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  • Avatar von ADMIN
    01.03.2021, 12:15
    Der Marine 470 Vinyl-Primer ist PVC. Der wird sogar als Flüssigisolierung für die Elektrik verwendet. Wenn der ausgehärtet ist, dann sind keine Lösungsmittel mehr vorhanden. Es werdn auch keine TE-Kohlenwasserstoffverbindungen verwendet, die auch noch nach 2 jahren zu riechen sind. Also kein Problem, Grüße Friedrich
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  • Avatar von ADMIN
    01.03.2021, 12:08
    Coppercoat ist nach einiger Zeit inaktiv und muss mit Schleifpapier je nach Auslastung angeschliffen werden, um die Kupferanteile wieder frei zu setzen. So lange es halbwegs funktioniert, sollte da nichts geändert werden. Die Technik mit einer Kupfer-Epoxidfarbe einen Bewuchsschutz zu ermöglichen ist aus den 70-ziger Jahren, wird immer wieder neu aufgelegt inzwischen unter mehr als 15 verschiedenen Namen, mit einen Bewuchsschutz von angeblich mehr als 10 Jahren. Wenn also das Produkt den Anforderungen gerecht würde, dann würde die Berufsschifffahrt mit mehr als 60 000 Schiffen Copercoat verwenden. Im Grunde ist das VC17m von International identisch mit Coppercoat, hat etwas weniger Kupfer, aber zusätlich PTFE - Teflon um den Bewuchsschutz zu verbessern und die gleiche EP-Trägerkomponente. Was also bei Gleitern, kurze Wasserliegedauer, hohe Auslastung funktioniert, funktioniert zum Beispiel für einen Wasserlieger in Travemünde oder in der Adria für keine 3 Wochen. Im Gegensatz zu Coppercoat lässt sich das VC17m abeizen, Coppercoat lässt sich wegen dem 2 K. System nicht mehr abbeizen. Wenn sich der Anwendungsfall in Sachen Bewuchsschutz ändert, dann lässt sich das Coppercoat kaum noch beseitigen, da das Kupfer beim schleifen schmiert. Was soll ein inaktiver Bewuchsschutz, der dann durch anschleifen jedes mal aktiviert werden muss. Solche Wunder werden jedes Jahr auf der Messe als das Huhn das goldene Eier legt vorgeführt. So lange es den Anforderungen genügt, nichts machen, nur mal mit 180 Körnung leicht anschleifen. Wird überschichtet, dann haftet auf Coppercoat kein anderes Antifouling. Sollte es zwingend erforderlich sein, dann nochmals Rücksprache. Grüße Friedrich
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  • Avatar von ADMIN
    01.03.2021, 11:51
    Hallo, ich habe die Frage übersehen, daher die verspätete Antwort. Ein Gleiter ist in der Tegel ein Trailerboot, hohe Geschwindigkeiten, daher auch Selbstreinigung. Wenn das Coppercoat seinen Anforderungen genügt, dann sollte da nichts verändert werden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von system-gto
    21.02.2021, 17:27
    Hallo, ich wollte das alte Thema mal wieder aufgreifen. Ich habe eine 23 Fuß Daycruiser. Gleiter mit bis zu 40 Knoten. Ich habe das Boot letztes Jahr erworben und leider CopperCoat auf dem Rumpf. Nun wollte ich gern diese mit einer "normalen" Hart-Antifouling überarbeiten. Admin, kannst du mir ein Tipp geben, wie ich da vorgehen soll/muss? Du hast oben geschrieben, dass Ihr den Marine 470 Sealer als Haftvermittler genutzt habt, funktioniert das gut? Besten Dank
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  • Avatar von system-gto
    21.02.2021, 12:22
    Moin Gemeinde, ich habe seit letztem Jahr einen 23 Fuß Daycruiser mit Außenborder und schaffe knappe 40 Knoten damit. Mein Vorbesitzer hat als Bewuchsschutz leider Coppercoat aufgetragen. Ich würde am liebsten mit einer Hart-Antifourling rüber, aber leider scheint das nicht zu funktionieren. Da ich den großen Aufwand des entfernen von dem Zeug nicht auf mich nehmen möchte, könnt Ihr mir bitte einen Rat geben? Zu einem ist das Coppercoat überhaupt sinnvoll gewesen? Aber zum wichtigeren Teil, wie kann ich es auffrischen? Leider ist es grün, bekommt man das auch in dunkelblau? Bei normaler Antifouling würde ich es grob anschleifen mit 80er und dann neu bestreichen, hier das selbige? Und wenn ja, wieviele Schichten? Es gibt ja zig Firmen davon, könnt Ihr welche empfehlen? Hat einer Erfahrung damit? Besten Dank!
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  • Avatar von Musikanto
    20.02.2021, 11:43
    Moin Friedrich Ich wechsele zur Zeit das Kreuzgelenk meiner Ruderanlage. Nach Demontage des Ruders und der Welle, ist in der Achterkoje viel Platz um die Art Bilge, in der der Ruderkoker sitzt, mal gründlich zu säubern. Da hier 30 Jahre nichts passiert ist, habe ich alles sauber gemacht, mit Aceton entfettet und möchte den ganzen Bereich mit dem Vinylprimer streichen. Anschließend kommt da die Holzabdeckung wieder drüber. Meine Frage: spricht aus gesundheitlicher Sicht etwas gegen den Einsatz des Primers (in unmittelbarer Nähe befinden sich die Achterkojen) oder ist nach dem Ausdünsten alles ok ? Liebe Grüße Klaus
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  • Avatar von Christian
    16.02.2021, 10:40
    Hallo Friedrich, danke für die schnelle Antwort. Ich werde den "1-K Unterwasser-Grundierung UNDERWATER PRIMER" streichen und anschließend das HARD RACING mit TecCel. Ich bin gespannt wie es arbeitet. Gruß Christian
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  • Avatar von ADMIN
    13.02.2021, 18:08
    Hallo Christian, Das HARD RACING von Hempel ist für Gleiter geeignet, ob der Bewuchsschutz ausreicht das wissen wir erst nach einer Saison wenn das Boot aus dem Wasserkommt. Grundsätzlich haben wir bei allen weißen Antifoulings einen geringeren Bewuchsschutz, da keine Kupfer)I)oxide verwendet werden können. Wenn es nicht funktionieren sollte und wir starken tierischen bewuchs haben, dann können wir immer noch mit einen Haftprimer versigeln und ein SPC-Antifouling streichen. Grüße Friedrich
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  • Avatar von ADMIN
    13.02.2021, 18:01
    Hallo, ich habe den Eintrag erst Heute gesehen, daher die verspätete Antwort. Auf das ZM streichen wir normalerweise keinen Kunstharzlack, sondern Eisenglimmer, darauf dann 2-3 Lagen Multicoat. Ersdt auf das Multicoat wird dann ein 2 K-PU-Acryl aufgetragen. Für ein Konservierung wäre ein härtendes Schiffsbodenöl geeignet, nur das habe ich nur in Großgebinden. Das Öl gibt es auch in Kleingebinden unter den Namen Rustol CIP, ist identisch, nur bei Owatrol sehr teuer. Siehe -Owatrol>Alle unsere Produkte (owatrol-international.com) Grüße Friedrich
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  • Avatar von Christian
    09.02.2021, 15:22
    Hallo Friedrich, vor etlichen Jahren habe ich das AF von meinem Boot entferrnt. Jetzt werden wir entgegen aller Erwartungen doch Wasserlieger. Also von Mai bis Oktober in einem Hafen an der Donau. Der Hafen hat keine Strömung. Wir fahren ein Motorboot das maximal 70 km/h fährt. Normal sind wir mit 35km/h unterwegs. Original war vermutlich die Kombination Seajet 011 (jetzt glaube ich 015) und ein weißes AF darauf. Ich denke es war Seajet 034. Das Seajet 034 ist ja laut Herstellerhomepage nicht für Süsswassergeeignet. Ich hätte aber gerne ein weißes AF. Gibt es da eine Empfehlung für die Donau? Das Hempel "HARD RACING mit TecCel" gibt es auch in weiß. Wäre das geeignet oder würde auch meine "alte Kombination" wieder gehen? Danke und Gruß Christian
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  • Avatar von unterwegs
    26.01.2021, 13:48
    Auf einer 16 Jahre alten Stahlyacht ist im Maschinenraum durch Kondenswasser Rost aufgetreten. Leider gibt es eine Stelle, die so verbaut ist, dass vernünftiges reinigen und entrosten nicht möglich ist. Gibt es eine Möglichkeit, trotzdem die Korrosion zu verlangsamen? Die ursprüngliche Beschichtung war Grundierung mit ZM von Relius, darüber 4 Schichten Kunstharzlack.
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  • Avatar von ADMIN
    17.01.2021, 11:08
    ADMIN hat auf das Thema Haarrisse und Bläschen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Hans, so lange es noch halbwegs funktioniert, muss auch nichts gemacht werden. Sollten kleine Abplatzungen entstehen die in der Regel durch Taupunktreste entstehen, dann lassen die sich leicht mit einen Pinsel ausbessern. Wir haben Kleingebinde mit 3/4 Liter und wenn die auf dem Kopf - nicht bei Frosttemperaraturen gelagert werden, dann nehmen die keinen Schaden, auch nicht nach Jahren. Die meisten Skipper in der Adria streichen nach vier Jahren, auch wenn dann im vierten jahr der Bewuchsschutz nicht mehr ausreicht. Da sich dann der Bewuchs immer noch leicht abkärchern lässt, ist das kein Problem. Grundsätzlich wird die Bewuchsschutzdauer durch die Auslastung, Geschwndgkeit, Wassertemperatur bestimmt, so dass die vorgegeben Werte Dockintervall 18 Monate bei einen Anstrich Durchschnitt sind. Wir haben Skipper, die haben vor 6 jahren gestrichen und es passt immer nocht. Nur das sind nun mal keine Refferenzen, denn der Anwendungsfall ist zu unterschiedlich und nicht übertragbar. Wir müssen uns aber auch ehrlich machen, wir bekommen immer mehr Gewässerbereiche - besonders in den Silhäfen, wo kein Bewuchsschutz mehr funktioniert. Was noch bei Muscheln zu 100% funtioniert, funktioniert bei Seepocken nur noch im geingen Umfang, bei den Röhrenkalkwürmern gibt es keinen Schutz mehr. Viele streichen erst dann wieder, wenn der primer Marine 470 Vinyl Farbe rotbraun sichtbar wird. Aber auch da muss der Einzelfall beurteilt werden. Ansonsten wenn es so weit ist, vorsicht mit dem Hochdruckreiniger, was nicht weggeht nachträglich mit einer Spachtel entfernen. Mit einer groben Stahlwolle abreiben, ist besser als Schleifpapier, dann das Untwerwasserschiff wieder 1 - oder 2 mal je nach Auslastung streichen. Grüße Friedrich
    21 Antwort(en) | 23429 mal aufgerufen
  • Avatar von besansegel
    14.01.2021, 17:42
    besansegel hat auf das Thema Haarrisse und Bläschen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, da melde ich mich mal wieder und sage mal wieder "Danke schön" für Deine tolle Empfehlung !!!! 2019 war meine Victoire (Kilda genannt) nicht im Wasser wegen persönlicher Umstände. 2020 schwamm Kilda seit Mai im Wasser des Halterner Stausees und kam erst jetzt (12.01.2021) wieder raus. (Wasserstand war im Herbst schon zu niedrig, um unter den Kran zu kommen) Die Beschichtung ist immer noch ohne irgendeine Schadstelle oder Problemstelle !!!!!!!!! Das Antifouling ist noch von 1916 und die Müschelchen hatten nur unter dem Kiel (wo ich nicht beschichten konnte - und die zur Freude des Rotkehlchens offenbar genussvoll verspeist werden können!) und oben auf der Ruderkante eine Chance. Meine Segelclubfreunde waren beeindruckt - weil sie offenbar jedes Jahr ............. naja Der Zustand scheint mir immer noch gut genug für ein nächstes Jahr! Da sind ein paar kleinste Löchlein im Antifouling - so wie im Foto von 2018 - aber das ist schon alles. Den Kiel habe ich zwischendurch abgeflext und neu beschichtet. Es gibt ein paar Roststellen, aber nicht so viel als dass ich in diesem Jahr wieder aktiv werden möchte. Das wollte ich mal berichten und eine kleine Nachfrage stellen: Ist eine Lage Antifouling notwendig oder wie wäre Deine Empfehlung .... Gruß Hans
    21 Antwort(en) | 23429 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    09.01.2021, 10:46
    ADMIN hat das Thema Osmose allgegenwärtig im Forum GEWUSST WIE..............? erstellt.
    Osmose allgegenwärtig? Wer sich einmal die vielen 100 Osmosebeiträge im Internet durchliest, wird feststellen dass nur wenige die Zusammenhänge Osmose – Harz – osmotische Schäden verstehen. Jeder meint wenn Bläschen oder Blasen mit Flüssigkeit oder ohne Flüssigkeit auftreten dass es sich um eine Osmose handelt. Damit wird natürlich dieser Vorgang unverständlich da er von Beginn an schon falsch beurteilt wird. Ich versuche daher das Thema einfachst und verständlich zu erläutern. Osmose bei GFK-Yachten Die Osmose ist ein physikalischer Vorgang nicht mehr und nicht weniger. Die Blasen oder Bläschen sind die Folgeerscheinung auf Grund eines osmotischen Vorganges und sind keine Osmose. Damit überhaupt eine Osmose entstehen kann ist noch ein weiterer physikalischer Vorgang erforderlich, denn in einem trockenen Laminat entsteht keine Osmose. Es ist ein Diffusion - Prozess erforderlich, der zu einer gleichmäßigen Verteilung von Teilchen und somit vollständigen Durchmischung zweier Stoffe führt, die ohne äußere Einwirkung eintretende gegenseitige Durchdringung von Gasen, Flüssigkeiten oder Lösungen durch Eigenbewegung der Moleküle aufgrund von Konzentrations- oder Partialdruckunterschieden. Um also zu verstehen was sich im Laminat abspielt, müssen zuerst die Eigenschaften des Laminates in Verbindung der Harze verstanden werden. Wir haben eine Laminatfaser mit einem Binder, da sonst keine Haftung zum Harz entsteht. Wir haben unterschiedliche Harze mit unterschiedlichen Eigenschaften. Da alle Harze chemisch härten und nicht physikalisch, bilden Sie je nach Harz ein unterschiedlich dichtes Molekulares Netz aus. Je dichter das Netz, um so schwerer wird es für die Feuchte- Moleküle in das Netz einzudringen. Es gibt kein Harz – keinen Kunststoff, der das auf Dauer verhindern kann. Versuch: Wassertemperatur 60°C, => Zeitdauer wenn das Harz zu Versagen beginnt. Orthophthalsäureharz (Ortho): 150 - 200 Stunden Belastung Isophthalsäureharz (Iso): 800 Stunden Belastung Neopentylglycol (NPG): 2400 Stunden Belastung Vinylesterharz mit Neopentylglykol mit Pigmentierung > 3000 Stunden Vinylesterharz mit Neopentylglykol ohne Pigmentierung > 4 - 5000 Stunden Vinylesterharz mit Neopentylglykol, versiegelt PVC-Vinyl oder Polyurethan-Acryl > 4 - 5000 Stunden Zur Osmose: Da die Feuchtemoleküle den Weg des geringsten Widerstandes gehen, wandern diese entlang der Glasfäden im Laminat. Die Feuchtemoleküle haben die Eigenschaft sich mit den Binder des Laminates zu verbinden. Damit entsteht eine Feuchte mit einer höheren Dichte in einem geschlossenen System, die dann versucht sich mit der Feuchte niedrigerer Dichte auszugleichen. Wie bei einem Baum, wo die Baumfeuchte eine Höhere Dichte hat als die Feuchte im Erdreich. Da also immer die Feuchte niedriger Dichte aufgenommen wird, wird damit der Baum oder auch jede Pflanze mit der erforderlichen Feuchte versorgt. Dabei entstehen erhebliche Kräfte zum Beispiel in Microlunkern von mehr als 6 Bar. Wenn der Vorgang umgekehrt werden sollte, dann bedarf es Drücke von über 40 Bar. Was passiert nun mit dem Laminat? Mit zunehmender Feuchte entsteht immer mehr Feuchte mit höherer Dichte. Die Feuchtemoleküle verbinden sich mit den Polymerpoxyd-Molekülen das als Haftgrund für das Laminat verwendet wird. Dadurch ensteht ein Diol, eine Flüssigkeit mit hoher Dichte. Damit wird ein Teufelskreislauf bei jeder GFK-Yacht in Gang gesetzt. Je mehr Feuchte mit hoher Dichte im Laminat gebildet wird, um so mehr Feuchte wird aufgenommen. Dieser Vorgang beginnt, wenn das Boot erstmals ins Wasser kommt und wird je nach Harz kontinuierlich beschleunigt. Das Ziel ist also, diesen unabwendbaren Vorgang zu verlangsamen, verhindert kann er nicht werden. Da diese Feuchte wie bereits beschrieben den geringsten Widerstand geht, werden zuerst die Mattenbinder davon betroffen. Das Laminat löst sich vom Harz. Zu diesen Zeitpunkt ist ein Osmosefolgeschaden noch lange nicht sichtbar. Da wird besonders in den Foren ein seltener Quatsch erzählt, wie nicht ausgehärtete Epoxyde, Lösungsmittel, Styrol, Luftbläschen usw. oder dass 5-10 Lagen Gelshield eine Osmose verhindern, wofür natürlich die Greifswalder nicht ohne Grund besonders empfänglich sind. Eine Osmose lässt sich nicht verhindern, sondern nur der Zeitablauf verlangsamen oder auch beschleunigen. Die beste Beschleunigung einer Osmose ist immer das anschleifen des Gelcoats. Dabei werden die Polymeren-Netzstrukturen unterbrochen, die Oberflächengröße entsprechend der Rauigkeitsbeiwerte erhöht, was ein eindringen der Feuchtemoleküle erleichtert und auch entsprechend erhöht. Am einfachsten das zu erkennen ist das mit einen Feuchtemessgerät. Ein trockenes Laminat hat einen Wert von ca. 1,5 – 1,75%. Hat der Wert beim Unterwasserschiff 2,5% überschritten, dann geht es richtig los, nur nicht sichtbar. Das ist der Grund, warum alle Yachthersteller empfehlen, das Boot ca. alle 3 Jahre für ein ½ Jahr auf den Trockendock zu stellen um den Vorgang zu verlangsamen. Der erste Schaden ist die Trennung der Glasfasern vom Harz. Das Boot wird zuerst einmal weich. Je nach Bootstyp ist das zu erkennen, wenn die Boote auf dem Lagerbock abgestellt werden. Wird eine Yacht auf dem Kiel gestellt und das Laminat ist noch nicht befallen, so kann die locker über die Spanngurte mit ca. 400 Kilo je Gurt abgespannt werden, was natürlich die Arbeiten am Unterwasserschiff erheblich erleichtert da die Lagebockstützen seitlich weggeklappt werden können. Auch durch die seitlichen Lagerbockstützen wird eine Yacht normalerweise nicht eingebeult. Wenn dem so ist, dann liegen entweder mechanische Schäden bereits vor wie ein Laminatbruch oder die Mattenbinder haben sich auf Grund der eindringenden Feuchte bereits vom Harz gelöst. Da im Harz tausende kleinst – Lunker sind mit wenigen einhundertstel Millimeter (lässt sich bei der Herstellung nicht vermeiden) wird in diesen Lunkern die Feuchte mit höherer Dichte angesammelt. Erst jetzt beginnt der osmotische Überdruck zu wirken, der kleine Lunker dehnt sich durch den Überdruck aus. Je größer er wird, um so mehr Feuchte höherer Dichte wird gebildet und um so mehr Feuchte niedriger Dichte wird dann aufgenommen. Diese Lunker sind im ges. Laminat verteilt. Wenn also eine Blase sichtbar wird, dann handelt es sich um einen Lunker der in der Nähe des Gelcoats liegt und der dann hoch gedrückt wird. In den meisten Fällen aber ist die Osmose nicht sichtbar. Der Grund ist, dass ein Gelcoat der nicht geschützt wurde in laufe der Jahre ionisiert oder kreidet. Damit tritt in den meisten Fällen an den Lunkern eine Rissbildung auf (nicht sichtbar) und es erfolgt der Druckausgleich. Damit wird jeden verständlich, wenn sich einmal Osmoseschäden optisch zeigen, dass es sich in der Regel bereits um einen Fortgeschrittenen Osmoseschaden handelt. Ein einfaches Hilfsmittel zur Festestellung einer fortgeschrittenen Feuchte- Aufnahme ist das Abdecken am Unterwasserschiff ca. 50 x 50 cm großen Hitzebeständigen dünnen Folie wie bei einer Bratenfolie. Seitlich wird mit einem Klebeband abgedichtet, die überschüssige Luft herausdrücken. Vorher das Boot natürlich ein paar Tage trocknen lassen. Jetzt wird mit einen Heizlüfter oder kräftigen Föhn die Oberfläche erhitzt. Bildet sich jetzt unter der Folie ein Kondensat, dann könnt Ihr bereits davon ausgehen dass das Laminat bereits erheblich durchfeuchtet wurde. Jetzt empfiehlt sich wirklich eine genaue Messung der Feuchte, jetzt beginnt die Osmosepropylaxe aber nicht mit einen Gelcoat der die Feuchte dann noch einschließt. Mit diesen Beitrag möchte ich aufzeigen, um welchen Schwachsinn es sich bei den Osmoseprophylaxen handelt, die von zahlreichen Vertreter und Händlern ins Leben gerufen wurden. Um diesen Diffusionsprozess zu reduzieren bedarf es einer Beschichtung mit einer höheren Feuchtedichte - das sind PVC Vinyle und nicht Epoxyde, bei denen noch der Gelcoat vorher angeschliffen werden muss und dadurch die Feuchtebarriere des Gelcoats erheblich reduziert wird. Das was da mit den Epoxyden wie Gelshield - VCTar2 usw. empfohlen wird ist keine Osmoseprophylaxe sondern das genaue Gegenteil, aber das ist ein eigenes Thema. Auch die zahlreichen Beiträge in den Foren über das Thema - Osmose - Schäden - Bläschenpest usw. - nicht ernst zu nehmen, da ein Boot noch lange nicht unter geht, zeigen schon eine erhebliche Unbedarftheit. Das ist vergleichbar mit einem Mauerwerk das verschimmelt, wo das Haus noch lange nicht einstürzt. Es wäre sinnvoller, Beiträge darüber zu schreiben, wie die Diffusion mit der Osmose zu verlangsamen ist und nicht das Gegenteil diesen Prozess durch das Anschleifen des Gelcoats noch zu beschleunigen. Wer nach ein paar Jahren osmotische Schäden hat, hat das in der Regel selbst verschuldet. Admin
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  • Avatar von nepstar
    19.12.2020, 15:14
    Lieber Friedrich, viele Dank für deine Rückmeldung. Ich hätte jedoch noch ein paar Fragen: 1) Du schreibst das die türkisfarbe auf Gelshield 200 schließen lässt. Allerdings sieht es für mich so aus, als wäre das Antifouling türkisfarben und die Schicht darunter (Gelschield) weiß. 2) Würde es vielleicht sinn machen an einer kleinen Stelle zu testen, ob man das Gelshield vielleicht doch (z.B. mit Beize) entfernen kann um den Originalzustand wieder herzustellen? 3) Falls das wirklich nicht möglich ist: Was sollten wir dann machen? Einfach erstmal so lassen und warten bis es sich weiter ablöst oder lieber irgendwie runter mit dem Antifouling und neues drauf? Und wenn ja, wie genau sollten wir dann vorgehen und welches Antifouling sollen wir nehmen? Können wir es bei euch bestellen? Sorry für die vielen Fragen, aber leider kenne ich mich mit diesem Thema überhaupt nicht aus! Liebe Grüße und Danke nochmal! Marcel
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  • Avatar von ADMIN
    17.12.2020, 10:55
    ADMIN hat das Thema SESSILER BEWUCHS - BEDEUTUNG? im Forum KEIN THEMA erstellt.
    Sessile Tiere (lateinisch sessilis ‚festsitzend‘, ‚zum Sitzen geeignet‘) sind alle Tiere, die nicht die Fähigkeit besitzen, ihren Aufenthaltsort zu wechseln, oder diese Fähigkeit im Laufe ihrer Entwicklung (Ontogenese) oder der Evolution (Phylogenese) verloren haben. Alle sessilen Tiere, mit Ausnahme des Röhrenaals, sind Wirbellose; sie sind praktisch ausschließlich aus dem Meer und limnischen Lebensräumen bekannt. Die den Wirbeltieren am nächsten stehenden sessilen Tiere sind die sogenannten Manteltiere, die in ihrem Jugendstadium, das auch als Kaulquappenlarve bezeichnet wird, eine Chorda dorsalis aufweisen. Oft sind die Larvenstadien von sessilen Tieren, wie bei den Manteltieren, frei beweglich oder leben planktonisch. Die bekanntesten sessilen Tiere sind die riffbildenden Steinkorallen. Weitere Beispiele sind Schwämme, Moostierchen und Armfüßer. Auch viele Parasiten heften sich als Larven an ihre Wirtstiere und wandeln sich in sessile Formen um. Sie sind dann nicht mehr in der Lage, den Wirt zu verlassen. Als Beispiel kann man die Walläuse aus der Familie der Flohkrebse (Amphipoda) nennen, die als Ektoparasiten auf der Haut von Walen leben. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Sessiles_Tier Für den Yachtbereich haben wir es zunehmend z.B. in den Lagunen der nördlichen Adria mit Röhrenkalkwürmern zu tun, die sich zunehmend nach Süden immer weiter ausbreiten. Dagegen gibt es keinen Bewuchsschutz, da die Kalkschichten jedes Antifouling isolieren. Da bleibt nur der Standortwechsel zur Auswahl. Bei den Seepocken bekommen wi auch eine zunehmende Resistenz. Besonders bei Seepocken die aus Asien bei uns sich angesiedelt haben, ist jedes Antifouling bis auf Trybuthylzinnoxiden, die seit mehr als 10 Jahren weltweit verboten wurden, wirkungslos. Da sich Seepocken gegenseitig befruchten und dabei regelrechte Inseln am Unterwasserschiff bilden, bleibt da nur als Schutz die Seepocken sofort mit einer Spachtel zu beseitigen un die Vermehrung zu vermeiden. Bei Miesmuscheln ermöglichen noch Antifoulings wie das Marine 522 Ecoship einen 100% Bewuchsschutz, bei den Entenmuscheln die zunehmend resistent werden, kann nur noch der Befall reduziert werden. Admin
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  • Avatar von ADMIN
    11.12.2020, 14:54
    Seit Anfang des letzten Jahrhunderts bereichern rostfreie Edelstähle unsere verfügbaren metallischen Werkstoffe. Diese Materialien sind nach sogenannten Werkzeugnummern geordnet und es gibt mehrere Stähle, die mit V2A bzw. V4A bezeichnet werden. Der Name für den Stahl kommt übrigens daher, dass man damals versuchte, austenitische Stahlsorten durch eine Legierung von Eisen, Chrom und Nickel herzustellen. So steht das »V« für Versuch und das »A« für Austenit. Die V2A Stähle sind mit Chrom und Nickel legiert, bei V4A kommt noch das Element Molybdän hinzu. Zusätzlich werden auch andere Elemente hinzugefügt, um z.B. die Bearbeitung zu verbessern. Alternative, fachlich aber nicht korrekte Bezeichnungen für V2A und V4A sind rostfreier Edelstahl, Stainless, VA oder Inox. V2A im kurzen Abriss Dieser Stahl, der seinen Namen von der Versuchsbezeichnung »Versuchsschmelze 2, Austenit« hat, wird in seiner ursprünglichen Variante nicht mehr hergestellt. Seine Werkstoffnummer ist 1.4300, die Legierungskennung X12CrNi18-8. Diese Bezeichnung bedeutet, dass der Stahl weniger als 0,12 Prozent Kohlenstoff, 17 bis 19 Prozent Chrom und 7 bis 9 Prozent Nickel enthält. Dazu kommen noch definierte maximale Mengen an anderen Elementen, wie z. B. Schwefel, Mangan oder Phosphor. Heute werden der Bezeichnung V2A in erster Linie die Werkstoffe mit der Nummer 1.4301 (X5CrNi18-10) sowie dem sehr ähnlichen Stahl mit der Nummer 1.4307 (X2CrNi18-9) zugeordnet. Beide Stähle enthalten deutlich weniger Kohlenstoff, dafür aber mehr Nickel. V2A ist ein häufig verwendetes Material, das sich relativ gut verarbeiten und polieren lässt. Über 50% aller Edelstähle kann man dieser Gruppe zuordnen und zahlreiche rostfreie Haushaltsgegenstände sind daraus gefertigt. Spülbecken, Geländer und Besteck sind nur einige Beispiele für die vielfältige Verwendung dieses Werkstoffes. Eine weitere Variante des Stahls, den man mit V2A bezeichnet, sind Stähle mit der Werkzeugnummer 1.4305, (X10CrNiS18-9 und X8CrNiS18-9). Sie enthalten etwas mehr Schwefel, um die Verarbeitung mit Bearbeitungsautomaten zu erleichtern. Rostfreie Drehteile sind oft aus diesem Werkstoff gefertigt. Normalerweise sind die Stähle temperaturbeständig bis ca. 600 °C. Werden die Werkstoffe höheren Temperaturen ausgesetzt, dann empfiehlt sich der titanstabilisierte Stahl nach Werkstoffnummer 1.4541 (X6CrNiTi18-10). V4A im kurzen Abriss Weil V2A gegen Chloride nicht beständig ist, wurde der Werkstoff mit rund zwei Prozent Molybdän aufgewertet. Ein typischer Stahl dieser Art ist der mit der Werkzeugnummer 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2). Seine hohe Korrosionsbeständigkeit macht ihn ideal für den Einsatz in Schwimmbädern, Salzwasser und in der chemischen Industrie. Er ist, wie V2A auch, gut kalt umformbar. Er kann gebogen, tiefgezogen und auch gestanzt werden. Seine Zerspanbarkeit ist allerdings sehr schlecht, was die Herstellung von Dreh- und Frästeilen verteuert. Wird eine noch weiter erhöhte Korrosionsbeständigkeit verlangt, kommt Stahl mit der Werkstoffnummer 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2) zum Einsatz. Dieser titanstabilisierte Edelstahl hat eine große Festigkeit, auch bei hohen Temperaturen. Ist der Einsatz bei weniger hohen Arbeitstemperaturen geplant, reicht der Einsatz kostengünstigeren Stahls mit der Werkstoffnummer 1.4404 (X2CrNiMo17-12-2) aus. Wenn noch hochwertigere rostfreie und korrosionsbeständige Stähle verlangt werden, dann werden Stähle mit dem Handelsnamen Alloy verwendet. Ein typischer Vertreter dieser Gattung ist Alloy 926. Seine Legierungskennung ist X1NiCrMoCuN25-20-7 und es ist auch für den Fachfremden leicht erkennbar, dass Eisen in dieser Legierung mit weniger als 50 Prozent fast schon eine Nebenrolle spielt. siehe https://www.edelstahlrohrshop.com/blog/service/was-bedeutet-v2a-und-v4a.html
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  • Avatar von ADMIN
    08.12.2020, 14:19
    Hallo Marcel, die Türkisfarbe lässt erkennen dass das Boot mit Gelshield 200 grundiert wurde. Darauf wurde ein Weichantifouling gestrichen das kreidet im trockenen Zustand, oder sich abwaschen lässt im nassen Zustand. Die Standardempfehlung von Laien meist aus den verschieden Foren. Das Weichantifouling lässt sich einfach meist durch abkärchern beseitigen, das Gelshield ist ein Epoxid, pikmentiert mit Kalk und lässt sich nicht beseitigen. Unsere Erfahrung hat aber gezeigt, dass nach 12 Jahren das Gelshield aufzulösen beginnt und unansehnlich wird.. Solche Anstrich werden meist bei Gleitern aufgetragen, wenn der Gelcoat durch Grundberührung beschädigt wurde. Es ist auch üblich, eine beginnende Blasenpest darunter zu verstecken. Wie auch immer, im Grunde brauchen solche Trailerboote mit hohen Geschwindigkeiten keinen Bewuchsschutz. Da genügt einfaches einfetten z.B. mit flüssigen Paraffin. Um den Originalzustand wieder herzustellen, fehlt diem Verhältnismäßigkeit. Am einfachsten ist, wieder mit dem gleichen Antifouling überstreichen. Wird das Boot aber ein Wasserlieger, dann macht ein System mit einer Versiegelung des Gelshield und einen SPC-Antifouling Sinn. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 699 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    08.12.2020, 13:06
    Das LEFANT SPF Mark 5 ist ein biozidfreies Antifouling ohne Zusatz von schädlichen fluorierten Chemikalien wie Kupfer, Triazin, PTFE und Silikon.Es eignet sich für den Einsatz in Nord- und Ostseerevieren, sowie in Binnengewässern. Auftragbar auf Segel- und Motorboote aus GFK, Stahl, Aluminium und Holz. Das LEFANT Antifouling hat eine 2-fache physikalische Wirkung: Zum einen verhindert es, dass sich Bakterien auf dem Unterwasserschiff ansammeln können. Da Bakterien eine proteinhaltige Nahrung für Muscheln und Seepocken darstellen, fehlt diesen das entsprechende "Proteinsignal" um hier nach Nahrung zu suchen und sich am Schiff anzusiedeln. Zum anderen baut das Antifouling bei Kontakt mit Wasser eine weiche, berührungssensitive Schicht auf, die für Lebensorganismen im Wasser kein sicheres Fundament bietet. Das heißt, dass Seegras, Muscheln, Seepocken und andere Wasserorganismen sich nicht auf dem Unterwasserschiff niederlassen können. Desweiteren ist das Antifouling mit einem hydroviskosen Effekt versehen, der optimale Gleiteigenschaften, sozusagen "Wasser auf Wasser" aufweist.
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  • Avatar von nepstar
    06.12.2020, 22:37
    Hallo ihr Lieben, ich bräuchte mal eure Hilfe. Ein Freund und ich haben uns letzten Monat ein neue (gebrauchtes :D) Boot gekauft. Es handelt sich um eine Malibu Mystere 215 Euro F3 mit Baujahr 1991. Das Boot hat aktuell einen Antifouling-Anstrich (siehe Bilder). Leider haben wir keine Infos über Art, Alter, Material und Häufigkeit des Anstriches. Wir wissen auch nicht ob das Boot mal ein Wasserlieger war. Der Verkäufer meinte der Anstrich war schon drauf als er das Boot gekauft hat. Daher muss der Anstrich mindestens 6 Jahre alt sein. Der Verkäufer hatte das Boote die letzten 6 Jahre fast nie genutzt. Die oberste Schicht (leicht grün schimmernd) des Anstrichs löst sich ab wie Kreide wenn man mit der Hand darüber streicht (siehe Bild). Am Heck beim Auspuff habe ich mal ein Foto gemacht wo man die verschiedenen Aufbauschichten hoffentlich ganz gut erkennen bzw. nachvollziehen kann. Da wir das Boot in Zukunft nur als Trailerboot nutzen und es kein Wasserlieger sein wird, würden wir das AF gerne entfernen und wenn möglich den Original-Gelcoat wiederherstellen und kein neues Antifouling auftragen! Einsatzgebiet wird der Main und Rhein sein und vielleicht mal 2-3 Wochen im Urlaub ein Salzwasserbetriebt (z.B. Kroatien/Italien/Frankreich). Im Winter wird das Boot unter einem Dach/Carport abgestellt. Könnt ihr uns sagen ob es möglich ist das alte AF zu entfernen und den originalen Gelcoat wiederherzustellen? Wenn ja, wie gehen wir vor? Falls das jedoch nicht möglich sein sollte, wie sollten wir dann am besten vorgehen und wie würde ein Wiederaufbau aussehen? Im Anhang habe ich einige aktuelle Bilder beigefügt die hoffentlich helfen die Situation einzuschätzen?!? Falls wir noch weitere Bilder machen sollen dann wäre das auch kein Problem! Wir würden uns wirklich sehr über eure Hilfe freuen. Schon mal vielen Dank und ganz liebe Grüße Marcel
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  • Avatar von Yemaja
    06.12.2020, 14:02
    Hallo Friedrich, ich wollte kurz berichten, wie mein Unterwasserschiff nach der empfohlenen Behandlung und einer Saison aussieht. Kurz zurück, was hatte ich gemacht: - Altanstriche (PTFE-haltig) entfernt, mit 80er bis 120er Körnung - einige quasi schon Löcher bis zum Laminat runtergeschliffen und neu überlaminiert, mit Epoxy gespachtelt - alles ordentlich mit Aceton entfettet - einen satten Anstrich mit Marine 470 Vinyl - 1 x mit Marine 522 Ecoship Gemessen habe ich übrigens nicht mehr, meine Baufeuchtemesser hatte in einigen Bereichen (insbesondere da wo auch die Löcher waren) immer zu viel angezeigt und dann wollte ich es gar nicht mehr so genau wissen.... Und, nach einer Saison? Einfach SUUUPER, kein Bewuchs und nicht eine Blase ist wieder hochgekommen. Vielen Dank für deine korrekte Einschätzung der Lage und deine Beratung. Bin wirklich sehr happy. Das einzige was coronabedingt nicht geklappt hat war, das das Unterwasserschiff doch mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt wurde und sich hier an einigen wenigen Stellen das 522 gelöst hat. Das 470 blieb aber überall intakt. Werde die Stellen partiell nachstreichen oder sollte ich doch doch alles einmal leicht anschleifen und 1x dünn 522 nachstreichen? Nochmal vielen Dank für dieses Forum und dein Fachwissen Schöne Grüße aus Kiel Klaus
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  • Avatar von ADMIN
    25.11.2020, 10:54
    ADMIN hat das Thema Feuchteaufnahme bei GFK / Osmose im Forum KEIN THEMA erstellt.
    Kein Laminat ist dauerhaft über einen längeren Zeitraum vor Feuchteaufnahme zu schützen. Vom Frauenhofer-Intitut in Braunschweig, von Bayer und BASF wurden Großversuche durchgeführt mit dem Ergebnis, dass jedes Harz durch Feuchteaufnahme zu schädigen ist. Versuchsreihe / Laborversuch im Wasserbad bei +60° C: Orthophthalsäureharz (Ortho): 150 - 200 Stunden Belastung Isophthalsäureharz (Iso): 800 Stunden Belastung Neopentylglycol (NPG): 2400 Stunden Belastung die Harze versagten. Das sind ja z.T. erhebliche Zeiträume für Yachten, die in der Nord- oder Ostsee liegen und im Winter an Land. Diese Zeiträume schrumpfen sofort für die ständig im Wasser des Mittelmeeres oder der Karibik liegenden GFK-Yachten, zumal wenn man sich überlegt, dass das Jahr nur 8760 Stunden hat. Natürlich bietet die im Versuchsbecken erhöhte Temperatur eine, wenn auch geringe, Sicherheit. Diese Sicherheit ist nun vorsichtig zu bewerten, denn die in den Großversuchen gefahrenen Proben sind unter Laborbedingungen hergestellt worden. In der Werkstatt hergestellte Laminate sind natürlich mit mehr Fehlstellen behaftet. Sehr gute Erfahrungen liegen bei Laminaten vor, die mit zweimal 300g/m2-Matten mit ISO-Harz hinter der Feinschicht hergestellt worden sind. Es ist mehrfach vorgekommen, dass trotz der Behandlung Feuchtigkeit im Laminat verblieb - sie wird eingepackt.. Mit dem Zurückbilden der Blasen bleibt die Schädigung bestehen, weil sich die Substanzen aus dem Harz und von den Glasfasern gelöst haben, und die verbleibende Feuchtigkeit zerstört weiter. Man kann die Osmose-Schädigung nicht messen. Messen kann man nur die Feuchtigkeit im Laminat, evtl. die Barcolhärte, jedoch müssen die gemessenen Resultate interpretiert werden. Weiter ist zu beachten, dass das Gerät keine absolute Feuchtigkeit, sondern nur die relative anzeigt. Das heißt, dass man mit diesen Zahlen den absoluten Wassergehalt nicht berechnen kann. In dem Diagramm in Abb.2 sind die gemessenen Feuchtigkeitswerte über einen Zeitraum von 38 Monaten aufgetragen. Es wird deutlich, dass zu Beginn der Messung die Werte schnell abfallen. Die in der Oberfläche sich befindende Feuchtigkeit dunstet anfangs schneller aus. Später verlangsamt sich die Verdunstungsgeschwindigkeit, weil die Wassermoleküle immer größere Widerstände, größere Strecken überwinden müssen, je weiter sie an die Oberfläche kommen. Weiße Glasfäden deuten auf Osmose-Schädigung, der Verbund zwischen Harz und Glasfaser ist verloren gegangen, weil die Feuchtigkeit Harz und Glasfaser trennt. Über Jahre dringt die Feuchtigkeit weiter ein und ruft ernste Schäden in Form von Delamination hervor. Hier findet ein Abbau der Festigkeit statt mit der Gefahr des Versagens bei starker Belastung. Ein deutliches Faserbild der Glasmatte in Weiß bedeutet eine Ablösung und in vielen Fällen die Vorstufe der Osmoseschädigung.
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  • Avatar von ADMIN
    23.11.2020, 12:26
    ADMIN hat das Thema Edelstahl im Forum STAHL - KORROSION - OXIDATION erstellt.
    Als Edelstahl werden alle Stahlsorten bezeichnet, die in einer besonderen Verfahrensweise hergestellt wurden, einen hohen Reinheitsgrad besitzen und gleichmäßig auf vorgesehene Wärmebehandlungen reagieren. Aus dieser Definition ergibt sich, dass Edelstähle nicht ausschließlich legierte, bzw. hochlegierte Stähle sein müssen. Für die weitere Betrachtung beschränken wir uns jedoch auf die hochlegierten Edelstähle mit einem Chromgehalt von mindestens 10,5%. Einteilung hochlegierter Edelstähle Hochlegierte Edelstähle können auf Grund ihres Gefüges in folgende Gruppen eingeteilt werden: ferritische Edelstähle martensitische Edelstähle austenitische Edelstähle ferritisch-austenitische Edelstähle (Duplex-Stähle) Ferritische Edelstähle Die ferritischen Edelstähle werden wiederum in zwei Gruppen eingeteilt: mit ca. 11 bis 13% Chrom mit ca. 17% Chrom (Cr) Die 10,5 bis 13%igen Chromstähle werden aufgrund ihres geringen Chromgehaltes nur als korrosionsträge bezeichnet. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Lebensdauer, Sicherheit und Wartungsarmut im Vordergrund stehen und keine besonderen Anforderungen an das Erscheinungsbild gestellt werden. Dies ist zum Beispiel im Container-, Waggon- und Fahrzeugbau der Fall. Martensitische Edelstähle Die martensitischen Edelstähle mit 12 bis 18% Cr und mit Kohlenstoffgehalten über 0,1%, sind bei Temperaturen über 950 - 1050°C austenitisch. Ein schnelles Abkühlen (Abschrecken) führt zur Bildung eines martensitischen Gefüges. Dieses Gefüge besitzt speziell im vergüteten Zustand eine hohe Festigkeit, die mit steigendem Kohlenstoffgehalt noch weiter zunimmt. Martensitische Edelstähle werden zum Beispiel für die Herstellung von Rasierklingen, Messern oder Scheren eingesetzt. Austenitische Edelstähle Die austenitischen Edelstähle (auch: Chrom-Nickel-Stähle) mit Nickel-Gehalten über 8% bilden unter den Gesichtspunkten Verarbeitbarkeit, Korrosionsbeständigkeit und mechanische Eigenschaften die günstigste Kombination für den praktischen Einsatz. Die wichtigste Eigenschaft dieser Edelstahlsorte ist ihre hohe Korrosionsbeständigkeit. Aus diesem Grund werden austenitische Edelstähle in Bereichen mit aggressiven Medien eingesetzt, zum Beispiel beim Kontakt mit chloridhaltigem Seewasser und in der chemischen sowie der Lebensmittel-Industrie. Austenitisch-ferritische Edelstähle Austenitisch-ferritische Edelstähle werden wegen ihrer zwei Gefügebestandteile oft als Duplex-Stähle bezeichnet. Die hohe Dehnbarkeit bei gleichzeitiger Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit machen diese Stähle speziell geeignet für die Verwendung im Bereich der Off-Shore-Technik. Das Schleifen von Edelstählen Viele Bauteile aus Edelstahl werden am Ende des Berarbeitungsprozesses geschliffen. Klingspor bietet in seinem Produktsortiment eine Vielzahl an Schleifmitteln an, die speziell für die Bearbeitung dieses Materials geeignet sind. Dennoch sind bei der Bearbeitung von Edelstahl einige materialtypische Besonderheiten zu beachten, wenn am Ende ein dauerhaft zufrieden stellendes Ergebnis erzielt werden soll. Die werksseitige Oberflächenausführung, d.h. das gewalzte, gebeizte und/oder nochmals wärmebehandelte Material, sollte so gewählt werden, dass die Ausgangsoberfläche der später gewünschten Oberfläche bereits möglichst nahe kommt. Für die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl-Werkstücken ist schon im Vorfeld der Bearbeitung zu beachten, dass das Material richtig gelagert und transportiert wird. Zu vermeiden sind dabei insbesondere: Jede Art von Kontakt mit anderen Stählen (Stahlbürsten, Drahtseile). Oberflächen- und Kantenbeschädigungen sowie Scheuerstellen. Die Lagerung des Materials in Bearbeitungsbereichen oder gemeinsam mit anderen Stählen (z.B. Walzstahl). In Bezug auf die Korrosionsbeständigkeit gilt außerdem: je feiner die Oberfläche, desto höher die Beständigkeit gegen Korrosion. Schleifen Es gibt eine Vielzahl von Parametern, die Auswirkungen auf die Rauigkeit und die Optik der geschliffenen Oberfläche haben: Die Schleifmaschine mit den jeweiligen Kontaktelementen und Bearbeitungsparametern (Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten) Der Einsatz von Schleifhilfsstoffen (Öle und Emulsionen) Die Qualität des Schleifmittels Aufgrund dieser vom Schleifprozess vorgegebenen Randbedingungen kann keine pauschale Aussage über den Zusammenhang von erzielter Oberfläche und eingesetztem Schleifmittel gemacht werden. Um Missverständnissen bei der Vereinbarung von gewünschten Oberflächen vorzubeugen, sollten Grenzmuster und Rauigkeitswerte (Ra) im Vorfeld der Bearbeitung festgelegt werden. Schleifen und Korrosion Unabhängig vom verwendeten Edelstahl sollten beim Schleifen von nichtrostendem Stahl unbedingt die im Folgenden aufgeführten Maßnahmen beachtet werden: Schleifwerkzeuge nie zuerst auf Normalstahl und anschließend auf Edelstahl einsetzen! Schleifstäube unbedingt von allen Flächen gründlich entfernen! Edelstahloberflächen nie mit glühenden Funkenfontänen besprühen! Die Bearbeitungstemperaturen müssen so niedrig sein, dass es nicht zu einer Bildung von Chromcarbiden und damit zu interkristalliner Korrosion kommt. Sollte das Material anlaufen, ist unbedingt eine Nacharbeit erforderlich! Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Passicschicht in den bearbeiteten Bereichen neu ausbildet und die anderen Flächen nicht durch Lochkorrosion oder interkristalline Korrosion beschädigt werden. Info https://www.klingspor.de/schleifwissen/edelstahl
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  • Avatar von ADMIN
    23.11.2020, 12:20
    Einleitung Betrachtet man die nichtrostenden Edelstähle mit einem Cr-Gehalt von über 10,5 %, kann die Entstehung von Rost nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden. Selbst austenitische Edelstähle mit Cr-Gehalten von über 20 % und Ni-Gehalten von über 8 % können bei falscher Handhabung und Bearbeitung oder bei konstruktiven Mängeln rosten. Die Passivschicht Edelstähle reagieren ebenso wie normale Stähle mit Sauerstoff und bilden eine Oxidschicht. Bei Normalstahl reagiert der Sauerstoff jedoch mit den vorhandenen Eisenatomen und bildet eine poröse Oberfläche, die ein Fortschreiten der Reaktion zulässt. Dies kann bis zum vollständigen "Verrosten" des Werkstücks gehen. Bei nichtrostendem Edelstahl reagiert der Sauerstoff mit den in relativ hoher Konzentration vorhandenen Chromatomen des Stahls. Die Chrom- und Sauerstoffatome bilden eine dichte Oxidschicht, die ein Voranschreiten der Reaktion unterbindet. Diese Oxidschicht wird aufgrund ihrer Reaktionsträgheit gegenüber der Umwelt auch als Passivschicht bezeichnet. Die Ausprägung bzw. Haltbarkeit der Passivschicht hängt in erster Linie von der Legierungszusammensetzung des Stahls ab. Korrosion Für die Entstehung von Rost bei "nichtrostenden" Edelstählen gibt es zwei Gründe: die Passivschicht konnte sich nicht bilden oder die Passivschicht wurde zerstört Das Nichtbilden der Passivschicht kann nur durch ein hohes Maß an Sauberkeit vermieden werden. Bearbeitete Flächen müssen grundsätzlich von allen Rückständen gereinigt werden. Die im folgenden beschriebenen Korrosionsarten gehen von einer nachträglichen Zerstörung der Passivschicht aus: Abtragende Flächenkorrosion Abtragende Flächenkorrosion bezeichnet einen gleichmäßigen Abtrag der Werkstückoberfläche. Diese Korrosionsart tritt nur auf, wenn Säuren oder starke Laugen auf die Werkstückoberfläche einwirken. Liegt die jährliche Abtragsrate unter 0,1 mm, so spricht man von einer ausreichenden Beständigkeit des Werkstoffs gegen Flächenkorrosion. Lochkorrosion (Pitting) Lochkorrosion tritt auf, wenn die Passivschicht örtlich durchbrochen wird. Für das Aufbrechen sind Chloridionen verantwortlich, die im Beisein eines Elektrolyts dem Edelstahl die für die Bildung der Passivschicht notwendigen Chromatome entziehen. Es entstehen nadelstichartige Löcher. Das Vorhandensein von Ablagerungen, Fremdrost, Schlackeresten oder Anlauffarben führt zu einer Verstärkung der Lochkorrosion. Interkristalline Korrosion Interkristalline Korrosion kann auftreten, wenn sich unter Einwirkung von Wärme Chromcarbide an den Korngrenzen ausscheiden und bei Vorhandensein eines sauren Mediums in Lösung gehen. Dies geschieht bei folgenden Temperaturen: austenitische Stähle 450° - 850°C ferritische Stähle bei mehr als 900°C Kontaktkorrosion Kontaktkorrosion entsteht, wenn sich unterschiedliche metallische Werkstoffe miteinander in Kontakt befinden und von einem Elektrolyten benetzt sind. Der weniger edle Werkstoff wird angegriffen und geht in Lösung. Nichtrostende Stähle sind gegenüber den meisten anderen metallischen Werkstoffen edel. Info https://www.klingspor.de/schleifwissen/kann-nichtrostender-stahl-rosten
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  • Avatar von Musikanto
    16.11.2020, 10:50
    Vielen Dank Friedrich, dann bin ich mit den AF-Arbeiten schon fertig ;-))))
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  • Avatar von ADMIN
    14.11.2020, 12:10
    Hallo Klaus, ich liefere auch gerne mehr Antifouling. Je nach Anforderung streichen wir 1 - 2 Lagen. In der Adria, Wassertemperaturen bis zu 27°C, Dauerwasserlieger wo die Boote alle 3-4 Jahre einmal aus dem Wasser kommen streichen wir 2 Lagen/Wasserpass 1 Lage zusätzlich. Saisonwasserlieger wie in der Ostsee streichen wir 1 Lage, Wasserpass wegen der Reinigung eine Lage zusätzlich. Begründung: Das Antifouling hat im Durchschnitt einen Dockintervall von 18 Monaten. Da bei Seisonwasserlieger das Boot um die 6 Monate im Wasser ist, reicht ein Anstrich mehr als 2 Jahre. Natürlich kann sich der Verbrauch bei hohen Geschwindigkeiten, hohen Wassertemperaturen erhöhen. Z.B. die Gorch Fock bekommt auch nur 2 Lagen und geht dann alle 3 Jahre in den Trockendock. Saisonantifoulings meist für die Sportbootschifffahrt haben einen Bewuchsschutz um die 3-4 Monate. Da die Boote im Herbst aus dem Wasser kommen, dann abgekärchert und im Frühjahr einen Neuanstrich erhalten, genügt die Bewuchsschutzdauer. Die Folge ist dann die Schichtstärkenanreicherung nach ein paar Jahren mit den Abplatzungen. Grundsatz, Viel hilft nicht Viel und schadet meist mehr als es nützt. Grüße Friedrich, bleib gesund:)
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  • Avatar von Musikanto
    13.11.2020, 18:09
    Moin Friedrich Habe heute die erste Lage AF auf den Primer gestrichen. Jetzt sind alle Kollegen der Meinung, dass nun erstmalig nach Neuaufbau 2 Lagen AF da drauf gehören. Was meinst du ,soll ich noch eine zweite Lage streichen?
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    11.11.2020, 12:52
    Beschreibung Antifouling: Das Antifouling ist ein hydrolisierendes Silylacrylat-Antifouling. Bietet ausgezeichneten Bewuchsschutz und unvergleichliche Hull Performance. Dies wird durch zuverlässig vorhersagbare und stabile Selbstpolierungseigenschaften erreicht,die Rumpfabnutzung, Reibung und Geschwindigkeitsverlust reduzieren. Zu verwenden als Endanstrich nur inUnterwasserumgebungen. Geeignet auf zugelassenen Primern und Haftvermittlern auf Aluminiuim-, Stahl-, Verbundstoff- und Holzuntergründen. Kann bei Untergrundtemperaturen unter 0°C appliziert werde. Wir haben es mit Silylacrylat - γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan zu tun, oder einfach mit Silan - Silikon. Muss ein socher Anstrich erneuert werden, dann ist die Empfehlung des Hersteller, neuer Haftvermittler oder neues Antifouling, Jegliche Verunreinigung entfernen, diedie Haftung zwischen den Anstrichenbeeinträchtigen könnte. Ein überschrittenes Übersreichbarkeitsintervall bedingt je´nach Zustand Reinigung/Schleifen und/oder Applikation zusätzlicher Anstriche. Altes Antifouling mittels Frischwasserwaschen mit mindestens 300 bar Düsendruck entfernen. Rissige, abgeplatzte oder "Sandwich"Systeme vollständige Entfernung des Altsystems. Untergrund Vorbehandlung Applikationsmethoden, das Produkt kann appliziert werden mit Spritzausrüstung, Airless. Pinsel, Fellrolle kann verwendet werden. Es muss darauf geachtet werden, dass die spezifizierteTrockenschichtdicke erreicht wird.
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  • Avatar von Musikanto
    11.11.2020, 08:36
    Hallo Friedrich Ist ja beruhigend, dass der Primer noch fest wird ;-)))). Ich hatte eigentlich ordentlich gerührt und dann mit Fellrolle aus der Farbwanne gestrichen.
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  • Avatar von ADMIN
    10.11.2020, 19:14
    Hallo Klaus, der Grund ist, wenn nicht gründlich genug mit dem Rührstab und der Bohrmaschine aufgerührt wird. Des weiteren wird niemals aus der Dose gestrichen, sondern es wird umgetopft in eine Farbwanne. Der Grund ist, auch mit einen Rührstab lassen sich die Dosenränder und der Dosenboden nicht vollständig aufrühren. Damit werden nicht ausreichend die Lösungsmittel verteilt was dann Abplatzungen verursachen kann. Ansonsten ein wenig warten bis der primer fest ist. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Musikanto
    10.11.2020, 16:30
    Hallo Friedrich heute mit dem Primern angefangen (in der Halle, 11°). Nach dem Anschleifen und dem Entstauben/fetten mit Aceton ließ sich der Vinylprimer sehr gut streichen. Was mir auffiel: 90 % der Fläche wurde sehr schnell trocken und matt, ein Rest blieb glänzend und leicht klebrig. Woran kann das liegen? Was kann ich dagegen tun?
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  • Avatar von Musikanto
    03.11.2020, 09:03
    Vielen Dank Friedrich ;-))))) Dann ist es doch letztendlich gut, dass das AF so leicht abgeht und ich mit dem Sealer neu beschichten kann und dann endlich Ecoship draufkommt ;-))))))
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    02.11.2020, 23:50
    Hallo Klaus, wenn wir unter der grauen Schicht eine Türkis-grüne Farbe haben, dann wurde das Boot mit Gelshild 200 grundiert. Damit haben wir kein Problem wenn die Beschichtung mit 100-120 Körnung angeschliffen wird. Darauf 1 x Marine 470 Vinyl rotbraun, dann Marine 522 Ecoship schwarz oder umgekehrt gestrichen wird. Was mich interessieren würde, warum wurde da kein Haftgrund Primokon gestrichen. Bei dem Antifouling Micron Superior handelt es sich um ein Weichantifouling, da darf die Wasserliegedauer nur kurz unterbrochen werden, damit es keine Abplatzungen gibt. Ein solches Antifouling gehört nicht auf einen Saison-Wasserlieger. Grüße Friedrich
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von Musikanto
    02.11.2020, 18:01
    Und heute die Überraschung. Ich wollte das alte AF anschleifen und es kam mir in Plocken entgegen. Da wurde mir ganz anders und ich vermute mal, da hätte auch nicht mehr viel drauf gehalten. Also habe ich den Japanspachtel genommen und losgelegt. Das Ergebnis nach 2 Stunden sieht man in Bild 2. Unter dem AF ist jetzt so eine grau weiße Schicht, fühlt sich an wie Grundierung. Darunter schimmert es hellgrün. Ich denke wenn alles ab ist, werde ich diese graue Schicht anschleifen, dann Vinylprimer dann Ecoship, ist das so ok? lG Klaus
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  • Avatar von ADMIN
    02.11.2020, 10:44
    ADMIN hat auf das Thema Haftung von CR-Primer im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Koli, da wir über dem Epoxid 1 Komp. Beschichtungen haben, ist eine Nachbesserung mit einer 2 Komp. Beschichtung nicht möglich. Daher der Vorschlag mit dem 251 CR Primer. Die Übergänge sollten aber sauber angeschliffen werden. Über den CR-Primer können wir das Antifouling streichen. Grüße Friedrich
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  • Avatar von kolli
    01.11.2020, 17:40
    Hallo Friedrich, nach dem Kärchern meines Stahl-Unterwasserschiffes habe ich einige kleine Abplatzungen der Antorit-Epoxi-Primer-Beschichtung, ca. 1% der Gesamtfläche. Sie hatten mir tel. geraten die Fehlstellen mit dem 251 CR-Primer zu beschichten. Nun meine Frage : Haftet der Primer auf dem 2 Komponenten Primer von Höveling oder muß ich die Übergänge vorher mit dem 470 Sealer streichen ? Danke für die Hilfe. MfG Kolli
    1 Antwort(en) | 486 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.11.2020, 11:54
    Wir haben im Internet immer wieder Produktanbieter, die unter gleichen Namen Produkte anbieten, die nicht mehr den Stand der Technik entsprechen. Z.B. das Marine 522 Ecoship schwarz ist an der R-Nr. R-1522-5195-2200 und dem Logo AkzoNobel zu erkennen. Die R-Nummern und das Logo werden auf den Ediketten aufgedruckt und stellen damit sicher, dass das Produkt den aktuellen Stand des Hersteller entspricht. Ältere Waren meist aus restbeständen haben noch das Logo von BASF. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass mancher Produkte, sehr oft auch über Ebay anbietet, wie z.B. das Antifouling Marine 522 Fastline, das seit mehr als 4 Jahren nicht mehr hergestellt wird. Es werden nach unseren Wissen Antifoulings unter gleichen Namen angeboten, z.B. bei dem Marine 522 Ecoship, die z.B. 3 Anstriche anstelle 2 Anstriche erfordern. Auch hier wurde das Produkt vor mehr als 6 Jahren modifiziert und den aktuellen Stand angepasst, was an den Ediketten mit dem Logo BASF sofort zu erkennen ist. Es gibt auch alte mehr als 10-jährige Lagerbestände in den Werften, die dann über Ebay unter gleichen namen angeboten werden. Kein Antifouling-Hersteller bietet seine Produkte unter den Herstellerkosten an. Für 18,-€ den Liter, wie manche Antifouling angeboten werden, kann keiner ein SPC-Antifouling herstellen, da kosten bereits die Rohmaterialien-Inhaltsstoffe erheblich mehr. Im Grunde sind solche Produkte was die Verhältnismmäßigkeit betrifft, weit - weit überteuert. Wir arbeiten just and time, so dass unsere Produkte 2-3 Tage vor der Auslieferung vom Hersteller bezogen werden und somit auch immer den aktuellen Stand der Technik entsprechen. Bei Booten und Yachten handelt es sich um Wertobjekte die der Skipper erhalten möchte und nicht wie bei so vielen Yachte um eine Dauerbaustelle, besonders beim Unterwasserschiff mit erheblichen Folgekosten. Besonders der Service einer Beratung die auch den Einzelfall berücksichtigt, ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Verkaufserfolg. Es genügt nicht, nur eine Werbebeschreibung zu präsentieren, die meist der Verkäufer selbst nicht versteht. Wir erleben immer wieder, dass Händler für den Bootszubehör unser Forum zu eigen machen, um dann Ihre Produkte, sehr oft auch Produkte aus alten Lagerbeständen anbieten. Daher solltet Ihr immer auf die Edikettierung achten. Wir haben nun mal mit Firmen wie Waage - Schiffsausrüster - Hansa Schiffsfarben usw. nichts gemeinsam, die dann unser Forum oder auch unseren Service über Mailanfragen benutzen oder sich zu Eigen machen. Admin
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  • Avatar von ADMIN
    29.10.2020, 09:58
    Das passt so wie beschrieben. Der Saildrive ist eine Aluminiumlegierung Silumin und Korrosionsbeständig. Das Marine 470 ist PVC-Vinyl, ein Haft-Versiegelung-Sperrgrund. Das Antifouling enthält kein Kupfer, sondern Kupfer(I)oxide, ist ein Halbleiter der erst bei Temperaturen über 200°C elektrisch leitend würde, somit gibt es auch im Seewasser keine Elektrolyse. Grüße
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  • Avatar von Musikanto
    28.10.2020, 19:29
    Nun habe ich doch noch eine Frage. Kann ich den Saildrive genau so behandeln? Habe ja zum ersten Mal einen Saildrive. Also leicht anschleifen, säubern , Vinyl Sealer und Ecoship?
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von Musikanto
    27.10.2020, 17:44
    Ich danke dir
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    27.10.2020, 11:16
    Hallo Klaus, Aceton zum entfetten verwenden wir nur für den Gelcoat, oder 2 Komp. Beschichtungen, die durch Aceton nicht aufgeweicht werden. Bei 1 K. Beschichtungen würde die Beschichtung sich auflösen. Nach dem Primer wird das Antifouling aufgetragen, wobei nur die min. Überschichtungszeit zu beachten ist. Es ist kein Problem, z.B. Heute den Primer, nächste Woche das Antifouling. Das macht auch Sinn, da wir Auflagestellen haben und das Boot zur Nachbearbeitung umgesetzt werden muss. Es ist auch kein Problem, wenn jetzt im Herbst das Antifouling gestrichen wird, wenn das Boot nächstes Jahr in`s Wasser kommt. SPC-Antifoulings werden durch Abrieb im Wasser aktiviert. Längere Trockenintervalle von Herbst bis Frühjahr sollten nur bei den weissen und signalblauen Antifoulings vermieden werden. Grüße Friedrich
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von Musikanto
    27.10.2020, 07:55
    Noch eine Frage zum Anschleifen. Micron Superior ist ja drauf. Wenn ich es angeschliffen habe, um anschließend den Primer aufzutragen, kommt dann als Zwischenschritt noch Aceton oder ähnliches zum Einsatz oder kann nach dem Anschleifen direkt der Vinylprimer aufgetragen werden? Ich hatte irgendwo hier im Forum gelesen, wenn das alte AF nicht komplett weg ist und man mit Aceton abwäscht, dass dann alles verschmiert.
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von Musikanto
    27.10.2020, 07:38
    Hallo Friedrich ich liege zum Glück in einer trockenen und gut isolierten Halle. Von daher denke ich, dass ich das jetzt im Herbst noch machen kann. Du sagtest ja mal, dass es für das Ecoship kein Problem ist, wenn es im Herbst schon auf den Rumpf kommt. Ich weiß von anderen AFs , dass sie max. 3 Monate früher drauf dürfen. LG Klaus
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    26.10.2020, 21:33
    Hallo Klaus, die Trockenzeiten sind in den Produktdaten zu sehen. Siehe http://wp1079960.server-he.de/BASF/P_470.pdf Da werden minimal- Zeiten angegeben, die sich nach der Temperatur richten. Im Grunde kann da keiner was falsch machen, weil max. Zeiten nicht vorgegeben sind. Fehler werden aber gemacht, wenn der Taupunkt nicht beachtet wird. Im Grunde sollte jetzt um die Jahreszeit wegen der Luftfeuchte und Differenztemperatur zwischen Objekt und Luft nur noch in geschlossenen Räumen beschichtet werden. Je kühler es ist, um so länger dauert auch die Aushärtung. Da nicht Airless gespritzt wird, sind die optimalen Verarbeitungstemperaturen für den Anwender 16-23"C. Grüße Friedrich
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von Musikanto
    26.10.2020, 20:23
    Moin Friedrich Primer und AF sind bestellt. Noch mal kurz zur Vorgehensweise (Zeitintervalle). Altes AF nass anschleifen und trocknen lassen, soweit klar. Dann Primer drauf. Wie lange muss ich warten, bis ich auf den Vinyl Sealer das Ecoship streichen kann?
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    26.10.2020, 09:39
    Hallo Klaus, der Vinylprimer ist lieferbar, ich schätze dass unsere Bestände noch bis zum Februar reichen werden. Was nächstes Jahr ist, wissen wir noch nicht, denn Corona hat auch bei uns was die Lieferketten betrifft einiges durcheinander gebracht. Der Primer kann also nächstes Jahr zum Problem werden, wir haben aber bereits reagiert so dass keine Engpässe zu erwarten sind. Grüße Friedrich
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von Musikanto
    25.10.2020, 21:13
    Moin Friedrich alles klar, vielen Dank für die Antworten. War gestern schön zu sehen . Wir haben im Verein fast 100 Boote ausgekrant, die mit Ecoship sahen alle gut aus. Wann kann ich den Vinyl primer wieder bestellen? Wollte nicht AF und Primer seperat bestellen.
    24 Antwort(en) | 3942 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    25.10.2020, 17:49
    Hallo Klaus, das Ecoship enthält Kupfer(I)oxide, das ist ein elektrischer Halbleiter und wird erst elektrisch leitend bei Temperaturen von mehr als 200°C. Ich kenne keinen einzigen Anwendungsfall bei einen Saildrive, wo mit Ecoship ein Schaden oder eine Elektrolyse erfolgte. Der Saildrive ist eine Silumin-Aluminiumlegierung, da würde auch ohne Grundierung nichts passieren. Anbsonsten ist die Vorgehensweise richtig, nur das Marine 470 Vinyl dünn streichen. Die Gummimanschetten einfach überstreichen. Die sind aus Vitton-Gummi, da kann nichts passieren, ausser mal ein paar Abplatzungen, da nun mal das Antifouling nicht die Elastizität von Gummi hat. Die werden dann beim nächsten mal einfach wieder überstrichen. Die Gummimanschette muss neu verklebt werden. Gummi reinigen, alle alten Klebereste beseitigen, mit technischen Aceton nachreinigen. Beim Unterwasserschiff genauso verfahren, haben wir eine zusätzliche EP-Beschichtung auf dem Unterwasserschiff, dann muss alles was 1 K. ist beseitigt werden, 80-ziger Körnung anschleifen und nochmals vor dem kleben mit Aceton reinigen. Wird da nachlässig gearbeitet, dann lösen sich solche Klebeverbindungen. Am besten hat sich da ein PU-Kleber bewährt, da kann auch einer aus dem Bauhaus verwendet werden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Musikanto
    25.10.2020, 12:42
    Moin Friedrich mein Boot ist gestern gekrant worden, waren diverse Muschelarten und Bewüchse zu sehen. Konnte leider so schnell keine Fotos machen (Vereinsarbeit, bis ich oben beim Boot war, waren die beiden Kärcherer schon fertig ;-) ). Ich möchte doch, da beim letzten Boot die guten Erfahrungen gemacht, wieder Ecoship 522 nehmen. Also das Boot (AF) etwas anschleifen, 470 drau und Ecoship? Kann das Ecoship auch auf den Saildrive und vor allem auf die Gummiabdeckmanschette? Die sah nämlich richtig ferig aus mit vielen Muscheln und Gewächsen. lG Klaus
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  • Avatar von ADMIN
    23.10.2020, 19:15
    Beschreibung: Uni*Pro 250 ist ein polierendes Antifouling von International mit effektivem Schutz vor Organismen wie Schleim, Algen und tierischem Bewuchs.Polierendes Antifouling für Salz* und Süßwasser, für die professionelle Applikation geeignet.Entwickelt für den einjährigen Schutz von Segel* und Motorboot. Anmerkung:
    0 Antwort(en) | 355 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    23.10.2020, 10:57
    ADMIN hat auf das Thema Oberflächenvorbereitung im Forum FRAGE & ANTWORT - ALUMINIUM-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Horst, das Aluminium muss blank sein, wenn wir mit einer 2 K. Epoxid-Beschichtung grundieren. Da Sandstrahlen ausgeschlossen wurde, beschichten wir 1 x mit dem Marine 470 Vinyl. Das Vinyl hat eine sehr gute Haftung, versiegelt und verbindet sich mit dem Untergrund und ist der Haftvermittler für ein mehrjähriges SPC-Antifouling. Natürlich was lose ist muss entfernt werden. Nur, wir können damit auch weitere Ablösungen von alten Beschichtungen nicht verhindern. Wenn die alten Schichtstärken nicht zu dick sind, gibt es in der Regel keine Probleme. Das mit dem 180-220 Körnung ist ein Schreibfehler, ich meinte 80-120 Körnung. Die feine Körnung wird für PU-Lacke verwendet wenn die Überschichtet werden. Haben wir eine neue Yacht, dann lässt sich die Oxidschicht von Aluminium nicht dauerhaft entfernen. Auch wenn wir Aluminium blank schleifen, bildet sich sofort in wenigen Minuten eine neue Aluminium-Oxidschicht. Für solche Anwendungen gibt es extra EP-Beschichtungen die für Aluminium ausgelegt sind. Nur da muss das Aluminium blank sein. Beim Antifouling ist zu beachten, dass es kein Kupfer enthält sondern Kupfer(I)oxide. Diese Antifouling verwenden als Trägerkomponente Vinyl, daher auch der Haftvermittler mit Vinyl (PVC). Eine Elektrolyse ist bei den Seewasserfesten Aluminium nicht zu befürchten. Grüße Friedrich
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  • Avatar von ramailo
    23.10.2020, 00:43
    ramailo hat auf das Thema Oberflächenvorbereitung im Forum FRAGE & ANTWORT - ALUMINIUM-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Ich habe noch eine Zusatzfrage zum Thema Vorbereitung: Muss die Aluminiumoberfläche zwingend absolut blank sein? Sprich, die Oxidschicht komplett entfernt werden um den Primer auftragen zu können? Gruß Horst
    5 Antwort(en) | 4678 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    15.10.2020, 10:33
    Produktbeschreibung: Dies ist ein chemisch hydrolisierendes Silylakrylat-Antifouling auf dem aktuellen Stand der Technik. Bietet ausgezeichneten Bewuchsschutz und unvergleichliche Hull Performance. Dies wird durch zuverlässig vorhersagbare und stabile Selbstpolierungseigenschaften erreicht, die Rumpfabnutzung, Reibung und Geschwindigkeitsverlust reduzieren. Die glatte Ausgangsfläche sorgt für eine sehr gute Performance nach dem Ausdocken. Zu verwenden als Endanstrich nur in Unterwasserumgebungen. Kann bei Untergrundtemperaturen unter 0°C appliziert werden.Zulassungen und ZertifikateEntspricht der IMO Antifouling System Convention AFS/CONF/26.Farbtönedunkelrot, hellrotTypische VerwendungSchifffahrt:Empfohlen für den Unterwasserbereich während des Neubaus und der Dockung. Speziell vorgesehen als Premiumlösung für langsam fahrende Schiffe mit geringer Auslastung. Empfohlene Lösung für Bereiche mit starkem Bewuchs, wie Seekästen, um das Risiko durch invasive Arten zu minimiren. Dies Produkt bietet optimalen Schutz in bewuchsintensiven Gewässern oder Fahrten mit langen Liegezeiten. Das Produkt ist vorgesehen für lange Serviceintervalle und kann bis zu 90 Monate als Teil eines kompletten Beschichtungsystems eingesetzt werden. Für den Anwendungszweck geeignetes Korrosionsschutzsystem. Der empfohlene Haftvermittler für den nachfolgenden Antifoulinganstrich ist:Safeguard Universal ESoderSafeguard Plus.
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  • Avatar von ADMIN
    09.10.2020, 12:24
    Produktbeschreibung: Antifouling-Schutzumhüllung mit physikalischem Wirkungsprinzip,geliefert als druckempfindliche Klebefolie Verwendungszweck: Antifouling-Schutzisolierung von Oberflächen, die Frischwasserumgebungen ausgesetzt sind, wie Schiffsrümpfe oder treibende Konstruktionen. Produktinformation: Produktaufbau: Selbstklebende Umhüllung bestehend aus Trägerpapier, druckempfindlichem Kleber, Trägerfolie und Antifoulingschicht. • Trägerpapier: Siliziertes Papier • Druckempfindlicher Kleber: Modifiziertes Acryl • Trägerfolie: Polyester • Antifoulingschicht: Gehärteter Acrylkleber mit eingebetteten NylonfasernFarbe: Schwarz Vorbereitung der Oberfläche: Wie bei allen druckempfindlichen Folien ist es auch hier sehr wichtig, dass die Oberfläche, auf der die Folie aufgetragen werden soll, sauber, trocken und fettfrei bzw. frei von Ölen ist. Auch muss vor Anbringung der Folie erst eine geeignete Verbindungsschicht auf die zu beklebende Oberfläche aufgetragenwerden, beispielsweise eine Epoxid- oder Vinylgrundierung. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Finsulate Händler Anbringung: Vergewissern Sie sich, dass die Anbringung von Finsulate so geschieht, dass keine Falten oder Luftblasen in der Folie zurück bleiben. • Wo Falten im Material entstehen, schneiden Sie überlappende Bereiche heraus und pressen Sie die daraus entstehenden Nahtstellen fest zusammen.• Wo Luftblasen im Material auftauchen, lassen sich diese mit zwei Methoden entfernen: Entweder streichen Sie die Luftblase in Richtung Seitenende der Folie heraus, oder Sie machen mit einem Messer einen kleinen Schnitt, um so die Luftblase anschließend herausdrücken zu können. Schweißarbeiten: Sollten an einem Metallprodukt, das mit Finsulate behandelt wurde, Schweißarbeiten oder Brennschneiderarbeiten ausgeführt werden, so wird es dabei zu Rauchentwicklung und Freisetzung von Staub kommen. Daher erfordern solche Arbeiten stets entsprechend geeignete persönliche Schutzkleidung und auch eine geeignete Abgas-Absaugung im jeweiligen Arbeitsbereich. Liegt der Ausführungsortdieser Arbeiten in Nordamerika, dann halten Sie sich bitte an die Instruktionen, die in der Verordnung ANSI/ASC Z49.1 “Safety in Welding and Cutting.” Brennschneiderarbeiten", a.d.Ü.] aufgeführt sind. usw.
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  • Avatar von ADMIN
    09.10.2020, 12:24
    Produktbeschreibung: Antifouling-Schutzumhüllung mit physikalischem Wirkungsprinzip,geliefert als druckempfindliche Klebefolie Verwendungszweck: Antifouling-Schutzisolierung von Oberflächen, die Frischwasserumgebungen ausgesetzt sind, wie Schiffsrümpfe oder treibende Konstruktionen. Produktinformation: Produktaufbau: Selbstklebende Umhüllung bestehend aus Trägerpapier, druckempfindlichem Kleber, Trägerfolie und Antifoulingschicht. • Trägerpapier: Siliziertes Papier • Druckempfindlicher Kleber: Modifiziertes Acryl • Trägerfolie: Polyester • Antifoulingschicht: Gehärteter Acrylkleber mit eingebetteten NylonfasernFarbe: Schwarz Vorbereitung der Oberfläche: Wie bei allen druckempfindlichen Folien ist es auch hier sehr wichtig, dass die Oberfläche, auf der die Folie aufgetragen werden soll, sauber, trocken und fettfrei bzw. frei von Ölen ist. Auch muss vor Anbringung der Folie erst eine geeignete Verbindungsschicht auf die zu beklebende Oberfläche aufgetragenwerden, beispielsweise eine Epoxid- oder Vinylgrundierung. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Finsulate Händler Anbringung: Vergewissern Sie sich, dass die Anbringung von Finsulate so geschieht, dass keine Falten oder Luftblasen in der Folie zurück bleiben. • Wo Falten im Material entstehen, schneiden Sie überlappende Bereiche heraus und pressen Sie die daraus entstehenden Nahtstellen fest zusammen.• Wo Luftblasen im Material auftauchen, lassen sich diese mit zwei Methoden entfernen: Entweder streichen Sie die Luftblase in Richtung Seitenende der Folie heraus, oder Sie machen mit einem Messer einen kleinen Schnitt, um so die Luftblase anschließend herausdrücken zu können. Schweißarbeiten: Sollten an einem Metallprodukt, das mit Finsulate behandelt wurde, Schweißarbeiten oder Brennschneiderarbeiten ausgeführt werden, so wird es dabei zu Rauchentwicklung und Freisetzung von Staub kommen. Daher erfordern solche Arbeiten stets entsprechend geeignete persönliche Schutzkleidung und auch eine geeignete Abgas-Absaugung im jeweiligen Arbeitsbereich. Liegt der Ausführungsortdieser Arbeiten in Nordamerika, dann halten Sie sich bitte an die Instruktionen, die in der Verordnung ANSI/ASC Z49.1 “Safety in Welding and Cutting.” Brennschneiderarbeiten", a.d.Ü.] aufgeführt sind. usw.
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  • Avatar von ADMIN
    09.10.2020, 12:24
    Produktbeschreibung: Antifouling-Schutzumhüllung mit physikalischem Wirkungsprinzip,geliefert als druckempfindliche Klebefolie Verwendungszweck: Antifouling-Schutzisolierung von Oberflächen, die Frischwasserumgebungen ausgesetzt sind, wie Schiffsrümpfe oder treibende Konstruktionen. Produktinformation: Produktaufbau: Selbstklebende Umhüllung bestehend aus Trägerpapier, druckempfindlichem Kleber, Trägerfolie und Antifoulingschicht. • Trägerpapier: Siliziertes Papier • Druckempfindlicher Kleber: Modifiziertes Acryl • Trägerfolie: Polyester • Antifoulingschicht: Gehärteter Acrylkleber mit eingebetteten NylonfasernFarbe: Schwarz Vorbereitung der Oberfläche: Wie bei allen druckempfindlichen Folien ist es auch hier sehr wichtig, dass die Oberfläche, auf der die Folie aufgetragen werden soll, sauber, trocken und fettfrei bzw. frei von Ölen ist. Auch muss vor Anbringung der Folie erst eine geeignete Verbindungsschicht auf die zu beklebende Oberfläche aufgetragenwerden, beispielsweise eine Epoxid- oder Vinylgrundierung. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Finsulate Händler Anbringung: Vergewissern Sie sich, dass die Anbringung von Finsulate so geschieht, dass keine Falten oder Luftblasen in der Folie zurück bleiben. • Wo Falten im Material entstehen, schneiden Sie überlappende Bereiche heraus und pressen Sie die daraus entstehenden Nahtstellen fest zusammen.• Wo Luftblasen im Material auftauchen, lassen sich diese mit zwei Methoden entfernen: Entweder streichen Sie die Luftblase in Richtung Seitenende der Folie heraus, oder Sie machen mit einem Messer einen kleinen Schnitt, um so die Luftblase anschließend herausdrücken zu können. Schweißarbeiten: Sollten an einem Metallprodukt, das mit Finsulate behandelt wurde, Schweißarbeiten oder Brennschneiderarbeiten ausgeführt werden, so wird es dabei zu Rauchentwicklung und Freisetzung von Staub kommen. Daher erfordern solche Arbeiten stets entsprechend geeignete persönliche Schutzkleidung und auch eine geeignete Abgas-Absaugung im jeweiligen Arbeitsbereich. Liegt der Ausführungsortdieser Arbeiten in Nordamerika, dann halten Sie sich bitte an die Instruktionen, die in der Verordnung ANSI/ASC Z49.1 “Safety in Welding and Cutting.” Brennschneiderarbeiten", a.d.Ü.] aufgeführt sind. usw.
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  • Avatar von Fliegerjo
    08.10.2020, 16:45
    Danke für die ausführliche Antwort. A4 Gruß Jochen
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  • Avatar von ADMIN
    08.10.2020, 13:16
    Beschreibung: itBoatProte - Biozidfreier Anstrich für den Unterwasserbereich von Booten Permanente porendichte Easy to Clean Beschichtung für den Unterwasserrumpf. Dünnschichtiges + abriebbeständiges Beschichtungssystem Easy-to-clean-Effekt durch porendichte Oberfläche = leichte Reinigung des Weich- und Hart-Foulings Einfaches Auftragen durch Wischen oder Sprühen Freisetzung von umweltgefährdenden Stoffen ausschließen Sehr ergiebig: 0,5-1,0 l itBoatProtect reichen für ein 9 Meter Sportboot aus Transparent • Physikalisches • Wirkprinzip • In der Praxis getestet
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  • Avatar von ADMIN
    07.10.2020, 11:58
    Es werden immer wieder Folien als Bewuchsschutz für das Unterwasserschiff empfohlen die einen Bewuchsschutz bis zu 5 Jahren ermöglichen sollen siehe z.B. im Internet https://www.finsulate.com/wp-content/uploads/2019/12/produkt_datenblatt_finsulate_lakegrade_de.pdf. Wie uns seit Jahren bekannt ist, gibt es zahlreiche ähnliche Versuche mit Silikon oder Silane die sich im Grunde alle nicht bewährt haben. Zuerst war es die Haifischhaut eine Silikonbeschichtung mit Granulat, dann ohne Granulat, dann kamen die Nanos mit Silane und nach 2-3 Jahren sind diese Produkte alle wieder verschwunden und viele Skipper werden das Zeug wegen den Antihaftbeschichtungen nicht mehr los. Es gibt sicherlich Anwendungsfälle, wo solche Produkte bestens geeignet sind und auch Sinn machen. Daher sind solche Produkte nicht schlecht, nur weil die für den Anwendungsfall nicht geeignet sind. Im Grunde wie bei allen Bewuchsschutzsystemen, die Wahl eines Bewuchsschutz wird bestimmt, welche Anforderungen der Bewuchsschutz erfüllen soll und da sollte der Skipper bei der Wahl sich nicht vom Bootsnachbarn oder einer Werbung beeinflussen lassen, da nun mal jede Anforderung unterschiedlich ist. Da wird geworben mit Industriestandard der oft nicht einmal im Ansatz erfüllt wird, da werden 50 -100 Meter Yachten gezeigt wo sich solche Folien theoretisch bewährt haben sollen. Das ist wie mit dem Copershield - Kupferantifouling, gibt noch an die 15 weitere Produkte die vom Inhalt lt.Sicherheitsdaten identisch sind, eine Kupferbeschichtung wo das Kupfer nicht elektrisch leitend ist :rolleyes:, Tidenkraftwerke angeblich gestrichen:confused: werden und mehr als 10 Jahre einen Bewuchsschutz ermöglicht. Zahlreiche solcher Produkte kann sich jeder für ein paar Euro selbst anmischen. Z.B. mit 5 Liter Epoxid für 35 Euro, dazu 5-6 Kg Rohkupferpulver vür 3-4 Euro und schon hat einer für ca. 40 Euro einen Bewuchsschutz für mehr als 10 Jahre bei einer 35 Fuss Yacht. Firmen wie BASF, International, Hempel, Nippon, Jotun usw. müssen doch wirklich doof sein, wenn die ein solches Produkt der Schifffahrt vorenthalten, denn kein einziges Antifouling lässt sich so einfach und preisgünstig herstellen. Z.B. VC17m ist ein Kupferantifouling wie Coppercoat, hat noch zusätzlich Teflon als Antihaftbeschichtung, ansonsten identisch und funktioniert zum Beispiel in der Adria keine 3-4 Wochen. Z.B. Miesmuscheln extrahieren eine Klebstoff, der auf Silane, Silikon, Teflon, PTFE bestens haftet. Das sieht dann nach 5 Monaten z.B. in der Marina Travemünde so aus, mit einer Kupferbeschichtung und Teflon. Was noch in kühlen Gewässern halbwegs funktioniert, wird in wärmeren Gewässern zur Dauerbaustelle. Kommt das Boot zur Reinigung aus dem Wasser, dann lässt sich der Bewuchs ohne Beschädigung der Folie nicht beseitigen. Natürlich macht zum Beispiel ein Kupfer- Dünnschichtantifouling mit Teflon bei einen Gleiter, Trailerboot, hohe Geschwindigkeiten, kurzen Wasserliegezeiten Sinn, dafür wird es auch hergestellt. Es macht aber keinen Sinn, wenn einer glaubt, das funktioniert als Wasserlieger im Bodensee oder in der Adria, da ist es nach unseren Erfahrungen eine Arbeitsbeschäftigung und Geldvernichtung. Sehr gut am Kiel zu sehen, der Unterschied von einen Antifouling und einer Kupferbeschichtung mit Teflon. Wir haben jedes Jahr ähnliche Produkte, - wir sagen immer, das ist das Huhn das goldene Eier legt - die vom Markt wegen erheblichen Aplikationsschäden und Folgekosten nach 2-3 Jahren wieder verschwinden. Erfolgen dann Rückfragen bei den Lieferanten oder Beschichtern, dann ist da keiner mehr zu erreichen. Natürlich haben auch solche Folien auf Grund der Antihafteigenschaften einen geringen Bewuchsschutz. Das ermöglich jede Metallschutzfarbe mit geringeren Aufwand, oder oft genügt einfaches einfetten. Wir haben in der Ostsee inzwischen an die 30 000 km² totes Gewässer. Da ist es egal was einer streicht, denn es ist kein Bewuchs vorhanden und die Skipper sind immer zufrieden egal was gestrichen wurde. Leider gibt es in Sachen Bewuchsschutz keine Wunder, würden solche Beschichtungen Sinn machen, denn die Folien oder Kupferepoxid-Beschichtungen kosten für den m² nur ein paar Cent, dann würde die gesammte Handelsschiffahrt die alle 2-3 Jahre in den Dock muss, hundert tausende ausgibt, solche Produkte auch anwenden. Admin:confused:
    0 Antwort(en) | 383 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    07.10.2020, 10:23
    ADMIN hat auf das Thema AF Neuaufbau Sescape 24 im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Cord, beim Entkalker funktionieren auch Produkte auf Phosphorsäurebasis, kein Problem. Auch eine 5% Salzsäuere kann den Gelcoat nicht beschädigen. So wie ich das verstehe, muss auch mit längeren Wasserliegezeiten kalkuliert werden, s0 dass ein Bewuchsschutz erforderlich ist. Grundsätzlich braucht aber jedes Antifouling eine Aktivität, damit Biozide frei gesetzt werden und bestehender Schleim der die Haftgrundlage für den Bewuchs bildet, abgewaschen wird. Wir haben somit eine unterschiedliche Auslastung und das Antifouling muss mechanisch belastbar sein wegen dem trailern. Im Grunde haben wir eine Situation wo kein Antifouling gerecht wird. VC17 m ist ein Dünnschichtantifauling mit Kupfer und Teflon, für Trailerboote hohe Geschwindigkeiten optimal. Nur für kurze Liegedauer, kein Schutz bei tierischen Bewuchs. Sollte das nicht funktionieren, dann können wir mit anderen Produkten wegen dem Teflon nicht überschichten. Als Haftgrund ist ein VCTar2 erforderlich, eine Epoxid-Quarz Beschichtung. Bei Trilux istals Haftgrund 1 x Intertuf 203 erforderlich. Trilux lässt sich mit anderen Antifoulings überschichten, so dass ein Produktwechsel erforderlich ist. Nachteil ist der Bewuchsschutz, so dass das Boot alle 3-4 Wochen bei Bewuchs gereinigt werden muss. Es erfordert eine hohe Auslastung sonst funktioniert es nicht. Da es jedes Jahr 1-2 x gestrichen wird, bekommen wir nach ein paar jaahren eine Schichtstärkenanreicherung der nutzlosen Trägerkomponente, was dann zu Abplatzungen führt. Haben wir starken Bewuchs, dann bedarf es nun mal der Keule, wobei kein Antifouling bei Seepocken noch funktioniert. Seepocken werden übertragen durch Grundberührung, Fender, Muringleinen. Die Krebse zementieren sich an, vermehren sich gegenseitig und haben keinen Kontakt zum Antifouling so dass sich die vermehren können. Das einzige Biozid dass den Befall noch reduzieren kann ist Try-o-cresylphosphat siehe http://www.gifte.de/Chemikalien/tri-o-cresylphosphat.htm Dieses Produkt enthält nur das Marine 522 Ecoship, ein selbstabschleifendes Antifouling das auch die Bundesmarine verwendet. Die Überlegung ist, reicht das Trilux nicht aus, dann müssen wir nochmals grundieren und mit dem Ecoship überschichten. Damit haben wir eine unnütze Schichtstärkenanreicherung die wegen dem trailern zu vermeiden ist. Die Wahl ist also Trilux auzuprobieren, wenn es funktioniert mit Trilux weiter machen, oder gleich die Keule mit Ecoship, das je nach Auslastung alle 2-3 Jahre 1 x überschichtet wird. Da geht aber dann nur die Farbe schwarz oder rotbraun. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 815 mal aufgerufen
  • Avatar von cortison
    05.10.2020, 20:47
    cortison hat auf das Thema AF Neuaufbau Sescape 24 im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, vielen Dank für die superschnelle und kompetente Antwort. Ich habe mich etwas missverständlich bezüglich des Nutzungsprofils ausgedrückt, primär liegt das Boot in Strande, d.h. es kann auch vorkommen, dass gar nicht getrailert wird. Mir ging es bei der Angabe nur darum, die Belastung durch das Trailern zu berücksichtigen. Meine Reinigungsmöglichkeit besteht aus einem Gurt, der unter dem Boot durchgezogen wird, kärchern geht bei uns leider nicht. Gehe ich recht in der Annahme, dass mit dieser Präzisierung eher Trilux33 oder VC17m angebracht wäre? Die Verschmutzung des weißsen Antifoulings ist ein gutes Argument, dann werde ich auf grau oder noch dunkler wechseln. Zu dem Entkalker: ich habe hier überwiegend Produkte auf Phosphorsäurebasis gefunden, wären die geeignet? Wie stark müsste alternativ Salzsäure verdünnt werden? Funktioniert die 5%ige ohne das Gelcoat anzugreifen? Vielen Dank für Deine Hilfe Cord
    3 Antwort(en) | 815 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    05.10.2020, 17:25
    ADMIN hat auf das Thema AF Neuaufbau Sescape 24 im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Cord, der Zement von Seepocken, Röhrenkalkwürmern lässt sich mit einen Entkalker entfernen. Als zusätzliches Hilfsmittel eine Stahlwolle verwenden, denn die glättet und beschädigt nicht den Gelcoat. Es funktioniert auch verdünnts Salzsäure. Die oft empfohlene Oxalsäure reicht da nicht aus. Was den Osmoseschutz betrifft, das ist der Gelcoat. würde eine höhere Schichtstärke ein besserer Schutz sein, dann würde der Hersteller 2 oder drei Lagen zusätzlich in die Form spritzen. Hat derr Gelcoat keine Beschädigungen, dann wird der nicht verstärkt sondern versiegelt um die Eigenschaften des Gelcoat zu bewahren. Im Grunde ist bei der beschriebenen Auslastung kein Bewuchsschutz erforderlich, denn um eine Verfestigung zu vermeiden genügt einfetten z.B. mit einen Seilfett, das geht einfach und schnell. Weiße Antifoulings machen nur Sinn in entsprechend sauberen Gewässern, aber nicht in der Ostsee. Die werden dann nach einer Zeit schmutzig braun und müssen dann jedes Jahr neu gestrichen werden. Dabei kommt es dann zu Schichtstärkenanreicherungen, Abplatzungen und dann wird es richtig teuer. Das Seilfett ist dünnflüssig, kann mit einer Putzwolle oder Fellrolle einfach aufgetragen werden und wird nach ein paar Stunden hart. Damit wird eine Verfestigung vom Bewuchs für 4-6 Wochen verhindert, so dass sich das Boot einfach abkärchern lässt. Ein einfache und preiswerte Lösung. Erst wenn das nicht funktioniert dann rate ich zu einen Trilux33 von International oder auch VC17m, ein Dünnschichtantifouling für Trailerboote. Grüße Fredrrich
    3 Antwort(en) | 815 mal aufgerufen
  • Avatar von cortison
    05.10.2020, 15:29
    Hallo, ich möchte an meiner Seascape 24, Bj. 2016 das Unterwasserschiff mit Antifouling versehen. Leider hat der Vorbesitzer das Boot eine zeitlang im Wasser gelassen ohne es zu reinigen oder zu bewegen, so dass sich auf dem bislang unbehandelten Gelcoat Pocken gebildet haben (Boot lag im Oslofjord). Die Pocken habe ich zunächst grob entfernt, die typischen "Ringe" im Anhaftbereich sind aber noch vorhanden. Gibt es neben der mechanischen Entfernung der Pockenreste noch Alternativen hierzu? Ich befürchte, dass das Gelcoat die Entfernung der Pocken nicht unbeschadet überleben wird. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass der Neuaufbau mit einem Epoxyprimer (auch zum Osmoseschutz) sillvoll wäre, jetzt habe ich hier aber vielfach gelesen, dass es keinen wirksamen Osmoseschutz durch Epoxy gibt. Wie sähe also in meinem Fall ein empfehlenswerter Neuafbau aus? Mein Hauptliegeplatz ist Strande an der Ostsee, das Boot soll aber auch bis zu 3x pro Saison getrailert werden. Winterlager von November bis März. Eine monatliche Reinigung des Unterwasscherschiffs ist wärend der Wasserliegezeit möglich. Aus optischen Gründen würde ich ein weißes oder hellgraues AF bevorzugen. Das Marine 522 AF Ecoship / weiß wird allerdings nicht für Saisonlieger empfohlen, gibt es Alternativen? Ich hoffe die o.g. Informationen sind ausreichend, ansonsten bitte gern melden. Vielen Dank Cord Hall
    3 Antwort(en) | 815 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    05.10.2020, 12:03
    Hallo, zuerst einmal, es gibt keinen Osmoseschutz bei Polymeren, das ist eine reine Verkäufererfindung. Wäre das möglich, dann würde jeder Hersteller einen solchen Schutz auftragen. Das ist auch physikalisch nicht möglich, denn die H2O-Feuchtemöleküle sind viel - viel kleiner als die Riesen-Polymer-Kettenmoleküle, so dass die Feuchte jedes Polymer langsam durchdringt. Der beste osmotische Schutz ist nun mal der Gelcoat, der nur 0,6-0,8 mm dick ist und den die Skipper mit Begeisterung durch anschleifen massakrieren. Wir können osmotische Schäden reparieren, aber im Grunde nicht verhindern. Wenn wir den Gelcoat mit 2 Lagen EP abdecken, dann verhindern wir sichtbare Blasen, darunter aber geht der Prozess weiter bis zur Delaminierung vom Laminat. Eine GFK-Yacht nimmt nun mal Feuchte auf und muss auch Feuchte abgeben können. Schließen wir die Feuchte ein, dann schadet das mehr als es nützt. Die sichtbare grünlich - türkisfarbige Schicht ist ein Gelshield 200 und die lässt sich auch nicht abbeizen. Wenn alles runter ist, müssen die Beizrückstände gründlich abgewaschen werden. Dann das Gelshield sauber schleifen, 1 x Marine 470 rotbraun, 1 x Marine 522 Ecoship schwarz bei Saisonwasserlieger. Bei Jahreswasserlieger 2 Lagen beim Antifouling, beim Wasserpass auf 10 cm erfolgt wegen der Reinigung immer ein zusätzlicher Anstrich. Es gibt sicherlich Anwendungsfälle wo z.B. ein Gelshield 200 sinnvoll ist, wie z.B. als Opferbeschichtung wenn Boote trocken fallen. Auch bei Booten die ständig getrailert werden um mechanische Schäden zu vermeiden. Damit lassen sich bereits entstandene osmotische Schäden wie die Blasenpest (ist keine Osmose) reparieren, wobei da Reaktiv-Harze die bessere Lösung sind. Wenn das Boot nach dem abbeizen i.O. ist, müssen wir auch nichts machen. Haben wir sichtbare Schäden nach dem abbeizen, dann bitte nochmals Bilder. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 686 mal aufgerufen
  • Avatar von Fliegerjo
    04.10.2020, 16:59
    Hallo, ich würde gerne an meinem Boot (GFK BJ 2016) den Antifouling Anstich erneuern. In dem Zuge würde ich gerne mit Internationalen Gelshield 200 einen Osmoseschutz auftragen. Nachdem ich nun angefangen habe den Antifouling Anstrich abzukratzen, komme ich auf grünliche/transparente Grundierung, vermutlich aus epoxy. Zumindest wird sie durch abbeitzen nicht weich. Nun frage ich mich, ob ich auf diese Grundierung mit dem Gelshield 200 drauf kann, oder ob das auch runter muss? Ich habe mal 2 Fotos angehängt, an denen man das Antifouling mit der Wasserliene und der Grundierung erkennen kann. Kann mir hier jemand bitte helfen. Schon mal danke für die Unterstützung.
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  • Avatar von ADMIN
    01.10.2020, 14:08
    Hallo Thomas, die Berechnung ist richtig, wobei viele inzwischen die Arbeiten selbst durchführen. Wichtig ist dabei ein Lagerbock, so dass das Boot an allen Seiten bearbeitet werden kann. Wenn also ein solcher Bock vorhanden ist, dann lässt sich das in 2-3 Tagen erledigen. Abschleifen mit einen Exenterschleifer, Staubmaske aufsetzen, auch einen Wegwerfanzug, da die Antifoulingreste nicht gesund sind. Schleifen würde ich mit einen Tag kalkulieren. Den Primer streichen eine Stunde, über Nacht warten und am Folgetag wenn es sehr warm ist in den Vormittagsstunden 1 x Ecoship, Spätnachmittag den zweiten Anstrich. Da das Boot doch sehr schwer ist, 2 Tage warten damit der Anstrich beim kranen nicht beschädigt wird. Der Bereich wo die Auflagen sind wie bei den Lagerbockstützen, lässt sich dann am Kran erledigen. Primer ist in 10-15 Minuten handtrocken, Antifouling darüber, 10 Minuten die zweite Lage. Nach ca. 30 Minuten kann das Boot in`s Wasser. Natürlich machen das auch Werften, wobei es sich da meist um Anstreicherfirmen handelt. Da sollte einer dabei sein wenn diese Arbeiten gemacht werden. Die nehmen auch keine Rücksicht auf den Taupunkt was dann immer zu Abplatzungen führt. Da kommen dann immer Ausreden. Die Firmen haben bei den Antifoulings der Sportbootschifffahrt hohe Nachlässe, bei Industriebeschichtungen wie in diesen Fall gibt es keine Sondernachlässe für die Firmen. Grundsatz, der Kunde bestimmt die Anwendung und auch das Produkt. Für die meisten Werften, wie z.B. der Yachtverband in Rom, Wien usw. ist das Selbstverständlich, denn nur der Skipper kann den Anwendungsfall beurteilen. In Italien werden dann meist die Produktdaten in englisch angefordert was kein Problem ist, sind hinterlegt zum ausdrucken. Bei der Bootsgröße schätze ich um die 3000,-€ ohne Material für die Ausführung der Arbeiten in einer Werft. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 843 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.10.2020, 13:43
    Hallo Emil, eine Phosphatierung ist eine Vorbehandlung mit Phosphorsäure. Dabei erfolgt eine geringe Passivierung der Oberfläche, bestehender Rost wird in ein Oxid umgewandelt. Bekannt ist das Verfahren mit den Rostumwandlern, da haben wir immer eine Phosphatierung. Was also manchmal bei einen rostigen Gartentor oder Auto Sinn macht, schadet in der Regel im maritimen Bereich mehr als es nützt. Daher sauber schleifen, Rost beseitigen. Bei solchen Anwendungen haben wir es immer mit Säure zu tun, bzw. Säureresten die Probleme beim Überschichten verursachen. Gruß Friedrich
    3 Antwort(en) | 872 mal aufgerufen
  • Avatar von Käptn Knuspe
    01.10.2020, 13:42
    Lieber Friedrich, ich bedanke mich vielmals! Wenn ich bei meinem Boot (LÜA: 12,5m, Breite: 3,66m, Tiefgang: 0,9m) eine Wasserlinie von 10,5m annehme (Badeplattform ist ja auch in der LÜA eingerechnet) dann komme ich auf knapp unter 50m² - denkst du dass es reicht wenn ich 50m² annehme und den Primer bzw. das AF für diese Fläche bestelle? (AF x 2 weil ja 2 mal streichen). Fändest du es sinnvoller wenn ich das selber mache oder bei einer Werft in Auftrag gebe und eben den Primer und das AF selbst beschaffe? Wie gesagt Erfahrung habe ich aktuell noch keine, bin als Laie. Danke und liebe Grüße, Thomas
    3 Antwort(en) | 843 mal aufgerufen
  • Avatar von emil99
    01.10.2020, 13:16
    Hallo Friedrich, besten Dank für die schnelle Antwort. Im Datenblatt steht, dass eine Phosphatierung die Schutzwirkung erhöht. Was ist damit gemeint? Habe an Bord so eine Phosphatlösung um Rost zu entfernen/abzuwaschen. Ist sowas damit gemeint? Eine 2l Gebinde ist wohl günstiger. Wie lange kann ich die Dose dann geöffnet verwenden? Gruß Emil
    3 Antwort(en) | 872 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.10.2020, 12:59
    Hallo Thomas, in den Lagunen in der nördlichen Adria haben wir es mit Röhrenkalkwürmern zu tun. Da muss sich jeder ehrlich machen, es kann noch ein wenig reduziert werden, aber es gibt kein zulässiges Antifouling das einen Bewuchs verhindern kann. Was noch bei Muschelbewuchs zu 100% funktioniert, funktioniert nicht mehr bei diesen Würmern, auch bei Seepocken wird es wegen der zunehmenden Resistenz immer schwieriger. Ein Hartantifouling erfordert eine hohe Aktivität - Geschwindigkeit, kurze Wasserliegezeiten, daher meist für Trailerboote. VC-Antifoulings mit Teflon, auch nur für kurze Wasserliegezeiten, hohe Auslastung, in der Adria vergebliche Liebesmühe. Polierende Weichantifoulings wären geeignet, aber nach 3-4 Monaten sind die Biozide ausgelaugt, so dass jedes Jahr erheblicher Bewuchs zum Jahresende anfällt und im Frühjahr wird dann wieder 2-3 mal gestrichen. Micron Extra, WA, EU hält länger, guter Bewuchsschutz wenn das Boot nicht bewegt wird, starke Schichtstärkenanreicherung wegen erodieren. Die Folge ist dann eine unnötige Schichtstärkenanreicherung und nach ein paar Jahren kommt es zu den Abplatzungen und erheblichen Aplikationsproblemen. In der Adria rate ich immer zu einen SPC - selbst abschleifend - selbst glättend - tropentauglich und mehrjährigen Antifouling so wie es die Gorch Fock oder unsere Bundesmarine verwendet. Bei den Segelyachten haben wir bei 2 Anstriche meist 3-4 Jahre Bewuchsschutz. Bei den Motoryachten verkürzt sich der Bewuchsschutz je nach Auslastung und Geschwindigkeit, aber 2 Jahre müsste es reichen. Wenn der Untergrund fest ist, dann sauber mit 80-100 Körnung anschleifen, darauf 1 x Marine 470 Vinyl Farbe rotbraun, Ergiebigkeit ca. 6-7 m²/Ltr. dünn streichen, dann 2 lagen Marine 522 Ecoship Farbe schwarz, Wasserpass einen zusätzlichen Anstricht, Ergiebigkeit 7-8 m²/ltr. Das müsste dann wie bei der GorchFock für 2-3 Jahre reichen. Vorsicht beim streichen, Augenschutz, Vinylhandschuhe anziehen und mit der Bohrmaschine gründlich aufrühren, aus der Farbmischwanne streichen. Das Antifouling enthält Trykresyphosphate, siehe http://www.gifte.de/Chemikalien/tri-o-cresylphosphat.htm, ist noch zulässig, mehr geht aber nicht. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 843 mal aufgerufen
  • Avatar von Käptn Knuspe
    01.10.2020, 11:14
    Hallo lieber Friedrich, als Erstes möchte ich mal ein großes Lob aussprechen für das was du hier tust - nämlich Unwissenden zu helfen, und das mit größtmöglicher Kompetenz - danke dafür! A4 Nun zu meinem Anliegen, ich habe zwar schon 2 Threads zum Lagunenwasser in der Adria gefunden, allerdings waren das beide Male Segelyachten, deshalb habe ich jetzt einen neuen Beitrag erstellt: Ich bin seit Ende 2019 Besitzer einer Motoryacht, 40 Fuß aus 2000. Antifouling wurde 2019 im Frühjahr das letzte Mal gemacht, bei der Überstellung im Februar 2020 war zwar etwas Bewuchs, aber durch die Fahrt gleich wieder weg. Nach dieser kurzen ersten Bootssaison jetzt fällt auf dass der Bewuchs immer stärker wird wenn wir mal 1 Monat nicht da sind und mittlerweile geht durch die Gleitfahrt alleine auch nicht mehr alles ab.. Ich habe den Vorbesitzer kontaktiert welches AF da drauf ist, befürchte aber ich werde hierzu (wie zu vielen anderen Dingen auch), keine Antwort erhalten. Was tun wenn mir das vorherige AF nicht bekannt ist? Muss dann alles runter und neuer Primer + neues AF? A2 Und welches Antifouling würdest du empfehlen? Sind Dauerwasserlieger, Boot wird in der Saison 1 mal im Monat bewegt, Marschfahrt um die 18 Knoten, Maximalgeschwindigkeit 22 Knoten.. oft fahren wir aber auch nur in die Lagune zum baden und dann wieder rein, also max. Geschwindigkeit da nur 6 Knoten. Ich habe nun ein Angebot für ein Antifouling, allerdings tragen die 2 Schichten Antifouling: Hempel Hard Racing auf, habe mich bisschen informiert und gesehen dass dies eigentlich ein AF für schnellere Boote ist? Weiters kann ich mir nicht vorstellen dass das dann lange hält.. Was wäre denn das Beste AF für die Lagune? Oder überhaupt besser in eine Trockenmarina mit Kranpass zu gehen und aufs AF zu verzichten? Vielen lieben Dank und herzliche Grüße, Thomas
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  • Avatar von ADMIN
    01.10.2020, 10:43
    Hallo Emil, für Flickarbeiten empfehle ich bei Stahl den Marine 251 CR Primer. Das ist Chlorkautschuk mit Zinkoxiden für den Korrosionsschutz und lässt sich mit dem Antifouling überschichten. Das geht einfach und schnell, auch wenn mal wieder nachgebessert werden muss. Datenblatt zum ausdrucken http://wp1079960.server-he.de/BASF/251.pdf Ich muss mich aber da ehrlich machen, das ist natürlich kein 100% Korrosionsschutz, nur zu einen Korrosionsschutz mit Zink-Eisenglimmer-Multicoat-Marine470 Vinyl fehlt die Verhältnismäßigkeit. Primokon ist eingedicktes Naphtha - Erdöl somit kein Korrosionsschutz, Zinga wäre nicht schlecht, wenn es mit einen 2 K.EP 346 Multicoat abgedeckt würde, hat aber Probleme beim überschichten mit der Haftung. Daher am einfachsten den Chlorkautschuk der sich einfach nachbessern lässt. Grüße Friedrich
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  • Avatar von emil99
    30.09.2020, 19:34
    Moin Friedrich, gerade das Boot zum Winterlager gekrant. Beim Reinigen des Rumpfes bin ich u.a. mit einer Rundfeile von außen mal in die Borddurchlässe/Lenzrohre rein. Soweit alles sauber gemacht und das alte AF entfernt. Nun stellt sich die Frage, wie ich diese kleinen Flächen vorsorglich vor Korrosion schützen kann, bevor dann im Frühjahr wieder das neue AF gestrichen wird. Was kannst Du mir hierfür empfehlen? Ein kleines Rohr mit Watte bestückt würde ich mir dann als Pinsel-Ersatz vorstellen. Von Primocon hältst du ja nicht viel. Mit Zinga muss ich sagen, habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht. Gruß Emil
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  • Avatar von ADMIN
    27.09.2020, 16:20
    Hallo Klaus, was auf den TE-Epoxidbeschichtungen haftet ist der Marine 470 Vinyl, Intertuf 203, Marine 251 CR-Primer. Intertuf Farbe grau verwendet Aluminiumoxid, Marine251 CR Zinkoxide für den Korrosionsschutz. Beim Antifouling sollte Ecoship verwendet werden, das enthält zusätzlich Zinkoxide und passt zum CR-Primer. Im Grunde kann aber auch das Intertuf verwendet werden. Mir ging es um die einfachere Nachbesserung, daher habe ich wegen den Zink den CR-Primer empfohlen. Das Problem ist daher immer die TE-Beschichtung die überschichtet wird. Bei blanken Stellen könnten wir Zink-Multicoat dann Intertuf anwenden, aber da sollte gestrahlt werden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von 4klaus44
    26.09.2020, 16:27
    Hallo Friedrich, danke für die schnelle Antwort. Ich wollte das Strahlen vom gesammten Rumpf eigentlich vermeiden, weil, wie ich gesehen habe, unter dem alten Spachtel das Eisen noch blank ist. Auch die Ausbesserung am Bug, die ich vor einigen Jahren gemacht habe,Bleche eingeschweisst, gestahlt und mit Watertite gespachtelt, ist bis heute ( nach gut 10 J. ) noch einwandfrei und ohne Risse. Welcher Teeranstrich verwendet wurde ist unbekannt. Da Schless aber vorwiegend Berufschiffe wie Polizei und Behördenboote gebaut hatte (meins ist eine von 3 Jachten, die dort gebaut wurden), gehe ich davon aus, dass Material für Berufsschiffahrt verwendet wurde. Letzlich ist die Frage, was sinvollerweise auf der Spachtelung verarbeitet werdn sollte. Wie oben schon geschrieben, hat die Rep. ( s. Bilder) gehalten. Gruß Klaus
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  • Avatar von ADMIN
    26.09.2020, 10:29
    Halo Klaus, Primokon ist Naphta, eingedicktes Erdöl und hat keinerlei Korrosionsschutz. Was Stahlspachtelungen betrifft, die funktionieren im Maritimenbereich nur: - es muss die Spachtel einen Korrosionsschutz wie Zink-oder Aluminiumoxide enthalten, vor dem Spachteln muss mit einer 800-1000°C heißen Gasflamme die Oberfläche ausgeschwitzt werden ohne den Stahl durchgehend zu erhitzen, dann erfolgt eine mehrmalige Reinigung mit Trychloräthylen. Die Grundierungen auf dem Boot riechen nach Bitumen und enthalten Teeröle die die entweder aus der Steinkohle - sehr giftig - oder aus Ölteer - sehr teuer - gewonnen werden. Wenn das Boot nicht gestrahlt wird und ein Korrosionsschutz vollständig neu aufgebaut wird, bleibt nur eine Notlösung mit Chlorkautschuk das Zinkoxide enthält, Intertuf Farbe grau das Aluminiumoxide enthält, darauf ein Antifouling das auch hohe Anteile an Zinkoxide enthält. Wie lange das funktioniert weiß keiner, denn das ist im Grunde nichts anderes wie wenn wir einen alten Autoreifen flicken. Gefühlsmäßig auch auf Grund der Erfahrungen bei den Kielsanierungen von GFK-Yachten, tendiere ich zu Chlorkautschuk 2 Lagen und bei Saisonwasserlieger 1 x - bei Dauerwasserlieger 2 x Marine 522 Ecoship. Kommt es dann zu Abplatzungen, weil immer irgend wo die Korrosion durchbricht, dann lässt sich das einfach nachbessern. Da wird der Bereich sauber gemacht, Chlorkautschuk und dann wieder Ecoship, das geht einfach und schnell. Was mir doch ein wenig Sorgen macht in diesen Fall, haben wir es mit einen Teerepoxid aus Steinkohleteer zu tun, was meist aus Kostengründen gestrichen wurde, dann wird sich eine vollständige Sanierung auf Dauer nicht vermeiden lassen. Eine optimale Lösung bleibt aber nur, strahlen, Zink, Eisenglimmer, Multicoat, Vinyl, Ecoship. - das wäre der Industriestandard. Grüße Friedrich
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  • Avatar von 4klaus44
    25.09.2020, 13:17
    Hallo und danke für die Antwort. Komme leider erst jetztwieder dazu, weiter zu machen. Zum Problem: Der Rumpf ist wie schon geschrieben, aus Stahl, allerdings sehr aufwendig gespachtelt. Habe jetzt die neu eingeschweisten Bereiche gestrahlt und gespachtelt (Watertite) und habe die Möglichkeit, sowohl Antifouling wie auch diese Teerschicht, zumindest riechts nach Bitumen, bis auf den Spachtel abzustrahlen. Als Beschichtun habe ich auf deinen Rat hin, Relest Marine 251 1k oder International Primocon als Möglichkeit erwogen. Die Bilder zeigen die ausgebesserten Stellen. Das eine Bild die rausgestrennten Bleche der Bilge/Kiel. Die große Fläche oberhalb war eine Grundberührung ohne Schaden (nur eine Delle) Gruß Klaus
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  • Avatar von ADMIN
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  • Avatar von ADMIN
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  • Avatar von ADMIN
    18.09.2020, 11:13
    ADMIN hat das Thema Weiches Deck sanieren im Forum GEWUSST WIE..............? erstellt.
    Das Video aus YouTube zeigt die Sanierung eieicchen Decksbereich bei einen H-Boot.
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  • Avatar von ADMIN
    07.09.2020, 13:05
    ADMIN hat auf das Thema AF neues Boot im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Claus, zuerst einmal zum Gelshield ein Produkt das den Kunden als Osmoseschutz angeboten und verkauft wird, denn mit der Osmoseangst lässt sich ein Geschäft betreiben. Grundsätzlich, - es gibt bei Polymeren keinen Osmoseschutz, der wurde noch nicht erfunden. Wir können osmotische Schäden wie z.B. die Blasenpest reparieren, aber im Grunde nicht verhindern. Der hochwertigste osmotische Schutz ist der Gelcoat der ca. 0,6-0,8 mm dick ist. Wenn es sinnvoll wäre den osmotischen Schutz - Durchdringung von H2O-Molekülen zu reduzieren, dann würde der Hersteller 1oder 2 Lagen Gelcoat mehr in die Form spritzen. Da aber nun mal die Riesen-Kettenmoleküle von Polymeren um ein vielfaches größer sind als die H2O Feuchtemoleküle, kann eine Durchdringung auch nicht mit zusätzlichen 10 Lagen Gelcoat oder Gelshield reduziert werden. Das ist physikalisch auch nicht möglich. Um z.B. ein Gelshield anzuwenden, müssen wir das Unterwasserschiff mit 120 Körnung sauber anschleifen, damit vergrößern wir die Oberfläche und im gleichen Verhältnis die Feuchteaufnahme. Darauf streichen wir dann ein Gelshield, ein Epoxid mit erheblich geringerer Feuchtedichte als der Gelcoat, das mit Kalkzusätzen pigmentiert wurde. Diese Verkäufererfindung ist vergleichbar, wenn der Daimlerverkäufer beim Neuwagen empfiehlt, ------den Lack sauber anzuschleifen und eine Rostschutzfarbe zu streichen damit er Wagen nicht mehr rostet. Es gibt aber Anwendungsfälle, wo eine zusätzliche Gelschield-Beschichtung als Opferbeschichtung Sinn macht, da ist der Anwendungsfall zu beurteilen. Haben wir z.B. eine Blasenpest und der Gelcoat ist dadurch erheblich beschädigt, dann müssen wir den weitgehend ersetzen. Das kann mit Gelshield erfolgen oder besser mit einen Reaktiv-Harz. Auch da muss der Einzelfall beurteilt werden. Die Muscheln, Schwämme an den Trimmklappen, lassen sich einfach beseitigen. Was den Grünbelag betrifft, das ist eine Schleimbildung, da lässt sich eine Verfestigung für ein paar Wochen mit Paraffin verhindern. Die Trimmklappen lassen sich auch mit einen zähen Heisslagerfett einfetten, so dass sich die Muscheln leicht entfernen lassen. Wenn also alles nicht ausreichet, dann rate ich zu einer selbstabschleifenden Antifoulingf-Opferbeschichtung. Also erst ausprobieren, dann sehen wir weiter. Grüße Friedrich
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  • Avatar von briley
    07.09.2020, 12:38
    briley hat auf das Thema AF neues Boot im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ist ein Gelshield bei einem neuen Boot nicht empfehlenswert? Es wird scheinbar gerne verkauft. Würde Deine Lösung auch für eine Liegezeit von Feb/März bis Okt/November ausreichen? Bei dem derzeitigen Boot (max 30kn) haben wir Bewuchs (Muscheln, Schwämme) nur an den Trimmplappen, ansonsten an der Wasserfläche nur etwas Grünbelag. Grüße Claus
    3 Antwort(en) | 1504 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    07.09.2020, 12:33
    ADMIN hat auf das Thema AF neues Boot im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo, bei solchen Booten stellt sich die Frage nach einen Bewuchsschutz wenn das Boot nicht bewegt wird und einen Bewuchsschutz der bei solchen Geschwindigkeiten und entsprechender Auslastung nicht erforderlich ist, da bei mehr als 3-4 Knoten kein Bewuchs verfestigen kann. Es gibt im Grunde kein Antifouling das beiden Anwendungsfällen gerecht wird. Die Hartantifoulings sind für höhere Geschwindigkeiten geeignet, haben aber einen erheblich geringeren Bewuchsschutz, so dass der bei längeren Ruhezeiten meist nicht ausreicht. Da sollte zuerst versucht werden, z.B. durch einsprühen mit flüssigen Paraffin, oder einfetten mit z.B.Melkfett, Wasserpumpenfett usw. eine Verfestigung des Bewuchs für mehrere Wochen weitgehend zu unterbinden, da wir bei hohen Geschwindigkeiten dann die Selbstreinigung haben. Sollte das nicht genügen und wir haben es mit starken Bewuchs zu tun, dann macht ein selbstabschleifendes Antifouling als Opferbeschichtung Sinn. Daher erst abklären ob es nicht ohne Antifouling geht. Sollten die Bewuchsdrücke gering sein, dann wäre in diesen Fall ein VC17m geeignet. Wenn es aber möglich ist, das Boot zwischen durch auch mal zu slippen und zu kärchern, dann genügt einfaches einfetten. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 1504 mal aufgerufen
  • Avatar von briley
    07.09.2020, 11:16
    briley hat das Thema AF neues Boot im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN erstellt.
    Hallo, wir wollen uns ein neues Boot für den Rhein holen und nach einer AF Empfehlung fragen. Es ist ein Sportboot, knapp 50kn schnell und Marschfahrt ca 30kn. Liegeplatz ist der Mittelrhein und das Boot den Sommer über im Wasser. Welcher Aufbau wird hier empfolen? Ein Hart AF sinnvoll? Vielen Dank!
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