schichtstärken erforderlich. Da es erodierend ist, werden die Biozide ausgelaugt und es kommt wegen dem Überschichten zu unnützen Schichtstärkenanreicherungen. Um die Bewuchsschutzdauer zu erhöhen, werden von den Verkäufern bis zu 5 Anstriche empfohlen. Seit der modifizierung wird auch das Produkt von uns an die Blauwassersegler nicht mehr empfohlen. Bei zwei Anstrichen reicht es vermutlich 12-max 18 Monate. Da der Bewuchsschutz meist nach einen Jahr erheblich geringer ist, wird wieder überschichtet anstelle einen Neuanstrich wegen der Schichtstärkenanreicherung so lange wie möglich hinaus zu zögern. Da das Seajet erodierend ist, auch weich, kreidet es und verliert bei längeren Trockenzeiten seinen Bewuchsschutz. Grundsätzlich sind die meisten Antifoulings für längere Trockenzeit nicht geeignet. Der Grund ist, Antifoulings sind microporös, quellen uns schrumpfen was dann zu Haarrissen führt. Daher sollte bei Saisonwasserlieger nur 1 Anstrich erfolgen um die Schichtstärkenanreicherung zu vermeiden. Im Grunde wäre es sinnvoll, auf ein SPC-Antifouling z.B. Oceanic für die Küstenschifffahrt von Hempel, oder Intermooth von International umzusteigen. Ich habe Kontakte mit Skippern, die sich das in Panama, oder auch Trinidat mit Hilfe von Taxifahrern besorgen. Haben wir aber bereits hohe Schichtstärkenanreicherungen, dann sollte nur noch 1 mal gestrichen werden und das Unterwasserschiff mehrmals gereinigt werden und den Bewuchsschutz so lange wie möglich hinauszuzögern. Grüße Friedrich
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von captain
    23.05.2020, 01:09
    Hallo Friedrich, Danke für diese Website, dieses Forum! Ich bin zufällig drauf gestossen und verschlinge gerade Deine diversen Beiträge. Vieles klingt für mich logisch – und hat mir die Augen geöffnet. Ich bin in Sachen Yachtpflege wirklich Greenhorn. Seit 3 Jahren Besitzer meines allerersten Bootes, eines neu gekauften 51 Fuss grossen Performance-Fahrtenkats. Hab damit 2018 den Atlantik überquert und bin seither in der Karibik. Bisher habe ich die Hurricanezeit immer mit einem mehrmonatigen HaulOut in der südlichen Karibik unterbrochen. Corona-Einreisesperren-bedingt werde ich auch dieses Jahr nicht, wie geplant, dauerhaft im Wasser sein sondern das Schiff über die Hurricanezeit für ca. 5 Monate auf dem Trockendock haben. Meine Frage: Das bis dato verwendete Antifouling ist Seajet Platinum. Zuerst grau, dann beim 1. HaulOut auf Schwarz gewechselt weil das in der Karibik besser sein soll. Beim 2. Haul Out wieder. Jedes Mal 2 Schichten Seajet Platinum. Nun reinige ich bei längerer Liegedauer vor Anker immer mal wieder das Unterwasserschiff. Auch ansonsten dürfte aufgrund der recht zügigen Durchschnittsgeschwindigkeit ebenfalls ordentlich Abrieb erfolgen. Dennoch – wenn ich mir das alles so durchlese dann habe ich inzwischen wohl eine schon zu dicke Schicht Antifouling drauf. Schliesslich war bisher die Yacht etwa 5 Monate/Jahr nur auf dem Trockendock. Macht es Sinn, wenn ich dann im November bei der Wieder-Einwasserung auf einen weiteren Anstrich verzichte? Mir hatte man gesagt, dieses Antifouling würde keine längere Standzeit auf dem Trockenen vertragen.
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    22.05.2020, 16:02
    ADMIN hat auf das Thema Älteres Boot ohne AF im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Thorsten, wenn ich ein Wachs empfehle, dann das einfachste Wachs für PKW das nur Paraffine enthält. Es gibt da super Tinkturen für dauerhaften Hochglanz. Diese Polituren enthalten entweder Nanos - da wird der Gelcoat nach 6 Monaten gelblich, Silane oder PTFE. Der Nachteil dieser Pflegemittel ist, müssen wir einmal am Gelcoat irgendwelche Schäden ausbessern, dann haftet darauf weder Multicoat, PU-Lack oder ein Gelcoat. Asonsten wird mit solchen Polituren die Eigenschaft eines Gelcoat nicht verbessert. Da aber jeder Gelcoat auf Grund der UV-Strahlung kreidet - dabei seinen Glanz verliert - ist der beste Schutz ein Wachs mit UV-Schutz. Siehe http://shop-af.de/contents/de/p616.html, gibt es auch beim ATU oder im Fachhandel. Grüße Friedrich
    32 Antwort(en) | 27197 mal aufgerufen
  • Avatar von specky
    22.05.2020, 15:34
    specky hat auf das Thema Älteres Boot ohne AF im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, kannst mir bitte eine Wachs empfehlen den ich zum Schutz auf das GFK aufbringen kann. Unser Boot wurde gereinigt und poliert - sieht wieder super aus und ich möchte den Zustand ein wenig erhalten. Und der Aufbereiter der es poliert hat meinte: vor der Saison eine Schicht Wachs aufbringen, leider wollte er mir nicht verraten welches Produkt er verwendet. Vielen Dank im Voraus
    32 Antwort(en) | 27197 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    20.05.2020, 08:43
    Hallo Carsten, normalerweise haben wir das Protect 346 in der Farbe weiß. Nur mit Corana ist im Augenblick manches nicht möglich. Die Lieferungen von BASF erfolgen EU-weit und z.B. das Relest Protect 346 kommt aus Portugal, der Härter aus Spanien und da ist im Augenblick noch Produktionsstillstand. Im Augenblick kann ich nur hellgrau in den vorgegeben Größen im Warenkorb abfüllen. Das Datenblatt in Englisch ist bei uns noch in Arbeit, da sind wir erst bei den Sicherheitsdaten. Wobei Mischungsverhältnis versteht auch ein Franzose mit dem Deutschen Datenblatt siehe http://shop-af.de/contents/de/p191.html Normalerweise kann das Multicoat mit jeden PU-PU Acryl oder Alcydlack überstrichen werden, nur da würde ich nicht empfehlen, denn wenn die Korrosion wieder kommt, dann einfach mit der Flex sauber machen und wieder mit Multicoat überschichten. Ich schätze dass wir im Sommer -Herbst Multicoat wieder in weiß liefern können. Grüße Friedrich
    5 Antwort(en) | 496 mal aufgerufen
  • Avatar von freisegler
    19.05.2020, 19:01
    Hallo Friedrich, herzlichen Dank, das hört sich nach einem guten Plan an. Nun noch folgernde Fragen: 1. Wo finde ich das Datenblatt auf Englisch? Ich habe einen Helfer in Frankreich, der nur Englisch spricht. 2. Ich bevorzuge in Bereichen, in denen Rost auftreten möglichst die Farben weiß, damit diese Stellen möglichst früh auffällig zu sehen sind. Gibt es das Multicoat auch in weiß bzw. ist es ein Problem, mit einem weißen Lack überzustreichen. Falls ja, mit welchem Produkt am besten, um die einfache Reparaturfähigkeit zu erhalten? Beste Grüße Carsten.
    5 Antwort(en) | 496 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    19.05.2020, 18:15
    Hallo Carsten, Ne, das habe ich anders gemeint, aber kein Problem. Haben wir im Kettenkasten Altbeschichtungen mit 2 Komp. dann so weit wie möglich entrosten und 2 x mit dem Marine 340 Stetecol streichen. Mehr macht keinen Sinn, denn hohe Schichtstärken gehen immer zu Lasten der Elastizität. Bricht uns die Korrosion nach 1-3 Jahren wieder durch, dann den Bereich mit der Flex, grobe Putzscheibe sauber machen und mit dem Marine 251 Chlorkautschuk überschichten, ausbessern. Oder aber wir nehmen nur den 251 Chlorkautschuk und bessern dann jedes Jahr nach, was im Grunde einfach und schnell geht. Jetzt zum Anfang mit Stetecol, dann in Zukunft mit Chlorkauitschuk nachbessern. Es gäbe noch eine Möglichkeit, mit einen sehr guten Korrosionsschutz. Sauber machen, entrosten und 2 mal mit Multicoat siehe http://shop-af.de/contents/de/p191.html Diese Beschichtung wird z.B. auch für die Balastwassertanks der Berufsschifffahrt verwendet. Wird die beschädigt, dann genügt einfaches anschleifen und mit dem Multicoat ausbessern. Wenn ich manchmal mehrere Möglichkeit aufzähle, dann ist der Grund dass ich mir manchmal nicht sicher bin was für den Anwendungsfall die bestre Lösung ist. Was den Korrossionsschutz betrifft, da wäre es Multicoat, aber nicht mehr als 2 Lagen. Nachteil, wir können nich kleiner als 2,5 Liter abfüllen, ist zur Zeit nur in hellgrau wegen Corona erhältlich. Kann aber ein paar Jahre gelagert werden wenn nachgebessert werden muss. Nur die Härter können Diffundieren, ab der kann nachbestellt werden. Bei genauerer Überlegung, hat doch ein wenig gedauert, rate ich doch bei der Erstanwendung zu Multicoat 346 Grüße Friedrich
    5 Antwort(en) | 496 mal aufgerufen
  • Avatar von freisegler
    19.05.2020, 10:21
    Hallo Friedrich, besten Dank für die schnelle Antwort. Ich habe das jetzt so verstanden: 2 Schichten Relest Marine 251, 1-komponentiger Primer und darauf 4 Schichten Relest Marine 340, 2-komponentig Das kann so aber nicht ganz richtig sein, oder? Viele Grüße Carsten.
    5 Antwort(en) | 496 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    19.05.2020, 09:42
    Hallo Carsten, keine Beschichtung ob Zink, Teerepoxid, Eisenglimmer usw. ist auf Grund der mechanischen Belastung eine dauerhafte Lösung. Am widerstandsfähigsten ist immer noch das Stetecol siehe http://wp1079960.server-he.de/BASF/P_340.pdf Bricht die Korrosion wieder durch, was im Grunde nicht vermeidbar ist, einfach mit der Flex sauber machen und wieder überstreichen. Das Epoxid ist sehr zäh und schlagfest, so dass es zumindest für einige Zeit die mechanischen Belastungen aushält. Grundieren wir mit Zink-Staub was für den Korrosionsschutz passen würde, da haben wir das Problem von Beschichtungsresten die wir nicht beseitigen und darauf haftet nicht der Zinkstaub. Ich sehe da die Verhältnismässigkeit, sauber machen, entrosten, Zink-Chlorkautschuk- Grundierung Marine 251 2 x streichen und wenn es wieder rostet einfach mit der Flex sauber machen und wieder überstreichen. Das geht einfach und schnell und ist in ein paar Minuten erledigt. Das Stetecol ist übrigens eine Weiterentwicklung der benzo(a)pyrenfreien Teerepoxide die seit mehreren Jahren nicht mehr hergestellt werden. Grüße Friedrich Grüße Friedrich
    5 Antwort(en) | 496 mal aufgerufen
  • Avatar von freisegler
    19.05.2020, 08:43
    Hallo, bei unserer Stahlyacht soll der Kettenkasten saniert werden, der einige Korrosionsprobleme aufweist. Eigentlich war damit eine Werft in Frankreich beauftragt, die aber lediglich den Rost mit mehreren Schichte Epoxidharz überstrichen hat. Nun machen wir das selbst und wir wollten uns Rat holen zu Behandlung der entrosteten Flächen. Aus anderen Beiträgen und antworten hier im Forum haben wir folgenden Aufbau abgeleitet: 1. Rost entfernen, abschleifen 2. Reinigen und Entfetten mit Aceton 3. 2K Zinkstaubfarbe einschichtig in einem Arbeitsgang 4. Teerepoxy 4-5 Schichten 5. Primer Vinyl-Teer (gas und säurebeständig) 6. 2K PU-Lack Passt das so für unseren Anwendungsfall? Besten Dank und freundliche Grüße Carsten Sommer.
    5 Antwort(en) | 496 mal aufgerufen
  • Avatar von Mystic
    18.05.2020, 16:03
    Hallo Friedrich, Es hat durch corona etwas gedauert, aber nun geht es weiter...ich habe eine e-Mail wegen der Bestellung gesendet... Viele Grüße Bodo
    4 Antwort(en) | 2135 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    17.05.2020, 11:05
    ADMIN hat auf das Thema GEBRAUCHTBOOTEKAUF - TIPP`S im Forum GEWUSST WIE..............? geantwortet.
    TEIL 3 STAHL-YACHTEN Jedes Jahr haben wir mehrere Anfragen zu Sanierungen von Stahl-Yachten im Bereich von 15-16 m, die ein Käufer der sich einen Jugendtraum erfüllen möchte, zum „Schnäppchenpreis“ erworben hat. Die Boote werden dann meist mit ein bisschen Farbe, möglichst preiswert ein wenig optisch aufgepäppelt und viele Käufer sind dann beeindruckt von der Bootsgröße und der Ausstattung. Da werden dann Phantasie-preise präsentiert, auf dem Neupreis vor 40-50 Jahren von 200-300 Mille hingewiesen, darauf gibt es dann einen Nachlass bis zu 50% und der Kunde ist dann euphorisch wegen dem „Schnäppchen“ das er dann so eine Stahlyacht für 20-40 Mille bekommt. Der Kunde sieht nicht, dass er für diesen Preis weitgehend Schrott eingekauft hat, denn auch der Wert von zahlreichen überalterten Sonderzubehör ist gleich Null. Wenn sich dann solche Kunden hilfesuchend an uns wenden und wir den Kunden die Wahrheit sagen, dann ist der Kontakt in der Regel shr oft beendet und er wendet sich dann vertrauensvoll an Skippern zahlreicher Foren, dass die Ihm dann bei seiner Sanierung beraten. Nur die Foren sind nun mal nicht die Caritas, ob Yacht – eine Werbezeitschrift oder das Boote-Forum einer Münchner Werbeagentur, wo dann hilfreiche Skipper – meist Händler, Verkäufer, angebliche Werften wo der Chef noch selbst arbeitet (aber nur wegen der EV), bis zum Bootsbaumeister und noch mancher Konditor der zum Bootssachverständigen mutiert) Unterstützung anbieten. Natürlich lässt sich auch eine solche Yacht wieder vollständig sanieren. Auch ein 40-50 Jahre alter Daimler, mit 500- tausend km der weitgehend durchgerostet ist, lässt sich wieder sanieren, nur was die Kosten bei einer fachgerechten Sanierung betrifft, da bekommt einer dann locker 2-3 Neufahrzeuge. Wenn es sich also bei solchen Booten (wie bei den Autos) um besondere „Klassiker“ handelt, die der Nachwelt erhalten werden sollen mit entsprechenden Wert, dann macht es Sinn, nur in der Regel handelt es sich um Schrott, denn eine solche 15-16 m Yacht lässt sich nicht einfach preiswert verschrotten. Da ist es einfacher, sich einen zu suchen, der dann meint er könnte das mit ein bisschen Farbe dann selbst veredeln. Bei solchen Yachten haben wir oft noch Bleche mit minderwertiger Güte und Korrosionsverhalten aufgrund hoher Schwefel- und Phosphoranteile. Solche Bleche neigen zum natürlichen Altern und wenn die entsprechend in die Jahre kommen, dann neigen die zu brechen. Wenn das passiert, dann hat kaum einer der sich im Innenraum befindet die Chance, aus dem Boot heraus zu kommen. Ohne entsprechender Beschallung und gutachterlicher Prüfung sollte ein solches Boot nicht restauriert werden. Mit ein bisschen Schweißarbeiten wo einer Durchrostungen meint zu flicken ist es dabei noch lange nicht getan. Bei solchen Yachten haben die Motoren oft mehr als 5000 Betriebsstunden und müssen vollständig überholt werden. Da kann Einer mit Ein- und Ausbau, Sanierung, neues Kühlsystem usw. schnell mal 20-30 Mille und mehr anlegen. Was das Rigg betrifft, da sind ein paar Tausender eine Kleinigkeit. Für neue Segel bei der Bootsgröße, da bekommt einer dann runde Augen wenn´er dann z.B. ein Angebot für eine neue Genua bekommt. Was die Elektrik solche Boote betrifft, die muss in der Regel nach 40-50 Jahren vollständig erneuert werden und die 40-50 Jahre alte Elektronik wird sicherlich keiner mehr verwenden, auch wenn die noch ein wenig funktionieren sollte. Versucht doch nur einmal z.B. das Toplicht und die Beleuchtung bei einen 15-20 m langen Mast auszutauschen, da erlebt dann mancher ein Wunder, was solche einfache Sanierungen für einen Aufwand erfordern. Da nun mal solche Yachten auch im Innenraum sich in laufe der Jahre vergoldet haben, muss vollständig ausgebaint werden um den Korrosionsschutz zu erneuern. Bereits was das strahlen betrifft, - setzt voraus dass die Bleche noch keine Muldenkorrosion haben und nicht zum brechen neigen, da kann einer an die 20 Mille und mehr kalkulieren. Was die Beschichtungen für den Korrosionsschutz betrifft, die sind im Vergleich mehr als bescheiden und kosten im Vergleich zu den ges. Sanierungskosten max. 2,5 – 3,0%. Unsere Erfahrungen haben ergeben, dass in solche Boote locker an die 150-200 Mille investiert werden, dazu 2-3 Jahre Arbeit, ein paar tausend Arbeitsstunden, mit Dauerbaustelle. Wenn dann ein solches Boot verkauft wird, dann lassen sich nicht einmal die Hälfte der Sanierungskosten erzielen und die Arbeitsleistung ist natürlich umsonst, weil das nur als ein „Vergnügen - Hobby“ bewertet wird. Seit nicht so „blauäugig“, lasst Euch nicht von der Größe blenden, denn eine solche Kiste wiegt auch oft mehr als 20 000 kg, muss gekrant werden und die meisten Liegeplätze sind für eine solche Größe nicht ausgelegt oder kosten jedes Jahr ein kleines Vermögen. In der Adria bezahlt da einer nur für das kranen um den Bewuchsschutz zu erneuern und Lagerbock, meist mehr als 2000,-€, wobei das noch billig ist zum Vergleich was die Liegeplatzgebühren betrifft. Nur der Unterhalt, Wartung, von einen solchen Booten kostet im Monat meist mehr, als was ein normaler Angestellter im gehobenen Dienst monatlich verdient. Da wir offen über solche Baustellen reden, wird uns das meist sehr verübelt obwohl wir daran wirklich nichts verdienen und nur Zeit investieren um manchen Käufer aufzuklären, was er sich da anschafft. Jedes Jahr verschwinden lt.Versicherungsberichte solche Yachten – weil einer solch ein Boot nicht mehr los wird. Besonders schlimm ist es., wenn bei solchen Booten die Bleche brechen wegen der Muldenkorrosion, wo dann der Skipper sich gleich mit entsorgt, denn ein beschallen wegen der Sicherheit ist ja nicht besonders preisgünstig. Zum Glück passiert das meist am Liegeplatz, wenn das Boot dann zu tauchen beginnt. Wie auch immer, wer also meint er möchte eine solche Yacht zu sanieren, den helfen wir natürlich dabei für einen Korrosionsschutz der wieder eine Standzeit von 15 Jahren hat, nur mit ein bisschen entrosten und ein wenig Farbe wird das nicht funktionieren. Ich werdet sicherlich zahlreiche Angebote von Firmen erhalten die dann eine solche Yacht optisch vergolden und die meisten bieten dann ein solches Dauerbaustellen-Schmuckstück wieder zu einen so genannten „Schnäppchenpreis“ an, denn jeden Tag fallen ein paar unbedarfte vom Himmel die sich einen Kindheitstraum erfüllen möchten. Die Foren die alle nicht die Caritas sind, sind voll mit gutgemeinten Ratschlägen, meist von Gewerbetreibenden die manchmal noch einen Sonderpreis auch noch ohne Mwst. anbieten, oder auch von Skippern die vom Konditor zum Bootssachverständigen mutiert sind. Auch eine Yacht-Zeitschrift lebt nun mal von der Werbung, wo unter anderem solche Yachten zum Verkauf angeboten werden und nicht von der Aufklärung, wo es sich bei solchen Yachten sehr oft um Sondermüll handelt. Admin
    2 Antwort(en) | 20411 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    17.05.2020, 11:02
    ADMIN hat das Thema STAHL-YACHTEN im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN erstellt.
    Stahl-Yachten Jedes Jahr haben wir mehrere Anfragen zu Sanierungen von Stahl-Yachten im Bereich von 15-16 m, die ein Käufer der sich einen Jugendtraum erfüllen möchte, zum „Schnäppchenpreis“ erworben hat. Die Boote werden dann meist mit ein bisschen Farbe, möglichst Preiswert ein wenig optisch aufgepäppelt und viele Käufer sind dann beeindruckt von der Bootsgröße und der Ausstattung. Da werden dann Phantasie-preise präsentiert, auf dem Neupreis vor 40-50 Jahren von 200-300 Mille hingewiesen, darauf gibt es dann einen Nachlass bis zu 50% und der Kunde ist dann euphorische wegen dem „Schnäppchen“ das er dann für 20-40 Mille bekommt. Der Kunde sieht nicht, dass er für diesen Preis weitgehend Schrott eingekauft hat, denn auch der Wert von zahlreichen überalterten Sonderzubehör ist gleich Null. Wenn sich dann solche Kunden hilfesuchend an uns wenden und wir den Kunden die Wahrheit sagen, dann ist der Kontakt in der Regel beendet und er wendet sich dann vertrauensvoll an Skippern zahlreicher Foren, dass die Ihm dann bei seiner Sanierung beraten. Nur die Foren sind nun mal nicht die Caritas, ob Yacht – eine Werbezeitschrift oder das Boote-Forum eine Münchner Werbeagentur wo dann hilfreiche Skipper – meist Händler, Verkäufer, angebliche Werften wo der Chef noch selbst arbeitet (aber nur wegen der EV), bis zum Bootsbaumeister und noch mancher Konditor der zum Bootssachverständigen mutiert) Unterstützung anbieten. Natürlich lässt sich auch eine solche Yacht wieder vollständig sanieren. Auch ein 40-50 Jahre alter Daimler, mit 500- tausend km der weitgehend durchgerostet ist, lässt sich wieder sanieren, nur was die Kosten bei einer fachgerechten Sanierung betrifft, da bekommt einer dann locker 2-3 Neufahrzeuge. Wenn es sich also bei solchen Booten (wie bei den Autos) um besondere „Klassiker“ handelt, die der Nachwelt erhalten werden sollen mit entsprechenden Wert, dann macht es Sinn, nur in der Regel handelt es sich um Schrott, denn eine solche 15-16 m Yacht lässt sich nicht einfach preiswert verschrotten. Da ist es einfacher, sich einen zu suchen der meint er könnte das mit ein bisschen Farbe dann veredeln. Bei solchen Yachten haben die Motoren oft mehr als 5000 Betriebsstunden und müssen vollständig überholt werden. Da kann Einer mit Ein- und Ausbau, Sanierung, neues Kühlsystem usw. schnell mal 20-30 Mille und mehr anlegen. Was das Rigg betrifft, da sind ein paar Tausender eine Kleinigkeit. Für neue Segel bei der Bootsgröße, da bekommt einer dann runde Augen wenn´er dann z.B. ein Angebot für eine neue Genua bekommt. Was die Elektrik solche Boote betrifft, die muss in der Regel nach 40-50 Jahren vollständig erneuert werden und die 40-50 Jahre alte Elektronik wird sicherlich keiner mehr verwenden, auch wenn die noch ein wenig funktionieren sollte. Versucht doch nur einmal z.B. das Toplicht und die Beleuchtung bei einen 15-20 m langen Mast auszutauschen, da erlebt dann mancher ein Wunder, was solche einfache Sanierungen für einen Aufwand erfordern. Da nun mal solche Yachten auch im Innenraum sich in laufe der Jahre vergoldet haben, muss vollständig ausgebaint werden um den Korrosionsschutz zu erneuern. Bereits was das strahlen betrifft, - setzt voraus dass die Bleche noch keine Muldenkorrosion haben und nicht zum brechen neigen, da kann einer an die 20 Mille und mehr kalkulieren. Was die Beschichtungen für den Korrosionsschutz betrifft, die sind im Vergleich mehr als bescheiden und kosten im Vergleich zu den ges. Sanierungskosten max. 1,5 – 2,0%. Unsere Erfahrungen haben ergeben, dass in solche Boote locker an die 150-200 Mille investiert werden, dazu 2-3 Jahre Arbeit, ein paar tausend Arbeitsstunden, mit Dauerbaustelle. Wenn dann ein solches Boot verkauft wird, dann lassen sich nicht einmal die Hälfte der Sanierungskosten erzielen und die Arbeitsleistung ist natürlich umsonst, weil das nur ein „Vergnügen - Hobby“ war. Seit nicht so „blauäugig“, lasst Euch nicht von der Größe blenden, denn eine solche Kiste wiegt auch oft mehr als 20 000 kg, muss gekrant werden und die meisten Liegeplätze sind für eine solche Größe nicht ausgelegt oder kosten jedes Jahr ein kleines Vermögen. In der Adria bezahlt da einer nur für das kranen um den Bewuchsschutz zu erneuern und Lagerbock, meist mehr als 2000,-€, wobei das noch billig ist zum Vergleich was die Liegeplatzgebühren betrifft. Nur der Unterhalt, Wartung, von einen solchen Booten kostet im Monat meist mehr, als was ein normaler Angestellter im gehobenen Dienst monatlich verdient. Da wir offen über solche Baustellen reden, wird uns das meist verübelt obwohl wir daran wirklich nichts verdienen und nur Zeit investieren um manchen Käufer aufzuklären, was er sich da anschafft. Jedes Jahr verschwinden lt.Versicherungsberichte solche Yachten – weil einer solch ein Boot nicht mehr los wird. Besonders schlimm ist es., wenn bei solchen Booten die Bleche brechen wegen der Muldenkorrosion, denn ein beschallen wegen der Sicherheit ist ja nicht besonders preisgünstig. Zum Glück passiert das meist am Liegeplatz, wenn das Boot dann zu tauchen beginnt. Wir haben aber auch jedes Jahr was die Berichte von Versicherungen betrifft, wo der Skipper dann mit taucht und sich verabschiedet. Wie auch immer, wer also meint er möchte eine solche Yacht zu sanieren, den helfen wir natürlich dabei für einen Korrosionsschutz der wieder eine Standzeit von 15 Jahren hat, nur mit ein bisschen entrosten und ein wenig Farbe wird das nicht funktionieren.
    0 Antwort(en) | 248 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    16.05.2020, 10:11
    Im Wasser sind die Risse weniger sichtbar, ansonsten hat das keinen Einfluss auf den Bewuchschutz ist eine optische Sache. Das Antifouling so weit wie möglich verbrauchen, also ein paar Jahre bis es nicht mehr wirkt, dann sauber verschleifen und 1 x überstreichen. Hohe Schichtstärken beim Antifouling wenn wir lange Trockenzeiten haben vermeiden. Grüße Friedrich
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von GobbiFan
    15.05.2020, 21:40
    Die Frage ist: Liege ich richtig? --> im Wasser schließen sich die Risse und alles ist paletti. Das AF ist erst eine Saison alt, überstreichen daher nicht wirklich notwendig. Anmerkung: Die Risse im AF sind vielleicht 0,5mm breit, Nahaufnahmen
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    15.05.2020, 13:04
    Es wird nicht abblättern, daher so weit wie möglich verbrauchen. Wenn wieder gestrichen wird, dann lässt sich das leicht verschleifen und überstreichen. Gruß Friedrich
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von GobbiFan
    15.05.2020, 12:46
    GobbiFan hat 4 Bild(er) zum Album AF neu 2019 hinzugefügt.
  • Avatar von GobbiFan
    15.05.2020, 12:39
    GobbiFan hat das Album AF neu 2019 erstellt.
  • Avatar von GobbiFan
    15.05.2020, 12:36
    Hallo Friedrich, unser Boot ist nach der Einwinterung Ende Oktober heuer im Mai zu Wasser gelassen worden. Nachdem wir letztes Jahr das alte AF bis zum Gelcoat abgebeizt haben und Neuaufbau mit RELST Marine 470 1 K-PVC und RELEST Marine 522 AF gemacht haben. Was mir heuer aufgefallen ist das AF schrumpft tatsächlich einiges. Wir haben kleine Risse im AF entdeckt aber nachdem das 470 darunter scheinbar keine Risse hatte habe ich mir erstmal keine Sorgen gemacht und das Boot gewassert. Ich denke wenn das AF nass wird geht es wieder auf und die Risse schließen sich, fertig.
    10 Antwort(en) | 2451 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    09.05.2020, 16:35
    AF fast geschafft , buaaaah :cool: Heute den Motor demontiert, damit ich das neu lackierte Spiegelbrett wieder montieren konnte. Ging verhältnismäßig flott dahin. Die Motorschrauben neu eingedichtet, und den Motor an den Spiegel geschraubt. Hernach noch li/re am Schlauch das Gummipaint AF das 2te mal aufgetragen, und am frühen Nachmittag die BB-Seite mit dem AF gestrichen. Soweit bin ich - bis auf die Stellen wo der Rumpf an den Kanthölzer aufliegt - fertig. Ob ich das Spiegelbrett unten auch noch mit AF streiche, bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ein wenig von dem AF hätt ich ja noch..........
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    08.05.2020, 15:39
    So , die Hälfte ist geschafft:
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    07.05.2020, 19:26
    Danke Friedrich! Heute hab ich die BB Seite fertig gemacht. Morgen noch mal den Wasserpass. Auf der STB Seite habe ich heute den Wasserpass ein zweites mal gestrichen - sprich gewalzt. Heute aber mit der Mohairrolle. Das war mir weit sympatischer als mit diesen Fellrollen aus Kunstfaser. Morgen am Nachmittag werde ich dann die erste Seite mit AF rollen. Auch wieder mit der Mohair. Hoffe dass es nicht zu früh ist mit dem Überstreichen. Die Temperatur ist nachts nicht mehr all zu hoch. Aber ca. 28 STd. sind es auch seit dem Wasserpass rollen.
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    07.05.2020, 09:12
    Hallo Mathias, sieht sauber aus, ein Zwischenschliff ist nicht erforderlich. Grüße Friedrich
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    07.05.2020, 06:25
    So, die erste Seite ist grundiert: Muss ich nun einen Zwischenschliff machen für den 2ten Auftrag im Bereich des Wasserpasses ? lg Mathias
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    04.05.2020, 17:14
    ADMIN hat auf das Thema Gelshield ja oder nein im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Charles, wenn wir keine osmotische Schäden wie eine Blasenpest haben, dann muss auch nichts rapariert werden. Keiner repariert (nicht zu verwechseln mit Pflege) einen Motor, wenn kein Schaden eingetreten ist. Wir können auch osmotische Prozesse die z.B. eine Blasenpest verursachen im Grunde mit 1 oder 2 Lagen Epoxid nicht verhindern, da nun mal Epoxide feuchtedurchlässig sind. Wenn solche Schäden einfach abgedeckt werden, dann sind die nach wie vor vorhanden und werden unter einer EP-Schicht für einige Zeit versteckt und eine Delamminierung des ISO-Harz und der Glasfaser beschleuinigt. Oft schaden solche Sanierungsversuche mehr als diese nützen. Solche Boote werden oft weich, verlieren Ihre statische Festigkeit und sind dann z.B. für eine Adria mit entsprechenden Belastungen wegen der Sicherheit nicht mehr geeignet. Auch bei einen feuchten Laminat geht ein Boot noch lange nicht unter. Wie bereits beschrieben, es sollte immer der Einzelfall beurteilt werden, denn sehr oft schadet "viel" mehr als es nützt. Ich kenne die vielen Beiträge zahlreicher Foren z.B. Booteforum einer Münchner Werbeagentur, Yachtforum einer Werbezeitschrift in denen dann auch zahlreiche Verkäufer von SVB, Segelladen, Schwentner, zahlreiche Anstreicherfirmen die sich Werft nennen, Spenden leisten oder auch für Werbung in den Zeitschriften bezahlen, um Ihren Ihr bestes dann zu vermitteln. Wird da eine Frage nach "WARUM" bei einer Empfehlung gestellt, dann kommt sofort die Polemik, anstelle einer Antwort die eine Empfehlung begründet. Wenn also Fragen bestehen, dann muss ich mehr wissen und dazu noch ein paar Bilder um mehr dazu zu sagen. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 318 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    04.05.2020, 16:45
    Halo Charles, es ist natürlich grundsätzlich der Einztelfall zu beurteilen um die weitere Vorgensweise zu beurteilen. Ist der Gelcoat noch weitgehend i.O., wir haben keinen Dauerwasserlieger, das Boot kann auch über längere Zeit an Land entfeuchten, dann reicht meist ein Anstrich mit einen Vinyl-Primer. Ist der Gelcoat stark befallen einer Blasenpest wo die Skipper meinen dass das eine Osmose ist, dann macht es Sinn den Gelcoat weitgehend abzutragen und mit einen Epoxid das eine bessere Haftung hat als ein Polyester zu ersetzen. Die Auswahl welches Epoxid, wie z.B. ein Gelsgield 200 das mit Kalk, ein VCTar2 das mit Quarzsand, ein Multicoat das mit Aluminiumoxiden angereichert wurde, oder ein Reaktivharz das z.B. eine sehr hohe Schlagfestigkeit - Zähigkeit und Elastizität hat, oder in Einzelfällen ein 2 K.Teerepoxid bestimmt wieder der jeweilige Anwendungsfall. Es muss auch die Verhältnismäßigkeit bei einen Boot gesehen werden, denn ich muss z.B. auch das Alter, den Wert eines Bootes beurteilen, denn wenn z.B. eine Baltic- Nautic- Yacht nach 10 Jahren repariert werden soll, die immer noch im Millionen Bereich liegt, dann sind bei solchen Yachten 100% - auch mehrere tausend Euro angesagt und die Kosten nebensächlich. Habe ich eine 40 - 45 Jahre alte Neptun, Optima, Dehler usw. dann haben wir es mit einen Bootspreis zu tun wo die Ensorgungskosten weit größer sind als ein solches Boot mit Trailer und Außenborder, dann kann ich keinen Kunden z.B. Sanierungskosten von 1200,-€ je laufenden Bootsmeter, Kielsanierung, mehrmaliges Umsetzen usw. zzgl. Mehrwertsteuer vermitteln. Grüße Friedrich
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von Charles
    04.05.2020, 12:24
    Hallo Friedrich, ich habe vorhin einen Beitrag von dir zu Aufbau nach Osmosebehandlung gelesen. Kann das aber nicht mehr wieder finden. Also: Ich stelle mir gerade die Frage, ob Gelshield wirklich notwendig ist, wenn der Gelcoat des Unterwasserschiffs völlig intakt ist und wenn sich auch keine Blasenbildung gezeigt hat? Ich hab gerade das Unterwasserschiff vollständig von altem Antifouling befreit und stehe jetzt vor einem Unterwasserschiff mit intaktem Gelcoat. Frage also: Geldshield drauf oder nicht? Ich hab eine 45 Jahre alte Bianca. Grüße charles
    1 Antwort(en) | 318 mal aufgerufen
  • Avatar von Charles
    04.05.2020, 12:11
    Hallo Friedrich, wenn ich das lese, frage ich mich, ob es überhaupt Sinn macht ein Unterwasserschiff, von dem der alte Antifouling bis auf den Gelcoat entfernt wurde, mit Gelshield abzudecken. Ich lese aus deinem Beitrag hier, dass ein intakter Gelcoat völlig ausreicht. Ich habe eine Bianca. Und die Werft hatte damals ja sehr gut Polyester verarbeitet. Was meinst du? Grüße charles
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    03.05.2020, 12:21
    Hallo Herr Bliedstrupp, zur Frage, grundsätzlich nein. Das Protect 346 Multicoat ist eine 2 K. Beschichtung. Damit lassen sich 1 K. Beschichtungen wie Alcydbeschichtungen überschichten. Der Marine 470 Vinyö-Primer ist ein 1 K. Primer und damit werden z.B. 2 K. EP-Beschichtungen für den Unterwasserbereich versiegelt. Ich rate bei Stahl-Yachten immer zu telefonieren, da der Einzelfall beurteilt werden muss. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 335 mal aufgerufen
  • Avatar von Bliedstrupp
    03.05.2020, 08:14
    Hallo Herr Gutmann, zur Sanierung und Umstellung auf 2 Komp Zink / Eisenglimmer würde ich gerne schrittweise arbeiten. Gibt es einen Primer mit dem ich die 1 Komponentenschichten vor Auflösung schützen kann ?
    1 Antwort(en) | 335 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    29.04.2020, 17:48
    ADMIN hat auf das Thema Gelshield entfernen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Axel, das Gelshield ist eine mit Kalk pikmentiertes Epoxid und kann durch Abbeizen nicht entfernt werden. Es gibt Beizen die auch ein Epoxid anlösen würden, nur dabei würde der darunter liegende Gelcoat zerstört. Auch bei schleifen ist Vorsicht angesagt, denn ohne Beschädigung des Geloat ist auch ein abschleifen nicht möglich. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 327 mal aufgerufen
  • Avatar von Axel Fischer
    29.04.2020, 17:38
    Hallo, leider hat der Vorbesitzer meines Bootes das Antifouling und das darunter liegende Gelshield viel höher als den Wasserpass gestrichen. Dass man Antifouling abbeizen kann, weiß ich, wie sieht es mit dem Gelshield aus? Kann das Gelshield entfernt werden, ohne das Gelcoat anzugreifen? Das Boot wird jetzt als reines Trailerboot verwendet, Einsatz ist nur im Süßwasser. Viele Grüße Axel
    1 Antwort(en) | 327 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    28.04.2020, 16:53
    Hallo Mathias, Es ist nur darauf zu achten, dass der Vinyl Primer Marine 470 nicht mit EP überspachtelt wird. Die EP-Spachtel kann ohne Probleme mit dem Primer wieder überstrichen werden. Grüße Friedrich
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    28.04.2020, 14:27
    Servus Friedrich! Ware ist heute schon geliefert worden. Vielen Dank, top Service. Noch eine Frage: Ich habe ja ein paar Macken vom Trailern am Rumpf/Gecoat, die ich mit EP Spachtel ausbessern werden. Hernach mit dem Marine 470 Vinyl drüber. Sollte ich noch irgendwo kleine Fehler nach dem Streichen mit dem Marine 470 Vinyl sehen, kann ich da mit dem EP Spachtel noch mal nachspachteln ? Hab ich auf Marine 470 Vinyl einen guten Verbund wenn ich ohne anschleifen mit EP Spachtel drüber gehe ? LG Dank Mathias
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    27.04.2020, 11:38
    Hallo Christian, wo erforderlich mit einer 2 K. Epoxid-Feinspachtel spachteln und verschleifen. Da wir mit Stetecol arbeiten, ist ein nachschleifen mit 80er nicht erforderlich. Grüße Friedrich
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von wesselch
    27.04.2020, 11:35
    Eine, vielleicht, abschließende Frage, ne, es sind noch zwei: 1. Soll ich die vielen kleinen Nichtmehr-Blasen vor dem Stetecol spachtel um eine ebene Fläche zu bekommen oder lieber schleifen? 2. Das Gelcoat hab ich mit einer 24er Körnung runtergeholt. Nachschleifen mit 80er? Die Produktblätter werde ich mir umgehend herunterladen. Vielen Dank, christian
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    27.04.2020, 09:26
    Hallo Christian, am besten die Produktdaten aus dem Online-Shop ausdrucken, dann muss ich nicht so viel schreiben. Zu beachten ist, vor dem Stetecol mit 120 Körnung anschleifen, dann nochmals mit technisch reinen Aceton das Unterwasserschiff gründlich reinigen. Bei der Verwendung von Stetecol für den zweiten Anstrich die Überschichtungszeit beachten, denn dann ist ein Zwischenschliff nicht erforderlich. Alle Epoxide egal welcher Hersteller haben die Eigenschaft nachzuhärten und zu schrumpfen. Wird jetzt sofort der Marine 470 und das Antifouling aufgetragen, dann können Haarrisse im Antifouling entstehen. Es macht also Sinn, nach dem Stetecol-Anstrich 10-14 Tage zu warten bis die Spannungen die bei der chemischen Härtung entstehen sich abbauen. Dann die Oberfläche die sehr rauh ist nochmals mit 120 Körnung verschleifen, es muss aber nicht 100% glatt sein, Orangenhautoberfläche genügt da darauf dann der Primer 470 und das Antifouling gestrichen wird. Da das Antifouling selbstabschleifend ist, glättet sich die Oberfläche nach einiger Zeit von selbst. Die Ergiebigkeit und weitere Angaben sind in den Produktdatenblättern nachzulesen. Nach meinen Erfahrungen hat das Boot ca. 13-14 qm. Da reichen 2 Liter Marine 470 Farbe rotbraun, 2 Liter Marine 522 Ecoship Farbe schwarz bei einen Saisinwasserlieger, wenn Jahreswasserlieger und das Boot kommt alle 3 Jahre aus dem Wasser, 2 x 2 Liter Marine 522 Ecoship. Beim Stetecol müssten 2 x 2,4 Liter reichen. Wenn es geht, nicht zu dick rollen, denn hohe Schichtstärken sind nur ein Geschäft für den Verkäufer und schaden in der Regel mehr als dass solche nützen. Zur Sicherheit: Wir haben es mit Bisphenol-A-Epichlorhedrin im Stetecol und mit Trycreylpohosphat im Antifouling zu tun. Daher am besten Vinyl-Handschuhe tragen um Hautkontakt zu vermeiden. Atemschutz ist wenn im Freien gearbeitet wird nicht erforderlich. Immer eine Schutzbrille aufsetzen, eigene Erfahrung war sehr schmerzahft und verursachte 4 schlaflose Nächte. Grüße, Friedrich
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von wesselch
    27.04.2020, 08:44
    Moin Freidrich, erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Darstellung und die damit eingebrachte Zeit. Leider habe wir nicht nur 30-40 Blasen auf den ca. 16m² UW-Schiff, sondern eher 30-40 Blasen auf 100cm² :-( Darum wollten wir nicht jede Blase einzeln öffnen und dann verspachteln. Hinzu kommt die Anstreicherarbeiten aus unbekannter Vergangenheit. Aber das ist vielleicht auch der Grund, warum das Laminat scheinbar trocken ist, lt. Aussage der Werft. Das UW-Schiff wurde dabei angeschliffen, mit einer Schicht Polyester-Spachten geglättet und dann mit einem Primer hübsch gemacht, darauf noch AF. Wir hatten dann erst das AF runtergeschliffen, geprimert und dann unser AF aufgetragen. Ich hab da nochmal ein Foto herausgesucht: Ich werde den Rumpf also wie folgt beschichten: 2x Marine 340 Stetecol mit Rolle 1x Marine 470 Vinyl, rotbraun 2x Marine 522 Ecoship, schwarz Das Schiff liegt direkt im Strom der Elbe, ist also, bis auf zu den Zeiten des Stillwassers, immer in 'Bewegung'. Wie sieht der zeitliche Ablauf der Beschichtung aus? Muß das Stelecol vor dem zweiten Anstrich durchtrocknen oder folgt die zweite Beschichtung gleich hinterher? Das Vinyl wird sicherlich auf das getrocknete Harz gerollt. Und das AF? Auf den getrockneten Primer oder in noch den feuchten/klebrigen Primer? Also ein Tag für das Harz und ein weiterer Tag für Primer und AF. Und der Bedarf? Je nach Hersteller haben wir mal 13m² und mal 16-19m² UW-Schiff. Gibt es von Euch dazu Erfahrungen/Berechnungen? Du hast mit viel meiner Unsicherheit genommen, und wieder Spaß hineingebracht. Vielen Dank, christian
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    26.04.2020, 19:31
    Ware ist bestellt!
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    26.04.2020, 18:56
    Danke Friedrich!
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    26.04.2020, 18:54
    Wenn also geprimert wird, 2 Liter Marine 470 Vinyl Farbe rorbraun, 2 Liter Marine 522 Ecoship Faren schwarz, nur 1 x mit der Rolle, Wasserpass beim Antifouling 2 x und den rest auf den Gleitbereich. Grüße Friedrich
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    26.04.2020, 18:22
    Servus Friedrich! Danke, das ging ja ganz schnell mit der Antwort. Also, ich werde mir optisch alles schön machen, uns den Rumpf so wie anfangs von dir erwähnt sauber machen. Zur Berechnung, welche Mengen brauche ich bitte? Breite Rumpf inkl. Tiefgang 1,8m - Wasserlinie 5,6m (Maße vom alten AF Anstrich) . Das wären dann ca. 10,4m2. Dann könnte ich bestellen. Danke, LG Mathias
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    26.04.2020, 18:04
    Hallo Mathias, der Osmosewahn ist nur ein Geschäft mit der Angst und wird von Anstreicherfirmen und Verkäufern vermittelt. Diesen Heerscharen ist auch nicht vermittelbar, dass die Blasen oder Bläschen nun mal Blasen sind und keine Osmose. Es ist beim besten Willen nicht vermittelbar, dass es einen Unterschied gibt zwischen Ursache und Wirkung. Es ist auch nicht vermittelbar, kommt es zu osmotischen Diffusionsprozessen mit der Wirkung von Blasen, dass der Einzelfall beurteilt werden muss und es keine Standardlösung gibt. Dein Boot liegt 3-5 Wochen im Waser und hat ca. 11 Monate Zeit zu entfeuchten. Auch wenn der Gelcoat vollständig perforiert wäre, dann haben wir darunter immer noch eine Barriere und ein ISO-Laminat das eine hohe Feuchtedichte hat. Auch wenn da geschliffen wurde, können wir das bei dem Anwendungsfall vernachlässigen. Kommt es zu osmotischen Schäden, dann können wir die nicht verhindern, sondern nur im nachhinein reparieren. Lass Dich also da nicht verunsichern. Wäre das Boopt z.B. im Bodensee, Bereich Überlingen, tropische Wassertemperaturen als Jahreswasserlieger, dann würde ich den Sachverhalt natürlich anders beurteilen. Das einzige Problem ist im Grunde die Optik beim Unterwasserschiff. Natürlich könnten wir mit einen Marine 470 Vinyl abdecken und darüber 1 Lage Ecoship streichen und alle 5-8 Jahre mit Ecoship überstreichen. Wenn wir das Unterwasserschiff bis zum Gelcoat nicht sauber bekommen, dann ist das im Grunde die einfachste Lösung. Ansonsten sauber machen, die Macken mit einer EP-Spachtel ausbessern, mit einer schwarzen Alcydfarbe überpinseln (schaut halt nicht so schön aus), einfetten und die 4-5 Wochen Spass haben. Grüße Friedrich
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von Rotti100
    26.04.2020, 13:50
    Hallo Friedrich! Jetzt habe ich das Boot aus der Scheune geholt und nach hause zur Überarbeitung gebracht. An vielen Stellen ist das Gelcoat wesentlich mehr als oben in den Bildern angeschliffen. Das brachte mich zum Nachdenken, ob es nicht besser wäre (habe viel im Forum gelesen)vorher mit Stetecol ein oder zwei mal alles zu beschichten, und dann wie von dir beschrieben den Rest zu machen. Danke, lg Mathias
    19 Antwort(en) | 2567 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    25.04.2020, 17:45
    Hallo Christian, ich kann natürlich nicht ohne nähere Angaben und Bilder beurteilen, ob der Aufwand wirklich erforderlich war. Wegen 20-30-oder 40 Blasen ist wirklich kein Gelcoatersatz erforderlich. Normalerweise genügt es die Blasen zu öffnen,mit einen Dremel zu reinigen, EP-Feinspachtel, 1 x Primer, dann Antifouling. Wenn dann alle 3 Jahre ein paar Blasen dau kommen, dann lässt sich das einfach und schnell ausbessern. Wir haben es aufgegeben den Heerscharern an Verkäufern, Bootsbauern, Anstreicherfirmen zu vermitteln, dass solche Blasen keine Osmose sind, sondern Blasen oder eine Blasenpest. Der Unterschied zwischen Ursache und Wirking ist nicht vermittelbar. Normalerweise genügt einfaches Ausbessern - (Ausnahme das ges. Unterwasserschiff ist damit wie bei Pocken befallen) - so das die nächsten 10-15 Jahre kaum eine vollständige Sanierung erforderlich ist. Nur damit ist kein Geld zu verdienen, daher sehen wir das als ein lukratieves Geschäft mit der Angst. Der Aufbau einer GFK-Yacht ist ein wasserfestes ISO-Laminat, darauf ca. 0,6-0,8 mm ISO-Harz, dann ca. 0,6-0.8 mm Gelcoat. Daher lassen sich solche Blasen ohne großen Aufwand leicht ausbessern. Firmen wie Wrede kalkulieren für solche Sanierungen ca. 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. Mwst, dafür gibt es 7 Jahre Gewährleistung auf Nachbesserung, wobei Wrede in der Trockenkammer bei 60°C das Boot entfeuchtet und die EP-Beschichtungen nochmals ca. 24 Stunden tempert damit die EP-Beschichtungen spannungsfrei aushärten können. Die meisten Anstreicherfirmen die oft wenig mit einer Bootswerft gemeinsam haben, schleifen einfach darüber, streichen 3-4 Lagen Gelshield, Kosten bei der Bootsgröße 3-4000,-€, geben 3 Jahre Gewährleistung. Wenn also nicht das ges. Unterwasserschiff mit der Pest befallen ist, hätte einfaches Ausbessern und EP-Spachtel erheblich länger funktioniert. Wegen den Blasen verliert auch kein Boot seine statische Festigkeit. Schwerwiegende osmotische Schäden sind, wenn sich die Poxide mit der Feuchte verbindet, das ISO-Harz trennt sich vom Laminat, das Laminat beginnt zu quellen was am marmorierten Schleifbild meist zu erkennen ist, das Boot wird weich, der Kiel wird im Unterwasserschiff unter Last ein wenig eingedrückt. Grundsätzlich, haben wir es mit Blasen zu tun, dann haben wir es auch mit Feuchte zu tun. Wird jetzt ein Unterwasserschiff vollständig versiegelt, Feuchtedicht saniert, dann haben wir Drücke im Laminat bis zu 20 Bar und das Laminat trennt sich vom ISO-Harz, das Boot wird also weich. Viele gut gemeinte Ratschläge besonders aus den Foren schaden meist mehr als dass diese nützen. Jedes Epoxid das verwendet wird hat eine vorgegebene Feuchtedichte. In der Regel wird die max. Dichte bei ca. 0,125 mm erreicht und kann mit noch so viel zusätzlichen Anstrichen nicht erhöht werden. Auch das ist kaum vermittelbar, denn unsere Verkäufer sind der Meinung, viel hilft viel. Nicht ohne Grund ist der hochwertigste osmotische Schutz der Gelcoat nur 0,6-0.8 mm dick. Wenn also mehr besser wäre, dann würde jeder Hersteller einfach 2 Lagen zusätzlich in die Form spritzen, denn jeder Gelcoat der wieder verwechselt wird mit Topcoat ist besser als ein Epoxid. Hochwertiger Gelcoat besteht aus einen Vinyestherharz und Neophentylharzen. Da nun mal die oberste Schicht immer eine Deckbeschichtung ist, ist es also ein Topcoat. Was also in Deinen Fall am besten wäre, wird im Grunde bestimmt durch die Feuchtewerte im Laminat. Verwenden wir ein Gelshield, der ist mit Kalk angereichert, hat eine geringe Feuchtedichte, daher oft die unsinnigen Schichtstärken mit 5-6 Lagen. Verwenden wir ein Protect 346 Multicoat, das mit Aluminiumoxiden angereichert ist und daher eine erheblich höhere Feuchtedichte hat, da genügen 2-3 Lagen. Verwenden wir ein Reaktivharz das zum Beispiel bei feuchten Laminat besser geeignet ist, da genügen 1-2 Lagen, mehr ist nicht erforderlich. Besonders bei Booten die in die Jahre gekommen sind, werden Reaktivharze verwendet. Die sind zäher, schlagfester und reissen nicht so schnell, was oft erforderlich ist da Boote Ihre statische Festigkeit verlieren. Nachteil dieser Harze (Marine 340 Stetecol) ist, der Privatanwender hat nicht die Möglichkeit Airles zu spritzen. Wird mit der Rolle das Harz aufgetragen, dann bekommen wir eine Orangenhautoberfläche, was aber bei vielen zu vernachlässigen ist. Jedes EP kreidet, daher muss es mit einen Anstrich Marine 470 Vinyl Farbe rotbraun veriegelt werden, das zugleich der Haftgrund für ein mehrjähriges Antifouling Farbe schwarz ist. Bei Saisonwasserlieger 1 x dann mir Marine 522 Ecoship, reicht für mehr als 2 Jahre. Dauerwasserlieger in tropischen gewässern wie Mittelmeer oder Bodensee, 2 x das Antifouling. Reicht für 3-4 Jahre. Der Wasserpass auf ca. 10 cm Breite bekommt wegen der Reinigung einen zusätzlichen Anstrich. Grüße Friedrich
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von wesselch
    24.04.2020, 18:20
    Ein coronafreies Hallo, auch wir haben uns entschlossen, die Sanierung des UW-Schiffs anzugehen und die aktuellen Umstände geben uns jetzt auch die Zeit dazu. Im Frühjahr 2019 hatten wir bei den Saisonvorbereitungen unserer kleinen Segelyacht (LüA 7.95m , WL 6.6m, TG 1.4m) kleine runde Flecken gefunden. Die hab ich dann im Herbst mal etwas kräftiger angeschliffen und als Blasen unter dem original Gelcoat von 1975 identifiziert. Also haben wir eine Sanierung im Winter eingeplant. Die Blasen waren nicht feucht, aber unter dem Gelcoat zeigten sich ein paar lose Glasfaserfäden. Also Rotex raus und los. Zuerst haben wir den kompletten Rumpf bis in den Wasserpaß hinein abgeschliffen. Nun soll der Wiederaufbau beginnen, aber ich lese von so viele unterschiedliche Herangehensweisen. Das hat mich jetzt doch ein stückweit verunsichert. Die einen Schreiben 5-6 Schichten mit Füller und Naß-in-naß; hier lese ich von ReinEpoxy und nur 2-3 Schichten, dann Multicoat und dann Vinyl (lese ich auch bei Beiträgen zur Berufsschifffahrt). Und zum Schluß dann AF in 2,5 Lagen. Der Gelcoat ist runter, daran läßt sich nix ändern. Das GFK scheint trocken, nach Aussage der Werft. Wir bekommen auch demnächst einen Platz in der Halle für zwei/drei Wochen, dort sollte es dann auch warm genug sein. Wir möchten gerne wieder ein AF in dunkelblau haben. Was kannst Du uns empfehlen? Gruß von der Elbe, christian
    15 Antwort(en) | 2977 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    16.04.2020, 10:33
    ADMIN hat auf das Thema Älteres Boot ohne AF im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Thorsten, wir hatten noch bis vor Corona die Filtermasken P1 und P2 zu den Standardkosten um die 65 Cent das Stück angeboten. Da wir an die 2000 Stück hatten, wurden die sehr schnell beschlagnahmt und es wird noch einige Monate dauern bis die erhältlich sind. Bei den Schleifarbeiten sollte einer mindesten eine P1 oder P2 verwenden oder nass schleifen. Körnung 120, es reicht nach den schleifen abzustauben. Vorsicht mit dem Taupunkt, wir haben in den Nachtstunden starke Abkühlungen und in den Vormittagstunden eine sehr schnelle Erwärmung der Umgebungstemperatur. Wenn also die Objekttemperatur durch das Abkühlen in den Nachtstunden niedriger ist als die Umgebungstemperatur in den Vormittagsstunden, dann nimmt jedes Antifouling das microporös ist, die Kondensfeuchte auf und es streicht einer ein nasses Unterwasserschiff, was unweigerlich zur Blasenbildung oder Abplatzungen führt. Ich rate daher noch etwas zu warten dass der Temperaturunterschied nicht mehr so hoch ist und erst am Nachmittag wenn sich Obekt und Luftemperatur angeglichen haben zu streichen. Grüße Friedrich
    32 Antwort(en) | 27197 mal aufgerufen
  • Avatar von specky
    16.04.2020, 10:02
    specky hat auf das Thema Älteres Boot ohne AF im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friederich, vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe nun neues AF Ecoship und die nötigen Hilfsmittel von euch bekommen und würde jetzt anfangen. Beim sauber schleifen - was für einen Atemschutz kannst Du empfehlen? ( habe leider in eurem Shop nichts dazu gefunden ) Nach dem sauber schleifen - reicht für das entstauben das UWS mit Wasser abzuwaschen? Vielen Dank im Voraus Grüße aus dem Norden Thorsten
    32 Antwort(en) | 27197 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    09.04.2020, 09:31
    Hallo Herman, ein Gewaltakt der normalerweise vermeidbar wäre. Auf dem Bild 1 so wie ich das sehe, haben wir rechts die Dichtmasse in der Fuge und links wurde diese Fuge gespachtelt. Wenn also die Dichtmasse i.O. ist, sich nicht löst, dann sollte die so erhalten werden. Die Spachtelung links auf dem Bild kann beseitigt werden. Haben wir beschädigte Bereiche bei der Dichtmasse, dann mit dem Pantera nachbessern, wobei wir bei Nachbesserungen bei Dichtungen immer Haftungsprobleme zu befürchten haben. Manche Dichtmassen lassen sich mit dem Aceton anlösen und glätten, werden dabei ein wenig klebrig auf der Oberfläche, lassen sich auch mit einer Stahlwolle glätten. Die Spachtelung sollten wir nicht mehr erneuern. Der Grund ist, besonders bei Booten die in die Jahre kommen, haben wir eine geringe Pendelbewegung am Kiel. Um das zu beheben fehlt die Verhältnismässigkeit. Uns würden die Spachtelungen dann abplatzen, oder es bilden sich Risse in denen das Wasser eindringen kann. Wir werden wahrscheinlich wenn wir beschichten immer Risse am Übergang Kiel Unterwasserschiff bekommen, aber das ist normal, wichtig ist dass die Dichtmasse i.O. ist. Am überwasserbereich und Kiel sehe ich noch Reste von 1 K. Beschichtungen, darauf haftet uns kein Epoxid das wir bei diesem Boot brauchen. Diese Reste müssen beseitigt werden. Das wäre mit einer Beize oder mit Aceton und grober Stahlwolle möglich. Die Galeerenarbeit lässt sich daher noch steigern. Ich denke, das sollte auch gemacht werden, denn inzwischen wurde viel an Arbeit investiert und alles was versäumt wird, lässt sich im nachhinein nicht mehr beheben. Wird mit Beize gearbeitet z.B. TOP 155, dann muss danach neutralisiert werden da die Beizen basisch sind. Das erfolgt mit Säure, z.B. Zitronensäure, Net-trol von Owatrol - teuer mehr Werbung als Wirkung, oder auch Oxalsäure die sehr preiswert ist. Vorsicht wegen Hautverätzungen, Nitrilhandschuhe Schutzbrille anziehen. Danach wird mit Wasser gründlich gereinigt. Den weiteren Aufbau machen wir nicht mit Protect 346. sondern mit einen Reinepoxidharz siehe http://wp1079960.server-he.de/BASF/P_340.pdf Das Harz ist zäher, schlagfester und es genügen 2 Anstriche. Nachteil bei diesen Harz ist, da wir nicht Airles-Spritzen, die Orangenhaut-Oberfläche die mit der Fellrolle entsteht. Die Beschichtung lassen wir an die 14 Tage härten, damit wir keine weitere Schrumpfung bekommen. Dann wird noch mals mit den Exenterschleifer 120 Körnung ein wenig geglättet, darauf erfolgt dann der Marine 470 und das Antifouling. Wir müssen uns aber auch ehrlich machen, damit haben wir das max. was für einen Privatanwender möglich ist gemacht. Es ist und bleibt ein Boot das in die Jahre gekommen ist und keiner weiß was in 3-4 Jahren ist. Aber auch da können wir dann immer noch mit Vinyl nachbessern, so dass das Boot noch einige Jahre seinen Zweck erfüllt. Z.B. die Firma Wrede Hamburg die strahlt das Unterwasserschiff ab, dann 36 Stunden trocknen bei 60°C, Spachtelung, EP, Primer Antifouling und kalkuliert um die 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. Mwst.19%. Wer also diese Arbeiten weitgehend selbst macht, der weiß auch warum und dass eine Sanierung wie oft für 2-3 Mille angeboten wird, kaum möglich ist. Alles klar, das wird, Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    09.04.2020, 06:06
    Hallo Friedrich, nachdem ich beruflich ein wenig eingespannter gewesen war, geht es jetzt am Schiff weiter. Ich habe den Bereich ober- und unterhalb der Kielfuge versucht, so weit wie möglich frei zu legen. Aber oben haften die alten Farbschichten wie nichts gutes am GFK und unten tut sich die Tercoo-Scheibe schwer mit den dicken Lagen Versiegelungsmasse. (Aber Aufgeben gilt nicht.) So schaut es nun aus. Ein Großteil der Kielnaht sieht noch einwandfrei aus. Hier würde ich gerne nichts machen (müssen). Ich bin richtig gespannt auf Deine Anmerkungen. Und ich hätte auf den Rat meines Professoren hören sollen: "Intelligenter arbeiten - nicht härter." (Ist ja wirklich eine ziemliche Galeerenarbeit.) Viele Grüße Herman
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    07.04.2020, 17:05
    ADMIN hat auf das Thema Hallo liebe Mitglieder im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Nemo. 14 m Stahl, das bedeutet Arbeit. Wir haben bereits mehrmals komplette Sanierungen von Stahlyachten 15 - 50 m begleitet und da ist es mit ein bisschen Farbe nicht getan. Da ist es nicht einfach mit grundieren getan, denn bei Stahl haben wir es mit einen System für den Korrosionsschutz zu tun, der von der Grundierung - Schuppenpanzerbeschichtung - Multicoat - Vonyl zum Antifouling aufeinander abgestimmt wird. Bei einen solchen Boot brauchen wir eine Standzeit von 15-20 Jahren und da solllten die Vorgaben sehr genau befolgt werden, sonst wird das eine Dauerbaustelle. Ich muss also zuerst einmal mehr wissen, wie z.B. Alter, wurde beschallt, wurde gestrahlt oder mit einer Perago vorbehandelt, welche Grundierung wurde da für den Erst-Korrosionsschutz aufgetragen. Beim Korrosionsschutz ist auch der Innenraum entsprechend mit einzubeziehen. Auch Bilder, Detailbilder sind wichtig um die weitere Vorgehensweise zu bestimmen. Soll nur das Unterwasserschiff bearbeitet werden, dann müssen wir am Wasserpass anstückeln. Ich muss wissen mit was wurde der Überwasserbereich gestrichen, wird das nicht richtig gemacht dann korrodieren die Bleche rund um das Boot. Wie gesagt, je mehr ich weiß um so mehr kann ich dann die Sache beurteilen. Für eine solche Sanierung bedarf es auch zahlreicher Telefongespräche. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 634 mal aufgerufen
  • Avatar von Daechte_Nemo
    07.04.2020, 15:28
    Ich wende mich mit einer Bitte in der Hoffnung an euch das ihr mir vielleicht weiter helfen könnt.Ich habe mir meinen Kindheitstraum erfüllt und mir ein Segelboot gekauft (14m Stahl) . Meine Frage an euch lautet: Sie ist vor 9 Monaten geschliffen und grundiert und steht seit dem auf Stelzen. Kann ich da noch mit Antifouling drüber gehen oder sollte ich neu grundieren? Sry vileicht ist die Frage etwas doof aber ich bin komplett neu auf dem Gebiet und hab keine Ahnung
    1 Antwort(en) | 634 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    06.04.2020, 09:06
    Hallo, die Türkisfarbe auf dem Bild 1 ist ein Gelsgield 200. Es sieht so aus, dass darunter ein VCTar2 noch grundiert wurde. Das lässt vermuten, dass bereits vor dem Anstrich mit dem Gekshield osmotische Schäden (eine Blasenpest) aufgetreten ist, die dann mit dem Gelshield 200 und VC-Offshore abgedeckt wurden. Das Schleifbild lässt erkennen, dass die kleinen Erhebungen der Blasen zuerst abgetragen werden, was dann das Muster ergibt. Es ist auch zu erkennen auf dem Bild, dass sich das Muster auch am Gelcoat abzeichnet, somit kann ausgeschlossen werden dass sich die Blasenpest zwischen Gelcoat un VCTar2 oder dem Gelshild befindet. Die Häuffigkeit der Blasenanzeichen lässt vermuten, dass wir es mit einen Großflächigen osmotischen Schaden zwischen Gelcoat und der Barriere zu tun haben. Um den Zustand genauer noch zu beurteilen, müsste eine Feuchtemessung durchgeführt werden. Wenn so ein Blasenausschnitt stark vergrößert wird, dann ist am Blasenrand meist ein winzig kleiner Haarriss 1-2 zehntel mm mit leichter Braunverfärbung zu sehen. Auch das Baujahr, die Auslastung in welchen Gewässern mit der Feuchtemessung würde eine genauere Beurteiliung ermöglich. Sollte die Vermutung zutreffen wie auf dem Bild 1, dann würde eine vollständige Sanierung z.B. bei der Firma Wrede mit sandstrahlen, trocknen und neuen Beschichtungsaufbau je laufenden Bootsmeter um die 1200,-€. zzgl. mehrmaliges umsetzen und noch die Mwst. kosten. Wie gesagt, genaueres wissen wir erst, wenn ein Feuchte-Messprotokol vorliegt. Kleiner Hinweis, solche Boote in der Preisklasse, besonders wenn die bereits älter sind, sollte einer sehr genau ansehen, denn den größten Werteverlusst haben wir bei osmotischen Schäden am Unterwasserschiff. Unter http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?1793-GEBRAUCHTBOOTEKAUF-TIPP-S kann einer Tips beim Gebrauchtbootekauf nachlesen. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 479 mal aufgerufen
  • Avatar von Nino16
    05.04.2020, 18:38
    Hallo, ich bin neu hier. Ich habe schon sehr viel in verschiedenen Foren gelesen und viele unterschiedliche Meinungen gehört was mich unsicher macht. Ich habe ein Boot im Mai 2019 gekauft und will nun ein neues Antifouling aufbringen für die kommende Saison. Der Bootsverkäufer teilte mir mit das er VC Offshore drauf hat was er jährlich neu raufgemalert hat OHNE abschleifen und das genüge. Zu einer Osmoseschicht darunter konnte er nichts genau sagen. Er meinte es ist viel Geldschneiderei damit. Was also nun am besten machen? Das Boot ist 10,3m lang und hat einen Mercruiser 7,4l Motor mit 380Ps. Hoffe man kann das auf den Bildern gut erkennen. Habe die eine Stelle mal angeschliffen. Freue mich auf eure Hilfe Vielen Dank
    1 Antwort(en) | 479 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    29.03.2020, 11:53
    ADMIN hat auf das Thema Weißes Antifouling erneuern im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Dirk, noch sind wir erreichbar, wobei wir auf Grund der Terminierungen bis Mitte April Engpässe bei verschiedenen Produkten erwarten. Inzwischen kommt es beim Vinylprimer Farbe schwarz bereits zu Engpässen. Sollte es einen von uns erwischen, dann muss ich den Laden für 4-6 Wochen dicht machen. Wenn um den 20.04. die Sperren aufgehoben werden sollen, dann kommen die Österreicher, Schweizer, Slowenen, Kroaten, die Ihre Boote in Kroatien und Griechenland streichen möchten. Wir sind vorbereitet, aber es wird zu Lieferverzögerungen kommen. Erschwert wird das noch, dass dann ab Ende April die Saison für Reaparaturen beginnt und wir es da mit vielen Sonderabfüllungen bei den Stahl-Aluminiumyachten zu tun haben. Ich kann nur jeden raten, rechtzeitig zu terminieren, so dass wir die Lieferungen bereits 2-3 Wochen vorher vorbereiten können und dann zum Wunschtermin versenden. Grüße Friedrich
    8 Antwort(en) | 4191 mal aufgerufen
  • Avatar von Miss-Sophy
    29.03.2020, 11:06
    So, nach nur einem Anstrich ist das Antifouling wie angekündigt nach zwei Jahren verbraucht. Hat aber wunderbar gehalten und funktioniert. Hoffe ihr seid nächste Woche für Bestellungen erreichbar. Gruß Dirk
    8 Antwort(en) | 4191 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    24.03.2020, 08:32
    Hallo Herman, was das schnelle rosten auf der Oberfläche betrifft, nach dem Einsatz der Tercoo-Scheibe ist kein Problem, denn das ist Flugrost. Da genügt vor dem beschichten einfaches abwischen mit Aceton oder Trychloräthylen. Ich isch würde gerne den Kiel kritischen Bereich als ganzes auf einen Bild sehen, damit ich mir das besser vorstellen kann. Wenn ich mir das Bild 2 ansehe, da wurden zahlreiche Ausbesserungen durchgeführt. Es ist auch ein Problem wenn wir es mit beschädigten Dichtmaterial zu tun haben, denn das lässt sich nicht reparieren da wir keine Haftung bekommen. Das muss dann vollständig erneuert werden. Wie auch immer, Unterwasserschiff ist kein Problem, vom Kiel würde ich gerne mehr sehen. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    24.03.2020, 07:04
    Hallo Friedrich, das Dichtmaterial zwischen Rumpf und Kiel ist original von der Herstellerwerft. Es haftet noch gut, ist elastisch. Das gleiche Material ist bei einem Rumpfdurchbruch für den Loggeber als Dichtmasse genutzt worden. Auch dort war das Material nach 30 Jahren noch elastisch und hat gut gehalten. Beiim Ausbau des Durchbruchs habe ich die Fläche zwischen Außenhaut und dem Kopf des Durchbruchs mit einem Cuttermesser gelöst. Danach war nur noch Dichtungsmaterial zwischen GFK im Lochrand und dem Hals des Durchbruchs vorhanden und trotzdem musste ich mehr als 80 kg Druck ausüben, bis der Durchbruch langsam nach außen nachgab. (ich hab mich schlicht auf den Durchbruch gestellt und ein wenig geschaukelt.) Das hat Eindruck bei mir hinterlassen. Ich werde mal die Feuchtewerte im Kielbereich und anderen Stellen des Rumpfes messen. Wenn die Außentemperaturen wieder höher gehen, so dass man auch streichen kann, geht es mit der Tercoo-Scheibe an den Kiel ran. Nach dem Saubermachen möchte ich so schnell wie möglich den Kiel streichen, weil es sehr schnell das Rosten anfängt. An einer Probestelle zum Ausprobieren der Tercoo-Scheibe kann ich das gut beobachten. LG Herman
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von egli03
    24.03.2020, 06:58
    egli03 hat auf das Thema Stahl-Yacht neu beschichten im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Moin Friedrich, Ich bedanke mich erst mal für deine Schnelle Antworten, die sind schon sehr Hilfreich für die Vorplanungen!!! Ich denke auch das ein Telefonat zu dem weiteren Verlauf, eine gute Lösung ist. Gruß Marc
    2 Antwort(en) | 868 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    23.03.2020, 11:52
    ADMIN hat auf das Thema Stahl-Yacht neu beschichten im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Ich habe zuerst einmal die Fragen in der Anfrage beantwortet. Alles weitere dann am Telefon. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 868 mal aufgerufen
  • Avatar von egli03
    23.03.2020, 11:08
    Hallo, Mein Name ist Marc und ich habe einige Fragen zu Beschichtung des Unterwasser Schiffs einer Stahlyacht! Wir haben uns eine Stahlyacht von 1977 gekauft sie ist aus der Müllerwerft Hameln. Die Maße sind: Länge 15m Breite 4,20m Tiefgang 1,2m Der Aufbau des Schiffes ist: 1. Rumpf: ca. 6mm Stahl 2. Das Deck ist aus Holz 3. Der Steuerstand ist aus Holz, Mahagoni 4. Das Dach vom Steuerstand aus Alu Leider kann noch keine Bilder mit Senden da das Boot noch im Wasser ist und zum 4 April erst gehoben werden kann. Da ich an der Wasserlinie schon stellenweise Rost entdecken kann wollen wir den Unterwasser Teil von Grund auf neu Beschichten Ich habe schon viel im Forum gelesen doch habe ich immer noch Fragen! In einem Bericht habe ich eine gute Beschreibung gefunden, meine Frage ist kommt das auch für mein Schiff in Frage vom Aufbau der Beschichtung? Zukünftiges Fahrgebiet Ost und Nordsee Ich möchte da es mir zur Verfügung steht das Schiff im Unterwasser Bereich Wasserstrahlen, hier ist das Beispiel von Punkt 1-5 1- Relest®Protect 377 EP-Primer ZM / WG Zink 1 Lage / 2 Komp. 1 x mit der Fellrolle 2- Relest®Protect 325 EP Tiecoat EG (Eisenglimmer) 1 Lage / 2 Komp. 1 x mit der Fellrolle 3- Relest®Protect 346/347 EP MC (Multicoat) 2-3 Lagen / 2 Komp. 2-3 x mit der Fellrolle 4- Relest®Marine 470 PVC-Vinyl 1 Lage / 1 Komp. 1 x mit der Fellrolle 5- Relest®Marine 522 ECOSHIP oder bei Yachten im Bereich größer 25 Knoten bis zu 75 Knoten Marine 522 Fastline 2 Lagen / 2 Komp. Das Fastline das für die Bundemarine verwendet wurde wird nicht mehr hergestellt, da das Marine 522 Ecoship modifiziert wurde.1 x , Wasserpass 2 x mit der Fellrolle bei Saisonwasserlieger, Dauerwasserlieger 2 x , Wasserpass 3 x mit der Fellrolle 1. Wenn diese Beschichtung auch für mich in Frage kommt, wieviel Anstriche pro Beschichtung von 1 bis Punkt 5 wäre das Optimum in meinen Fall. 2. ist diese Reihenfolge auch so für mich die Korrekte vorgehensweiße. Optimal, der beschichtungsaufbau ist Industriestandard 3. Welche gesamt Menge pro Arbeitsgang sollte ich Kaufen. Das Boot hat an die 60 m², die Ergeibigkeit ist im Onlineshop Produktdaten (ausdrucken ) dann zu sehen. Da bei der Bootsgröße der bedarf nich 100% genau bestimmt werden kann, nehmen wir nicht angebrockene Gebinde zurück, daher ein wenig Verpackung aufheben. Bei dem Oberwasserteil ist es geplant die Oberfläche anzuschleifen und neu zu Rollen, welche Vorgehensweise würden sie mir in dem Fall Vorschlagen? Wir müssen am Wasserpass anstückeln, da muss ich wissen wie wurde der Überwasserbereich beschichtet. Wir arbeiten immer von Oben nach Unten, Wie das genau zu machen ist, besprechen wir am besten am Telefon, 0841-98164735 Mit freundlichen Gruß Marc
    2 Antwort(en) | 868 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    23.03.2020, 10:54
    Hallo Hermann so lange wir Reste von 1 K. Beschichtungen haben wie auf dem Foto, bleibt uns nur die Möglichkeit mit Marine470 Vinyl zu versiegeln. Am Kiel entferne alles was weiches Fugenmaterial ist. Der Kiel wurde so wie das aussieht in dem Bereich laminiert. Das einfachste wäre, sanstrahlen, dann könnten mit einer EP-Spachtel die Schäden ausgebessert werden. Wir haben aber auch darunter eine Korrosion, so dass Spachtelungen oder auch Beschichtungen nicht lang halten würden. Wie auf dem Bild 2 zu sehen ist, da gibt es inzwischen zahlreiche Sanierungsversuche am Kiel die nicht funktioniert haben. Im Grund bleibt nur die Möglichkeit, alles runter was lose ist, Kielfuge frei legen und dann sehen wir erst wie wir da weiter machen können. Auf dem Bild 2 sind auch Risse zu erkennen, so dass der Kiel bereits zum pendeln neigt. Das dürfte auch der Grund sein, dass der Übergansbereich vom Unterwasserschiff zum Kiel mit einer elastischen Dichtmasse versehen wurde. Besonders wenn solche Boote in die Jahre kommen, dann wird der Bereich auf Grund der ständigen Feuchte im Kielbereich und der Bilge weich, da sich das Poxid auflöst und das Laminat sich dann vom ISO-Harz trennt. Grundsätzlich darf das Unterwasserschiff wenn das Boot auf dem Kiel gestellt wird nicht nachgeben und muss min. das dreifache Eigengewicht ohne erkennbare Verformung aushalten. Mache mal in den Bereich alles sauber, Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    22.03.2020, 17:14
    Hallo Friedrich, hier kommen die Laminatstellen, nachdem ich alle Farbe vom Rumpf gekratzt habe. Auf dem Photo siehst Du eine Stelle, wo früher bis auf das Laminat durchgeschliffen wurde. Die Stelle ist vorne am Bug. Mein Vorgehen wäre jetzt: - entfetten mit Aceton - Kanten und Laminat mit 120 Körnung anschleifen - mit 2K-Epoxyspachtel füllen - nachschleifen - mit Venylprimer streichen - Antifouling streichen Wie bekomme ich die ursprüngliche Rumpfform am besten wiederhergestellt? An anderen Stellen am Unterwasserschiff wurde das Gelcoat angeschliffen. (Der Daumen auf dem Bild soll eine Größenorientierung geben) Mein Vorgehen wäre: - säubern und entfetten mit Aceton - mit Venylprimer drüber gehen - Antifouling streichen Oder muss ich dort mehr Aufwand betreiben? Danke fürs Feedback. LG Herman
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    22.03.2020, 17:09
    Hallo Friedrich, hier kommen Informationen zu meiner Kielfuge. Der Kiel ist von den AF-Schichten befreit, aber noch nicht blank. Das kommt, wenn die Temperaturen höher sind und ich den 1K-CR-Primer aufbringen kann. Die nachfolgende Stelle ist für mich ziemlich delikat, da gleich mehrere Aspekte aufeinander treffen: Zum einen rostet es an dieser Stelle. So wie ich es sehe, aber noch nicht in der Fuge, sondern „nur“ auf der Fläche des Kiels. Zum anderen stimmen die Abmessungen Rumpfplatte – Kielanschluss wohl nicht ganz: Der Rumpf ist ein klein weniger breiter als der nachfolgende Kiel. Deshalb hat die Werft die Dichtungsmasse mehrfach aufgetragen, bis es einen glatten Übergang gab. Die Dichtungsmasse in der Kielfuge erscheint mir in Ordnung. Bis auf diese eine Stelle, wo ich gepropelt habe, würde ich diese nicht anfassen, sondern drin lassen. Eine Verhärtung des Materials kann ich nicht erkennen. Sollte ich den Übergang wieder mit der Dichtungsmasse (Pantera 3000 angedacht) ausfüllen? Eine Kante an dieser Stelle ist m.E.n. strömungstechnisch irrelevant, sieht glatt halt nur schöner aus. Wo ich auch auf Verständnisschwierigkeiten stoße ist der Umstand, dass der gesamte Kiel eine Lage des Dichtungsmittel der Kielfuge aufweist. Die Naht geht übergangslos in eine Beschichtung über. Bis auf zwei Stellen ist dieser Übergang intakt. Hier eine nicht-intakte. Warum mag die Erstellerwerft das gemacht haben? Wie gestalte ich den Übergang, wenn ich den unteren Kielbereich blank kratze mit der Terco-Scheibe? Danke für Dein Feedback. LG Herman
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    20.03.2020, 14:20
    Hallo Lukas, was das Schleifen betrifft, ja und nein, ist aber inzwischen passiert. Wenn wir den Gelcoat geschwächt haben, oder auch teilweise durchgeschliffen haben, dan muss alles runter was eine 1 K. Beschichtung ist, bis auf dem Gelcoat, was ohne weitere Beschädigung des Gelcoat nicht möglich ist. Es dürfen keine Reste von Antifoulings oder Grundierungen mehr auf dem Unterwasserschiff sein. In diesen Fall würden wir dann mit 2 Anstrichen Reinepoxid den Gelcoat wieder verstärken und das Laminat versiegeln. Wenn der Gelcoat nicht beschädigt ist, dann können wir mit dem Marine 470 Vinyl versiegeln und darauf dan ein SPC-Antifouling LF das eine Vinylträgerkomponente hat streichen. Kleine beschädigungen, Lunker usw. werden mit einer EP-Feinspachtel ausgebessert. Bereite alles in Ruhe vor, dann mache nochmals Fotos auch von Bereichen wo Du unsicher bist, dann können wir die weitere Vorgehensweise bestimmen. Ansonsten kein Problem, wir kiegen das hin und was dann in 3 - 4 jahren ist, das wissen wir noch nicht. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 908 mal aufgerufen
  • Avatar von lukas.ms
    20.03.2020, 14:02
    Ich habe mich heute morgen nochmal durch das Forum gewühlt und verstanden, dass ich mit dem Schleifen wohl zu voreilig war. Ist es denn möglich jetzt einfach Primer zu streichen? Falls ja hört sich der Marine 470 gut an, würdest du den empfehlen? Welches Holland-Antifouling kann ich denn darauf streichen? Macht es Sinn, wieder ein selbstpolierendes zu nehmen? Vielen Dank schon jetzt für jede Hilfe! Lukas
    2 Antwort(en) | 908 mal aufgerufen
  • Avatar von lukas.ms
    19.03.2020, 17:22
    Hallo Friedrich, hallo liebes Forum, ich habe im letzten Jahr eine schnittige Polyester-Kieljolle vom Typ Centaur (6,20 m lang) in den Niederlanden erstanden, mein erstes Boot. Im Herbst kam es aus dem Wasser und wurde gekärchert, jetzt steht es auf dem Vorplatz des Segelclubs und kommt (wenn Corona so will) im April ins Wasser. Der Verkäufer meinte, das AF müsste erst wieder in zwei Jahren gestrichen werden. Nachdem das Boot getrocknet war, sah es so aus: Man kann deutlich einige Abplatzungen sehen. Der Vorbesitzer hatte immer Hempel Mille Plus gestrichen und empfahl mit, einfach überzustreichen. Obwohl ich ein schlechtes Bauchgefühl hatte, strich ich dann am letzten Wochenende - naiv wie ich war - erst Hempel Underwater Primer, um dann später mit Mille NCT AF zu überstreichen. Es kam wie es kommen musste: Vorne am Bug hielt der Primer, weiter hinten, u.a. am Kiel, kam es zu Abplatzungen. Bild vom Bug: Bild vom Kiel: Ich habe daraufhin beschlossen, dass alte Antifouling ganz abzuziehen und neu zu streichen. Vor zwei Jahren habe ich mal einem Kumpel geholfen und dachte "das kriege ich schon hin". Doch jetzt sitze ich in der Klemme. Ich habe begonnen, den Rumpf mittschiffs so weit es geht mit einem Schaber abzuziehen und dann beizuschleifen (150er Körnung). Es sieht jetzt so aus: Die Schichten sind rot, blau, grau und dann ein sehr knalliges gelb, fast orange, davon aber nur kleine Sprenkler. Ich denke das ist das Gelcoat, oder könnte das etwa schon das Polyester sein? Ich habe das Gefühl, dass die Schichten sehr unterschiedlich dick sind. Habe den Eindruck, recht gleichmäßig geschliffen zu haben, die Oberfläche fühlt sich glatt an. Sorgen bereitet mir der Übergang von Rumpf zu Kiel, der so aussieht: Hier scheint Rost durchzukommen, sicher bin ich mir aber nicht. Am Ruder habe ich glaube ich zu viel weggenommen, das Weiße scheint schon das Polyester zu sein: Da ich wenig Erfahrung habe, bin ich wirklich auf Deine / Eure Hilfe angewiesen. Ich möchte nicht, dass mein Schiff ein finanzielles und zeitliches Grab wird, da auch über Wasser noch einiges zu tun ist. Meine Überlegung war daher: 1. Rumpf und Kiel zuende abschaben / beischleifen, ohne zu tief zu kommen und dann mit 1-K-Primer grundieren und AF streichen. Geht das (noch) oder bin ich schon zu weit runter? 2. Ruder mit 2-K-Primer grundieren und AF streichen, da ich schon auf dem Polyester bin. 3. Evtl den Bug, der noch ok ist, nochmal mit einer Schicht grundieren und dann AF streichen. Mir kommt es nicht auf das perfekte Ergebnis an. Das Boot soll noch 4-5 Jahre fahren, es muss also nicht ewig halten. Ich möchte wie gesagt die Kosten und die Zeit im Rahmen halten, auch mein handwerkliches Geschick hält sich in Grenzen (wie bestimmt anhand der Bilder zu erkennen ist). Kann ich so vorgehen? Welche Produkte würdet Ihr empfehlen? Welche Körnung brauche ich beim Schleifen? Vielen Dank schon jetzt für Deine / Eure Hilfe! Lukas
    2 Antwort(en) | 908 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    19.03.2020, 11:07
    Wen die Produkte fest sind, so dass die beim kranen oder slippen nicht mehr beschädigt werden, dann kann das Boot ins Wasser. Wenn der Zeitpunkt nicht passt, dann funktioniert das auch in 3 Wochen oder in einen halben Jahr. Es dunktioniert sogar, da wir oft am Kran an den Stellen der Lagerbockstützen nachbeschichten müssen, dass der Primer nach 10 Minuten handtrocken ist, das Antifouling ist auch je nach Temperatur auch nach 10 Minuten handtrocken. Kommt das Boot dann ins Wasser, härtet die Beschichtung im Wasser , ist aber für einige Tage mechanisch z.B. für Fender, Grundberührung nicht belastbar. Also keine Sorge
    1 Antwort(en) | 670 mal aufgerufen
  • Avatar von Lumela1
    19.03.2020, 09:50
    Hallo Friedrich, Ich habe kürzlich die beiden Produkte Relest Sealer bzw. Ecoship 522 gekauft! Laut Produktdatenblatt vom Sealer kann ich das nach Boot nach Aufbringung der Produkte erst nach 7 Tagen ins Wasser lassen! Habe ich das schon richtig verstanden oder wie verhält sich das Ganze in der Praxis?? Für eine kurze Aufklärung wäre ich dankbar🙏🙏🙏 Lg Lumela1
    1 Antwort(en) | 670 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    17.03.2020, 11:26
    Hallo Bootsfreunde, ein Unternehmen wirbt zur Zeit verstärkt mit einen Silikon-Bewuchsschutz. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, das es in wärmeren Gewässern wie Bodensee, oder Adria bei pflanzlichen oder tierischen Bewuchs nicht lange funktioniert. Da diese Beschichtung verhältnismäßig weich ist, wird die bei der Beseitigung des Bewuchses mit abetragen. Weitere Schwierigkeiten mit der Haftung haben sich ergeben, wenn der Anstrich erneuert werden muss. Sollte dann mal ein Produktwechsel erforderlich sein weil es den Anforderungen nicht genügt, dann müssen die Beschichtungen vollständig beseitigt werden da darauf kein anderer Anstrich haftet. Da können dann sehr schnell Kosten entstehen, in der Größe von 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. 19% Mwst. Auch ein Gebrauchtbooteverkauf kann dadurch beeinträchtigt werden, da kein Skipper der diese Silikonbeschichtungen kennt ein solches Boot kaufen würde. Wenn der Anwendungsfall passt, dann spricht nichts dagegen, nur ob es für den jeweiligen Anwendungsfall geeignet ist, kann Euch keiner sagen, denn was die Werbung verspricht funktioniert noch lange nicht. Die Werbeabteilung und die dazu gehörigen Verkäufer sind alles andere als Spezialisten in Sache Bewuchsschutz. Wer sich noch erinnert gab es für einige Zeit die Haifischhaut die als "geheim" von der Werbung eingestuft wurde. Es war nichts anderes als eine Silikonbeschichtung mit einer vorgegeben Shurhärte, in das ein wenig Granulat gemischt wurde und das nannte sich dann Haifischhaut. Es funktionieren auch solche Beschichtungen nicht auf dem Antrieb, wir haben selbst solche 2 Komp. Silikon-Beschichtungen mit untershiedlicher Shurhärte getestet. Auch das sehr teuere Popspeed eines US-Unternehmen pro Schraube um die 3-400,-€ ist im Grunde nur eine Arbeitsbeschaffung, mit Ausnahme die Schraube wird nicht bewegt. Auch die Rückmeldungen von Blauwasserseglern die in der Regel segeln und nicht "motoren" haben bestätigt, dass das Preis-Leistungsverhältnis in keinen Verhältis steht. Jedes einfache Winschenfett oder zähes Heisslagerfett erfüllt den gleichen Zweck und kann sogar im Wasser aufgetragen werden. Ansonsten prüft den Anwendungsfall, was beim Nachbarn funktioniert, funktioniert bei einem selbst noch lange nicht. Was die Skipper- Empfehlungen betrifft, da würde sich selten einer eingestehen, dass er nichts versteht und dass sein Bewuchsschutz nichts taugt. Im Grunde ist das wie mit der Kupfer-Epoxidfarbe wie zum Beispiel Coppershield, Coppercoat gibt da noch an die 15 identische Produkte mit einen angeblichen Bewuchsschutz mit mehr als 10 Jahren. Die Berufsschifffahrt würde schlange stehen und sofort einen solchen Bewuchsschutz verwenden, alleine schon als Kostengründen da sich diese Produkte im Vergleich zu SPC-Antifoulings zu sehr - sehr geringen Kosten herstellen lassen. Glaubt nicht alles was euch da ein angeblicher Bootsbaumeister einer Hotline, der einen Karteikasten bedient erzählt. Grundsätzlich werden nun mal bei Industrie-Produkten andere Anforderungen gestellt, da würde auch kein Ing. in einer Werf, z.B. die Gorch Fock oder einen 300 m langen Containerfrachter mit Silikon zu beschichten. Auch unsere Bundesmarine mit allen Schiffen verwendet nur ein SPC-Antifouling und da müssen 2 Anstriche für ca. 3 Jahre aus Kostengründen reichen. In diesen Fall nicht ohne Grund, ist nun mal das Unternehmen BASF weltweit führend. Auch bei bekannten Produkten wo z.B. HEMPEL auf dem Gebinde steht, ist noch lange nicht HEMPEL enthalten. Zahlreiche solcher Produkte auch von International werden von der Voss hergestellt. Im Grunde sind wir von der Logistik inzwischen alle über AkzoNobel vernetzt, um so schwieriger wird es für den Anwender, ein kompatiebles System z.B. beim Korrosionsschutz zusammen zu stellen. Z.B. die Zinkstaubbeschichtungen die bessere Eigenschaften haben als verzinken, damit werden auch lle 30-40 Jahre die Hochspannungsmasten gestrichen, kommen aus Schweden, der dazu gehörige Härter kommt aus Portugal. Hochwertige PU-Acryllacke z.B. für die Windkraftanlagen die einen Wasertropfeneinschlag mit bis zu 1000 km/h aushalten müssen kommen aus Spanien, der Hersteller ist EU-weit zu 90% BASF und die Logistik ist dann AkzoNobel in Holland. Da werben zahlreiche Produkthersteller mit der Berufsschifffahrt obwohl diese Produkte nicht annähernd die Anforderungen erfüllen und von der Berufsschifffahrt auch nicht verwendet werden. Natürlich werden in besonderen Fällen, meist beim Militär-Marine Silikonbeschichtungen verwendet. Nur die haben einen anderen Verwendugszweck, z.B. bei den U-Booten, die dann alle 2 Jahre mit erheblichen Aufwand erneuert werden müssen. Was die Werbung betrifft, da kommt keiner auf die Idee beim rasieren mit einer Gillette Mach III, dass er sich mit dreifacher Schallgeschwindigkeit rasiert.A2
    0 Antwort(en) | 1084 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    17.03.2020, 08:40
    Bei einen 9 m Boot ist der Bedarf 3 x die 18 cm Rolle zzgl. 1 x Bügelhalter 8 mm und eine 10-ner Packung 10 cm Rollen 1 x Bügelhalter 6 mm. Bei der 18 cm Rolle ist eine Reserve. Ansonsten werden bei einen Boot immer Rollen, Aceton oder auch Pinsel benötigt. Das Streichen erfolgt immer aus einer Farbmischwanne, nicht aus der Dose streichen, denn dei Dosenränder und der Dosenboden lassen sich nie richtig aufrühren. Die 3/4 und 2 Liter Dosen lassen sich mit dem kleinen Rührstab und der Bohrmaschine aufrühren. Gründliches Aufrühren über mehrere Minuten denn im Antifouling z.B. haben wir auf 2 Liter Volumen 2,6 kg Biozide und Schwermetalle, das lässt sich ohne Rührstab nicht aufrühren. Wir haben zahlreiche Fell-Rollen ausprobiert und da haben die Nylon-Fellrollen am längsten gehalten. Je nach Temperatur werden die nach 20-30 Minuten schwammig und lösen sich auf. Daher Ersatzrollen, zügig arbeiten, Besenstiel als Verlängerung für die Fellrollen verwenden, denn dann kann beidhändig gearbeitet werden, geht dann schneller. Lösungsmittel-Feste Rollen sind sehr teuer und lösen sich auch nach einiger Zeit auf und werden genauso entsorgt da sich eine Reinigung nicht rentiert und kaum möglich ist. Wegen der Sicherheit: Schutzhandschuhe, Schutzbrille verwenden denn wir haben es mit Bioziden und auch Toxiden zu tun. Auch die Schutzanzüge machen Sinn, da sich Farbspritzer auf der Kleidung nicht mehr beseitigen lassen. Klebt mal was auf den Händen, dann lässt sich das nicht einfach abwaschen, da funktioniert die Handwaschpaste, besser als Aceton zur Reinigung. Bei den Schleifarbeiten ist Vorsicht geboten, Staubtuch verwenden da im Augenblick keine Schutzmasken mehr geliefert werden können. Unnsere Schutzmasken wurden wegen dem Corana alle eingezogen. Bei den Schleifarbeiten haben wir es immer mit Bisphenol-A und Epichlorhedrin oft auch mit Benzo(a)piren in alten Farbschichten zu tun das im Grunde bei weitem gefährlicher ist als Asbest. Da dabei Nanos frei gesetzt werden, können die über die Lunge auch nicht mehr ausgeschieden werden. Wenn möglich, sollte immer nass geschliffen werden. Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    17.03.2020, 07:27
    Hallo Friedrich! Wo ich gerade im Shop bestellen wollte: Welche Rollen soll ich für welche Farbe nutzen? http://www.antifouling-shop.com/images/smilies/A1.gif - CR251 Primer: - Marine 470 Primer: - Marine 522 Antifouling: Danke für die Beratung. Gruß Herman
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    17.03.2020, 07:03
    Hallo Friedrich, danke für die prompte Antwort auf meine Anfrage. Einige Erläuterungen, damit das Gesamtbild vollständiger wird. Das (ehemals) genutze PTFE-Antiouling war Hempel Cruise Glide und war direkt auf das vorherige Hempel Hartantifouling aufgetragen worden. Der Primer, der jetzt noch nach dem Abziehen der Farbe zu erkennen ist, ist m.E.n. von der Hersteller-Werft aufgetragen worden. Was die Schweden damals genutzt haben, entzieht sich meiner Kenntnis (die Werft Dixie Båtar gibt es nicht mehr, der Vorbesitzer ist verstorben.) Muss dieser alte Primer wirklich angeschliffen werden? Wenn ja, mit welcher Körnung? Das Anschleifen mit 120 - 160 Körnung Reicht ein Schliff mit der Hand oder besser mit Exenterschleifer? Wenn der Gelcoat nicht zu sehr beschädigt wird Exenterschleifer, meist wird mit der hand wie am Wasserpass nachgearbeitet. Ich bin ein wenig zurückhaltend, weil ich Deine Hinweise auf „Gelcoat anschleifen = böse“ im Hinterkopf habe. (oder besser formuliert: nur wenn ich Epoxy auf den Gelcoat aufbringen will, dann sollte der Gelcoat angeschliffen werden.) Wir haben bei dem Boot einen Saisonwasserlieger der in den Wintermonaten entfeuchten kann, das Boot ist auch bereits in die Jahre gekommen so dass es auch Feuchte aufgenommen hat. Durch das Abkratzen bin ich derzeit so nah dran an dem Rumpf, da habe ich keine Stelle gesehen, wo ich befürchte, dass das Gelcoat schwach ist und durch eine Epoxyschicht verstärkt werden muss (die wenigen Durchschleifstellen mal ausgenommen.) In so fern würde ich Deinem Vorschlag folgen, gleich den Venyl-Primer als erste neue Schicht aufzubringen. Zum Kiel: Da ich annehme, dass ich einige Flächen spachteln werden muss, eine Frage zur vorgesehenen Reihenfolge: 1. blank machen 2. Staub entfernen und reinigen 3. CR-251 Primer 4. spachteln 5. Venyl-Primer 6. Antifouling - Richtig so? - An irgendeiner Stelle noch einmal schleifen? - Ich hatte angedacht, den Kiel noch mal mit Protect 346 eine Epoxy-Schutzschicht zu gönnen. Macht das Sinn? (wo doch der Kiel von innen anfängt zu rosten?) Zu dem Aspekt Kielfuge liefere ich etwas später noch mal Photos nach. Am bestenFotos wenn die Vorarbeiten abgeschlossen wurden, auch vom Gelcoat wo der beschädigt wurde. Mit Gruß aus Kiel Henning
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    16.03.2020, 09:27
    Hallo Herman, wir haben das Problem, dass wir nicht alle Reste von 1 K. Beschichtungen beseitigen können. Somit ist ein Gelcoatersatz mit z.B. Protect 346 nicht möglich. Was bleibt ist der Marine 470 Vinyl-Primer der eine hohe Feuchtedichte hat, aber nicht die mechanische Festigkeit eines Epoxid. Wichtig, den Marine 470 2-3 Tage trocknen lassen, Taupunkt beachten. Antifouling Marine 522 Ecoship verwenden, 6 Liter passen, Wasserpass ein zusätzlicher Anstrich, Rest aufheben für Nachbesserungen. Beim Kiel haben wir im Grunde das Gleiche Problem. Auch da bleiben immer Reste der alten Beschichtung zurück. Der von Dir beschriebene Beschichtungsaufbau wäre optimal, nur da bekommen wir Haftungsprobleme wenn der Kiel nicht sandgestrahlt wird. Daher nach der Voprbereitung mit dem Marine 251 CR-Primer rollen, 1 mal dünn mit Marine 470 Vinyl überschichten dann das Antifouling. Da die Kiele von innen heraus korrodieren wegen der Verunreinigungen im Guss mit Phosphor und Schwefel, ist im Grunde eine Korrosion nicht zu verhindern. Der Marine 251 CR ist mit Zinkoxid pikmentiert für den Korrosionsschutz und wird für einige Zeit funktionieren. Eigene Erfahrung Bavaria 30 Adria. Alle 2-3 Jahre bricht die Korrosion an einzelnen Stellen durch die Beschichtung. Die Bereiche werden dann mit einer Flex, groben Putzscheibe sauber genmacht, mit dem CR 251 ausgebessert und dann direkt wenn der CR handtrocken ist mit dem Antifouling überschichtet. Das geht einfach und schnell und funktioniert dann wieder 2-3 Jahre. An den Bereichen wo das Laminat zu sehen ist, müssen mit einer Stahlwolle und Aceton alle Farbreste beseitigt werden um mit einer Feinspachtel die Stellen mit 0,5-1 mm abzudecken. Zu den Fragen: Bedarf, 0,75 Liter CR-251 Primer Farbe schwarz, 4 Liter Marine 470 Farbe rotbraun, 6 Liter Marine 522 Ecoship Farbe schwarz, 1 x 2 K. EP-Feinspachtel Farbe grau, 2 Liter technisches Aceton. Ich nehme an, da ein PTFE-Antifouling gestrichen wurde, müsste der Primer von International VCTar2 sein, der ist bei VC-Antifoulings zwingende erforderlich. Sauber anschleifen, der Marine 470 haftet darauf. Den Kleber zwischen Kiel und Unterwasserschiff kann ch auf dem Bild nicht erkennen. Wenn er fest ist und nicht mit Nässe unterwandert wurde, sollten wir den nicht entfernen. Normalerweise werden die Kiele geklebt und die Klebeverbindung wird mit den Stehbolzen vorgespannt. Wenn wir da keine Schäden haben nichts machen, ansonsten Foto schicken. Es könnte auch sein, dass der Bereich vom Hersteller mit einer Kautschukmasse zusätzlich abgedeckt wurde. Wie gesagt, da muss ich mehr sehen. Wenn wir es mit Abplatzungen zu tun haben, dann muss alles runter da eine nachträgliche Verfestigung nicht möglich ist. Ein Probeauftrag mit dem Primer und Antifouling ist nicht erforderlich. Beim Klebe-Band nimm ein Gewebeband kein Kreppband. Wenn also Primer und Antifouling weitgehend hart ist, dann lässt sich das leichter abziehen ohne das Reste vom Klebeband erhalten bleiben. Wobei auch ein Kreppband geht, denn die Reste die sich dann nicht beseitigen lassen werden dann im Wasser nach einiger zeit aufgeweicht und abgewaschen. Die Staubbesitigung ist kein Poble, das geht auch mit dem Handbesen. Das Aceton hat die Eigenschaft nicht nur zu entfetten, somndern durch seine Vedunstung noch zu entfeuchten was die Haftung erheblich verbessert. Wichtig ist, den Taupunkt einzuhalten, denn der ist immer die Ursache wenn wir Abplatzungen oder eine Blasenbildung bekommen. Besonders im Frühjahr macht es Sinn, erst am Nachmittag zu streichen, wenn sich die Objekttemperatur und die Umgebungstemperatur angeglichen haben. Kühlt das Boot in den Nachtstunden stark ab und wir streichen in den Vormittagsstunden wenn sich die Luft erwärmt hat, dann streichen wir ein nasses Boot, daher Vorsicht. Ansonsten passt alles, Grüße Friedrich
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    15.03.2020, 22:18
    Past so, wichtig ist die Oxalsäure gründlich abwaschen. Wenn möglich dann vor dem beschichten nochmals eine gründliche Reinigung mit technischen Aceton. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 661 mal aufgerufen
  • Avatar von Herman
    15.03.2020, 20:48
    Hallo Friedrich, es steht der Neuaufbau des Unterwasserschiffes meines Bootes an. Es sind zu viele Schichten div. Farbe drauf, so dass es an einigen Stellen zu Abplatzungen kommt – und in den letzten Jahren ist ein Teflon-Antifouling gestrichen worden (auf dem ja keine andere Farbe hält). Auch der Kiel zeigt diverse Roststellen, so dass der auch mit dran ist. Das Schiff ist eine Segelyacht Baujahr 1985 mit einer Länge von 9,50 m, Breite 3,10 und einem Tiefgang von 1,80 m, Länge in der Wasserlinie beträgt 8 m. Es hat seinen Liegeplatz an der Kieler Förde und die Touren gehen in die Westliche Ostsee und Dänische Südsee. Im Winter steht das Boot an Land. Mein Boot ist einer Comfortina 32 sehr ähnlich. Die Entfernung der alten Farbschichten auf dem Rumpf erfolgt aus logistischen Gründen (leider) mechanisch. Die alten Antifoulingschichten lassen sich gut abkratzen, die Schichten danach sind härter und halten überwiegend gut. Bei der letzten Schicht vor dem Gelcoat höre ich mit dem Abkratzen auf, weil ich dann auch die ersten Zehntel des Gelcoats mit ab müssten (und das Gelcoat möchte ich so wenig wie nötig beschädigen.) (Bild Abplatzungen) (Bild Farbschichten) (Bild der fast nackten Lady) An einigen Stellen wurde bei früheren Schleifarbeiten bis aufs Gelcoad runter geschliffen (mit Schleifspuren im Gelcoat), an exponierten Stellen am Bug ist sogar das Laminat zu sehen. Ich möchte den Neuaufbau gerne mit Relest-Produkten vornehmen. Es sind aber noch ein paar Fragen offen, bevor ich mit dem Bestellen und dann dem Aufbringen anfangen kann (und schon mal Danke für die Beantwortung.) Für die Berechung der benötigten Mengen an Farben bin ich von folgenden Annahmen ausgegangen: - Kielfläche: 6 m² (über Zeichnung ermittelt) - Rumpffläche: (nach Formel für Kurzkieler) – Kielfläche = ((3,10m + 1,80m) x 8m x 0.5) – 6 m² = 20m² - 6m² = 14 m² Die folgenden Arbeitsschritte am Rumpf sind von mir angedacht: - Ausbessern der Gelcoat-Schäden - Aufrauhen mit Stahlwolle - Reinigen mit Aceton - Marine 470 als Feuchtigkeitsschutz und Haftvermittler zwischen Gelcoat und AF: 14m² / 6m²/l = 2,4 l - 2 x Marine 522 als Antifouling: 14m² / 3,5m²/l = 4,0 l Am Kiel will ich die folgenden Arbeiten durchführen: - Entfernen des Antifouling mit Kratzer (damit kein PTFE-Antifouling mehr da ist) - alle anderen Farbschichten bis auf das blanke Metall runterholen mit Tercoo-Scheibe - 2 x Zinga als Korrosionsschutz - 2 x RELEST® Protect 346 2K-EP-Multicoat 6m² / 2,9m²/l = 2 l - 1 x Marine 470 als Haftvermittler 6m² / 6m²/l = 1 l - 2 x Marine 522 als Antifouling: 6m² / 3,5m²/l = 1,7 l Gesamtmengen: - Protect 346 2K-EP-Multicoat: 2,0 l, ==> Bestellmenge: 2,5 l - Marine 470: 2,4 + 1,0 = 3,4 l, ==> Bestellmenge: 4 l - Marine 522: 4,0 + 1,7 = 5,7 l, ==> Bestellmenge: 6 l Mein Ziel ist, dass ich dann für die nächste 3 Jahre Ruhe habe und ggf. nur noch Kleinigkeiten ausbessern muss. Folgende Fragen habe ich noch: - Stimmen meine Mengenermittlungen? - Wie bessere ich die Gelcoatschäden aus, wo das Laminat zu sehen ist? - Kann ich Marine 470 Venylprimer auf den Vorgängerprimer auftragen? - An welchen Stellen sind noch Schleifarbeiten notwendig? - Von der Herstellerwerft ist der Kleber zwischen Rumpf und Kiel nicht nur in der Fuge, sondern noch ca. 5 cm nach unten auf den Kiel aufgebracht worden. Hast Du eine Erklärung warum - Wie kann man feststellen, wie gut eine alte Farbschicht noch hält = als Grundlage für eine neue Beschichtung taugt? - Macht es Sinn, an einer kleinen Stelle einen Probeauftrag zu machen. - Kreppband als Abgrenzung zum Wasserpass: Einmal anbringen und dann alle Schichten streichen – oder für jede Schicht neu anbringen? - Kann man für die Staubbeseitigung auch Brennspiritus statt Aceton nutzen? Nochmals Danke für dieses Forum, Deine Art der Darstellung und die Beantwortung meiner Fragen. LG Herman
    12 Antwort(en) | 1862 mal aufgerufen
  • Avatar von sebastian343
    15.03.2020, 19:25
    Hallo, ich habe eine ETAP von 2000 erworben, wo der Voreigner das Unterwasserschiff ziemlich gequält hat. Es sind teilweise bis zu 6 Shichten drauf, die abplatzen, insbesondere am Wasserpass. Die Ziehklinge und grobes Schleifpapier haben auch ihr Unheil angerichtet, wie ich nach dem abbeizen feststellen musste. Fahrtrevier ist Ostsee und das Boot kommt jährlich an Land. Gerne würde ich das UW wie folgt aufbauen (nachdem es jetzt noch ein paar Wochen trocknen kann) - reinigen mit Wasser, Oxalsäure und am Ende Aceton - 2 Schichten EP Relest 346 (habe noch 20kg) - 1x Relest Vinyl Sealer - 1x Relest AF Eco 522 Spricht etwas dagegen? Vielen Dank im Vorraus.
    1 Antwort(en) | 661 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    13.03.2020, 09:23
    ADMIN hat auf das Thema Älteres Boot ohne AF im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Thorsten, sauber schleifen bedeutet, das die Rissübergänge geglättet werden, so dass wenn überstrichen wird, die Risse nicht mehr zu sehen sind. Ich habe mich nochmals informiert wegen der Ursache. Die Antwort von BASF ist, es werden wegen den gesetzlichen Bestimmunge bei Aceton immer mehr Tensidreiniger verwendet, die dann solche Aplikationen verursachen. Solche Reiniger sind basisch wie eine Lauge und müssten normalerweise mit Säure neutralisiert werden. Da das keiner macht und nur mit Wasser abgewaschen wird, kommt es zu solchen Reaktionen. Zahlreiche kleine Werften verhindern solche Rissbildungen, dass Sie 5-6 Lagen Gelshield auftragen, so dass nach einigen Jahren auch der darunter liegende Gelcoat zu reissen beginnt. Grüße Friedrich
    32 Antwort(en) | 27197 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    13.03.2020, 09:12
    Hallo Michael, es gibt in zahlreichen Ländern Auflagen was die Verarbeitung von Antifouling betrifft. Es kann also einer Probleme bekommen, wenn einer in einer Marina streicht weil es Verbote gibt. Meines Wissen gibt es kein einziges Land, wo der grenzüberschreitende Verkehr geregelt ist. Z.B. Holland, Schweiz usw., Verbot aller Kupferantifoulings, es darf also keiner in Holland ein solches Antifouling streichen. Wir haben aber viele Kunden die wir beliefern, die streichen dann z.B. in der BRD. In Australien sind mir keine Einschränkungen bekannt, was aber die Galapagos betrifft, weiß ich nicht. Auch in Schweden in den Fischzuchtbereichen sind solche Antifoulings verboten, aber auch da gilt die Grenzüberschreitung. Es ist uns auch nicht bekannt, dass eine Behörde Antifouling abkratzt und in einen toxilogischen Labor untersuchen lässt. Andere Überprüfungen über was einer gestrichen hat, gibt es nicht. In den Foren geistern zahlreiche Berichte über z.B. einen Wischertest im Bodensee. Auch das sind Erfindungen einzelner die sich in solchen Foren profilieren. Meines wissen gibt es auch die Möglickeit in Trinidat ein wirkungsvolleres Antifouling zu besorgen. Da sind manche Taxifahrer beim Grenzübertritt und Einfuhr nach Trinidat für einige Dollar sehr heilfreich. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 783 mal aufgerufen
  • Avatar von specky
    12.03.2020, 21:48
    specky hat auf das Thema Älteres Boot ohne AF im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, vielen Dank für Deine Antwort. Das Boot wurde mit: Primer ( Grundierung ) - RELEST® - 470 MARINE -SEALER - (Farbe grau) und Antifouling - RELEST® MARINE AF - FASTLINE VON 20 - > 55 KNOTEN (Farbe schwarz ) bearbeitet. Vermutlich hat sich die ausführende Fa. sich nicht an die schriftlichen Anweisungen gehalten, welche ich aus dem Shop mitgegeben hatte. Sag mir bitte noch - was heißt sauber verschleifen? Vielen Dank im Voraus Gruß Thorsten
    32 Antwort(en) | 27197 mal aufgerufen
  • Avatar von Limelight
    12.03.2020, 21:31
    Hallo, gibt es Erfahrung mit dem Antifouling "Jotun Paint AF Seaforce". Kann ich in Panama bekommen. Ist das Zugelassen für Galapagos und Australien? Besten Dank für die Antworten
    1 Antwort(en) | 783 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    12.03.2020, 16:21
    Die Ergiebigkeit vom Antifouling ist ca. 7 m²/ltr. Wichtig ist dass nach dem aufrühren mit dem rührstab umgetopft wird, nicht aus der Dose streichen da immer Anteile am Dosenboden oder Dosenrand nicht aufgerührt werden können. Daher die 7 m² und nicht 8,3 m² wie im Datenblatt. Ich vermute das Boot ist ein Langkieler, damit wäre die brechnung (2 + 0,75) x 9 x 0,75) = ca. 18 m². Das wären dann wegen den Gebindegrößen 2 x 2 ltr. Marine 470 Farbe rotbraun und 2 x 2 ltr. Marine 522 Ecoship Farbe schwarz. Was übrig bleibt geht nicht kaputt, Gebinde frostfrei lagern und wird dann für Nachbesserungen oder für den nächsten Anstrich verwendet. Wenn das Schiffsbodenöl fest ist dann lässt sich das wieder mit Schiffsbodenöl überstreichen. Da habe ich aber mit den Gebindegrößen ein Problem. Da nicht viel gebraucht wird, lässt sich das auch mit dem Owatrol-Öl auch wenn es teuer ist einstreichen. Grüße Friedrich
    5 Antwort(en) | 1137 mal aufgerufen
  • Avatar von Andreas71
    12.03.2020, 15:15
    Ok Danke...dann werde ich so vorgehen. Die Bilge wurde vom Vorbesitzer grob entrostet und sehr dick mit Schiffsbodenöl (ist glaube ich ein farbloser Alcydharzlack ) gestrichen. Nun nur noch die Frage wieviel ich vom 470 Vinyl und vom 522 Ecoship brauche das Boot ist 9m lang, an der breitesten Stelle an der Wasserline 2m breit und hat 75 cm Tiefgang Schöne Grüße Andreas
    5 Antwort(en) | 1137 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    12.03.2020, 09:17
    Hallo Andreas, ich muss mir eingestehen, dass ich mir wegen der TE-Beschichtung nicht 100% sicher bin über die weitere Vorgehensweise. Eine zusätzliche Grundierung mit dem 251 wäre meiner Meinung nur erforderlich, wenn wir Roststellen haben die durch den TE durchbrechen und dann geflickt werden. Ich habe auch Bedenken auf TE wegen der Haftung, da TE-Beschichtungen sehr stark zum ausblühen neigen. Da wir am jetzigen Beschichtungsaufbau nichts ändern können, es gibt auch nichts nachzubessern, rate ich nur 1 x den Marine 470 Vinyl zu rollen. Der Grund ist, Vinyl haftet auf TE. Mit Vinyl mussten auch in den 90-zigern alle TE und die alten Tributylzinnoxid-Beschichtungen aus Gründen des Umweltschutzes überschichtet werden. Das Marine 470 Vinyl ist ein PVC - ist Polyvinylchlorid, hat eine hohe Feuchtedichte und ist mit Aluminiumoxid (zusätzlicher Korrosionsschutz) pigmentiert. Darauf dann das Marine 522 Ecoship, in dem unter anderem auch hohe Anteile Zinkoxide vorhanden sind. Da die Beschichtung und das Antifouling nicht die hohe mechanische Festigkeit haben wie ein Epoxid, sollten die Beschichtung dann 14 Tage aushärten können, bevor gekarant wird um die nicht zu beschädigen. Wenn das Boot im Herbst mal aus dem Wasser kommt, dann vorsicht mit Kärchern, denn damit beschädigen wir auch die Flexshield-Beschichtung. Auch wenn es mühseliger ist, nur mit den Wasserschlauch, grobe Stahlwolle und wo mal was hängen bleibt eine Spachtel für die Reinigung zu verwenden. Wie es mach Jahren aussieht wissen wir nicht, aber wir haben dann die Möglichkeit mit den CR- oder Vinylprimer nachzubessern um weitere Jahre zu gewinnen. Für die Bilge die meist schlecht zugänglich ist, muss ich wissen was da gestrichen wurde. Haben wir auch da TE-Reste aus der Vergangenheit, dann lässt sich das mit Protect 346 Multicoat überschichten. Diese Beschichtung ist 2 Komp., kann aber 1 Komp. Alcyde überschichten und wird unter anderem auch für die Balastwassertanks der Schifffahrt verwendet. Übrigens, das Abklopfen erfolgt nicht mit einen Gummihammer, sondern mit einen kleinen Metallhammer zur Klangprobe. Mit guten Gehör lässt sich erkennen, ob wir es mit einer durchgehenden Muldenkorrosion zu tun haben. Grüße Friedrich
    5 Antwort(en) | 1137 mal aufgerufen
  • Avatar von Andreas71
    11.03.2020, 20:26
    Hallo Friedrich, danke für die schnelle Antwort. Da hab ich wohl außerordentliches Glück mit dem Boot. Ich hatte den kompletten Unterwasserbereich nach dem entrosten gründlichst mit einem schweren Gummihammer abgeklopft um eventuelle brüchige Stellen ausfindig zu machen es war aber alles in Ordnung. Von innen wurde das Boot schon vom Vorbesitzer saniert außer ein paar Stellen in der Bilge ist es dort in einwandfreiem Zustand. Wenn ich deine Hinweise richtig interpretiert habe wäre es also sinnvoll wenn ich auf das epoxi 1x 251 primer dann 1x 470 vinyl und abschließenden 1-2x 522 ecoship streiche? Schöne Grüße Andreas
    5 Antwort(en) | 1137 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    11.03.2020, 10:13
    ADMIN hat auf das Thema Älteres Boot ohne AF im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Thorsten, die Ursache kann sein, dass die darunter liegende Beschichtung im Wasser quillt und beim trocknen schrumpft. Daher kann ein Marine 470 Vinyl Primer mit dem Antifouling reissen. Ich denke, dass das Boot lange Trockenphasen an Land hat und dass sich in laufe der Jahre auch darunter Schichtstärken angereichert haben. Wenn es nicht abplatzt dann ist es zuerst einmal ein optischer Schaden. Ich rate das Antifouling mit 120 Körnung sauber verschleifen und dann wieder mit dem gleichen Antifouling überschichten. Dabei hohe Schichtstärken vermeiden, also nur 1 x streichen. Das Bild ist etwas klein, ich kann also bei den Rissen den darunterliegenden Vinyl-Primer Farbe rotbraun nicht erkennen. So wie das aussieht, müsste auch der Primer gerissen sein. Da die Vinyl-Primer elastisch sind und nicht so schnell reissen, haben wir etwas daraunter was nicht auf ein Boot gehört. Werden z.B. Tensidreiniger oder auch Silikonreiniger verwendet und nicht vollständig abgewaschen dann kann es zu solchen Problemen kommen. Daher empfehlen wir nur Trychloräthylen oder technisches Aceton, da diese Lösungsmittel komptiebel mit Beschichtungen sind. Im nachhinein lässt sich nicht mehr feststellen was die Ursache ist, aber wir haben es mit einen Schrumpfungsprozess zu tun. Da Vinyl nun mal nicht reissen, auch nicht auskreiden, es ist auch kein Holzboot dass quillt und schrumpft, haben wir es mit einen Anwendungsfehler zu tun. Grüße Friedrich
    32 Antwort(en) | 27197 mal aufgerufen
Weitere Aktivitäten