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  • Avatar von ADMIN
    15.11.2018, 15:05
    ADMIN hat auf das Thema Antifouling erste Mal im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo, So einfach ist eine solche Frage nicht zu beantworten. Ist es ein Trailerboot, Segelboot oder ein Gleiter. Welche Geschwindigkeit wird gefahren. Ich muss wissen was der Vorgänger gestrichen hat, denn haben wir es mit PTFE - oder Silikon zu tun, dann haftet auch nur das Gleiche Produkt, alles andere würde abplatzen. Ich muss wissen was gestrichen wurde. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 19 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    15.11.2018, 14:42
    ADMIN hat auf das Thema Osmosebefall und nun? im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo, wenn wir es mit osmotischen Schäden zu tun haben, dann muss ich wissen, haben wir nur ein paar Bläschen die kein Problem sind und sich auch leicht reparieren lassen, oder haben wir es mit Feuchte im Laminat zu tun. Das Boot ist an die 40 Jahre alt, es wurden bereits mehrmalige Sanierungen durchgeführt. Um also die weitere Vorgehensweise zu bestimmen, brauche ich einig Bilder wie das Unterwasserschiff ohne die Beschichtungen aussieht und auch welche Anforderungen an ein solches Boot gestellt werden. Nach 40 Jahren kann so ein Boot auch weich werden und da geht es auch um die Sicherheit, besonders wenn es ein Familienboot ist auf dem auch Kinder dabei sind. Von einen 40 Jahre altes Boot, das über die Jahrzehnte nicht fachgerecht saniert wurde, kann einer keine Wunder erwarten. Wie lange wir Zeit gewinnen kann keiner sagen, denn das bestimmt die Feuchte im Laminat und welcher Sanierungsaufwand durchgeführt wird. Da ich nun mal auch die Verhältnismäßigkeit sehe, sind ein paar Jahre bereits ein Gewinn. Das Boot hat 22 Fuß, ca. 12 m², da ist der Bedarf von Yachtstrip ca. 15 kg, das wären um die 250,-€. Yachtstrip, entfernt uns aber nur was 1 Komp. ist, was 2 Komp. ist, das wird geschliffen. Wenn keine weiteren Schäden sind, dann kostet das Material für den Beschichtungsaufbau um die 6-700,-€, aber die weiteren Schäden sind erst zu sehen wenn die alten 2 K. Beschichtungen weitgehend entfernt wurden. Es ist also durchaus möglich, dass 2 Lagen 0,1-0,2 mm Laminat erforderlich werden. Ist das Boot feucht, dann muss es in eine Trockenkammer bei 60°C für mehrere Tage was 4 -stellig kostet. Muss gestrahlt werden, kommen bei der Größe weitere 2 Mille dazu. Die Feuchte im Laminat muss festgestellt werden, denn die Blasen werden durch Feuchte verursacht. Das preiswerteste Feuchtemessgerät ist das Greisinger das auch wir anbieten, kostet um die 200,-€. Was die Arbeit betrifft, das ist nun mal eine Gallerenarbeit besonders wenn abgebeizt und geschliffen werden muss. Was das entsorgen betrifft, da muss alles runter was Metall ist, dann kann es mit einer Flex in Einzelstücke getrennt werden und dann in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt werden. Da ist der Arbeitsaufwand noch größer, als für eine einfache Sanierung. Einfache Sanierungen mit abschleifen, 3-4 Lagen Gelschield, 2 Jahre Gewährleistung auf Nachbesserung machen auch kleine Werften je nach Arbeitsaufwand für 2 - 4000,-€ bei der Bootsgröße.
    3 Antwort(en) | 56 mal aufgerufen
  • Avatar von Slupinhio
    15.11.2018, 09:03
    Guten Tag , wir haben uns im Juni 2018 unser erstes Boot zugelegt und es ist nun sicher untergestellt Zur neuen Saison liegt es dann von März bis September im Wasser ( Süßwasser, Kanal ) Meine Frage , was genau muss ich nun bzgl. Antifouling beachten und machen damit das Boot am März wieder startklar ist Ich habe keinerlei Infos was zur Zeit auf dem Boot drauf ist Das Boot ist GFK Länge 6,40 x 2,25 Danke für Info
    1 Antwort(en) | 19 mal aufgerufen
  • Avatar von shooter110
    14.11.2018, 20:40
    shooter110 hat auf das Thema Osmosebefall und nun? im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Danke schon mal für die Informationen! Ja, das Boot ist aus den 70er Jahren. Was heißt denn "einige Jahre an Zeit gewinnen" in diesem Zusammenhang? Für zwei oder drei Saisons mehr würde ich den Aufwand wohl nicht betreiben (zumal wir wegen kleinen Kindern das Boot momentan nicht so nutzen können wie früher); auf einen Zeithorizont von irgendwas zwischen fünf und zehn Jahren bezogen vielleicht schon eher. Wenn ich meiner Frau erzähle, daß wir uns für das ganze Theater bestenfalls eine kleine Gnadenfrist erkaufen, ist das Projekt ohnehin gestorben. Was für Entsorgungskosten würden für ein Boot dieser Größe typischerweise anfallen, falls wir uns gegen eine Sanierung entscheiden sollten? Ob ich es diesen Winter schon schaffen kann, das UW-Schiff komplett nackig zu machen, weiß ich nicht; die Sache kann sich also ggf. auch noch etwas länger hinziehen. Wir sind mit Job, Kindern usw. gerade beide ganz gut ausgelastet. Die Farbschichten per Hand zu entfernen ist wie gesagt eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter totgeschlagen hat. Das würde ich für mich ausschließen. Wie aufwendig und kostspielig wäre es denn, das alte AF mit Yachtstrip oder so etwas zu entfernen? Das Gelcoat würde ich dann halt runterschleifen.
    3 Antwort(en) | 56 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    12.11.2018, 11:21
    ADMIN hat auf das Thema Osmosebefall und nun? im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Oldieskipper, nach der Beschreibung ist das Boot in die Jahre gekommen. Natürlich lassen sich solche Boote entsprechend sanieren, nur da müssen wir auch die Verhältnismäßigkeit sehen. Würde das Unterwasserschiff fachgerecht saniert, dann sind in einer Firma wie Wrede, König oder Rambeck ca. 1200,-€ zzgl. 19% Mwst je laufenden Bootsmeter zu kalkulieren und dafür bekommt dann einer bei einen solche Oldie 3-5 Jahre Gewährleistung auf nachbessern. Wir haben ein beschädigtes Unterwasserschiff, das mit weißen Polyester repariert wurde, eine Blasenbildung im Gelcoat und in der Barriere, trotz VCTar2 und noch ein Antifouling mit PTFE - Teflon auf dem nichts haftet. Da die Blasen nach der Trocknung schrumpfen, haben wir noch ein durchfeuchtetes Unterwasserschiff. In der Regel werden solche Boote ein wenig optisch aufbereitet um die dann noch zu einen unmoralischen Preis zu verkauft, da die Entsorgungskosten bei weitem den Wert eines solchen Boot überschreiten. Natürlich lässt sich auch für ein solches Boot noch einige Jahre an Zeit gewinnen. Das setzt aber voraus, dass das Laminat einen Feuchtewert von nicht mehr als 2,5% hat. Ist das Laminat durchfeuchtet und wir machen von Außen mit Stetecol einen Reinepoxid dicht, dann schließen wir die Feuchte ein, dabei entstehen drücke im Laminat bis zu 20 Bar und das Laminat trennt sich vom ISO-Harz. Wenn sich der Rumpf an einigen stellen bereits eindrücken lässt, oder wenn das Boot auf den Kiel gestellt wird und der Rumpf gibt nach, dann ist das Boot weich und gehört auf den Sondermüll. Wie auch immer, wenn das Boot trocken ist, der Untergrund entsprechend vorbereitet wurde, dann gewinnen wir noch ein paar Jahre Zeit mit 2-3 Anstrichen Stetecol. Am besten jetzt im Winter alles runter und das Boot ausfrieren lassen. Im Frühjahr muss dann die Feuchte im Laminat gemessen werden und wenn das passt dann lässt sich das Boot für ca. 5-600,-€ Materialkosten einschl. Antifouling noch halbwegs sanieren. Haben wir aber bereits Laminatbrüche, dann rentiert sich das nicht mehr. Daher in Ruhe vorbereiten, trocknen lassen und vor der Sanierung am besten Bilder schicken, dann telefonieren wir um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 56 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    12.11.2018, 10:55
    ADMIN hat auf das Thema Teerepoxid auf dem Gelcoat im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo, Teerepoxide werden mit Vinyl überschichtet. In diesen Fall passt der Relest Marine 470 Vinyl-Primer. Die Ergiebigkeit ist ca. 6-7 m²/ltr. Das Boot müsste ca. 30-32 m² haben, den Primer dünn streichen, dann müssten 4 Liter Primer und Antifouling reichen. Im Augenblick geht streichen nur in der Halle, wenn wir keine großen Temperaturschwankungen wegen den Taupunkt haben. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 39 mal aufgerufen
  • Avatar von BerndK
    11.11.2018, 14:56
    Guten Tag, Ich habe einen GFK-Rumpf, an dem sich das Antifouling, ausser im Bereich des Wasserpasses, mit einen Schaber mühelos entfernen ließ. Darunter befindet sich eine Teerepoxidschicht. Beim Abschaben habe ich partiell die Gelcoatschicht verletzt. Mein Plan war nun RELEST® Marine 470 - 1 K. Vinyl - Sealer als Haftgrund aufzutragen und dann RELEST® MARINE 522 AF - LF aufzutragen. Es handelt sich um eine First 345 und sie geht im Winter an Land. Meine Frage ist nun, ist das 470-1K. als Haft Grund tauglich auf dem Teerepoxid und wenn ja, wie groß ist mein Materialbedarf bei ca 8 m Wasserlinie und 3,5m Gesamtbreite?
    1 Antwort(en) | 39 mal aufgerufen
  • Avatar von shooter110
    10.11.2018, 22:44
    Moin, wir haben vor einigen Jahren ein älteres gebrauchtes GFK-Kielboot (Victoire 22) gekauft, das nach einigen Saisons vereinzelte Osmosebläschen auf einer Fläche von einigen qm entwickelte. Da es ein ziemlich altes Boot ist, das wir für kleines Geld gekauft haben, kommt eine professionelle Osmosesanierung o.ä. aus Kostengründen nicht in Frage. Wir möchten das Boot gerne längerfristig in gebrauchsfähigem Zustand erhalten, dafür aber keine Summen ausgeben, die in einem Unverhältnis zum Bootswert stehen. Was da an Schichten alles drauf ist, weiß ich leider nicht, das Boot ist insgesamt aber durchaus verbastelt. Soweit ich weiß, ist in den letzten Jahren VCtar und VC17 aufgetragen worden. Der Ratschlag meiner Vereinskollegen lautete, AF und Gelcoat an den betroffenen Stellen per Ziehklinge zu entfernen, das Boot über Winter ausfrieren zu lassen und anschließend Dampfsperre und Unterwasseranstrich wieder aufzubauen. Dabei mußte ich leider folgendes feststellen: - die Farbschichten mit der bekannten gelben Ziehklinge und Staubsauger abzutragen ist eine Sch***ßarbeit und dauert bei dem Zeitansatz, den ich gegenwärtig in das Boot stecken kann, eine Ewigkeit - das darunterliegende Gelcoat damit zu entfernen ist ein Ding der Unmöglichkeit Ich habe eine kleine Fläche unter erheblichem Zeitaufwand im Schweiße meines Angesichts bis aufs Laminat freigelegt und dabei festgestellt, daß das Originalgelcoat dort an einer kleinen Stelle gar nicht mehr vorhanden ist. Ich vermute, daß einer der Voreigner es durchgeschliffen und anschließend einfach übergepinselt hat. Nach substantiellen Schäden im GFK sah das für mein Laienauge trotzdem nicht aus, allerdings muß ich hinzufügen, daß ich aufgrund diverser Umstände erst etwa ein Dreivierteljahr nach der letzten Auswasserung dazu gekommen bin, mich der Sache anzunehmen. Auch die Osmoseblasen waren zu dem Zeitpunkt natürlich schon wieder verschwunden. Weiterhin fand ich an einer anderen Stelle, an der ich zumindest die Farbschichten bis aufs Gelcoat entfernt hatte, einen weißen Materialauftrag auf dem Gelcoat, der sich nicht entfernen ließ und für mich wie eine Reparatur eines Schadens am UW-Schiff aussieht. Interessanterweise war das der Bereich, in dem die Bläschen die größte Anzahl und Dichte aufwiesen. Da meine Frau mich nun sozusagen ultimativ aufgefordert hat, entweder einen zeitlich und finanziell überschaubaren Sanierungsplan vorzulegen oder das olle Groschengrab auf den Schrott zu werfen (was ich ungern täte, weil an dem Boot auch einige Erinnerungen hängen), bin ich nun am Rätselraten, wie ich die Kuh am besten vom Eis kriege. Abbeizen, das GFK wegschleifen, trocknen lassen und alles neu aufbauen? Ganz oder nur partiell? Kann man sowas überhaupt in Eigenarbeit hinkriegen, ohne daß der Aufwand ausartet? Ich wäre für ein bißchen Rat und Hilfe wirklich dankbar. Grüße, ein ratloser Oldieskipper
    3 Antwort(en) | 56 mal aufgerufen
  • Avatar von Alex7900
    09.11.2018, 16:57
    Guten Tag, ich habe ein fast 30 Jahre altes GFK Sportboot erworben und möchte es etwa von April - OKtober als Wasserlieger (Süßwasser) verwenden. Einer der Vorbesitzer hat vor Jahren ein Antifouling aufgebracht, der Zustand ist allerdings entsprechend schlecht. An vielen Stellen ist der Gel-Coat wieder sichtbar, kleinere Kratzer sind am Unterwasserschiff zu erkennen. Ob es größere Schäden am Rumpf gegeben hat in den vergangenen Jahren, lässt sich anhand der Zustandes vom Unterwasserschiff schlecht sagen. Der Vorbesitzer vom dem ich das Boot erworben hat das Boot jedenfalls nur geslippt, das Antifouling ist also noch vor seiner Zeit entstanden. Ich habe mal gelesen, das sich Antifoulings untereinander nicht vertragen. Muss ich nun die Reste des vorhandenen Antifoulings komplett entfernen, bevor ich ein neues auftrage? Welches Verfahren empfiehlt sich, um das Antifouling zu entfernen? Wie groß ist die Gefahr durch Osmoseschäden bei einer Liegezeit von 6 Monate im Wasser (6 Monate an Land)? Schützt ein Antifouling mit einer entsprechenden Grundierung vor Osmose? Ein kompletter Neuaufbau des Unterwasserschiffes ist bei dem Preis für das Boot vollkommen unwirtschaftlich. Mein Ziel ist es ein paar Sommer mit dem Boot Spaß zu haben und es danach zu verkaufen. Böse Überraschungen (Blasenpest) würde ich gerne möglichst vermeiden. Viele Dank
    0 Antwort(en) | 69 mal aufgerufen
  • Avatar von sailorman64
    05.11.2018, 14:53
    Hallo Friedrich, ja, es ist schon erstaunlich was manche Kollegen so mit Ihren Booten anstellen, obwohl es wie in dem Fall gar nicht notwendig gewesen wäre... Ich werde Deinem Rat folgen und VCTar2+VC-Offshore beschichten. Viele der hier ansässigen Bootseigner bringen auch nur alle 2 Jahre AF auf, da wir kaum Bewuchsprobleme haben. Damit hoffe ich dann auch die AF-Schichtdicke für die nächsten 10 Jahre nicht zum Problem werden zu lassen. Danke Dir schon mal für den Rat! Gruss, Andre
    2 Antwort(en) | 121 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    05.11.2018, 12:55
    Hallo Andre, das Boot ist gerade mal 12 Jahre alt und da bereits Gelshield und VCTar2 Beschichtungen ist vom Vorgänger schon mehr als unbedarft. Der hochwertigste osmotische Schutz der Gelcoat wird angeschliffen, die Feuchteaufnahme entsprechend erhöht und dann mit einer EP-Beschichtung die eine geringere Feuchtedichte als der Gelcoat hat versiegelt. Warum das besonders im Norden so gehandhabt wird, ist mir unverständlich. Bei einer Swan, König- oder Baltic Segelyacht, würde ein Skipper bei solchen Anwendungen sofort die Gewährleistung und Garantieansprüche verlieren. Die Farbe grün - türkis ist vermutlich ein Gelshield 200 und die Grundierung für ein VC17m ein VCTar2, so wie Du das beschrieben hast. Die VC17m Beschichtung gehört nicht auf ein Segelboot, denn VC17m ist ein Dünnschicht-Hartantifouling für Gleiter - hohe Geschwindigkeiten, Trailerboote und kurze Wasserliegezeiten. Da es PTFE (Teflon) enthält und Kupfer, ist es sehr schwer das VC17m zu beseitigen. Bleiben Reste von PTFE zurück, dann haftet darauf keine andere Beschichtung. Nur schleifen genügt nicht, denn da werden die PTFE-Anteile die Nanogrößen haben auf dem Unterwasserschiff verteilt. Nanos verhalten sich wie Flüssigkeiten. Daher werden die Zwischenräume bei den EP-Polymer-Riesenkettenmolekülen mit diesen Nanos ausgefüllt und es bleibt die Antihafteigenschaft erhalten. Wenn also VC17m beseitigt werden soll, dann muss sehr gründlich gearbeitet werden. Meist werden solche Boote gestrahlt oder 1-2 mm abgehobelt um Abplatzungen zu vermeiden. Ich warne immer vor solchen Beschichtungen, wenn der Anwendungsfall nicht passt, besonders wenn solche Boote einmal verkauft werden und wir es nicht wie in der Havel mit Bewuchs zu tun haben. Wenn ein wirksamerer Bewuchsschutz nicht zwingende erforderlich ist, dann rate ich zu einer PTFE-Beschichtung die kompatibel ist. Für niedrigere Geschwindigkeiten, Saisonwasserlieger und der VCTar2 Grundierung wäre das VC-Offshore von International besser geeignet als unser System. Grüße Friedrich
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  • Avatar von sailorman64
    04.11.2018, 17:22
    Moin Moin Friedrich, mein Name ist Andre und ich bin nach ausgiebigen Recherchen hier im Forum gelandet. Ich habe vor die Unterwasserbeschichtung bei meiner Sportina (Bj. 2006) neu aufzubauen, da das VC17m in den letzten 2 Jahren verstärkt abgeplatzt ist. Das Boot wird ausschließlich Binnen, auf der Havel bei Brandenburg von Mai bis Oktober gesegelt. Den Rest des Jahres steht es hoch und trocken im Winterlager. Ich habe mich entschlossen die Farbe bis aus Gelcoat herunter zu nehmen, da der Vorgänger bereits hand angelegt hatte, mir jedoch nicht ganz klar ist, was im unteren Bereich verwendet wurde. Oben ist ein Streifen zu sehen(ca. 20cm), bei dem Gelshield (grün/grau) zum Einsatz kam. Danach ein Absatz und die gesamte Fläche darunter vermutlich VCtar2 (nur weiß/grau). Wie auch immer, es kommt alles runter und ich hätte gerne einen Tipp wie ich den neuen Aufbau effektiv vornehmen kann. Ich danke schon mal vorab für Deinen fachmännischen Tip. Immer ne Handbreit, Andre
    2 Antwort(en) | 121 mal aufgerufen
  • Avatar von Bastille
    02.11.2018, 23:57
    Guten Abend Friedrich, hab vielen Dank für die Antwort. Die Einschätzung beruhigt doch ungemein. Ich werde wohl letzteren Rat befolgen und wegen der Geringfügigkeit des Schadens nichts weiter unternehmen. Ggf. aber doch von innen verstärken, sofern ich die entsprechende Stelle ausmachen kann. Hab ein gutes Wochenende. Viele Grüße Robert
    2 Antwort(en) | 146 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    02.11.2018, 11:54
    Hallo Bastille, lässt sich der das GFK eindrücken, dann kann das 2 verschiedene Ursachen haben. Wenn GFK in die Jahre kommt, Dauerwasserlieger, warme Wassertemperaturen, dann verbinden sich die Poxide mit denen das Laminat getränkt wurde mit der Feuchte und trennt sich vom ISO-Harz. Das ist im Grunde die Osmose die ein Boot beschädigt, sogar unbrauchbar macht und nicht die Bläschen die immer als Osmose bezeichnet werden. Beschleunigt wird der Vorgang, wenn Feuchte im Laminat eingeschlossen wird, zum Teil durch unsinnige Epoxidbeschichtungen oder fehlende Entfeuchtung über den Innenraum. Mancher versiegelt sogar noch das Laminat im Innenraum, damit keine Feucht mehr entweichen kann, bzw. die Entfeuchtung verzögert wird. Wenn also einer meint, er streicht bei einen neuen Boot 6 Lagen Gelshild als Osmoseschutz, dann schadet das mehr als es nützt. Das Problem würde also nicht beseitigt wenn eine EP-Beschichtung aufgetragen wird. Normalerweise erfolgt die Trennung von Laminat und Harz großflächig und meist auf der Sonnenseite wo das Boot am stärksten erwärmt wird. Eine Reparatur ist da kaum noch möglich. Haben wir nur eine Stelle wo das Laminat weich wurde, dann handelt es sich in der Regel um einen mechanischen Schaden. Wurde das Boot an der Stelle eingedrückt z.B. durch die Lagerstütze, oder durch mechanische Einwirkung von Außen, dann bricht - reißt das Laminat und wir haben als tragende Komponente nur noch ein paar Millimeter ISO-Harz. Da in dem Bereich der Gelcoat auch die darunter liegende Barriere beschädigt wird, nimmt er Bereich Wasser auf, was dann die Trennung von Laminat und Harz beschleunigt. Das lässt sich aber durch eine Verstärkung im Innenraum beheben. In einen solchen Fall macht es keinen Sinn so lange noch Feuchte im Laminat ist, von Außen dann mit Stetecol dicht zu machen, weil wir würden wieder die Feuchte einschließen. Solche kleine Flächen können durch erhitzen mit einen Heizstrahler meist getrocknet werden, so das eine Verstärkung im Innenraum und eine Versiegelung im Außenbereich das Problem behebt. Ist aber der Bereich sehr klein, so wie beschrieben, wird auch nicht mechanisch belastet, so dass die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird, dann sollten wir auch die Verhältnismäßigkeit sehen. Osmotische Vorgänge im ISO-Laminat erfolgen sehr langsam, so dass in den meisten Fällen besonders wenn wir nur einen kleinen Bereich haben nichts gemacht werden muss, Ausnahme der Gelcoat wurde beschädigt. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 146 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    02.11.2018, 11:26
    ADMIN hat auf das Thema Nimbus 320 Sielhafen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Das Antifouling wird erst im Wasser durch selbstabschleifen aktiviert. Es ist kein Problem, im Herbst zu streichen und das Boot kommt dann im Frühjahr ins Wasser. Bei den Farben rotbraun uns schwarz darf auch die Wasserliegezeit beliebig oft, bis zu 5-6 Monate unterbrochen werden. Grüße Friedrich
    6 Antwort(en) | 2571 mal aufgerufen
  • Avatar von Tamino
    02.11.2018, 00:02
    Tamino hat auf das Thema Nimbus 320 Sielhafen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Kann das Ecoship 5-6 Monate vor dem Wassern aufgetragen werden?
    6 Antwort(en) | 2571 mal aufgerufen
  • Avatar von Bastille
    01.11.2018, 19:56
    Hallo Friedrich, mein Boot steht nun blank dar. Bei der Überprüfung des Rumpfes sind mir kurz unter dem Wasserpass eine faustgroße sowie eine etwa 10x10 cm große Stelle unten am Schiff aufgefallen, die sich mit etwas Kraft ein wenig eindrücken lassen. Ich vermute hier ist Feuchtigkeit ins Laminat gelangt, denn der Rest des Schiffes ist steinhart. Wie geht man nun mit einem solchen Befund um? Da ich auch kleine Riefen entdeckt habe, stelle ich mir außerdem die Frage, ob es Sinn macht unter den Relest PVC Sealer, Relest 340 EP zu streichen? Danke für die Hilfe.
    2 Antwort(en) | 146 mal aufgerufen
  • Avatar von Indigo
    29.10.2018, 12:47
    Hallo, wir haben eine klassische Stahlyacht mit genietetem Rumpf und Holzaufbau von 1965. Seit ca 2 Jahren bilden sich an den inneren Nietnähten weiße, Salz-artige, blühende Korrisionen, feucht - pulvrig. Die Bootswerft vor Ort hat die Stellen gesäubert und für viel Geld saniert. Man vermutete als Ursache Elektrolyse wegen eines neuen Box -Nachbarn ( Metallboot). Nun ist es wieder da. Was kann es sein? Wir wissen nicht mehr weiter. Ps. : Bilder sind vorhanden aber laden nicht.. :-(
    0 Antwort(en) | 130 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    23.10.2018, 18:58
    ADMIN hat auf das Thema Nimbus 320 Sielhafen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Tamino, je nach Auslastung reicht ein Anstrich - Wasserpass 2 Anstriche für 2 - 3 Jahre für Saisonwasserlieger. Wenn das Boot im Herbst aus dem Wasser kommt, dann Vorsicht mit den Hochdruckreinigern. Es ist besser mit den Wasserschlauch und einer groben Stahlwolle das Unterwasserschiff zu reinigen, um Beschädigung des Antifoulinganstrich zu vermeiden. Wird von Ultra EU auf Ecoship gewechselt, dann muss ein Haftgrund Marine 470 Vinyl bei der Erstanwendung dünn aufgetragen werden. Für Lange Unterbrechungen der Wasserliegedauer sollten nur die Farben schwarz oder rotbraun (ziegelrot) verwendet werden. Grüße Friedrich
    6 Antwort(en) | 2571 mal aufgerufen
  • Avatar von Tamino
    23.10.2018, 16:09
    Tamino hat auf das Thema Nimbus 320 Sielhafen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Moin Friedrich, nachdem das Ultra EU nicht mehr verfügbar ist, werde ich das 522 Eco-Ship verarbeiten (Fast-line ist ja nicht mehr verfügbar). Ist es als Saisonlieger (6 Monate) möglich, 2 Schichten aufzutragen und damit (trotz Winterpause) 2 Saisons zu überdauern, oder sollte man eine Schicht pro Saison auftragen?
    6 Antwort(en) | 2571 mal aufgerufen
  • Avatar von Lapislazuli
    18.10.2018, 22:06
    Lapislazuli hat auf das Thema Antifouling im Süßwasser im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Danke Friedrich für den Glückwunsch und die prompte und informative Antwort! Wir werden mit unserer alten Dame (AMEL Mistral Super Sport BJ. 1970) viel Freude haben. Die Refitarbeiten sind ein tolles Familienprojekt ... LG vom Traunsee Christian
    2 Antwort(en) | 189 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    18.10.2018, 10:27
    ADMIN hat auf das Thema Antifouling im Süßwasser im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Christian. der Bewuchsschutz wird bestimmt durch die Auslastung, Geschwindigkeit, Wassertemperatur, Gewässerart, Bewuchsdrücke usw. Grundsätzlich gehört kein VC17m Antifouling auf ein Segelboot, da VC17m für Gleiter, Aktivität ab 20 Knoten, Trailerboote und kurze Wasserliegezeiten bestimmt ist. Da VC17m PTFE - Teflon enthält, haben viele geglaubt - was auch von den Verkäufern ausgenutzt wurde - dass ein Boot schneller wird, was natürlich Unsinn ist. Um die Gleiteigenschaften zu erhöhen brauchen wir eine leicht rauhe Oberfläche. Daher wird bei den schnellen Segeljollen bei den Schwerpunktregatten das Unterwasserschiff vor jeder Wettfahrt angeschliffen. Da wir in den meisten bayerischen Seen nur sehr geringe Bewuchsdrücke haben, die Boote jeden Herbst aus dem Wasser kommen und gereinigt werden, funktioniert VC17m sehr oft, wobei in den meisten Fällen sogar ein Melkfett oder Wasserpumpenfett locker ausreichen würde. In der Adria z.B. Kroatien, würde das keine 2 Monate funktionieren. Wenn es funktioniert, dann keine Experimente mit anderen Produkten, die nicht kompatibel sind, andere Lösungsmittel oder Trägerkomponenten verwenden, auch wenn manchmal der Angebots-Preis sehr verführerisch ist. Wenn es nicht funktioniert, dann müssen solche Beschichtungen vollständig beseitigt werden, was ein gewaltiger Arbeits- und Kostenaufwand ist, so dass immer auch die Verhältnismäßigkeit beurteilt werden muss. Kleinere Boote lassen sich auch meist schnell mal an Land verholen um das Unterwasserschiff zu reinigen. Dann noch Glückwunsch zum Boot, denn es wird nicht das letzte sein. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 189 mal aufgerufen
  • Avatar von Lapislazuli
    17.10.2018, 23:52
    Sehr geehrter Herr Friedrich! Wir haben ein gebrauchtes Segelboot erstanden, das mit weißem VC17 Antifouling gestrichen ist. Das Boot wird ausschließlich in Seen im Voralpengebiet eingesetzt. Ist dieser Schutz ausreichend? Mit freundlichen Grüßen Christian Höfner
    2 Antwort(en) | 189 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    16.10.2018, 13:40
    BESCHREIBUNG Hart-Antifouling mit hohem Kupfergehalt. Geeignet für den Einsatz in Salz-, Süß- und Brackgewässern.Dank guter Abtragfestigkeit ist eine Verarbeitung auch auf Segel- und Motorschiffen mitGeschwindigkeiten von über 35 Knoten möglich. Applikation auf Holz, Stahl und GFK.Entspricht den Anforderungen IMO (AFS/CONF/26) für Antifouling-Beschichtungen und enthält Wirkstoffein Übereinstimmung mit der Biozidprodukte-Verordnung (BPV - EU Nr. 528/12).Ausschließlich die Farbe Weiß eignet sich für Leichtmetallrümpfe.
    0 Antwort(en) | 76 mal aufgerufen
  • Avatar von Taranga
    13.10.2018, 19:56
    Hallo Friedrich, der Rat mit dem VC- Offshore war goldrichtig. Das Boot wurde Heute gekrant und oh Wunder, kein Bewuchs. Das Unterwasserschiff ist glatt von Bug bis Heck. Dabei habe ich diese Saison auf alle Zink Elektroden verzichtet, mit einer Ausnahme: eine Ringelektrode an der Welle. Diese Elekrode ist zu 90% aufgezehrt und wird erneuert. Ich werde weiter so verfahren und im Frühjahr 2019 eine weitere Schicht Offshore auftragen und danach glaube ich, brauche ich nur noch ausbessern. Nochmals vielen Dank für diesen guten Rat. Viele Grüße Raimund
    4 Antwort(en) | 626 mal aufgerufen
  • Avatar von Bastille
    12.10.2018, 18:38
    Hallo Friedrich, so werde ich es machen. Lasse das Boot bis Anfang Mai mit "Blanko-Unterwasserschiff" trocknen, um dann die Feuchtewerte wie beschrieben zu messen und hoffentlich direkt das empfohlene Beschichtungssystem aufzutragen. Besten Gruß Robert
    10 Antwort(en) | 391 mal aufgerufen
  • Avatar von Speedbird
    11.10.2018, 14:14
    Vielen Dank! Gruß, Dirk
    2 Antwort(en) | 213 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    11.10.2018, 11:15
    ADMIN hat auf das Thema Unterwasserschiff neu aufbauen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Robert, bei den Messungen müsste sich unterhalb der Deckskante im vorderen Bereich ein Feuchtewert von max. 1,75% ergeben, meistens ist der niedriger. Für das Unterwasserschiff ein Messprotokoll anlegen, Messungen alle 20 - 30 cm, jede Messung 5 x durchführen und den Durchschnittswert berechnen um die Fehlerquote zu verringern, dabei die Messtiefe auf 10 mm einstellen. Bei den Messergebnissen sollte dann die Differenzfeuchte Über- Unterwasserschiff nicht mehr als 0,8% betragen. Es macht aber immer Sinn bis zum Frühjahr zu warten, da über die Wintermonate das Boot besonders bei Minustemperaturen entfeuchtet. Wichtig ist, den Innenbereich gut lüften, denn über den Innenbereich entweicht die meiste Feuchte und keine Feuchtekiller die oft beim Aldi oder Lidl angeboten werden verwenden. Grüße Friedrich
    10 Antwort(en) | 391 mal aufgerufen
  • Avatar von Bastille
    10.10.2018, 22:58
    Hallo Friedrich, ich habe jetzt mal den Relest PVC Sealer laut deiner Empfehlung bei euch bestellt. Mein Schiff wird in 2 Wochen gestrahlt. Ich werde anschließend den Feuchtewert des Rumpfes messen. Sollte der Feuchtigkeitsgehalt im grünen Bereich und die Umgebungstemperatur noch bei über 15 Grad liegen, werde ich den Rumpf direkt streichen. Andernfalls warte ich den Frühling ab. Bei alarmierenden Messergebnissen würde ich nochmals deinen fachkundigen Rat einholen, wenn es recht ist. Vielen Dank bis hierhin. Mich habt ihr als Stammkunden gewonnen. Grüße Robert
    10 Antwort(en) | 391 mal aufgerufen
  • Avatar von Pedda68
    10.10.2018, 16:45
    ...super - so wird es gemacht! Mit dem Antigilb wollte ich nur die unschönen Verfärbungen im Bereich des Wasserpasses entfernen. Ansonsten streiche ich nächste Woche eine Schicht Hard Racing in blau auf das vorhandene AF und habe dann hoffentlich keine Probleme mehr. Danke und Gruß Peter
    6 Antwort(en) | 487 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    09.10.2018, 12:45
    Hallo Peter, einfacher ist es mit einer groben oder mittleren Stahlwolle aus dem Farbenfachhandel z.B. eine Phanterwolle zu arbeiten. Die Stahlwolle verstopft nicht und glättet die Oberfläche und der darunter liegende Gelcoat wird nicht beschädigt. Das kann nass oder trocken mit Atemschutz erledigt werden. Antigilb ist nicht erforderlich. Dann mit einen Besen einfach abstauben. Da wir mit Hard Racing weitermachen sind geringe Reste von Feinstaub der sich mit dem Hard Racing verbindet nicht schädlich. Entfetten können wir nur 2 K. Beschichtungen, denn Aceton oder Trychloräthylen würden bei 1 K. Beschichtungen wie Z.B. ein Antifouling aufweichen. Da Deine Auslastung sehr gering ist, reicht ein Anstrich mit dem Hard Racing von Hempel, mehr ist wirklich nicht erforderlich. Nur wenn der Bewuchsschutz nicht ausreichen sollte, dann sollte auf ein Wirkungsvolleres Antifouling umgestellt werden. Wichtig ist aber im Augenblick, keine Experimente, keinen angeblichen Osmoseschutz der immer empfohlen wird und noch nicht erfunden wurde oder mit einen anderen Antifouling das nicht kompatibel ist überschichten, daher beim Hard Racing bleiben, nicht zu hohe Schichtstärken, die Bewuchsschutzdauer möglichst lange hinauszuzögern, lieber mal eine Zwischenreinigung um unnötige Schichtstärkenanreicherungen die zu Abplatzungen führen vermeiden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von ADMIN
    09.10.2018, 12:23
    ADMIN hat auf das Thema Unterwasserschiff neu aufbauen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Robert, wir haben einen unbeschädigten Gelcoat, daher wird nur versiegelt ohne den Gelcoat weiter zu schwächen. Da genügt ein Anstrich mit Marine 470 Vinyl. Haben wir einen beschädigten Gelcoat, dann wird repariert mit einer schlagfesten - zähen Epoxidbeschichtung Stetecol. Haben wir einen mechanisch belasteten Gelcoat, wie z.B. durch trockenfallen, dann macht eine Opferbeschichtung Sinn, wie z.B. Gelshield 200, eine EP-Beschichtung die mit Kalk pikmentiert ist. Wollen wir einen Osmoseschutz, dann muss die Physik neu geändert werden, denn Osmose ist nun mal eine Feuchtediffusion und es gibt kein Polymer das feuchtedicht ist, daher können wir osmotische Schäden reparieren oder auch verstecken, aber nicht verhindern. Haben wir einen geschwächten Gelcoat und ein Laminat das in die Jahre gekommen ist und Feuchte aufnimmt, was mit einen Feuchtemessgerät einfach festgestellt werden kann, dann sollten die Feuchtewerte <2,5% betragen und es wird der Gelcoat mit 1-2 Anstrichen einer Reinepoxidbeschichtung Stetecol verstärkt. Haben wir einen beschädigten Gelcoat der lackiert werden soll, dann wird mit Multicoat der Gelcoat verstärkt, was einen Feinschliff ermöglicht und mit PU-Acryl lackiert (z.B. Überwasserbereich) Grundsätzlich brauchen wir immer einen Feuchtewert max. bis 2,5% oder kleiner, da wir sonst die Feuchte einschließen, was eine Delamminierung beschleunigt. Haben wir zu hohe Feuchtewerte, dann hilft da nur eine Trockenkammer wo das Boot auf 60% C mehrere Tage erhitzt wird, oder aber am besten über den Innenraum durch Belüftung auch warmer Luft zu entfeuchten und lange warten. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Pedda68
    09.10.2018, 09:02
    Guten Morgen Friedrich, ...es gibt eine positive Rückmeldung ;-) Der Bootsverkäufer hat mir glaubhaft zugesichert, dass er Hempel Hartracing vor dem Verkauf aufgebracht hat. Da ich bereits das blaue Hempel Hartracing Teccel gekauft habe, würde ich dieses zumindest für die nächste Saison verarbeiten. Im nächsten Jahr überdenke ich dann einen "Neuaufbau" - je nachdem, wieviel Schichtdicke sich bereits auf dem Boot befindet.... Wäre folgender Weg der Richtige? Abkärchern gründliches Säubern des Wasserpasses mit Antigilb, usw. gründliches Säubern des Unterwasserschiffs Anschleifen des altem AFs mit Naßschleifpapier 160-180er nochmaliges Reinigen bzw Entfernen des Schleifstaubs mit Wasser oder ENTFETTER/ACETOL??? Trocknen lassen Neuanstrich Hempel Hart Racing -1 oder 2 Schichten? Erneutes Dankeschön für die Zeit und Qualität Deiner Antworten Peter
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  • Avatar von Bastille
    08.10.2018, 19:45
    Lieber Friedrich, ich danke nochmals für die tollen Ratschläge. Ich vertraue auf deinen Sachverstand und werde die genannten Produkte auf deiner Seite bestellen. Dachte zunächst, dass ich mit der International Gelshield Variante als Grundierung am besten beraten bin, habe mich aber durch deine Kommentare im Forum umstimmen lassen. Hoffe der Vinyl Sealer tut seine Arbeit auch bei einem GFK Schiff BJ. 1973. Letzte Frage: wenn ich einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt am Rumpf nach der Reinigung feststellen sollte, lasse ich das Boot ohne Beschichtung stehen, richtig? Oder sollte man während des Trocknens auch etwas drüberstreichen? Meine, dass ich das mal aufgeschnappt habe.. Danke und Gruß Robert
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  • Avatar von ADMIN
    08.10.2018, 12:37
    ADMIN hat auf das Thema Unterwasserschiff neu aufbauen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Robert, zum streichen wenn es naturbelassen sein sol. ist jedes Alcydharzöl, ob Benar, LeTonkinois usw. geeignet. Nicht geeignet für den Aussenbereich sind Leinsamen- oder Holzöle, daher immer auf die Inhaltsstoffe achten. Sollte Holz unbehandelt bleiben wie z.B. ein Teakdeck, dann ist ein UV-Schutz erforderlich da die UV-Strahlung die natürlichen Schutzstoffe im Holz zerstört. Daher verrotten Teakdecks immer von innen nach aussen. Da ist der beste Schutz eine selbsthärtende penetrierfähige Alcydharzemulsion mit Zinkoxiden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Bastille
    07.10.2018, 20:17
    Hallo Friedrich, klasse. Du hast alle Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. Eines noch: wäre ein Streichen der Koralle auch mit Benar Öl statt dem entsprechenden Lack möglich? Herzlichen Dank für die Hilfe. Grüße Robert
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  • Avatar von ADMIN
    07.10.2018, 19:40
    ADMIN hat auf das Thema Unterwasserschiff neu aufbauen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Robert, wenn das Antifouling rotbraun (ziegelrot) ist, dann den Primer in schwarz auswählen wegen der Überschichtungskontrolle. Der Primer ist PVC = Polyvinylchlorid, ist ein Versiegelungsgrund für den Gelcoat mit einer hohen Feuchtedichte > als Epoxid und zugleich ein Haftgrund für SPC-Antifoulings. Die Haltbarkeit von PVC ist mehrere hundert Jahre, daher wird der Anstrich nicht mehr erneuert. Wie lange der Rumpf nach dem strahlen zum trocknen braucht, bestimmt die Feuchte im Rumpf. Haben wir es mit einen Dauerwasserlieger zu tun, der z.B. in Überlingen mehrere Jahre im Wasser lag, dann dauert so eine Trocknung in unseren Breiten schnell mal 1-3 Jahre. Wenn also Bedenken in Bezug zur Feuchte im Laminat bestehen, dann bedarf es einer Feuchtemessung z.B. mit dem Greisinger (das ist am preiswertesten). Da sollte der Wert dann nicht über 2,5% betragen. Siehe http://shop-af.de/contents/de/d70.html Wichtig ist beim beschichten, dass der Taupunkt beachtet wird und in Deinem Fall sollte das Unterwasserschiff 2-3 mal mit 99,9% Aceton abgerieben werden um die freigesetzten Paraffine aus dem Gelcoat zu beseitigen. Was die Koralle betrifft, da genügt bei Holz abstauben, nass abwischen, trocknen, 2-3 x lackieren mit 2 K. PU oder PUR, dazwischen dann jedes mal einen Feinschliff mit einer feinen Stahlwolle, oder Phanterwolle - kein Schleifpapier für einen Feinschliff verwenden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Bastille
    07.10.2018, 17:59
    Hallo Friedrich, vielen Dank für die flotte Antwort. Ich habe beim Durchstöbern deiner Foreneinträge bereits selbige Produktlösung für mich auserkoren. Bestellung geht Anfang nächster Woche auf deiner Website raus. Gern würde ich jedoch das rotbraune Ecoship wählen. Dies verträgt sich mit dem 470 Vinyl sicher ebenso? Kannst du etwas über die Haltbarkeit des 470 Vinyl als Grundierung sagen? Wie lange sollte man den Rumpf nach dem Strahlen trocknen lassen bevor man das 470 Vinyl aufträgt und nach welchem zeitlichen Abstand streicht man das AF? Letzte Frage anderer Natur: ich habe mir eine Segeljolle Typ "Koralle" angeschafft und möchte das Holz neu lackieren. Kannst du mir sagen, womit ich die Oberfläche nach dem Schleifen am besten reinige? Vielen Dank für die tollen und wertvollen Tipps! Grüße Robert
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  • Avatar von ADMIN
    07.10.2018, 14:27
    ADMIN hat auf das Thema Unterwasserschiff neu aufbauen im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Robert, wir müssen uns alle ehrlich machen, einen 100% Schutz gegen Seepocken gibt es nicht. Wir können Muscheln noch weitgehend verhindern, bei Seepocken den Befall nur reduzieren. Der neue Beschichtungsaufbau für Saisonwasserlieger: 1 x Relest Marine 470 Vinyl, Farbe rotbraun, Ergiebigkeit ca. 7 m²/ltr. (nur bei der Erstanwendung erforderlich) 1 x Relest Marine 522 AF Ecoship, Farbe schwarz, Ergiebigkeit ca. 8 m²/ltr. Das müsste dann bei einen Saisonwasserlieger je nach Auslastung für 2 - 3 Jahre reichen. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Bastille
    06.10.2018, 22:07
    Sehr geehrte Mitglieder, ich werde in Kürze mein Unterwasserschiff neu aufbauen, nachdem der GFK-Rumpf Ende Oktober mittels Steinpudermehl und Wasser gestrahlt und von sämtlichen Altanstrichen und dergleichen befreit wurde. Da ich noch recht neu im Geschäft bin und das Boot erst seit dem letzten Jahr besitze, habe ich so meine Probleme bei dem Überangebot von Produkten, ein geeignetes herauszufiltern. Mit einem Liegeplatz in der Rostocker Unterwarnow, unterliegt mein Schiff (Motor, v< 8kn, 10mx3m, Kimmkieler) widrigen Bewuchsverhältnissen. Ich habe vor zwei Wochen ausgekrant und der Bewuchs war insbesondere an den beiden Stahlkielen, über die das Schiff zusätzlich verfügt, enorm. Aber auch der Rest des GFK Rumpfes war kräftig von den kleinen Pocken befallen. Das Boot liegt in der Regel von Mai-Oktober im Wasser und wird im Winter in ein Freilager verbracht. In dieser Saison waren wir viel unterwegs. U.a. Kieler Förde und Lübecker Bucht. Kann mir jemand bewährte Produkte (wirksame Grundierung und schützendes AF) entsprechend meiner Angaben empfehlen? Ich bedanke mich für Ihre fachkundige Unterstützung!! Beste Grüße Robert
    10 Antwort(en) | 391 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    06.10.2018, 11:48
    Hallo Peter, bei der Beschreibung kann ich ein Weichantifouling ausschießen. Bei einen weißen milchigen Farbfilm können wir VC17m von International ausschließen, denn da gibt es kein weiß. Das einzige weiße Antifouling mit PTFE wäre das Glide Speed von Hempel, die in Spanien vertreten sind. Bei solchen Booten wird auch Trilux ohne PTFE oder identisch ein Hard-Racing von Hempel in Spanien verwendet. Streichen wir Clide Speed auf Trilux oder Hard Racing, dann fällt es ab, streichen wir Trilux oder Hard Racing auf Glide Speed dann fällt das Trilux ab. Die einzige Chance die wir haben um das Risiko zu minimieren ist: - Altanstriche mit 160-180 Körnung mit der Hand sauber anschleifen - darauf streichen wir einen Haftgrund Marine 470 Vinyl - dann 1 Anstrich Marine 522 Ecoship Aber auch da weiß keiner, wie lange das funktionieren wird. Weisse Antifoulings sind für unsere Gewässer nicht geeignet, da die sehr schnell verschmutzen und sich braun verfärben. Da weisse Antifoulings jedes Jahr neu überschichtet werden, kommt es nach ein paar Jahren zu unnützen Schichtstärkenanreicherungen, somit zu den Abplatzungen, was dann bei einer Sanierung richtig zeitaufwendig und teuer wird. Das Blaue Ecoship mit dem auch das Segelschulschiff Gorch Fock gestrichen wird, wäre eine Lösung. Aber auch da dann nur einen Anstrich. Das größte Problem ist die geringe Auslastung, lange Trockenphasen an Land, was kein Antifouling auf Dauer verträgt, da immer das Risiko einer Haarrissbildung besteht. Da wären dann z.B. Dünnschicht-Antifoulings wie das VC17m mit PTFE die bessere Lösung, das aber auf herkömmliche Antifoulings nicht gestrichen werden darf. Wie auch immer, so lange wir nicht genau einordnen können was auf dem Boot gestrichen wurde, kann ich wirklich keine optimale Lösung vorschlagen. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Pedda68
    06.10.2018, 09:31
    Guten Morgen Friedrich, Vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider lässt sich nicht mehr ermitteln, welches AF der Vorbesitzer benutzt hat. Da das Boot zur Zeit 500 km entfernt im Wasser liegt, kann ich auch keine weiteren Tests durchführen. Als ich im Sommer am Boot einige Seepocken und den grünen Algenbewuchs mit einer groben Wurzelbürste entfernt habe (im warmen Wasser stehend ;-), konnte ich einen minimal milchigen weißen Farbfilm im Wasser feststellen. Beim normalen Bootwaschen im Frühjahr ist mir jedoch kein Abrieb aufgefallen... Da ich Mitte Oktober kein allzu großes Zeit- bzw Arbeitsfenster habe, würde ich natürlich alle notwendigen Materialien gerne schon dabei haben und nicht erst vor Ort rum experimentieren. Besteht nicht die Möglichkeit, eine Grundierung wie z.b. Primocon o.ä. aufzubringen? Das bestehende Antifouling machte grundsätzlich einen guten Eindruck.... Als Alternative böte sich wahrscheinlich nur ein kompletter Neuaufbau an. Welche Arbeitsschritte und Materialien (Beize, Grundierung, usw....) würdest du in diesem Fall empfehlen? Das würde leider im Oktober aber zeitlich nicht alles funktionieren und müsste auf die Osterferien 2019 erweitert werden - wäre schade, da wir dann unsere Familiensaison- Eröffnung ausfallen lassen müssen.... Farblich würde ich beim AF gerne bei blau bleiben und da du das Hempel hard Racing für geeignet hältst, würde ich dieses auch nicht umtauschen.... Danke und ein schönes Wochenende Peter
    6 Antwort(en) | 487 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    05.10.2018, 20:31
    Hallo Rosteki, bei einen solchen Beschichtungsaufbau sind mehr als 4 Jahre auch nicht zu erwarten. Jotasmatic 87 ist eine EP-Beschichtung mit Aluminiumoxyd Pikmente und hat gute Korrosionsschutzeigenschaften. Diese Beschichtungen die ähnlich sind mit dem Multicoat von Hempel, oder 346 Multicoat von uns werden als Zwischenbeschichtung verwendet. Da nun mal alle Epoxide nicht feuchtedicht sind, reicht der Aluminiumoxid-Korrosionsschutz bei weitem nicht aus. Um also die geforderten Standzeiten von 15 Jahren in der Industrie - Stahlabau zu erzielen, ist folgender Korrosionsschutz erforderlich: - 1 x RELEST® Marine 37 2K-EP-Primer ZM - 1 x RELEST® Protect 325 EP-Tiecoat EG DB702 - 3 x RELEST® Protect 346 2K-EP-Multicoat - 1 x RELEST Marine 470 1K-PVC-Sealer - 2 x RELEST® Marine AF Ecoship (Antifouling) Der Systemaufbau ist identisch wie bei der Großschifffahrt und das Antifouling ist ein mehrjähriges SPC-Antifouling mit hohen Zink-Oxydanteilen. Der Schichtaufbau auf Joasmatic 87 mit einen Unterwater-Primer und besonders einen Hard Racing-Antifouling auf einer Stahl-Yacht zeigt mir, dass die Werft wenig mit einer Bootswerft für den Stahlbau gemeinsam hat und im Grunde nichts versteht. Werden mit Wasserhochdruck Beschichtungen beseitigt, dann sind lange Trockenphasen erforderlich, da nun mal das Stahlgefüge "kristalin" ist. Des weiteren ist dann vor dem beschichten eine mehrmalige Reinigung, Entfeuchtung mit Trychlorätylen erforderlich. Wird da bereits nachlässig gearbeitet, dann wird sich jede Beschichtung vom Untergrund lösen. Ein paar Bilder um die weitere Vorgehensweise zu bestimmen wären da sehr hilfreich. Haben wir nur vereinzelt Abplatzungen, dann sollten wir auch die Verhältnismäßigkeit sehen, um eine Neusanierung für ein paar Jahre hinauszuzögern. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 224 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    05.10.2018, 20:00
    Hallo Peter, bei der Auslastung spricht zuerst einmal nichts gegen das Hardracing von Hempel. Ich sehe eher das Problem bei dem unbekannten Antifouling. Besonders bei solchen Booten werden meist PTFE-Anstriche verwendet was auch bei Trailerbooten und geringer Auslastung ausreichend ist. Wird darauf ein Hempel Hardracing aufgetragen, dann wird der Antifoulinganstrich nicht halten. Wir müssen wissen was vorher gestrichen wurde. Es werden aber auch bei solchen Booten die als Dauerwasserlieger eingesetzt werden Weichantifoulings gestrichen. Die sind zu erkennen, dass die beim kärchern abgehen, oder beim darüber reiben ist das wie Tafelkreide und die Farbe färbt ab. Was den Light-Primer betrifft, der ist überflüssig und darf auf einen Antifoulinganstrich nicht aufgetragen werden. Der Licht-Primer ist eine Grundierung für einen Gelcoat, der z.B. in die Jahre gekommen ist, ähnlich wie ein Gelshild-Primer. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Pedda68
    05.10.2018, 13:53
    Hallo Friedrich, ich heiße Peter und habe mir nach diversen Angelbooten im Januar diesen Jahres eine 2400er Maxum SC3 aus dem Baujahr 2006 (s. Anhang) gekauft. Das Boot wurde bis dato in Spanien genutzt und hat einen mir unbekannten Unterwasseranstrich. Seit April liegt es auf Fehmarn und Mitte Oktober wird es eingewintert. Der Bewuchs bei unserem letzten Besuch im Juli/August beschränkte sich auf Seepocken und wenig Grünalgen, besonders im oberen Drittel. Der Kiel- und Gleitbereich waren fast pockenfrei... Benutzt wird die Maxum während der Wasserliegezeit im Rhythmus: 3-4Tage im April, 3 Tage im Mai/Juni, 14 Tage Juli/August - im Oktober 1 Tag und dann Einwintern in einer Halle. Geschwindigkeiten im Durchschnitt 30-60 km/h Wie soll ich vorgehen? Gründlich Säubern, Entfetten, Anschleifen, Primer, neues AF? Oder das "alte" AF entfernen, da ich nicht sicher bin, ob kompatibel? Ich habe bereits Hempel Hard Racing Teccel und Hempel Light Primer gekauft (auf Empfehlung - hoffentlich nicht vorschnell ;-) Vielen Dank und Gruß Peter
    6 Antwort(en) | 487 mal aufgerufen
  • Avatar von Rosteki
    05.10.2018, 13:37
    Hallo und guten Tag, viele Beiträge hier lassen mich vermuten, dass Ihre Kompetenz auch meine Problematik lösen könnte: Beim Herausnehmen um das Antifouling zu erneuern hat die Werft festgestellt, dass das Unterwasserschiff neu aufgebaut werden muss. Der Anstrich löst sich stellenweise ab und die Schichtdicke beträgt an machen stellen nur etwa 100 Micron. Vor 4 Jahren wurde das komplette Unterwasserschiff von einer Werft neu aufgebaut: Die Rechnung weist folgendes aus: Kompletter Farbauftrag am Unterwasserschiff mit Wasserhochdruck entfernt: Wasserlinie abgeklebt; Unterwasserschiff angeschliffen; Vier Anstriche mit Jotasmatic 87 von Jotun aufgetragen; Anschließend einen Anstrich mit Unterwater-Primer von Hempels aufgebracht und zwei Schichten Hempels Hard Racing Farbton Schwarz aufgetragen. Was wurde falsch gemacht, wenn sich nach vier Jahren der Anstrich löst und was empfehlen Sie für den nun anstehenden Neuaufbau!?? Bilder kann ich wenn nötig zur Verfügung stellen. Vielen Dank im Voraus. Rosteki
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  • Avatar von ADMIN
    05.10.2018, 10:29
    Hallo Matthias, Cruiser Uno ist im Grunde ein abgeschwächtes Micron Extra oder Micron WA, erodierend und würde im Mittelmeer keine 3 Wochen funktionieren. Da sich die Antifoulings bei den Lösungsmitteln und Trägerkomponenten unterscheiden, ist ein mal ein Anstrich mit Marine 470 Vinyl Farbe schwarz oder Rotbraun als Haftgrund erforderlich. Das Marine 522 Ecoship Farbe blau verwendet auch die Gorch Fock, die alle drei Jahre in den Trockendock den Bewuchsschutz erneuert. Der Dockintervall, Dauerwasserlieger, bei einen Anstrich beträgt 18 Monate, bei 2 Anstrichen mehr als 3 Jahre. Es macht Sinn, den Wasserpass wegen der Verschmutzung besonders in den Marinas 3 mal zu streichen, da der manchmal gereinigt wird und dabei wird dann jedes mal ein qwnig Antifouling mit abgerubbelt. Vorsicht im Mittelmeer mit den Marineros, die mit dem Hochdruckreiniger bei 180 Bar jeden Antifoulinganstrich massakrieren. Grüße Friedrich
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  • Avatar von muthm59
    05.10.2018, 08:09
    Hallo. Mein Boot war bis letztes Jahr in der Ostsee (Schweden), nun bin ich dabei, es "außenherum" ins Mittelmeer zu bringen. Ich möchte auf das hier angebotende SPC-Antifouling RELEST® MARINE 522 AF - ECOSHIP / SIGNALBLAU umstellen, weil ich hoffe, dann weniger oft streichen zu müssen, wenn ich dann mal im Mittelmeer bin. Kann ich das 522AF direkt auf das letztes Jahr aufgetragene International Cruiser Uno auftragen? Danke für die Hilfe! Grüße! Matthias S/Y Lütje Hörn (Compromis 999)
    1 Antwort(en) | 165 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    03.10.2018, 10:07
    ADMIN hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Thomas, bei Schlick funktioniert kein Antifouling, mich wundert dass der Bereich keine Seepocken hat. In Sedimenten werden auch Antifoulings sehr schnell abgetragen, so dass sich der Bewuchsschutz erheblich reduziert. Die Sedimente die sich da festsetzen, sind ähnlich wie wenn einer Grundwasser aus der Eifel destilliert. Da nicht nur Kalk im Wasser ist, sondern ein Gemisch zahlreicher Mineralien, kommt es nach dem aushärten zu einer Verfestigung, die nur noch schwer zu beseitigen ist. Da bleibt wirklich nur die Möglich keit zu schleifen, was bei einer Stahl-Yacht zu vermeiden ist um den Untergrund nicht zu beschädigen, oder besser einen Entkalker vom Aldi, Zitronen - oder Oxalsäure und mit einer groben Stahlwolle (siehe Zubehör oder im Farbenfachhandel) abreiben. Danach Gründlich waschen und mit Antifouling den Bereich wieder überschichten. Ich denke, da ist die einfachste Lösung. Ich muss mir aber auch eingestehen, ich weiß noch nicht, wie der Primer und das Antifouling darauf reagiert. Normalerweise müsste der Primer das Aushalten und beim Antifouling bekommen wir eine Reaktion mit den Kupfer(I)oxiden. Also zuerst einmal mit einen Entkalker auf kleiner Fläche probieren. Wenn es funktioniert, dann würde ich mich freuen von Dir Bescheid zu erhalten, damit wir dann solche erfahrungen an andere Skipper weiter geben können. Grüße Friedrich
    11 Antwort(en) | 1793 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    03.10.2018, 09:53
    Hallo Speedbird, normalerweise kein Problem, da das Antifouling nur im Wasser aktiviert wird. Es verliert also nicht seine Wirkung. Was aber passieren kann, da nun mal ein Boot bei langen Trockenzeiten schrumpft, auch Antifoulings beim trocknen schrumpfen, dass Haarrisse im Antifouling entstehen, besonders wenn wir bereits mehrere Schichtstärken aufgetragen haben. Haben wir unter dem Antifouling mehrere Lagen unnützer Trägerkomponenten die wir überstrichen haben, dann können die reißen. In der Regel kommt es dabei nicht zu Abplatzungen. Die Risse verschwinden dann wieder wenn überstrichen wird und das Boot ist dann wieder im Wasser. Wenn also das Boot nach 17 Monaten ins Wasser kommt, die Oberfläche mit einer groben Stahlwolle abreiben, so dass sofort der Bewuchsschutz aktiviert wird. Ein Neuanstrich ist dann nicht erforderlich. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 213 mal aufgerufen
  • Avatar von Thomas Meier
    03.10.2018, 07:57
    Thomas Meier hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Moin Friedrich, das Boot ist wieder aus dem Wasser. Euer AF hat sehr gut funktioniert. Kein Bewuchs, keine Pocken. Allerdings hat sich eine sehr hartnäckige Schicht im unteren Bereich gebildet. Wahrscheinlich kommt sie vom Schlick, wir lagen 4 Wochen an der Küste in Häfen, im Weichen Schlick bei Niedrigwasser. Mit HD-Reiniger bzw. mit Schrubber und Seifenlauge geht's nicht ab. Kann ich das so lassen, oder anschleifen und überstreichen?
    11 Antwort(en) | 1793 mal aufgerufen
  • Avatar von Speedbird
    03.10.2018, 00:04
    Hallo, ich habe mein Boot im Nov.17 aus dem Wasser geholt und kann es erst im Mai 2019 wieder zu Wasser lassen. Gestrichen ist es mit: -RELEST® Marine 522 AF Ecoship schwarz- Kann dies Antifouling 17 Monate Trockenliegezeit ab, oder verliert es die Wirkung und sollte abgeschliffen bzw. übertrichen werden? Danke
    2 Antwort(en) | 213 mal aufgerufen
  • Avatar von Skipper58
    02.10.2018, 18:19
    Skipper58 hat auf das Thema Antifouling Stahlboot im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, besten Dank für die schnelle Antwort. Ich habe nun doch den Schichtenaufbau herausbekommen: Interprime 820, Interprotect und dann das Hempel AF. Ändert das was bezüglich deines Vorschlags zur Sanierung der Kielbeschädigung? Umfang des Schadens werde ich mit Foto nach Kranen dokumentieren. "Immer ein Notbehelf" klingt natürlich nicht so toll bei einem fast Neuboot!? Eine andere (bessere) Lösung ist nicht machbar oder zu aufwendig? Beste Grüße Skipper
    4 Antwort(en) | 1055 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.10.2018, 18:56
    ADMIN hat auf das Thema Antifouling Stahlboot im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Skipper, - anschleifen 180-200 Körnung, das geht nass oder auch mit Atemschutz trocken, - wenn der Bewuchsschutz nicht mehr funktioniert, Standart bei einen Anstrich Saisonwasserlieger 2-3 Jahre, bei Dauerwasserlieger 3-4 Jahre, natürlich verändert sich die Bewuchsschutzdauer je nach Auslastung, - wenn Antifouling schwarz, dann den Marine 470 Vinyl-Sealer in rotbraun, - Grundsätzlich weisen die Hersteller von GFK-Yachten darauf hin, den Druck beim Kärcher auf 60 Bar zu reduzieren, um den Gelcoat nicht zu beschädigen, es geht auch den Strahl auf breit zu stellen und auf den Abstand zu achten, das muss jeder selbst beurteilen, oder eine Schmutzfräse verwenden, - der Herbst ist in der Regel besser da der Zeitdruck nicht besteht, ansonsten ist es egal wann beschichtet wird, wichtig ist dass der Taupunkt eingehalten wird damit einer kein nasses Schiff streicht, - bei der Grundberührung den Bereich anschleifen, mit Chlorkautschuk Primer (enthält Zinkoxide) 1-2 mal überschichten, darauf dann wenn die Oberfläche handtrocken ist, das Antifouling, geht einfach und schnell ist aber immer ein Notbehelf, - der Haftvermittler ist meist erforderlich, da die Antifoulings unterschiedliche Trägerkomponenten und Biozide verwenden. Die mehrjährigen SPC-Antifoulings verwenden alle als Trägerkomponente Vinyl, was auch teuer ist. Bei den preiswerteren AF werden Epoxide, oder Alcyde verwendet, auch da ist ein Haftvermittler sinnvoll. Unter http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?1986-ANTIFOULING-PRODUKTKATEGORIEN habe ich die Antfoulings den Bioziden zugeordnet. Haben wir es mit Kupfer zu tun, dann ist immer ein Haft-Versiegelungsgrund erforderlich Alternativen gibt es von Hempel - Oceanic-Serie, International Intermooth-Serie, Jotun Seaquantum Ultra oder Takatta, Nippon, Tenax, Sigma sind SPC-Antifoulings. Nur die Produkte gibt es nur in Großgebinde 20/80 ltr. und sind für den Privatanwender nicht erhältlich. Grüße Friedrich
    4 Antwort(en) | 1055 mal aufgerufen
  • Avatar von Skipper58
    01.10.2018, 16:02
    Skipper58 hat auf das Thema Antifouling Stahlboot im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, nach der ersten gefahrenen Saison und der bevorstehenden Arbeiten nun noch einige Fragen dazu: - wie anschleifen? Nassschleifpapier, welche Körnung? nur leichter Anschliff per Hand? - Ecoship soll wieder in schwarz aufgetragen werden auf schwarzes Hempel, woran erkenne ich, wann Neuanstrich erfolgen sollte (wenn Haftvermittler notwendig am besten in rotbraun?) - erster Anstrich Ecoship 1-oder 2-lagig? Lt. Prospekt für Saisonlieger 1 Anstrich, wie lange sollte dieser dann reichen für Saisonlieger? -Was ist beim Kärchern zu beachten, geringer Druck? Löst sich Ecoship beim Kärchern? -Anstrich im Herbst oder Frühjahr, oder egal? Dein empfohlener Probeanstrich am besten jetzt im Herbst, zeigt sich eine Unverträglichkeit sofort? -Wir hatten leider eine etwas heftige Grundberührung beim Ankern, Schäden werden wohl am Kielbereich sein (Foto nach Kranen möglich). Behandlung nach Sandstrahlen in NL war Zweikomponenten Bodycoating lt. Unterlagen, mehr Infos habe ich nicht. Was mache ich bei Beschädigung bis auf Stahl? -Gäbe es Alternativen beim AF, die Du empfehlen könntest und die einen Haftvermittler (wenn erforderlich) überflüssig machen, z.B. von Hempel o. a. Vielen Dank im voraus Skipper -
    4 Antwort(en) | 1055 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.10.2018, 10:44
    ADMIN hat auf das Thema Neuaufbau für die Trave im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Bernd, kommt es zu Abplatzungen, dann muss im Grunde alles runter, da eine nachträgliche Verfestigung nicht möglich ist. Abplatzungen werden verursacht, wenn sich unnütze Schichtstärken anreichern wie bei jeden Hartantifouling, kein geeigneter Haftgrund aufgetragen wurde und wenn das Unterwasserschiff nicht "entfettet" wurde. Besonders das Entfetten ist zwingend erforderlich, da beim Anschleifen die Paraffine in der obersten Gelcoatschicht verteilt werden. Haben wir keine osmotischen Schäden wie Blasen, dann muss auch nichts gemacht werden, denn "Osmose" bei Polymeren lässt sich nicht verhindern. Es gibt auch keine Osmosevorbeugung oder Propylaxe, denn das sind Erfindungen von der Werbung, was die Werften und zahlreichen Anstreicherfirmen gerne übernommen haben. Yachtstrip ist eine Beize, die wir auch oft unseren Kunden empfehlen, besonders wenn wir hohe Schichtstärken haben. Wichtig ist, auch wenn der Hersteller darauf hinweist, dass Yachtstrip den Gelcoat nicht angreift, sollte keine Abbeize länger als 6-8 Stunden einwirken, da der Gelcoat quellen kann und seine Eigenschaften verliert. Nach dem ersten Abbeizvorgang nochmals Yachtstrip mit Wasser verdünnen, mit der Fellrolle auftragen und dann lassen sich die Reste leicht mit einer groben Stahlwolle beseitigen. Danach ist eine gründliche Reinigung angesagt. Haben wir keine Schäden, dann genügt es 1 x mit Marine 470 Vinyl, Farbe rotbraun zu grundieren um den Gelcoat zu versiegeln und zugleich einen Haftgrund zu erhalten. Vorher wird das Unterwasserschiff 2-3 x mit 99,9% Aceton gereinigt, damit entfetten und entfeuchten wir den Gelcoat. Vorsicht bei Aceton, denn Aceton vom Baumarkt enthält in der Regel Öle oder fette für eine Rückfettung. Daher reines technisches Aceton. Verwenden wir eine Vinyl-Grundierung, dann muss auch das Antifouling als Trägerkomponente Vinyl haben. Für den Gleiter empfehle ich ein selbstabschleifendes mehrjähriges SPC-Antifouling, Farbe schwarz, wie das Marine 522 Ecoship. Auch da nur einen Anstrich, Wasserpass und Gleitbereich 2 Anstriche, Z-Antrieb grundieren und auch 2 Anstriche. Wir haben beim Ecoship einen Dockintervall bei einen Anstrich von ca. 18 Monate, was bei einen Saison-Wasserlieger in der Regel mehr als 2 Jahre ausreicht. Je nach Auslastung, Geschwindigkeit verkürzt oder verlängert sich die Bewuchsschutzdauer. Da das Ecoship selbstabschleifend ist, nicht jede Saison neu gestrichen werden muss, haben wir auch nicht die unnützen Schichtstärkenanreicherungen die zu den Abplatzungen führen. Bei Dauerwasserlieger z.B. n der Adria, streichen wir das Antifouling 2 x, Wasserpass, Z und Gleitbereich 3 x, was z.B. in der Adria ca. 3 Jahre ausreicht. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Bernd1
    30.09.2018, 21:04
    Hallo miteinander, Ich muss mein Unterwasserschiff neu aufbauen und bin mir nicht ganz sicher was ich machen sollte. Mein Boot eine Fairline 31 Bj 95 ist ein Gleiter der die Saison über in der Trave liegt. Also sehr starke Bewuchs Probleme. Normalerweise bei 600-700 sm mit bis zu 25Kn bewegte wird. Ich habe das Boot vor 4 Jahren übernommen. Der Vorbesitzer hatte eine unbekannte Anzahl von Jouton Hart Antifouling drauf. Dieses habe ich auch die letzten 4 Jahre auch fortgesetzt. Die letzten zwei Jahre Platzen immer mehr und größere Stücke raus. Nun möchte ich das alte Antifouling mit Jachtstrip abbeizen und neu aufbauen. Aber ich weiß nicht wirklich was für den Wiederaufbau sinnvoll ist. Ich dachte an 2-3 Schichten Gelshild als Grundierung. Da ich letzten Winter keine Anzeichen von Osmose gesehen habe. Und als letztes eine Schicht Jouton Hart Antifouling. Oder gibt es bessere Ideen? Danke
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  • Avatar von freshpy
    30.09.2018, 20:25
    Hallo Friedrich, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Da kommt ja einiges an Arbeit oder Kosten (oder beides zusammen) auf mich zu. Ich werde versuchen mal mit dem Händler Kontakt aufzunehmen und herauszufinden, welcher Haftgrund damals verwendet wurde. Inzwischen habe ich die Antwort Es war Interprotect 2 Komponenten Ich denke, dass ich dann im nächten oder spätesten übernächsten Jahr (muss zeitlich passen) das Unterwasserschiff komplett neu aufbauen (lassen?) werde. Bis dahin werde ich mit der oberflächlichen Korrekuren über die Runden kommen müssen. Meinst du dass als provioridche Ausbesserung Primacon auf die leicht angeschloffenen „Fehlstellen“ eine temporäre Lösung wäre? Würde das einer späteren gründlichen Sanierung in irgendeiner Form entgegenstehen? Grüße Peter
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  • Avatar von ADMIN
    30.09.2018, 12:40
    Hallo Peter, ich vermisse den Hinweis, welcher Haftgrund wurde für das Antifouling Veneziani Guardia verwendet. In der Praxis schleifen die meisten Anstreicherfirmen/Händler die meist sehr unbedarft sind den Gelcoat an, was natürlich den Gelcoat schwächt, die Oberfläche entsprechend vergrößert und damit auch die Feuchteaufnahme erhöht. Dabei werden die Paraffine aus dem Gelcoatanschliff auf der Oberfläche verteilt und streichen dann das Antifouling, denn das geht einfach und schnell. Richtig wäre gewesen, mit einer Stahlwolle den Gelcoat abreiben bis der matt ist, dann 2-3 mal mit 99,9% Aceton reinigen, darauf dann ein Versiegelungsgrund (kein EP sondern Vinyl) für den Gelcoat, da nun mal jeder Gelcoat kreidet und dann erfolgt der Antifoulinganstrich. Das Antifouling von Veneziano ist von Borero und Borero wird von International geliefert. Es enthält geringe Anteile an Kupferbioziden, hat eine Zulassung für Holland, Standzeit 12 Monate, Bewuchsschutz 1 Saison 3-4 Monate. Da es erodierend angeblich selbstabschleifend, es ist kompatibel zu Micron EU von International, so weit würde es passen. Nur der Fehler bei der Erstanwendung kann natürlich nicht mehr rückgängig gemacht werden. Kommt es zu Abplatzungen, dann geht das weiter, da alle Antifoulings microporös sind, im Wasser quellen und an Land schrumpfen. Ein weiterer Fehler ist der jährliche Anstrich mit einen Saisonantifouling, was unweigerlich zu unsinnigen Schichtstärkenanreicherunge führt, was das Abplatzen untertützt. Dazu noch ein Hochdruckreiniger, der einen Gelcoat perforieren kann und einer bereits geschwächten Antifauling-Haftung den Garaus macht. Die Empfehlung, die Übergänge an den Abplatzungen zu verschleifen, darüber 2 x Micron Ectra ist im Grunde nur eine optische Sanierung, was zu weiteren Schichtstärkenanreicherungen führt und den Abplatzvorgang weiter beschleunigen wird. Seit Jahren gibt es mehrjährige selbstabschleifende Antifoulings mit Dockintervallen von 18 Monaten bei einen Anstrich, was bei Saisonwasserlieger mehr als 3 Jahre ausreicht. Damit vermeiden wir die unsinnigen Schichtstärkenanreicherungen die zu Abblösungen führen. Im Grunde wird das zur Dauerbaustelle und der Zustand wird sich weiter verschlechtern. Es kommt also der Zeitpunkt, da muss alles runter und neu aufgebaut werden. Wir haben eine noch neuwertige 37 Fuss Segelyacht mit einen unbeschädigten Gelcoat. Damit das so bleibt müssen die Altanstriche abgebeizt werden - eine Gallerenarbeit - um den Gelcoat nicht zu beschädigen. Darauf erfolgt dann eine Laugenreinigung, um die Beizreste zu neutralisieren. Dann wird das Unterwasserschiff nochmals mit Stahlwolle gründlich gereinigt, mit Aceton nachgereinigt, darauf dann ein Versiegelungs- Haftgrund für ein Antifouling, dann ein Anstrich eines selbstabschleifenden mehrjährigen SPC-Antifouling. So kommt es nicht mehr zu den unsinnigen Schichtstärkenanreicherungen, da das Antifouling selbstabschleifend ist, dünner wird und nur alle 3 Jahre 1 x überschichtet wird. Wie auch immer, die Notlösung mit dem Micron Extra nur an den Abplatzungen vornehmen und nicht für das ges. Unterwasserschiff um nicht noch weiter die Schichtstärken anzureichern. Für ein solches Boot ist das keine Dauerhafte Lösung, so dass eine vollständige Beseitigung der Altanstriche geplant werden sollte. Grüße Friedrich
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  • Avatar von freshpy
    29.09.2018, 23:00
    Hallo, ich bräuchte einen Rat vom Experten, da ich eine langfristige und professionelle Lösung bevorzuge und vom Erfolg der vorgeschlagenen Vorgehensweise (noch?) nicht wirklich überzeugt bin. Zu meiner Frage/Problem: Mein Schiff (Segelyacht 37 Fuss) wurde 2013 im Ijsselmeer als Neuboot erstmalig zu Wasser gelassen. Die Werft/Händler führte 2013 die Arbeiten am Unterwasserschiff durch und trug den Unterwasseranstrich auf. Es handelte sich dabe um Guardia von Veneziani in schwarz. Nach 6 Monaten kam das Boot an Land (Winterlager) und stand für etwa 6 Monate auf dem Trockenen. 2015 wurde das Unterwasserschiff mit demselben Material (Guardia) überstrichen. Anschließend wechselten wir das Revier vom Ijsselmeer in die Ostsee. Nach dem Winterlager (ebenfalls auf dem Land) wurde das gesamte Unterwasserschiff im Frühjahr 2016 angeschliffen und mit Micron Extra Eu in Schwarz überstrichen. Im Frühjahr 2017 wurde nach dem Winterlager ebenfalls eine Schicht Micron Extra Eu aufgetragen allerdings ohne erneut anzuschleifen. 2018 wurde das Boot ohne Streichen des Unterwasserschiffs zu Wasser gelassen. Beim Aufslippen zum Saisonende vor wenigen Tagen zeigte sich ein bewuchsfreies Unterwasserschiff, allerdings löste sich beim Hochdruckreinigen an mehreren Stellen die Farbe bis auf den Primer? ab. Siehe Bilder Zusammenfassend wurden am Unterwasserschiff bisher folgende Anstriche durchgeführt: 2013 Neuboot. Anstrich mit Guardia (schwarz) 2015 Anstrich mit Guardia (schwarz) 2016 Anschleifen und Anstrich Micron Extra Eu (schwarz) 2017 Anstrich mit Micron Extra Eu (schwarz) Mich würde nun interessieren, wie ich das Unterwasserschiff im nächsten Frühjahr sinnvoll und vor allem langfristig aufbereiten kann. Die Empfehlung hier vor Ort war, die „blanken Stellen“ mit 80er Schmirgelpapier anzuschleifen und dann dort selektiv 2 mal mit Micron Extra überzustreichen, aber ich zweifle, ob das ein sinnvoller Weg ist, da sicherlich nach der nächsten Saison wiederum viele Stellen nach dem Hochdruckreinigen „blank“ wären. Ich freue mich über fundierten Rat. freundliche Grüße Peter
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  • Avatar von ADMIN
    25.09.2018, 14:05
    Passt alles, nur beim Topcoat 316 rate ich zum 311, der hat einen höheren Glanzgrad. Die Ergiebigkeit ist bei 1 Liter ca. 9-10 m². Ich habe es aber nicht kleiner, daher die Empfehlung zum Farbenfachhandel, denn da sind die Gebinde kleiner. Wichtig ist dabei, dass die Grundierung zum Topcoat passt. Was den Carbon Mast betrifft, da wird es schwierig. Carbon zieht Feuchte und daher erhalten die Masten einen besonderen PU-Schutz, im Grunde wie die Windräder zur Stromerzeugung. Dies Lacke, die auch für Flugzeuge verwendet werden sind wahnsinnig teuer und bei uns nur ab 20 Liter erhältlich. Ich kenne aber keinen Hersteller mit Ausnahme BASF die solche Beschichtungen herstellen. Eine Möglichkeit wäre ein 1 Komp. transparenter PU-Lack, der in der Autoindustrie für die Versiegelung der Metalliclackierung verwendet wird. Da würde ich mich an einen Reparaturbetrieb wenden die Unfallfahrzeuge lackieren, denn für den Mast reicht locker ein 3/4 Liter. Alle PU-Beschichtungen lassen sich polieren, da dürfte es keine Probleme geben. Grüße und gutes gelingen Friedrich
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  • Avatar von jspawn
    25.09.2018, 13:33
    Hallo Friedrich Vielen lieben Dank für die Aufklärung, jetzt währe ich die Sache beinahe falsch angegangen. Ich habe die ToDo Liste entsprechend angepasst: 1. Jolle Gesamt: Reinigen mit Wasser / Bootsseife Feuchtigkeitsprüfung mit GMK 210, Wert < 2.5% erstrebenswert (kann hier das Carbon verfälschen?) Evtl. Austrocknen, der erste Blick / Gefühl sah aber gut aus 2. Unterwasserschiff / Hubkiel / Deck Öffnen der Blasen und bei Lunkerbildung ausfräsen mit Drehmel Anschleifen der Blasenumgebung mit 200er Schleifpapier Reinigen mit Aceton (2x) Kitten der Löcher / Kratzer mit «Watertite» Reparatur des Hubkiels mit GFK / 2k Epoxy (kein Foto) Planschleifen der Reparaturstellen und abschleifen des Lacks im Rumpf und Decksbereich mit Schleifpapier (200er, 400er) bis zur grauen Grundierung Reinigen mit Aceton (2x) Grundieren Gesamt mit «RELEST® MARINE PROTECT 346/347 2K-EP- Multicoat mit Härter» 2-4 Lagen mit der Schaumstoffrolle Schleifen (400er, 800er) Lackieren Gesamt mit «RELEST® Protect 31 2K-PUR-Topcoat» 1-2 Lagen mit der Schaumstoffrolle Schleifen (400er, 800er, 1200er nass, 2000er nass) und Polieren (Wachspolitur und Lammfell?) 3. Selden Carbon Mast: UV – Schutz Carbon Pflege «Carbon Pflege mit UV Schutz» Lässt sich das "RELEST® Protect 31 2K-PUR-Topcoat" ebenfalls mit der Schaumrolle auftragen? In der Anleitung steht, dass hierbei noch mit bis zu 10% Verdünner gearbeitet werden sollte. Ist der Topcoat im Anschluss auch mit einer Wachspolitur polierbar? In Eurem Shop gibt es 6kg Behälter, für wie viel m2 reicht dies in etwa? Vielen Dank für die Ausführliche Antwort!
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  • Avatar von ADMIN
    24.09.2018, 20:24
    Hallo Christian, wenn ich mir die Bilder ansehe und vergrößere, dann ist zu erkennen dass es sich um eine Lackierung handelt und nicht um eine Gelcoatbeschichtung. Ein Gelcoat hat eine Schichtstärke von ca. 0,6-0,8 mm und da wäre die Beschichtung viel zu zu dünn. Auch die darunter liegende graue Farbe ist eine Grundierung und keine Barriere die braungrün wäre und auch kein Laminat. Das Boot ist also nicht als Wasserlieger konzepiert, sondern als Jolle die nach dem segeln an Land abgestellt wird. Normalerweise gehört ein solches Boot ab Herbst in eine trockene Bootshalle. Die Blasen sind kein osmotischer Schaden zwischen Beschichtung und Laminat. Solche Blasen können verursacht werden, wenn das Boot zu früh lackiert wurde und die Polymere noch aushärten, wenn der Beschichtungsaufbau - Decklack nicht kompatibel war, oder wenn der Taupunkt nach dem grundieren nicht beachtet wurde. Sollten wir eine Sanwiches-Bauweise haben, dann könnte Feuchte im PU-Schaum sich ansammeln und die Feuchte diffundiert nach aussen wenn das Boot lange trocken liegt. Daher macht eine Feuchtemessung Sinn. Bei der Feuchtemessung das Gerät auf 10 mm einstellen, im Sandwiches-Bereich wenn vorhanden auf 25 mm einstellen, jede Messung 5 mal durchführen und den Durchschnitt berechnen. Wir brauchen einen Wert, der unter 2,5% liegen sollte, wenn neu beschichtet wird. Wenn alles passt, das Boot sauber schleifen bis zu der grauen Grundierung, Lunker dürften keine vorhanden sein. Mit 99,9% Aceton gründlich reinigen, da wir mit dem Aceton auch die Oberfläche entfeuchten. Darauf einen 2 Komp. Feinfiller, der einen Feinschliff ermöglicht. Der Vorgang wird je nach Untergrund mehrmals wiederholt. Erst wenn alles 100% fertig ist, dann wird mit einen sehr guten 2 Komp. PU-PUR-Lack 2-3 mal lackiert. Wichtig ist dabei, dass der Feinfiller und der PU-Lack vom gleichen Hersteller ist. Z.B. von Prosol, Relius, Brillux usw. Da rate ich zu einer Beratung im Farbenfachhandel. Eine weitere Möglichkeit wäre als Filler 2-3 Anstriche Protect 346/47 Multicoat das auch einen Feinschliff ermöglicht. Da darf aber nicht mit der Fellrolle gearbeitet werden, sondern mit einer lösungsmittelfesten Schaumrolle. Darauf erfolgen dann 2-3 Anstriche mit RELEST® Protect 31 2K-PUR-Topcoat. Über- und Unterwasserschiff werden gleich behandelt. Das Boot muss wie ein FD, Korsar, oder Tornado sorgfältig gewartet und gepflegt werden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von jspawn
    24.09.2018, 16:45
    Liebes Antifouling Forum, Lieber Friedrich Nach vielen gelesenen Beiträgen auf diesem Forum und vielen gelernten Tipps & Tricks möchte ich mich zunächst bei Friedrich und den Usern bedanken, hier ist einiges an Wissen zusammengetragen worden! Gerne würde ich auch unser Projekt vorstellen und den letzten Feinschliff abholen, sodass wir demnächst die Materialien bestellen und loslegen können. Sämtliche Informationen stammen zum grössten Teil hier aus dem Forum. Ausgangsituation: Wir haben uns eine Hubkieljolle Marke Eigendesign (Gebaut von einer Bootswerft) gekauft, welche beim vorherigen Besitzer nach 2 Jahren im Einsatz (2-3 Mal gesegelt) abgemeldet und trockengelegt wurde, da kurz nach der Fertigstellung auf Motorboote gewechselt wurde. Die Jolle stand 5 Jahre der Witterung ausgesetzt im Hof auf einem Slipwagen. Der Aufbau des Laminats besteht im Inneren und zur Verstärkung gewisser stellen aus Carbon, aussen sind GFK Schichten verarbeitet. (Zusatzinfo: Die Form ist vorhanden, die Jolle kann also jederzeit nachgebaut werden.) Die 5 Jahre Regen und Schnee haben an dem Boot seine Spuren hinterlassen. Glücklicherweise ist es trocken, innen wurde es mit Styropor ausgekleidet, dieses ist ebenfalls trocken und noch schneeweis. Es wurde kein Anti-Fouling oder sonstige Schutzschicht aufgetragen. Folgende Schäden sind ersichtlich: - Blasen / Beschädigungen Gelcoat am Unterwasserbereich - Lack-Schäden an Deck (Platzer und Schrammen) - Hubkiel Lackplatzer und GFK Schaden Ziel ist, die Jolle mit einem vernünftigen Budget und etwas Schweiss wieder fit zu machen und weitere Schäden für die Zukunft zu begrenzen. Ein Trailer ist vorhanden und die Jolle liegt bei Nichtgebrauch im Trockenen. Gesegelt wird auf dem Bodensee (meist Untersee). Bilder (für grosse Version klicken): Jolle: Unterwasser: Deck: Hubkiel: Der aktuelle Plan sieht folgendermassen aus: 1. Jolle Gesamt: Reinigen mit Wasser / Bootsseife Feuchtigkeitsprüfung mit GMK 210 Evtl. Austrocknen, der erste Blick / Gefühl sah aber gut aus 2. Unterwasserschiff / Hubkiel Öffnen der Blasen und bei Lochbildung ausfräsen mit Drehmel Anschleifen der Blasenumgebung mit 200er Schleifpapier Reinigen mit Aceton (2x) Kitten der Löcher / Kratzer mit «Watertite» Reparatur des Hubkiels mit GFK / 2k Epoxy (kein Foto) Planschleifen der Reparaturstellen und anschleifen des Gelcoats im Rumpf mit Schleifpapier (200er, 400er) Reinigen mit Aceton (2x) Grundieren des Unterwasserschiffbereichs mit «RELEST® Marine 340 EP» 1-2 Lagen mit der Fellrolle Lackieren des Unterwasserschiffbereichs mit «RELEST® MARINE PROTECT 346/347 2K-EP- Multicoat mit Härter» 1-2 Lagen mit der Fellrolle Schleifen (400er, 800er, 1200er nass, 2000er nass) und Polieren (Wachspolitur und Lammfell?) 3. Deck / Überwasserschiff: Anschleifen der Defekten Lackstellen und des Decks mit 200er Schleifpapier Lackieren des Decks / Überwasserschiffs mit «RELEST® MARINE PROTECT 346/347 2K-EP- Multicoat mit Härter» 1-2 Lagen mit der Fellrolle 4. Selden Carbon Mast: UV – Schutz Carbon Pflege «Yachticon Carbon Pflege mit UV Schutz» Das wäre das von uns geplante vorgehen. Ich habe ebenfalls gelesen, dass bei Jollen nach dem Kitten der beschädigten Stellen einfach mit PU-PUR-DT-Lack gearbeitet werden kann. Wäre dies eher zu empfehlen? Ich würde gerne mit Rollen arbeiten (kein Spritzwerkzeug vorhanden) und aufpolieren, bzw. das Deck matt belassen. Habt Ihr evtl. noch weitere Tips? Wenn Interesse besteht, werde ich auch einen Arbeitsbericht anfertigen, vielleicht hilft das zukünftig auch anderen? Grüessli Christian
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  • Avatar von ADMIN
    18.09.2018, 13:28
    ADMIN hat auf das Thema Jotun Megayacht im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Dieter, Das Marine 522 Ecoship ist tropentauglich und hat einen Dockintervall bei einen Anstrich von 18 Monaten. Im Mittelmeer werden in der Regel 2 Anstriche gemacht-Wasserpass 3 Anstriche, was mehr als 3 Jahre ausreichend ist. Meines Wissen ist das Jotunn ein SPC-Antifouling, selbstabschleifend, so dass das Ecoship - auch ein SPC-Antifouling - kompatibel sein müsste. Ich rate aber, das alte Antifouling vorher anzuschleifen was die Haftung verbessert. So wie bei allen selbstabschleifende Antifoulings eine Auslastung erforderlich ist, damit durch den Abrieb frische Biozide frei gesetzt werden können. Ansonsten kann sich bei langen Stillstandzeiten im Wasser eine Schleimschicht bilden, auf der dann der Bewuchs sich verfestigen kann. Die Ergiebigkeit beim Ecoship ist ca. 8 m²/ltr. Da das Antifouling Trikresylphosphat enthält siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Trikresylphosphate, rate ich bei der Anwendung Hautkontakte zu vermeiden und Schutzbrille aufsetzen. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Mayway
    18.09.2018, 12:20
    Mayway hat das Thema Jotun Megayacht im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN erstellt.
    Hallo, ich habe ein Segelboot in der Nähe von Zadar stehen. 300 Standtage im Jahr. Momentaner AF Anstrich (vor 3 Jahren aufgebracht): Jotun Megayacht. Würde gerne auf ein gängigeres wechseln. Bitte um entsprechende Empfehlung, Ziel ist ein Streichintervall von zumindest 2 Jahren. Vielen Dank. Dieter
    1 Antwort(en) | 134 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    11.09.2018, 11:32
    Hallo Merten, auch wenn wir laminieren - egal mit was - können wir die Feuchtedichte nicht erhöhen. Alle Polymere sind im Grunde Riesenkettenmoleküle, wo dazwischen die kleinen H2O Moleküle durchwandern können. Auch die Schichtstärke hat da keinen Einfluss, denn die Feuchtedichte wird durch die Materialdichte bestimmt. Brauchen wir größere Schichtstärken, dann rate ich zu dem Marine 470 EP-Guard Stetecol trotz dem Nachteil der Orangenhautoberflächenbildung. Der Grund ist, jede zusätzliche Schicht vergrößert uns die Oberflächenspannung und wenn nicht wärmebehandelt wird, besteht die Gefahr - bei allen Epoxiden - dass die reißen können. Das Stetecol ist sehr schlagzäh und haben wir da höhere Schichtstärken, dann kann das nicht reißen. Eine Wärmebehandlung ist nicht erforderlich. Da kann in den meisten Fällen auf ein Laminat verzichtet werden. Auch bei einen weichen Spritzlaminat ist das Marine 340 besser geeignet, wobei jedes EP zu reißen beginnt wenn der Untergrund nachgibt. Für die Decksversiegelung ist der 346 optimal, da der direkt mit dem 2 K. 311, 312, 316 PU-Acryl überschichtet werden darf. Das 346 lässt sich auch mit einer EP- Feinspachtel nachbearbeiten. Im Decksbereich aber nicht zu große Schichtstärken, da sollte versucht werden mit mit einen Anstrich 346 auszukommen. Bei der Spritzlackierungen sind in der Regel 2 -3 Lagen erforderlich. Wird mit der Rolle gearbeitet und wir haben eine Deckung, dann genügt 1 Anstrich. Grundsatz, hohe Schichtstärken wenn nicht erforderlich sind, sind zu vermeiden. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 393 mal aufgerufen
  • Avatar von anoriatsea
    11.09.2018, 11:07
    Hallo Friedrich danke für die schnelle Antwort, das 346 passt ja gut, ich dachte dieses auch als Decksversiegelung auf dem Gelcoat zu verwenden. Spricht da etwas dagegen? Der UW-Rumpf hat eine recht starke (2-4mm) "Feinschicht" aus offenbar Spritzlaminat die wir nur leicht angefräst haben, nur an einigen Stellen rund um den Kiel habe ich sie aber entfernt und muss dort auf jeden Fall nachlaminieren. Auf dem Rest der Fläche habe ich durch das Fräsen keine Struktur angegriffen und hatte in Rücksprache auch mit einem Schiffbauer nicht vor dort zu laminieren, da die neuen Lagen sowieso nur auf das recht weiche Spritzlaminat greifen würden. Wie siehst Du das? Sicher ist es nie verkehrt im Schiffsbodenbereich flächendeckend anzulaminieren, um zu verstärken und auch mehr Wasserdichtigkeit des Laminates zu erreichen? Grüße, Merten
    3 Antwort(en) | 393 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    11.09.2018, 10:56
    Hallo Merten, das Marine 340 EP-Guard ist ein schlagfeste - zähe 2 K. EP-Reinepoxid - Beschichtung. Da es ein Dichschichtbeschichtung ist, werden 2 - max. 3 Anstriche gemacht. Die optimalen Verarbeitungs-Temperaturen sind um die 20°C, denn die Beschichtung ist sehr Viskos und wenn es zu kühl ist verstärkt sich der Orangenhauteffekt. Wenn mit ein wenig EP-Verdünner verdünnt wird, lässt sich die Beschichtung leichter verarbeiten, dann sollten 3 Lagen für einen Gelcoatersatz gestrichen werden. Wenn abgefräst wurde, dann wird in der Regel mit 1 - 2 Lagen laminiert, mit 2 K. EP-Feinspachtel gespachtelt und darauf verwenden wir dann keinen 340 EP-Guard, sondern 3 Lagen Marine M46/47 Multicoat. Das 340 oder 346 wird mit Marine 470 Vinyl 1 x versiegelt, darauf dann für Dauerwasserlieger 2 Lagen, Wasserpass 3 Lagen Marine 522 Ecoship, das im Mittelmeer dann für 3-4 Jahre je nach Auslastung reicht. Grüße Friedrich
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  • Avatar von anoriatsea
    10.09.2018, 21:53
    Hallo, an unserer 15m GFK Yacht BJ 1984 haben wir zur Trocknung des GFks und Reparatur der Osmoseschäden die Beschichtungen bis zum GFK im Winter 2017/18 abgefräst. Im nächsten Frühjahr (19) wollen wir neu beschichten, mit einer möglichst wirksamen Feuchtigkeitsbarriere. Welche Beschichtungsreihenfolge ist empfehlenswert? Wir haben als Barriere RELEST Marine 340 EP- Guard im Auge... Sinnvoll? Was käme darunter, was drauf als Primer fürs Antifouling? Dank + Gruß, Merten
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  • Avatar von ADMIN
    01.09.2018, 11:36
    Hallo Ollie, wenn alles in Ordnung ist, dann keine Änderung. Das alte Antifouling anschleifen und mit gleichen Produkt überschichten. Gruß Friedrich
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  • Avatar von ollie63
    01.09.2018, 10:46
    Hallo , bin gerade dabei eine Biga 28 aus Baujahr 1975 zu kaufen. Ein Sachverständiger hat das Boot besichtigt und bei Feuchtemesungen und am Unterwasserschiff keine Anzeichen einer Osmose-Schädigung feststellen können. Bisher hat der Eigner mit Primocon Grundiert und dann Antifouling aufgetragen. Ist es sinnvoll, jetzt bis zum Gelcoat abzubeizen/abzuschleifen und dann mit Gelshield und Antifouling einen Neuaufbau vorzunehmen? Alternativ AF abschleifen bis zur Grundierung, eine neue Lage Primocon und dann AF auftragen? Welches Antifouling soll ich für die Niederlande verwenden? Gruß Ollie
    1 Antwort(en) | 251 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    24.08.2018, 09:27
    Hallo, wenn einer zufrieden ist mit seinen Bewuchsschutz, dann sollte auch keiner was daran ändern und das Gleiche (Produkt) - Hartantifouling wieder verwenden. Da es aber bei den Hartantifoulings PTFE (Teflon), Silane oder auch Silikon verwendet wird, darf nur das Gleiche Produkt verwendet werden, sonst gibt es Abplatzungen. Wurde z.B. VC17 m Hartantifouling von International gestrichen, dann funktioniert nur wieder ein VC-Antifouling von International und darf mit keinen anderen Antifouling überstrichen werden, da es sich vom Untergrund lösen wird. Da es sich um ein Trailerboot mit geringer Auslastung handelt, ist ein Dünnschicht-Hartantifouling sinnvoll, aber Vorsicht, haben wir kein PTFE dann darf nicht mit PTFE überschichtet werden, haben wir PTFE dannn darf nur mit PTFE überschichtet werden. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 233 mal aufgerufen
  • Avatar von Fair-Fax
    23.08.2018, 23:40
    Hallo an die Runde. Im Unterwasserbereich meines Segelbootes wurde auf den Rumpf sogenanntes"Hart-AF" unbekannter Art aufgetragen. Ich möchte gerne beim "Hart-AF" bleiben. Die Beschichtung sieht noch gut aus, keine Abplattungen. Welches "Hart-AF" könnt ihr mir empfehlen? Fahrgebiet: Ostseeküste Immer eine Handbreit ... Fair-Fax
    1 Antwort(en) | 233 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    20.08.2018, 19:39
    Hallo Paul, die Bav. 39, nur 12 Jahre alt ist viel zu wertvoll um da das Antifouling mit sandstrahlen zu entfernen. Der Gelcoat ist nur ca. 0,6-0,8 mm dick, die darunterliegende Barriere ca. 0,8 - 1,0 mm dick. Beide Schichten würden durch strahlen perforiert, vollständig unbrauchbar. Das gleiche würde auch mit Eisstrahlen passieren, auch wenn die Firmen immer damit werben dass der Gelcoat nicht beschädigt wird. Tatsache ist, der Gelcoat wird zum "Schweizer Käse". Bei dieser Vorgehensweise müssten wir anschließend 2 x mit 0,1 Laminat laminieren, spachteln, 3x Multicoat, 1 x primern und dann wieder Antifouling. Da würde ich sogar abraten, wenn die Bavaria mehr als 30 Jahre alt wäre. In diesen Fall rate ich immer zur Abbeize. Bei solchen Schichtstärken rate ich zu Yacht-Strip, siehe https://www.yachtstrip.de/anwendung.html was in einen Durchgang 90% ablöst. Danach Yacht-Strip mit Wasser verdünnen, mit der Fellrolle auftragen, dann kann der Rest durch abkärchern und einer groben Phanterwolle entfernt werden. Auch wenn das eine Gallerenarbeit ist, die Yacht ist es wert. Das Boot muss dann gründlich mit Powerfluid siehe http://shop-af.de/contents/de/d77.html mehrmals gereinigt werden. Nach dem trocknen wird nochmals mit technischen Aceton nachgereinigt, das zusätzlich die Oberfläche entfeuchtet. Grundiert wird mit 1 x Marine 470 Vinyl, das ist ein Haftgrund und Versiegelungsgrund für den Gelcoat. Darauf in der Adria nur ein tropentaugliches SPC-Antifouling, das selbstabschleifend ist und bei 2 Anstrichen einen Bewuchsschutz von mehr als 3 Jahren ermöglicht. Auch wenn das Antifouling nicht vollständig abgeschliffen wird, kommt es auch nicht nach 20 Jahren zu solchen Schichtstärkenanreicherungen. Normalerweise hat eine Bavaria auch nach 20 Jahren noch keine Feuchteprobleme, Ausnahme das Ruder. Da können wegen den Holzkern Werte von bis zu 30% gemessen werden, was keinen Einfluss auf die Festigkeit hat. Der Kiel der Bavaria ist ein minderwertiger Stahlguß mit hohen Verunreinigungen an Phospor und Schwefel der natürlich sehr schnell altert. Da der Stahlguss von innen heraus korrodiert, bringen Korrosionsschutzmaßnahmen nicht viel. Wenn er gestrahlt wird, dann müsste zuerst eine Zinkstaubbeschichtung erfolgen, darauf Eisenglimmer, 3 Lagen Multicoat 346, zuletzt dann Primer, Antifouling. Damit gewinnen wir ein Paar Jahre, aber dauerhaft ist ein Korrosionsschutz nicht möglich. Es ist einfacher alle 3 Jahre wenn das Boot aus dem Wasser kommt den Bereich wo die Korrosion durchbricht mit der Flex und grober Putzscheibe sauber zu machen, darauf dann einen Chlorkautschuk mit Zink (ist toxisch), dann Antifouling, denn das geht einfach und schnell. Frage, wie wurden die Messungen durchgeführt. Bei hohen Schichtstärken nutzloser Trägerkomponenten ist von Außen eine genaue Messung nicht möglich. Messwerkzeuge mit Farbmakierungen wie rot für schlecht, grün gut und gelb liegt dazwischen sind Unsinn. Wird mit einen Doser oder Greisinger gemessen, dann müsste sich bei der Bavaria bei 10 mm Eindringtiefe ein Wert vorne am Bug unterhalb der Deckskante von 1,65 - 1,75% ergeben. Jede Messung wird 5 mal durchgeführt und der Durchschnitt berechnet. Genauso beim Unterwasserschiff, auch da die Messtiefe 10 mm einstellen, 5 mal messen und Durchschnitt berechnen. Ein Gutes Ergebnis was ich von einer Bavaria in diesen Alter auch erwarten würde, ist eine Differenzfeuchte von max. 0,8% zwischen Über-und Unterwasserschiff. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Inspiration
    20.08.2018, 13:59
    Hallo Forum! Ich bin neu hier im Forum und bitte Euch um Hilfe für folgendes Thema! Bei Meiner Bav. 39 ist nach wahrscheinlich 10 Antifoulinganstrichen die gesamtstärke des antifouling so dick, dass es stellenweise zu abplatzungen kommt. Dazu ist der Gusskiel teilweise stark verrostet und die gesamte Oberfläche des Kiels sehr rau- teilweise bis zu 3 mm tiefe „Lunker“. Das Schiff ist in Leros /Gr. In der Marina und war bisher auch im Winter im Wasser. Ich möchte jetzt im kommenden Winter den Kiel sandstrahlen und gegen Rost schützen und auch die alte antifouling Farbe enrfernen. Die Marina hat hier ebenfalls sandstrahlen empfohlen. Nun zur 1. Frage: wird beim sandstrahlen der Gelcoat angegriffen und beschädigt, wenn richtig gearbeitet wird oder ist das Risiko sehr groß? Wenn ja, welche Alternativen sind denkbar? 2. welcher Aufbau ist a) beim Kiel und b) beim Unterwasserschiff zu empfehlen. P.s. Beim Kauf des Schiffs wurde eine Feuchtigkeitsmessung gemacht, die Werte waren ok und es wurde auch keine Blasenbildung festgestellt. Auch jetzt sind soweit feststellbar keine Blasen im UW Bereich zu sehen. Paul / Inspiration Vielen Dank für eure Ratschläge
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  • Avatar von Grizzly
    20.08.2018, 12:18
    Grizzly hat auf das Thema Imberal-s im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Moin, Danke noch mal, jetzt bin ich wieder schlauer. Der Herbst kann kommen, und der Pinsel auch
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  • Avatar von ADMIN
    20.08.2018, 11:54
    ADMIN hat auf das Thema Imberal-s im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Hajo, die meisten Hersteller solcher Produkte sind vernetzt mit BASF. Wir haben z.B. über 400 angeblich verschiedene Antifoulings, aber nur 9 Hersteller weltweit. Der maritime Bereich Relius ist BASF, der Bereich ist aber in Akzo Nobel eingegliedert, dazu gehört auch International. Nur wenn International auf dem Gebinde Gelshield 200 steht, dann ist in Wirklichkeit der Hersteller die Voss-Chemie die auch Hempel beliefert. Wer also mit wem zusammenarbeitet und wer was herstellt ist inzwischen bei der Kompatibilität von Produkten ein großes Problem geworden. Daher brauchen wir immer die Sicherheitsdaten mit den Inhaltsstoffen. Das Imberial-S ist meines Wissen ein Polymermodifizierte Bitumen, ähnlich wie Vinyle hergestellt monomer Vinylchlorid. TE ist Teerepoxid, das aus Teerölen oder Steinkohle hergestellt wird. TBT ist Tributhylzinnoxid wurde 40 Jahre als Antifouling verwendet, inzwischen verboten, die Trägerkomponente wurde aus Teerölen hergestellt und die Altanstriche mussten alle mit RELEST® Marine 470 - 1 K. Vinyl - SEALER bis Ende 2000 überschichtet werden. Der Marine 470 verbindet sich mit alten Bitumenanstrichen, versiegelt die Oberfläche und ist zugleich ein Haftvermittler für mehrjährige SPC-Antifoulings. Es ist aber grundsätzlich ein kleiner Probeanstrich erfordert. Kommt es zu keiner Kräuselung, oder der Untergrund steht nicht auf, dann passt es, da das Xylol im Vinyl alte Bitumenanstriche anlöst und das Vinyl vernetzt sich mit dem Bitumen. Auf eine Stahlyacht sollte wirklich keine Bauchemie verwendet werden. Stahl korrodiert durch einen natürlichen Alterungsprozess auf Grund der Verunreinigung mit Schwefel und Phosphor. Solche Bitumenanstriche decken nur die Oberfläche ab und darunter erfolgt die Korrosion die meist nicht sichtbar ist. Wir brauchen bei Stahl für den Korrosionsschutz immer hohe Anteile einer Pigmentierungen wie z.B. Eisenglimmer für die Feuchtedichte, Zinkoxide, Aluminiumoxide zur Neutralisation, die in den Produkten der Bauchemie nicht vorhanden sind. Das gilt auch für das Antifoulings, das bei Stahlyachten hohe Anteile an Zinkoxide haben sollte. Grüße Friedrich.
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  • Avatar von Grizzly
    19.08.2018, 20:25
    Grizzly hat auf das Thema Imberal-s im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Moin Friedrich, Danke für die gute Auskunft. Mein Hersteller war Hahne aus Datteln, somit wären es mal 2 Hersteller. Was bedeutet den TE bzw TBT? Kann ich das RELEST® Marine 470 - 1 K. Vinyl - SEALER also einfach auf das Imbral_s auftragen!? Hajo
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  • Avatar von ADMIN
    19.08.2018, 18:55
    ADMIN hat auf das Thema Imberal-s im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Grizzly, vor einigen Jahren gab es noch benzo(a)pyrenfreie Teer-Epoxidanstriche die aus Ölteer hergestellt wurden. Die zusätzliche Grundierungen PVC-Vinyl das als Haftgrund für Antifoulings erforderlich war, so wie das Imberial-S wurde auch noch aus Ölteer hergestellt. Der einziger Hersteller solcher Produkte war damals Relius die von BASF übernommen wurden. Diese Anstriche waren kein Bitumen, aber der Geruch war wie Teer oder Bitumen. Die Anstriche waren hervorragend, werden aber aus Kostengründen sowie weil es kaum noch Ölteer gibt seit Anfang 2000 nicht mehr hergestellt. Ähnliche Produkte werden aber immer noch aus Steinkohleteer in Holland hergestellt für die Bauchemie. Die sind aber toxisch, erfordern bei der Verarbeitung einen Körper-und Atemschutz und dürfen an Privatanwender zumindest in Bayern nicht verkauft werden. Kompatibel ist aber das PVC-Vinyl Marine 470 siehe http://techinfo.relest.basf-coatings.com/data/relius/techmerk.nsf/getfile.xsp?lang=de&Article=I470-0039_-1905 im Onlineshop das nicht toxisch ist, denn damit mussten Anfang 2000 alle Altanstriche der Berufsschifffahrt die TE oder TBT enthielten aus Umweltschutzgründen überschichtet werden. Da die Toxität fehlt, haben diese Grundierungen auch keinen Bewuchsschutz mehr und werden dann mit Marine 522 LF oder Ecoship (gleiche Trägerkomponente wie die Grundierung) überschichtet. Es werden vor allem im Norden noch Bojen mit diesen TE aus Steinkohleteer beschichtet. Das TE ist aber eine 2 K. Beschichtung und haftet nicht auf dem Imberial-S Grüße Friedrich
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  • Avatar von Grizzly
    19.08.2018, 14:22
    Grizzly hat das Thema Imberal-s im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN erstellt.
    Hallo, ich habe da mal eine Frage! Vor längerer Zeit habe ich mein Stahlboot mit Imberal-S (Lösungsmittelhaltiger Bitumenanstrich für die Schifffahrt) gestrichen. Dieses Produkt gibt es so nicht mehr. Gibt es einen Anstrich den man darüberstreichen kann ohne alles zu entfernen?:confused: Ich fand das Bitumen einfach genial.:cool: MfG
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  • Avatar von ADMIN
    19.08.2018, 10:42
    Hallo Harald, schau die Produktdaten an und drucke die gleich in der Reihenfolge aus. Der Beschichtungsaufbau ist Industriestandard und hat die geforderte Standzeit von 15 Jahren. Beim Antifouling haben wir für einen Anstrich einen Dockintervall (Bewuchsschutzdauer) von ca. 18 Monaten unter tropischen Bedingungen. Daher bei Dauerwasserlieger 2 Anstriche - Wasserpass 3 Anstriche und bei Saisonwasserlieger 1 Anstrich - Wasserpass 2 Anstriche. Das reicht dann in der Adria je nach Auslkasung für 3-4 Jahre. Das Multicoat Protect 346/47 kann gespachtelt werden, Mulricoat im Spachtelbereich leicht anschleifen. Beschichtungsaufbau bei Aluminium wenn neu beschichtet wird. siehe http://shop-af.de/contents/de/d119.html Produktdaten: http://wp1079960.server-he.de/BASF/EP324ALU.pdf Grundierung: http://techinfo.relest.basf-coatings.com/data/relius/techmerk.nsf/getfile.xsp?lang=de&Article=I347-Farbton Spachtelung: https://www.brillux.de/produkte/kat1/pm-pdfs/de/pm599.pdf Lackierung: http://techinfo.relest.basf-coatings.com/data/relius/techmerk.nsf/getfile.xsp?lang=de&Article=I311-Farbton Unterwasser: zusätzlich 1 x Marine 470 Vinyl siehe http://techinfo.relest.basf-coatings.com/data/relius/techmerk.nsf/getfile.xsp?lang=de&Article=I470-0039_-1905 Antifouling: http://wp1079960.server-he.de/BASF/Ecoship.pdf Haben wir tragfähige Altschichten, dann überschichten wir 2-3 mal mit Protect 347 2K-EP-Multicoat, dann darauf spachteln. Ansonsten am besten telefonieren wenn weitere Fragen bestehen. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 417 mal aufgerufen
  • Avatar von harryhirsch
    19.08.2018, 01:17
    Hallo, welche Beschichtung für den Über- und Unterwasserbereich für ein Aluboot aus o.g. Material würdet Ihr empfehlen? Ohne geht nicht denn es muss teilweise erheblich gespachtelt werden. Ein Teil des Bootes ist mit Ätzprimer und 2 Komponenten Epoxi Grundierung von Hempel gestrichen. Das war vor 20 Jahren. Jetzt muss noch ein Teil des Unterwasserschiffes / Kiel und das Deck lackiert werden. Grüße Harald
    1 Antwort(en) | 417 mal aufgerufen
  • Avatar von ANNALINA
    18.08.2018, 01:54
    ANNALINA hat auf das Thema Plicht Boden sanieren im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, Habe dir die Bilder gemailt. Hoffe sie sind aussagekräftig?! Dann habe ich einen weiteren Sanierungsschritt /- gedanken noch angeführt. Grüße Jürgen
    4 Antwort(en) | 746 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    07.08.2018, 13:39
    ADMIN hat auf das Thema Langkieler mit Leichenhemd im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo, das mit Epoxid wird nicht funktionieren, da Reste von 1 K-Beschichtungen vorhanden sind. Das was ich bei den Bildern sehe, sieht nicht schlecht aus. Da wo die Abplatzungen sind, genügt es die Übergänge zu verschleifen. Mechanische Schäden werden mit einer 2 K-Spachtel repariert, den Bereich vorher dann mit technischen Aceton gründlich reinigen. Ansonsten genügt 1 Anstrich mit Marine 470 Vinyl und 1 mal Marine 522 LF oder Ecoship als Antifouling. Da die Trägerkomponente beim Antifouling Vinyl ist, haben wir auch kein Kompatibilitätsprobleme mit dem Primer. Wenn die rötlichen Kupferbeschichtungen ein VC17m Antifouling ist, dann haben wir es mit PTFE zu tun und darauf haftet auf Dauer kein Anstrich. Solche Beschichtungen gehören nicht auf ein solches Boot und müssen dann weitgehend mit TOP 155 oder GEL 170 beseitigt werden. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 266 mal aufgerufen
  • Avatar von Paufe20
    07.08.2018, 11:07
    Nachdem ich schon eine Weile hier im Forum gelesen habe, möchte ich meinen Fall beschreiben. Ich habe einen Langkieler Bj 1955 ein Holzboot mit GFK Ummantelung aus dem Jahre 1975 den ich grundhaft saniere. Das Antifouling ist ab und es zeigen sich goldfarbene manchmal kupferfarbene sowie reparierte Schichten. Ich habe mir gedacht einen Neuaufbau des Unterwasserschiffs zu machen. 1. Reparatur dort wo nötig mit 2 K Epoxy , 2. mehrfaches Primern mit 2 K Primer und dann neues Antifouling. Meine Frage nun: Wie weit muss ich runterschleifen? Was sind das für verschiedene Schichten? Wenn ich das "goldfarbene" wegschleife kommt eine dunkle Schicht. Wie wurde denn damals der Aufbau der GFK Schicht (ca 3mm) gemacht. Viele Grüße
    1 Antwort(en) | 266 mal aufgerufen
  • Avatar von Roland_65
    03.08.2018, 19:40
    Hallo Friedrich, vielen Dank für die schnelle Antwort. Im Überwasserschiff, welches vollständig mit Multicoat beschichtet wurde, gibt es immer mal eine lokale Beschädigung. Hier habe ich von einer Werft in Maashoom eine Kleinstmenge vom CR Primer 251 von Relius bekommen und diesen für die Reparatur genutzt. Schön wäre es wenn dieser bei der kommenden Winterarbeit einfach mit Multicoat überstrichen werden kann. Bezüglich des Unterwasserschiffes komme ich in Kürze nochmal drauf zurück. Viele Grüße Roland
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  • Avatar von ADMIN
    03.08.2018, 10:20
    Hallo Roland, im Unterwasserbereich ist das am einfachsten mit einen 1 Komp. Chlorkautschuk möglich, der dann mit dem Antifouling überstrichen wird. Im Überwasserbereich haben wir 1 oder 2 Komp. Lackierungen. Auch alte 1 Komp. Lackierungen können mit dem 2 Komp. Multicoat ausgebessert werden. Wenn die Saison zu ende ist und saniert werden sollte, da bitte Fotos von den Bereichen die ausgebessert werden sollen. Da sollten wir dann besser telefonieren, um die Vorgehensweise auch den Umfang der Sanierung zu bestimmen. Grüße Friedrich
    2 Antwort(en) | 402 mal aufgerufen
  • Avatar von Roland_65
    02.08.2018, 16:27
    Hallo Friedrich, ich möchte auf unserem Stahlboot Beschädigungen in der Beschichtung während der Saison mit einem 1K Korrosionsschutz versiegeln. Zum Ende der Saison sollen dann alle Beschädigungen mit einem 2K System z.B. Multicoat 347 beschichtet werden. Ist diesmlglich ? Mit freundlichen Grüßen Roland
    2 Antwort(en) | 402 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.08.2018, 11:11
    ADMIN hat auf das Thema Sanierung Gfk-Yacht im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo, ein Weichantifouling kann weitgehend abgekärchert werden, die Reste lassen sich mit einer groben Stahlwolle oder groben Stahl-Pfannenreiniger leicht beseitigen. Die kratzfeste schwarze Beschichtung kann ohne nähere Angaben nicht zugeordnet werden, ist aber vermutlich eine EP-Grundierung wofür das Alter der Dehler 31 spricht. Wenn sich das Weichantifouling nicht beseitigen lässt, dann können die Altschichten vom Weichantifouling mit GEL 170 oder TOP 155 abgebeizt werden. Der schwarze Untergrund wenn der eine EP-Grundierung ist, wird dabei nicht aufgelöst. Das sollte aber vorher überprüft werden. Den schwarzen Untergrund mit Aceton einstreichen, der muss dann fest bleiben. Wird der nicht aufgeweicht, dann versiegeln wir den mit PVC-Vinyl, das zugleich ein Haftgrund für ein SPC-Antifouling ist. Wenn alles so weit vorbereitet wurde, dann Bilder vom Unterwasserschiff, damit dann die weitere Vorgehensweise bestimmt werden kann. Was den Kiel betrifft, da ist das ZN95 und die Eisenglimmerbeschichtung ein sehr guter Korrisonsschutz. Da aber die Kiele aus der Zeit ein sehr minderwertiger Baustahl sind, der mit Schwefel und Phosphor verunreinigt ist, rostet bzw. korrodiert der Stahl von Innen nach Außen. Im Grunde lässt sich das nicht verhindern, bzw. ein mehrjähriger Korrosionsschutz ist physikalisch kaum möglich. Da rate ich zur einfachen Vorgehensweise. Den Kiel mit der Flex und grober Putzscheibe sauber machen, Weichantifouling muss entfernt werden, darauf ein satter Anstrich mit Chlorkautschuk-Primer der Zink enthält und in Zukunft auch ein Antifouling das hohe Anteile an Zinkoxiden enthält. Ein Problem sind bei solchen Sanierungen in Holland die neuen Bestimmungen. Da die Marineros in den Marinas nicht für die Caritas arbeiten, werden die Skipper zunehmend denunziert. Eine fachgerechte Sanierung sollte daher in einer Halle oder im privaten Bereich durchgeführt werden. Da nun mal der grenzüberschreitende Verkehr nicht geregelt ist, kann nachträglich nichts beanstandet werden. Grüße Friedrich
    1 Antwort(en) | 340 mal aufgerufen
  • Avatar von basta31
    31.07.2018, 15:30
    basta31 hat das Thema Sanierung Gfk-Yacht im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN erstellt.
    Ich habe eine 30 Jahre alte Dehler 31, deren Unterwasserschiff saniert werden soll. Der Rumpf hat eine Vielzahl von Weichantifouling Schichten in unterschiedlichen Abtragungszustand. Als unterstes ein schwarze kratzfeste Schicht. Keine Blasenbildung erkennbar. Das Schiff liegt seit 20 Jahren in niederländischen Süßwasserrevieren. Wie kann das Antifouling möglichst schonend entfernt warden und welcher Neuaufbau ist zu empfehlen? Empfiehlt sich eine Beschichtung mit Epoxydgrundierung? Der Gussstahlkiel ist großflächig rostbefallen mit bis zu 5mm tiefen Lunkern. Der Kiel wurde vor einem Jahr mit einer perago-Scheibe entrostet und mit ZN95 , Eisenglimmerfarbe und darauf ein Weichantifouling beschichtet. Er weist jetzt auf der Beschichtungsoberfläche viele Rostblasen auf. Wie kann der Kiel saniert warden? Vielen Dank für Ihre Empfehlungen.
    1 Antwort(en) | 340 mal aufgerufen
  • Avatar von marco.duell
    31.07.2018, 07:56
    Ein großes Dankeschön für die tolle Beratung! - Nach vielen Jahren Antifouling wirr-warr, habe ich das erste mal das Gefühl es richtig zu machen! Bestellung ist schon aufgegeben! In Gleitfahrt das UWS anschauen? Musst mal testen! - Kitzelt schön! ;) Danke nochmal! Grüße Marco
    7 Antwort(en) | 869 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    30.07.2018, 21:03
    A4Hallo Marco, alles richtig, ich bin mir nur beim "Main" unsicher, denn da rechne ich mit mehr Verschmutzung als Bewuchs. Die Farbe blau ist sicherlich optisch schöner, aber bei Verschmutzung ist die Farbe schwarz die bessere Lösung. Die Farbe blau ist viskoser, dickflüssiger und ich möchte am Main wegen der Verschmutzung unnötige Schichtstärken so weit wie möglich vermeiden. Ansonsten schaut wirklich keiner das Unterwasserschiff an, Ausnahme der Skipper selbst. Nur es ist fürchterlich anstrengend in Gleitfahrt immer sein Unterwasserschiff anzuschauen.:o Grüße aus Ingolstadt Friedrich
    7 Antwort(en) | 869 mal aufgerufen
  • Avatar von marco.duell
    30.07.2018, 17:55
    So, noch etwas weiter gestöbert - dabei konnte ich die ein oder andere Antwort finden. Daher würde ich jetzt so vorgehen: 1. Leicht Anschleifen (Mit ca. 200er Körnung (es ginge auch 180 oder 220) und besser Nass als Trocken (beides ist aber möglich). 2. Mit Entfetter ordentlich abwischen (Mind. 2-3 mal - Sehr wichtiger Vorgang!) 3. dünne Schicht Sealer streichen (Versiegelung und Haftgrund) 4. 1 Schicht Marine 522 AF Ecoship (Wobei hier, aufgrund der Inhaltsstoffe / Besseren Wirkung (zumindest für den Main), lieber schwarz als Blau genommen werden sollte.) Wo ich mir noch unschlüssig bin: Da mir der Gleitbereich nicht bekannt ist - Lieber 2 komplette Schichten AF streichen? (Oder dennoch nur einmal und evtl. nach einem Jahr nachstreichen?) Es wäre nett wenn mir Jemand das kurz Bestätigen könnte bzw. evtl. Fehler aufdeckt. Und eine Antwort, zwecks dem 2x Streichen geben könnte. Danke im voraus. Grüße Marco
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  • Avatar von marco.duell
    28.07.2018, 10:41
    Erstmal ein großes Dankeschön für ausführliche Antwort! Kannst du mir noch kurz erklären, was an der Farbe Blau "schlechter" ist als beim schwarz bzw. welche Nachteile ich hätte wenn ich doch das Blau nehmen würde. (Da mein Boot weiß mit Blau ist, würde ich schon gerne das Blaue AF nehmen wollen) Noch kurz zu Anschleifen - Lieber Nass oder Trocken schleifen? Und kann man hierzu Schleifschwämme benutzen? Ginge auch Körnung 180 / 220? (da es die in 200 nicht gibt) Leider ist mir der Gleitbereich bei dem Boot nicht bekannt - Kann / Sollte ich dann lieber 2 komplette Schichten AF streichen?
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  • Avatar von ADMIN
    28.07.2018, 09:50
    Richtig, besonders das Entfetten ist sehr wichtig und sollte gründlich durchgeführt werden. In der ersten Schicht beim Gelcoat sind Paraffine enthalten, die erforderlich sind dass das Boot bei der Herstellung aus der Form geht und die beim schleifen auch verteilt werden. Das Entfetten ist noch wichtiger als das Anschleifen. Die Farbe blau würde ich bei Gleiter weniger empfehlen, besser die Farbe schwarz. Ansonsten nur einmal streichen, Wasserpass - Gleitbereich zweimal streichen. Da der Aussenborder normalerweise nicht im Wasser bleibt, sollte da kein Antifouling verwendet werden. es macht aber Sinn den einzufetten mit Melkfett oder einfachen Wasserpumpenfett, dann lässt er sich leichter reinigen. Grüße Friedrich
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  • Avatar von marco.duell
    28.07.2018, 08:10
    Und was ich leider nicht im Forum gefunden habe: Kann man das AF auch für den Außenborder benutzen? (Wenn ja, Selbe Vorgehensweise wie oben?)
    7 Antwort(en) | 869 mal aufgerufen
  • Avatar von marco.duell
    28.07.2018, 08:07
    So, wenn ich mir alles richtig zusammen gesucht habe: - Leicht Anschleifen mit 200er Körnung - Mit Entfetter abwischen - 1 dünne Schicht Sealer - 1 Schicht Marine 522 AF (bzw. bei Farbe Blau- 2 Schichten) Stimmt das so?
    7 Antwort(en) | 869 mal aufgerufen
  • Avatar von marco.duell
    27.07.2018, 19:14
    Hallo zusammen, ich habe mir ein ca. 15 Jahre altes Sportboot gekauft (Astromar LS470) mit 90PS AB, dieses wurde bisher immer getrailert und hat somit keinerlei AF Anstrich oder ähnl. Da ich aber einen (Saison-)Liegeplatz am Main habe, sollte hier schon ein Antifouling Anstrich drauf (Auch wenn manche behaupten es sein nicht nötig). Nun habe ich versucht mich etwas in das Thema einzulesen, bin aber jetzt mehr verwirrt wie vorher. Der eine sagt anschleifen, 5x Gelshield 200, dann 2. AF (Micron 350) - Der nächste bloß nicht anschleifen, usw. (Ich denke ihr wisst was ich meine) Da ich aber erstens nichts falsch machen möchte und dazu hier die Chance habe von Grund auf alles richtig zumachen, würde ich mich riesig über einen Tipp zur richtigen Vorgehensweise freuen. Danke im Voraus. P. S. Wen ich mich richtig eingelesen habe, benötige ich 1x RELEST® Marine 470 - 1 K. Vinyl - SEALER (1 Anstrich) und Einen Anstrich RELEST® MARINE 522 AF - Richtig? Und entfetten kann ich mir sparen, da das Boot ja nicht neu ist? - Richtig? Was ich nicht abschließend erfahren konnten, soll ich jetzt vorher anschleifen oder nicht?
    7 Antwort(en) | 869 mal aufgerufen
  • Avatar von Wuko93
    25.07.2018, 14:29
    Bin zurück aus dem Urlaub. Die Bootsfahrt war toll. Die lackierten Stellen sehen auch super aus. Nein, nur der untere Teil wurde mit Antifouling gestrichen - der obere Teil ist aus Plexiglas, das wirkt nur so blau. Ich lass es mal so, hoffentlich hebt das Antifouling und beginnt nicht zu kreiden. Ansonsten muss ich es eben wieder runterschleifen und richtig streichen... LG
    8 Antwort(en) | 1126 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    13.07.2018, 13:54
    Hallo, das Interprotect ist kein Korrosionsschutz. Damit wird im Grunde der Stahl nur abgedeckt und die Korrosion - Muldenkorrosion geht darunter weiter. Interprotect ist wie die meisten Epoxide auch nicht feuchtedicht, egal wie viele Lagen gestrichen werden. Die Feuchtedichte wird mit dem Durchdringunswert bestimmt und kann daher mit noch so vielen Anstrichen nicht erhöht werden. Die erste Beschichtung bei Stahl ist immer eine Zinkbeschichtung (1 Anstrich). Die zweite Beschichtung ist eine Schuppenpanzerbeschichtung (1 Anstrich), da Eisenglimmer weitgehend zu 100% feuchtedicht ist. die dritte Beschichtung ist eine EP mit Aluminiumoxid pigmentierte Bechichtung (3 Anstriche). Darauf wird mit 1 x mit PVC-Vinyl - versiegelt da alle Epoxide kreiden. Zuletzt wird ein SPC-Antifouling selbstabschleifend 2aufgetragen. Das Antifouling enthält hohe Anteile an Zinkoxiden und Kupfer(I)oxiden und Trycresilphosphate. Anoden sind nicht mehr erforderlich. Der Systemaufbau entspricht der Industrienorm, hat eine Standzeit von 15 Jahren, der Bewuchsschutz ist bei 2 Anstrichen in der Adria Dauerwasserlieger mehr als 3 Jahre. Das ist z.B. der gleiche Beschichtungsaufbau, wie den die Gorch Fock das Segelschulschiff erhält. Auf eine Stahl-Yacht gehört kein Antifouling, das Silikone, Silane, PTFE oder Teflon enthält. Der Beschichtungsaufbau bei Stahl-Yachten muss vom Zink bis Antifouling kompatibel sein, daher ein Systen von einen Hersteller, sonst wird das nichts. Die Bootsbauer sind nun mal Bootsbauer und wissen in der Regel nicht, wie ein Beschichtungsaufbau einer Stahl-Yacht aufgebaut wird. Die orientieren sich, was die Werbung im Bootszubehör anbietet. Grüße Friedrich
    3 Antwort(en) | 865 mal aufgerufen
  • Avatar von Drandym
    12.07.2018, 22:35
    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das Unterwasserschiff ist vor 3 Jahren nach dem Sandstrahlen mit 7 Schichten Epoxi (Anlage) und dann mit dem dem Veniziani Raffaello versehen worden. In dem zugehörigen Datenblatt steht leider nicht, ob das ein weich-Antifouling ist. In dem Produktdatenblatt von dem neuen Veniziani eurosprint next steht als erster Satz, dass das ein hart-Antifouling ist. Ich hatte dem ausführenden Bootsbauer jedenfalls gezeigt, was ursprünglich drauf ist und er hat wohl das falsche besorgt? Der Taupunkt kann eher weniger das Problem sein, da die Arbeiten vor 3 Wochen in Potsdam ausgeführt wurden und da war es Nachts 23 und Tags 27 grad.
    3 Antwort(en) | 865 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    12.07.2018, 10:24
    Hallo, Veniziani Eurosprint Next ist ein Hartantifouling mit Kupfer, ähnlich wie VC17m. Ein solches Antifouling gehört nicht auf eine Stahl-Yacht. Um mehr zu sagen, wären die Sicherheitsdaten erforderlich. Was eigenartig ist, der darunter liegende Anstrich ist glänzend, dar darüber liegende Anstrich ist matt. Das sind meiner Meinung 2 verschiedene Antifoulings die nicht zusammen gehören. Grüße Friedrich Nachtrag: Zum Vermeiden einer Kondensbildung muss der Untergrund eine Temperatur von mindestens 3° C über dem Taupunkt aufweisen. Wird der Taupunkt nicht beachtet, weil das Boot in den Nachtstunden abkühlt und in den Vormittagsstunden die Objekttemperatur niedriger ist als die Umgebungstemperatur, dann nimmt das Antifouling das microporös ist die Kondensfeuchte auf und es streicht einer besonders bei Stahl-Yachten ein nasses Unterwasserschiff. Das führt zu solchen Ablösungen.
    3 Antwort(en) | 865 mal aufgerufen
  • Avatar von Drandym
    11.07.2018, 12:53
    Hallo, ich habe speziell dazu nur gefunden, dass Weichantifouling es nicht mag, wenn es nach kurzer Zeit wieder aus dem Wasser kommt. Hier mein spezieller Fall: Mein Stahlboot kam nach 3 Jahren wieder aus dem Wasser, UW gekärchert und mit spezial Mittel intensiv gereinigt - nicht angeschliffen! Dann 3 Schichten vom Veniziani Eurosprint Next aufgetragen (das alte war auch dieses). Meiner Beobachtung nach wurde die 2. und 3. Schicht an einem Tag (Lufttemperatur 27 grad C) aufgetragen. Das Schiff kam 48 std später ins Wasser und nach 3 Wochen wegen einer Reparatur wieder raus. Nach Abtrocknen löste sich eine dünne Schicht (so wie Haut nach Sonnenbrand) ab. Ist das bei Weichantifouling so oder stimmt hier etwas andrs nicht?
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  • Avatar von ADMIN
    06.07.2018, 11:31
    Da wurdest Du von Verkäufern falsch beraten, die wirklich nicht wissen was Sie da verkaufen. Das Problem ist auch mit einen Klarlack nicht zu beheben. Ich müsste noch wissen, welche Grundierung der Verkäufer da empfohlen hat. Die Lösung ist, alles runter mit Abbeizen was eine Gallerenarbeit wird. Wenn noch eine 2 K. Grundierung verwendet wurde, dann bringen wir die auch durch abbeizen nicht mehr runter. Da würde nur noch das Problem mit abschleifen zu beseitigen sein. Dabei würde der Gelcoat vollständig massakriert und wir müssen dann mit einer EP-Beschichtungen neu aufbauen. Im Grunde ist da alles schief gelaufen was schief laufen kann. Im Augenblick würde ich nichts machen. Wenn das Boot aus dem Wasser kommt mit einen Hochfruckreiniger abkärchern. Da müsste sich einiges an Antifouling dann beseitigen lassen. Mal eine Dumme Frage. Das Antifouling hat auf dem Foto die Gleiche blaue Farbe wie im Decksbereich. Ich hoffe nicht dass da auch noch Antifouling aufgetragen wurde. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Wuko93
    06.07.2018, 06:55
    Leider kein Scherz :( Es war für mch schwierig einen Überblick in diesem Thema zu bekommen. Ich suchte damals nach Farbe für's boot und bin eben auf Hempel Mille Plus gestoßen. Dass es kreiden kann, wusste ich nicht. Würde eine Schicht Klarlack was bringen bzw das Kreiden verhindern? Oder sollte ich einfach alles lassen wie es ist und dann in 1-2 jahren, wenn die Farbe stark kreidet, alles abschleifen und dann neu lackieren? Welchen Lack sollte ich verwenden? LG
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  • Avatar von ADMIN
    05.07.2018, 16:16
    Bei solchen Beiträgen habe ich manchmal das Gefühl, dass es sich um einen Scherz handelt um uns zu testen wie wir darauf reagieren. Wegen 2 Wochen braucht ein Boot wirklich kein Antifouling, denn der Bewuchs braucht 4-8 Wochen je nach Gewässerart um zu verfestigen. Wasserpass 30 cm zu hoch, dann noch ein Weichantifouling, unbekannte Grundierung auf einen Trailerboot ist schon mehr als ungewöhnlich. Mille Plus ist ein selbstpolierendes Antifouling auf Kupfer - Copolymer-Basis, Beschichtungstyp erodierend, Standzeit 12 Monate, Bewuchsschutzdauer 1 Saison, ca. 3 Monate, Lösungsmittel organisch, Wirkstoff Kupferverbindungen, Biozide, organische Biozide. Es ist ein Weichantifouling und nicht geeignet für Trailerboote. Wird die Wasserliegedauer unterbrochen, dann verliert es seine Wirkung und beginnt zu kreiden. Wenn das die Empfehlung eines Verkäufers war, dann weiß er wirklich nicht was er da verkauft hat. Ich schätze, bei der Grundierung wird es nicht anders sein. Bei Trailerbooten wird der Gelcoat nur leicht mit der Hand angeschliffen - nicht mit der Maschine und die Paraffine die auf der Oberfläche verteilt werden, müssen gründlich mit technischen Aceton beseitigt werden. Dabei werden nur wenn es der Bewuchsdruck erfordert, Hartantifoulings (veraltet) oder seit 2001 selbstabschleifende Antifoulings mit passender Lechingrate verwendet. Ich denke aber, das ganze ist doch ein Scherz gewesen.:) mfg
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  • Avatar von Wuko93
    05.07.2018, 12:59
    Es wurde Hempel Mille Plus verwendet - ich schätze das ist ein Weichantifouling. Zur Grundierung kann ich nichts sagen, der Verkäufer meint aber, es sei die passende Grundierung Es wurde alles sauber abgeschliffen und richtig verarbeitet. LG
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  • Avatar von ADMIN
    05.07.2018, 12:19
    Im Augenblick muss nichts gemacht werden, wie es aussieht wissen wir erst in 1-2 Jahren. Wenn es ein Weichantifouling ist kann es dann weitgehend abgekärchert werden und die Reste lassen sich mit mit einer Edelstahlwolle beseitigen. Frage, welches Antifouling wurde gestrichen, welche Grundierung wurde zum Antifouling aufgetragen. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Wuko93
    05.07.2018, 12:12
    Danke für die schnelle Antwort. Das Boot wird nur 2 Wochen im Jahr im Wasser bewegt - ansonsten steht es, wie am Bild zu sehen, auf dem Hänger in einer gut belüfteten Garage. Gibt es etwas was ich jetzt noch machen könnte? Ich möchte nicht, dass mir das Antifouling nächstes Jahr wieder runterfällt bzw ich große Farbunterschiede habe. LG
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  • Avatar von ADMIN
    05.07.2018, 11:12
    Hallo, in den meisten Fällen ist bei den Yachten der Wasserpass viel zu hoch angesetzt. Grundsätzlich sollte der nicht mehr als 2 cm betragen. Der Grund ist, Antifoulings sind microporös, die quellen und schrumpfen, was unweigerlich zu Haarrissen oberhalb des Wasserpass führen kann. Antifoulings verändern auch ihre Farbe, da die Farbpigmente im Wasser ausgewaschen werden. Im Bereich des Wasserpass haben wir eine ständige Trocknung und Durchfeuchtung, so dass der Bereich schneller verschmutzt - kein Bewuchs - und dass er durch die Verschmutzung grau wird. Das Antifouling selbst richtet keinen Schaden am Gelcoat an, wird aber sehr schnell matt und unansehnlich. Wurde ein Weichantifouling verwendet, dann beginnt es im Überwasserbereich zu kreiden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Wuko93
    05.07.2018, 10:56
    Hallo Ich hab Antifouling auf meinem Boot aufgetragen - bin da aber DEUTLICH über die Wasserlinie gekommen (ca 20-30cm höher). Meine Frage: ist das jetzt schlimm? Was passiert, wenn Antifouling NIE das Wasser erreicht? Wird es porös/brüchig? Am foto Sieht man es gut: alles was blau ist, ist Antifouling. LG
    8 Antwort(en) | 1126 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    22.06.2018, 18:20
    Gastbeitrag Moin liebes AF Team , nachdem ich mit Relest AF auf meinem 45 Fuß Segelboot ( ganzjährig im Wasser , Revier zwischen Biskaya und kanarische Inseln ) beste Erfahrungen gemacht habe, war ich nun auf der Suche nach einem Produkt für mein Pischel Bolero RIB. Revier ostfriesische Inseln, fällt 2 mal täglich trocken. die Problematik ist hierbei ob die Hypalonschläuche das Lösungsmittel von Relest vertragen. Ich habe dann herausgefunden daß dieses Lösungsmittel welches in der Relestfarbe verwendet wird zur Hypalonreinigung benutzt wird !!! Also habe ich den Anstrich gewagt , und bin nach nun 5 Monaten im Wasser begeistert. Alles Super ! Vielen Dank für dieses Produkt. Grüße von der Insel Danke für den Hinweis Friedrich
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  • Avatar von ADMIN
    19.06.2018, 17:26
    ADMIN hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Nur mit EP-Verdünner, den gibt es auch im Farbenfachhandel. Theoretisch müsste auch Aceton funktionieren, aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Zur Not wenn das mit dem Aceton oder EP-Verdünner nicht funktioniert, dann kann der Härter nachbestellt werden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Thomas Meier
    19.06.2018, 11:08
    Thomas Meier hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Vielen Dank für die fundierten Antworten. Super Service. Und schon wieder die nächste Frage: der Härter vom Multicoat ist durch die Wärme und einen nicht luftdichten Deckel ganz schön dick geworden. (wie feste Marmelade) Kann man den mit Verdünner oder Aceton etwas geschmeidiger zum Rühren machen?
    11 Antwort(en) | 1793 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    19.06.2018, 09:03
    ADMIN hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Thomas, die Rostumwandler enthalten Phosphorsäure und damit wird die Oberfläche passiviert und hat dann für kurze Zeit einen geringen Rostschutz - nicht Korrosionsschutz. Da immer Säure zurück bleibt und nicht vollständig entfernt werden kann, haftet darauf kein Korrosionsschutzanstrich. Im maritimen Bereich schaden solche Rostumwandler mehr als das die nützen. Was beim Auto halbwegs funktioniert, funktioniert nicht bei einer Stahlyacht. Am besten die Stellen in den Ecken rauskratzen und was nicht mehr geht mit Multicoat überschichten. Im Grunde genauso, wie es bei den Balastwassertanks der Schifffahrt gemacht wird. Grüße Friedrich
    11 Antwort(en) | 1793 mal aufgerufen
  • Avatar von Thomas Meier
    18.06.2018, 22:45
    Thomas Meier hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, ich bin mittlerweile in der Bilge am entrosten.leider gibt es dort viele Ecken und Spanten. Meine Frage dazu: ich habe mir einen Liter Rostumwandler(Phosporsäure) gekauft und möchte die Ecken damit behandeln. Kann ich auf den getrockneten Rostumwandler eigentlich mit dem 2 k Multicoat streichen, oder sollte ich den Rostumwandler weglassen? VG Thomas
    11 Antwort(en) | 1793 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    12.06.2018, 11:09
    Hallo, wenn das Unterwasserschiff gestrahlt wurde, dann können wir erst beurteilen ob z.B. mit 2 Lagen 0,2 mm Laminat laminiert wird, oder ob wir mit Multicot oder Stetecol weiter machen. Erst nach dem strahlen werden mögliche weitere Schäden am Unterwasserschiff sichtbar. Wir müssen berücksichtigen, dass auch der Überwasserbereich saniert wird. Um also keine Schwachstelle an Übergängen zu bilden, arbeiten wir von Oben nach Unten um ein anstückeln zu vermeiden. Da auch der Decks und Überwasserbereich saniert wird, sollten wir nach jetzigen Stand mit Multicoat beschichten, denn Multicoat lässt sich auch nacharbeiten mit einer Feinspachtel, ermöglicht einen Feinschliff und wird bis zum Unterwasserbereich überlappend mit PU-Acryl lackiert. Also in Ruhe alles vorbereiten, dann nochmals Bilder, dann am besten telefonieren dann muss ich nicht so viel schreiben. Tel. 0841-9985822 Grüße Friedrich
    4 Antwort(en) | 777 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    11.06.2018, 20:02
    ADMIN hat auf das Thema Plicht Boden sanieren im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Habe die Nachricht erst Heute gesehen. Bilder können auch über Mail info@antifouling-shop.com geschickt werden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Murex 1969
    11.06.2018, 17:09
    Grüße Termin zum strahlen ist jetzt gesetzt . In 14 Tagen . Nur das Unterwasserschiff. Daher jetzt zur Berechnung der Materialien . Bzw Menge . Bin da noch etwas ratlos da Neuling .
    4 Antwort(en) | 777 mal aufgerufen
  • Avatar von axlfolz
    05.06.2018, 00:58
    Hallo zusammen, ich bekomme ein GFK Boot günstig angeboten. Bei der Besichtigung war eigentlich alles gut gepflegt und gut ausgestattet. Einziger Schönheitsfehler: Das Boot hat an mehreren Stellen im ÜBERWASSER Schiff (ca. 10 cm über dem Wasserpass) kleine Bläschen im Lack. Die Bläschen liessen sich mit dem Fingernagel aufdrücken und es trat eine nach Essig riechende Flüssigkeit aus. Vor ca. 12 Jahren hat eine Osmose Prophylaxe stattgefunden. Laut vorliegender Rechnung wurde das UW Schiff abgezogen, mit mehreren Lagen Gelshield behandelt und dann mit Antifouling gestrichen. Ich vermute mal das in den letzten Jahren dann nur regelmässig das Antifouling gemacht wurde. Am Rumpf selbst lassen sich keine Bläschen erkennen, nur Abblätterungen im Antifouling Anstrich und einige Seepocken. Das Boot steht seit ca. 2 jahren an Land und weist laut Verküfer am Rumpf Feuchtigkeitswerte zwischen 2 und 4 % auf. Der Verkäufer behauptet, das der Rumpf gesund und osmosefrei ist und es sich bei den Bläschen im Überwasserschicht um eine schlecht verarbeitete Lackierung handelt. Meine Fragen hierzu: Wie kritisch sind diese Anzeichen zu bewerten? Deutet das darauf hin, dass auch cer Rumpf beschädigt / gefährdet ist und vielleicht Osmosebläschen lediglich wegen der langen Zeit an Land nicht mehr sichtbar sind? Wie könnte sich ein isolierter (und unkritischer?) Befall des ÜBERWASSER Schiff erklären. Was wäre in der Situation in etwa der WORST- bzw BEST Case bzgl. der weiteren Nutzungsdauer / Nutzungsmöglichkeiten und was wäre ggf. mit vertretbarem Aufwand zu tun um die weitere Nutzungsdauer zu optimieren. Vielen Dank für eine Einschätzung! VG Axl
    0 Antwort(en) | 302 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.06.2018, 15:16
    Nachricht von Borero auf Silan, PTFE,Silikon,Graphit. Altura extra 619 is a copper-based antifouling containing about 50% of this component, and there is also a cobiocide which is part of the European BPR standard. It contains absolutely no PTFE, Silicon, Graphite, Silani. A self-polishing antifouling can be applied directly after high pressure, washing with fresh water (Giraglia 633 extra, Magellan 630 Extra). Even the self-polishing antifoulig do not contain the substances indicated by you. Kings regards
    0 Antwort(en) | 1064 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    01.06.2018, 09:49
    ADMIN hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Thomas, wenn der 1 K. Topcoat ausgehärtet ist, dann darf mit dem Marine 470 Vinyl überstrichen werden. Grüße Friedrich
    11 Antwort(en) | 1793 mal aufgerufen
  • Avatar von Thomas Meier
    31.05.2018, 21:37
    Thomas Meier hat auf das Thema AF auf Sikacor SW500 im Forum FRAGE & ANTWORT - STAHL-YACHTEN geantwortet.
    Moin Friedrich, unser Boot hat das Wellness -Peeling hervorragen überstanden. Die Schichten Zink und Multicoat (sw500) sind drauf unseren gut aus. Die kommenden Tage bestelle ich bei Dir den Vinyl-Sealer und das AF. Meine heutige Frage: Am Übergang zum Überwasserschiff wurde teilweise auf die alte 1kFarbe (Topcoat von International) drüber gespritzt, teilweise ist die alte Farbe vom Sandstrahlen leicht beschädigt. Auf der ganzen Länge habe ich jetzt jedoch einen erheblichen Dickenunterschied. Diese Grenze hatte ich bewusst über dem Wasserpass gelegt, weil ich die letzten cm vom Überwasserschiff neu streichen wollte (weiterhin mit 1k Topcoat) Kann ich den Sealer auch für diesen Bereich auf dem 1k Lack nutzen? Oder besser So etwas wie Primocon? LG Thomas
    11 Antwort(en) | 1793 mal aufgerufen
  • Avatar von Catapulte
    30.05.2018, 17:04
    So .... die Antwort von Boero zum Altura 619 kam prompt vom Produktmanager. Ich kopiere sie hier mal rein, falls es auch andere Eigner betrifft. Einem Umstieg auf Ecoship steht Nichts im Wege. :) Altura extra 619 is a copper-based antifouling containing about 50% of this component, and there is also a cobiocide which is part of the European BPR standard. It contains absolutely no PTFE, Silicon, Graphite, Silani. A self-polishing antifouling can be applied directly after high pressure, washing with fresh water (Giraglia 633 extra, Magellan 630 Extra). Even the self-polishing antifoulig do not contain the substances indicated by you. Kings regards Valerio Silvagno Senior Product Manager Yachting Bussines Unit T+39 010 5500314 M+39 335 7275541 F+39 010 5500291 v.silvagno@boero.it Boero Bartolomeo S.p.A. Via Maccaggi,19 I – 16121 – Genova www.boerogroup.com
    4 Antwort(en) | 649 mal aufgerufen
  • Avatar von Catapulte
    30.05.2018, 15:02
    Vielen Dank für die Analyse lieber Friedrich. Ich werde heute Boero einmal direkt anschreiben und um eine verbindliche Auskunft der Inhaltsstoffe, bzw. eine Zusicherung, dass kein PTFE, Silikon, Silan, Graphit enthalten ist, bitten. Sobald ich eine Antwort von Boero habe, melde ich mich wieder bei Dir. Nochmals Danke und viele Grüße. Catapulte
    4 Antwort(en) | 649 mal aufgerufen
  • Avatar von ANNALINA
    30.05.2018, 13:00
    ANNALINA hat auf das Thema Plicht Boden sanieren im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Friedrich, das wollte ich gestern schon gleich machen, aber leider bin ich nicht drauf gekommen , wie ich die Bilder hochladen kann. Kannst du oder jemand anderst ,mir bitte einen Tip geben ?? Danke Jürgen
    4 Antwort(en) | 746 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    30.05.2018, 09:32
    Hallo, ich habe versucht, mich nochmals ein wenig "schlau" zu machen und bin jetzt noch "schlauer" als zuvor. Bei der Kompatibilität von Seatec Platinium wird darauf hingewiesen, nur kompatibel mit Altura 619 von Boero ohne PTFE. Welches Altura 619 Extra oder Plus PTFE enthält konnte ich nicht herausfinden. Beim Extra wird auf Kupferoxid hingewiesen und zugleich nicht für Aluminiumboote geeignet. Haben wir es mit Kupferoxiden zu tun, dann haben wir einen Halbleiter der nicht elektrisch leitend ist und für Aluminium daher geeignet wäre. Haben wir es mit Kupfer zu tun, dann ist das elektrisch leitend und für Alu-Yachten nicht geeignet. Ich kenne kein einziges Antifouling mit Kupferoxiden, das Teflon enthält, da bei Kupferoxiden wir es immer mit Kupfer(I)oxid, Dikupfer und Zinkoxiden zu tun haben. Zugleich haben wir den Hinweis auf ein Hartantifouling was für PTFE spricht, aber auch den Hinweis auf selbst polierend was ein Weichantifouling wäre und kein PTFE enthält. Den Hinweis auf Graphit habe ich nicht mehr gefunden, der kann natürlich auch schon älter sein. Am Telefon hast Du gesagt, dass wir Kolophonium im Antifouling haben, das spricht für selbstabschleifend, damit wäre es kein Hartantifouling und wir haben dann auch kein PTFE. Da vermisse ich aber den Hinweis auf Zineb als Bewuchsschutzmittel. Dann der Hinweis Kupferoxid ......70%, N-Cyclopropyl-N1(1,1-dimethylethyl) -6- (methylthio) 1,3,5-Triazin-2,4-diamin...... 2%, Auch das kann nicht sein, da hätten wir eine Spachtelmasse.. Ich vermute, da gibt es einige Übersetzungsfehler so dass wir wissen müssen mit oder ohne PTFE. Es muss also sicher gestellt sein, dass kein Silikon - Silan - Graphit - PTFE im Altura Extra enthalten ist. Grüße Friedrich
    4 Antwort(en) | 649 mal aufgerufen
  • Avatar von Murex 1969
    30.05.2018, 09:04
    Grüße das Boot liegt seit ca 1,5 Jahren im Bootshaus also sehr trocken Grüße Vorbereiten heißt was genau ? Angebote zum strahlen hole ich mir gerade ein . Bis etwa Ende August Anfang September hab ich die Halle fast für mich also Platz
    4 Antwort(en) | 777 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    30.05.2018, 08:54
    ADMIN hat auf das Thema Plicht Boden sanieren im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo Jürgen, da würde ich gerne etwas sehen, da wären Bilder sehr hilfreich um etwas zu sagen. Grüße Friedrich
    4 Antwort(en) | 746 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    30.05.2018, 08:52
    Hallo, zuerst einmal alles in Ruhe vorbereiten bevor wir mit dem beschichten anfangen. Dann nochmals Bilder um die weitere Vorgehensweise zu bestimmen. Wenn das Boot noch vorher im Wasser war, dann bräuchten wir auch die Feuchtewerte, denn haben wir eine Differenzfeuchte von mehr als 0,8% zwischen Über- Unterwasserbereich dann kommt es beim überschichten zu Aplikationsproblemen. Ansonsten wenn es so weit ist, am besten telefonieren. Grüße Friedrich
    4 Antwort(en) | 777 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    30.05.2018, 08:44
    Grundsätzlich rate ich immer zur Fingernagelprobe, da die Härtungszeiten auf Temperatur und besonders auf Luftfeuchtigkeit reagieren und sich verdoppeln können. Bei 18°C haben wir ca. 18 Stunden, bei 20°C ca. 12 Stunden Überarbeitungszeit. Normalerweise sehe ich bei 1 Woche mit 1 Tag Pause keine Probleme. Grüße Friedrich
    10 Antwort(en) | 1687 mal aufgerufen
  • Avatar von ANNALINA
    30.05.2018, 04:27
    Hallo miteinander, musste bei meiner Beekmann Orient 580, den ganzen Boden der Plicht entfernen, weil der Polyesterspachtel undicht war und sich im Unterboden Wasser angesammelt hat. Nun meine Frage, soll ich die senkrechten Steghölzer obwohl noch fest auch entfernen, sind teils , teils noch richtig fest mit dem Rumpf verspachtelt ?? Und wie würdet Ihr am besten beim Neuaufbau vorgehen?? Danke für die Hilfe Jürgen
    4 Antwort(en) | 746 mal aufgerufen
  • Avatar von Murex 1969
    29.05.2018, 20:38
    Grüße von der schönen Elbe . Habe einen 20 er jollenkreuzer von meinem Opa übernommen. Das Boot ist seit fast 50 Jahren in Familienbesitz . Aus. Gesundheitlichen Gründen konnte er die letzten Jahre nicht mehr so akribische arbeiten und Instandhalten wie früher . Ich bin darauf groß geworden und daher konnte ich es nur behalten . So jetzt zu den Eckdaten was gemacht werden muss . Unterwasseranstrich ( letztes sandstrahlen ist genau 31 Jahre her ) Neuer Deckanstrich . Ich hab mit ihm vor 25 Jahren ca decksbelag verklebt der Müsste runter da es zu Unterwanderung gekommen ist durch Wasser . Bitte um Hilfe . Sandstrahlen ist gesetzt aber nur Unterwasser Wie sollte ich den neuaufbau des Anstriches gestalten . Decksanstrich . Farbe ist soweit runter bis auf den antikorosiv Anstrich . Grüße
    4 Antwort(en) | 777 mal aufgerufen
  • Avatar von Roman_shuf
    29.05.2018, 19:34
    Wie lange muss ich warten, bis ich das 311 Topcoat überstreichen kann. Ich plane die Beschichtung vom Oberdeck innerhalb von 1 Woche mit 1 Tag Pause aus beruflichen Gründen aufzubringen. Ist es realistisch? Welche Komponenten benötige ich noch außer dem Technischen Aceton? Bekomme ich bei Ihnen auch die Rollen und Pinsel bei Ihnen? Wenn nein, welche werden dafür empfohlen?
    10 Antwort(en) | 1687 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    29.05.2018, 10:46
    Hallo, zuerst einmal Gratulation zum neuen Schiff. Das Antifouling ALTURA EXTRA 619 von BOERO ist ein Hartantifouling mit Graphit und PTFE. Da Boero kein Antifoulinghersteller ist und meines Wissen von International beliefert wird, handelt es sich um ein VC-Antifouling von International. Auch was die Inhaltsstoffe betrifft, die sind identisch. Durch das Graphit und PTFE haben wir eine Antihaftbeschichtung, was die Selbstreinigung bei höheren Geschwindigkeiten ermöglicht. Der Dockintervall - Bewuchsschutzdauer ist lt. technischen Angaben 12-24 Monate. Das Problem solcher Antifoulings ist, dass die nicht bei tierischen Bewuchs (vorwiegend in den Marinas) schützen können, der dann die Haftgrundlage für pflanzlichen Bewuchs bildet. Was also für einen Blauwassersegler kein Problem ist, wird bei geringeren Auslastungen und bei längeren Aufenthalten in Marinas zum Problem. Ich rate zum jetzigen Zeitpunkt keinen Produktwechsel durchzuführen. Der Grund ist das Graphit, auf dem kein anderes Antifouling, nicht einmal ein Haftgrund haftet. Auch der Marine 470 Sealer würde sich bei Graphit und PTFE vom Untergrund lösen. Für eine vollständige Beseitigung der Altantifouling fehlt im Augenblick meiner Meinung die Verhältnismäßigkeit, so lange wir nicht wissen wie sich das Antifouling im neuen Segelrevier und bei Deiner Auslastung verhalten wird. Wenn es funktioniert für ein Jahr, dann sollte nichts geändert werden. International hat ein VC-Offshore EU Antifouling, das meines Wissen identisch ist und in der Regel für ein solches Boot ausreicht. Daher im Augenblick keine Experimente, auch wenn ich gerne eine neuen Kunden hätte. Daher mein Vorschlag, nichts ändern und nach 1-2 Jahren dann den Sachverhalt neu beurteilen, denn eine vollständige Beseitigung der Altschichten ist bei eine Kat eine gewaltige Gallerenarbeit, wenn auf dem Rücken liegend dann mühselig abgebeizt werden muss. Auch da besteht noch das Risiko von Graphit und PTFE-Rückständen, die zu Abplatzungen führen. Viele Skipper machen den Fehler beim Gebrauchtbootekauf, den Unterwasseranstrich beim Gebrauchtbootepreis nicht zu berücksichtigen, wenn sich der Anwendungsfall ändert. Für eine fachgerechte Umstellung z.B. bei der Firma Wrede, Rammbek oder König ist mit 1000,- bis 1200,-€ je laufenden Bootsmeter zzgl. 19% Mwst. zu kalkulieren. Vorsicht bei Werften die meinen, da schleifen wir einfach darüber und streichen ein anderes Antifouling. Das Boot ist viel zu wertvoll für solche Experimente, daher vorher genau prüfen was passt, sonst wird das zur Arbeitsbeschaffung. Besorge Dir die Sicherheitsdaten von ALTURA EXTRA 619 von BOERO und vergleiche die dann mit https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/akzonobel-live/documents/msds/YBB712_0010eu_DE_DE_20180403_1.pdf?mtime=20180407014606 und mitt.https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/akzonobel-live/documents/msds/YBA799_0010eu_DE_DE_20180404_1.pdf?mtime=20180407014601 um sicher zu gehen welches der Beiden kompatibel ist um Aplikationsprobleme zu vermeiden. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Catapulte
    28.05.2018, 22:31
    Lieber Friedrich, liebe Forumsmitglieder, Ich habe vor kurzem einen 16 Meter - GFK - High Performance (Daggerboards, Rotationsmast, textiles Rigging, etc.) Segelkatamaran erworben. Seit dem letzten Antifoulinganstrich vor ca 2,5 Jahren wurde Nichts mehr am UW-Schiff gemacht und so sieht es jetzt auch aus (beim Schnorcheln in Augenschein genommen). Das Schiff hat eine Atlantikrunde mit mehreren Monaten Karibik hinter sich und lag dann ca. 1 Jahr in Korsika. Letzte Woche habe ich es dann nach Barcelona überführt. Geschwindigkeitsbereich: 5 - max.25 kts. Durchnittlich 12-15 kts. Auslastungsprofil: lange Liegezeiten (jeweils ca. 2-3 Monate) im Wechsel mit 2-3 Wochen Segeln. Dauerwasserlieger in Marina bei Barcelona. Als Alt- Antifouling ist ALTURA EXTRA 619 von BOERO vorhanden. Zumindest die letzten 3 Jahre. Was davor war, kann ich nicht sagen. Ich würde gerne auf Relest Marine 522 Ecoship in Gorch Fock Blau umsteigen und bräuchte hierfür Deinen Rat. Auftragsvergabe und Auskranen sind entweder für Ende Juni / Anfang Juli (wird knapp) oder im September geplant. - Wie sollte das UW-Schiff gereinigt und vorbehandelt werden ? (Muscheln / Seepocken / Algen) (Anschleifen ja/nein ?) (Abbeizen ja/nein) - Lässt sich das Relest Marine 522 Ecoship direkt auf das Altura Extra 619 überstreichen oder sollte vorher Relest Marine 470 verwendet werden. - Wie sollten die Daggerboards (aufholbare Seitenschwerter) und deren Führungskanäle behandelt werden ? Was mache ich mit den 2 Rudern ? - Was mache ich mit den Faltpropellern ? - Mengenbedarf ? 2 Rümpfe a 16,5 Meter bei einem Tiefgang von 1,30 Meter, keine Kiele, max. Rumpfbreite jeweils 2,10 Meter Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Viele Grüße. Catapulte
    4 Antwort(en) | 649 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    23.05.2018, 17:43
    Hallo Raimund, das VCTar2 lässt sich nicht so einfach beseitigen. Das geht erst ab, wenn sich der Untergrund löst. Da geht auch nichts mit abbeizen. Wenn wir schleifen, dann haben wir immer noch die PTFE-Reste die wir so nicht los werden. Es bleibt also nur sandstrahlen und ein neuer Systemaufbau Protect 377 Zink - Protect 325 Tiecoat - Protect 346 Multicoat - Marine 470 Vinyl und Marine 522 Antifouling. Siehe http://shop-af.de/contents/de/d117.html Drucke Dir am besten mal die Produktdatenblätter aus, da hast du die Ergiebigkeiten, empfohlene Schichtstärken und die Preise. Erst wenn es so weit ist, dann sollten wir die weitere Vorgehensweise bestimmen. Wenn aber der Untergrund noch fest ist, keine Korrosion durchbricht, dann besteht die Möglichkeit mit VC-Offshore von International zu überschichten, das einen erheblich besseren Bewuchsschutz ermöglicht als das VC17m oder Lefant power+ Wenn das halbwegs funktioniert, dann sollte mit Offshore weiter gemacht werden und erst wenn uns das VCTar2 abplatzt, die Korrosion durchbricht, dann erst die weitere Vorgehensweise bestimmen. Grüße Friedrich
    4 Antwort(en) | 626 mal aufgerufen
  • Avatar von ADMIN
    23.05.2018, 17:26
    ADMIN hat auf das Thema Beulenpest / Osmose im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN geantwortet.
    Hallo, nach 36 Jahren einige Blasen, da muss sich keiner verrückt machen. Zuerst einmal wenn die Feuchte gemessen wird, das Greisinger auf 10 mm einstellen, erste Messung unterhalb der Deckskante, da müsste sich dann ein Messwert von ca. 1,6 - 1,8% ergeben. Haben wir im Antifouling Kupfer anstelle Kupferoxide, dann werden die Messwerte verfälscht, da muss das Kupferantifouling beseitigt werden. Es kann aber auch von Innen nach Aussen gemessen werden. Grundsätzlich wird jede Messung 5 x durchgeführt und der Durchschnittswert berechnet. Eine optimale Differenzfeuchte zwischen Über- und Unterwasserbereich wäre dann bis 0,8%. Die Feuchtemesgeräte mit Anzeigen grün-gelb-rot sind nicht zu gebrauchen, denn damit bekommen wir keine Werte. Bei der weiteren Vorgehensweise müssen wir auch die Verhältnismäßigkeit sehen. Für eine vollständige Sanierung mit abhobeln oder strahlen, 3 Tage Trockenkammer bei 60% C, grundieren, 2 Lagen laminieren, Spachteln, dann nochmals grundieren, Versiegelung und zuletzt Antifouling sind in einer Werft ca. 1000,- bis 1200,-€ je laufenden Bootsmeter, 750,-€ Kielsanierung, 350,-€ mehrmaliges umsetzen zzgl. 19% Mwst. zu kalkulieren. Dafür gibt es dann ca. 7 Jahre Gewährleistung auf Nachbesserung.Damit fehlt bei diesen Boot die Verhältnismäßigkeit. Eine weitere Möglichkeit wäre kräftiges anschleifen, das Gelshield muss runter denn das taugt nichts, den Gelcoat gründlich anschleifen, die Blasen öffnen, die Löcher zuspachteln, darauf dann 2 Lagen Stetecol - eine Reinepoxidbeschichtung, einmal mit Vinyl grundieren und dann Antifouling. Da gewinnen wir nach unseren Erfahrungen 3-4 Jahre, aber meist auch erheblich länger an Zeit. Diese Arbeiten können aber nur durchgeführt werden, wenn wir die Differenzfeuchte unter 1% haben, sonst schließen wir die Feuchte ein und es kommt zur Delamminierung. Bleibt uns die Feuchte erhalten, dann die Blasen öffnen, mit einen Dremel ein wenig ausfräsen, mit Aceton reinigen und mit einer EP-Feinspachtel spachteln. Darüber einen Vinylprimer und dann 1 x ein selbstabschleifendes Antifouling. Das wäre eine einfache Lösung, funktioniert auch einige Jahre und es kann leicht nachgebessert werden. Ein Problem ist, wenn die Arbeiten in einer Marina in Holland ausgeführt werden, denn da halten inzwischen die Marineros alle die Hand auf und es dürfen dann nur Produkte verwendet werden, die eine Zulassung in Holland haben. Daher Löcher zumachen, Primer, Antifouling und weiter segeln und alle Jahre ein wenig nachbessern. Das geht einfach und schnell, Grüße Friedrich
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  • Avatar von Taranga
    23.05.2018, 15:04
    Hallo Friedrich, vielen Dank für die erschöpfende und schnelle Antwort. Ich habe das Boot so gekauft und muß wohl diese Saison damit leben, das ich erneut Power+ auftrage und die Zink Anoden entferne. Ich muß halt mehrere Reinigungs- Tauchgänge einplanen. Nächsten Winter steht dann eine Grundsanierung an. D.h. wenn ich das richtig verstanden habe, abbeizen der Antifoulings und Sandstrahlen des TAR bis auf das blanke Eisen. Bitte, bieten Sie für diesen Zweck den Systemaufbau für Unterwasser ca. 18 m" an. freundliche Grüße Raimund
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  • Avatar von Appitz
    23.05.2018, 13:50
    Appitz hat das Thema Beulenpest / Osmose im Forum FRAGE & ANTWORT - GFK-YACHTEN erstellt.
    Habe eine Jeanneau Aquila, Bj. 1982. Letztes Jahr Aug. gekrant, um das Antif. anzusehen. Schnell wieder eingesetzt, ca.20-30 kleine Blasen am UW.Schiff. Im Oktober raus und auf den Lagerbock gestellt, die Blasen mit dem Fingernagel geöffnet. Die Stellen sind offen bis in die Glasfasern. Eine Feuchtigkeitsmessung (im April) des Hafenbetreibers - Handwerker - zeigte viele feuchte Stellen, Gerät tiefrot bis an den Anschlag. Probleme: Boot ist 36 Jahre alt, Zeitwert vielleicht 10K Euro, durch einen Fachbetrieb für 5K bis 7K Euro sanieren lasenn macht keinen Sinn. Also Eigenarbeit, Zeit habe ich, Festool heute in der Bucht ersteigert. Folgendes habe ich vor: 1. Messreihe über feuchte Stellen anlegen (Greisinger 210 schon gekauft). 2.Offene Stellen zuspachteln, glätten. Auf ca. 1 m/2 habe ich 2 Schichten AF entfernt, darunter kommen 2 Lagen Gelschield, Dann eine Schicht die ich noch nicht geschliffen habe. Weil: beim Auftragen des AF hatte ich den Eindruck, daß der Rumpf nicht völlig glatt war, sah eher aus wie schon einmal mit einem Winkellschleifer abgezogen. Für diesen Verdacht spricht auch eine spürbare Stufe/Kante zum Rumpf drüber. 3.Die angeschliffene Stelle möchte ich mit Gelschield streichen und dann das Boot wieder einsetzen und segeln bis zum Herbst. AF kann fleckig bleiben nach dem Kärchern. 4. Im Herbst raus und auf den Bock, Feuchtigkeit messen. Wie weiter? Feuchtigkeit, auch wenn sie angestiegen ist ignorieren, und das Boot weiter segeln. Oder: 1.Äußere Schichten bis aufs GFK abnehmen. 2. UW-Boot mit einem Bautrockner mit Geläse trocknen, mit dem Greisinger prüfen. 3. Glasmatte auflaminieren (Absatz zum Rumpf) 4. Rollspachtel ("Neuerfindung" von XX) auftragen, glätten, schleifen. 5. Gelschield 6. AF - in Holland zugelassen Der Punkt "ignorieren" hat was, aber: was passiert mit dem UW-Rumpf? Punkte 1 - 6 machen viel Arbeit, Kosten bleiben aber überschaubar. Läßt sich das so machen? MfG Appitz
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  • Avatar von ADMIN
    22.05.2018, 21:26
    Hallo Raimund, ob VC17m oder Lefant power+ ist im Grunde egal. Beides sind PTFE-Antifouling, im Grunde vom gleichen Hersteller für Trailerboote, Aktivität ab 20 Knoten, kurze Wasserliegezeiten und bieten keinen Schutz gegen tierischen Bewuchs. Im Grunde sind solche Antifoulings Antihaftbeschichtungen um die Reinigung bei kurzen Wasserliegezeiten zu erleichtern. PTFE ist auch bestens geeignet für Miesmuscheln, die darauf verfestigen. Bei Stahl-Yachten haben wir einen Systemaufbau für den Korrosionsschutz, Zink - Eisenglimmer - Multicoat und da gehört wirklich kein VCTar2 gestrichen, denn das hat mit Korrosionsschutz nichts gemeinsam. Mit einer VCTar2 EP-Beschichtung, decken wir nur ab für die Optik und darunter haben wir die Korrosion. Für einen mehrjährigen Antifoulinganstrich mit Zink - Kupfer(I)oxiden (elektrischer Halbleiter), Trycreylphospoaten, bedarf es zusätzlich einen Vinyl-Haftvermittler. In Deinen Fall kann mit keinen anderen Antifouling das für Stahl-Yachten verwendet wird überschichtet werden. Wir dürfen auch bei Stahl-Yachten kein Antifouling verwenden das Kupfer enthält, denn das Kupfer und die Zinkanoden bilden eine Elektrolyse, das kann nicht funktionieren. Bei einen solchen Beschichtungsaufbau mit VCTar2 und PTFE-Antifouling bei einer Stahl-Yacht halte ich mich raus. Grüße Friedrich
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  • Avatar von Taranga
    22.05.2018, 20:13
    Mein Stahlboot ist ursprünglich mit 5 Schichten TAR und darauf 2 Schichten VC17M beschichtet. das vorgesehene Fahrtengebiet war die Elbe. Die Beschichtungen sind gut intakt. Nun ist das Boot in der Ostsee und ich habe auf das VC17M 2 Schichten Lefant power+ aufgetragen. Da Lefant Power+ nur Schutz gegen pflanzlichen Bewuchs herstellt, war der Rumpf 2017 sehr stark mit Muscheln und Seepocken besiedelt. Außerdem war die power+ Beschichtung um die Zinkanoden herum verschwunden. Vermutlich sind galvanische Vorgänge abgelaufen. Was kann ich tun, um einen Schutz gegen Muscheln und Seepocken herzustellen. Welche Bearbeitung ist notwendig und welche Antifouling wird empfohlen. Grüße Raimund (Taranga)
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